AT157093B - Verfahren zur Erzielung einer gut ausgeprägten Würfeltextur bei Eisen-Nickel-Legierungen mit mehr als 30% Nickel. - Google Patents
Verfahren zur Erzielung einer gut ausgeprägten Würfeltextur bei Eisen-Nickel-Legierungen mit mehr als 30% Nickel.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Erzielung einer gut ausgeprägten Würfeltextur bei Eisen-Niekel-Legierungen mit mehr als 30% Nicket. Durch starkes Kaltreeken mit nachfolgendem Glühen bei Temperaturen rherhalb der Krihtalli- sa, tionstemperatur kann man bekanntlich eine Gleichrichtung der Kristallite in einem polykristallinen EMI1.1 um 5-70% Dickenverminderung unterworfen. Je besser vor dem Walzen die Fasertextur ausgeprägt war, d. h. e geringer die Kristallite von der oben angegebenen Lage abweichen, um so geringere Werte der Hysterese sind dann nach dem Kaltwalzen den Permeabilitätswerten zugeordnet. EMI1.2 <Desc/Clms Page number 2> EMI2.1 Pupinspulenbau verwendbaren Dicke von 0"0, 4 bis 0#07 mm zu erhalten. Bei der Dicke. welche vor der 90-99% igen Dickenverminderung vorlag, wurde das Band zur Entfernung von Walzspannungen und geringen Verfestigungen geglühlt. Wurden hiezu Temperaturen von 950 und mehr angewendet, wie sie für E'sen-Nickel-L gierungen zur Erzielung einer völligen Rekristallisation üblich sind, so ergeben sich die oben angegebenen Schwierigkeiten, dass in vielen Fällen eine Fasertextur nicht zu erreichen war. Sie wurde erst dann erzielt, als anstatt dieser Glühung oberhalb 9500 eine Glühung über längere Zeiten bei 600-900 vorzugsweise bei 7000 angewendet wurde. In diesem Falle wurde bedingungslos für alle Werkstoffe der verschiedensten Herkunft und Herstellungsart eine gute Fasertextur durch die nachfolgenden Behandlungsvorgänge erhalten. Als besonders zweckmässig hat sieh ein Verfahren erwiesen, bei dem bei den zwei letzten Glühungen und den zwei letzten Kaltverformungen folgende Werte eingehalten werden. Vorletzte Glühung bei 600-900 , vorletzte Kaltverformung, Reckgrad über 80%, letzte Glühung bei 1000-1200 , letzte Kaltverformung, Reckgrad 10-70%. Im Bedarfsfall kann der Werkstoff anschliessend noch angelassen werden bei Temperaturen EMI2.2 EMI2.3 <tb> <tb> 1 <SEP> Reck-. <SEP> H. <SEP> ReckVor- <SEP> Erste <SEP> Zweite <tb> grad <SEP> grad <SEP> Textur <SEP> , <SEP> h <tb> behandlung <SEP> Glühung <SEP> 80-99% <SEP> Glühung <SEP> 10-70% <tb> Schmieden <SEP> Faserung <SEP> ; <SEP> aber <SEP> 100 <SEP> 188 <tb> 1100 <SEP> 99% <SEP> 1100 <SEP> 10% <SEP> keine <SEP> Würfeltextur <SEP> 100 <SEP> 188 <tb> und <tb> sehr <SEP> schlecht <tb> Heisswalzen <SEP> 10000 <SEP> 99% <SEP> 11000 <SEP> 14% <SEP> ausgeprägte <SEP> 133 <SEP> 126 <tb> Würfeltextur <tb> 700 <SEP> 99% <SEP> 11000 <SEP> 16% <SEP> Würfeltextur <SEP> 129 <SEP> 55 <tb> EMI2.4 die den vorgenannten vier Verfahrensschritten (vorletzte und letzte Glühung, vorletzte und letzte Kaltverformung) unterworfen worden sind. Dabei wurde lediglich die vorletzte (erste) Glühung variiert. Das erste Bild zeigt die Faserstruktur nach einer Glühung bei genügend tiefer Temperatur (7000) gemäss der Erfindung, während die beiden folgenden Bilder sieh auf Glühungen bei 1000 und 1100 beziehen. Die Abbildung und die obenstehende Tabelle zeigen, in wie starkem Masse durch diese Änderung der Glühtemperatur bei sonst völlig gleicher Behandlung die Fasertextur schärfer ausgeprägt wird und wie dadurch der Hysteresewert des Werkstoffs im Endzustand herabgesetzt ist. Der Vollständigkeit halber sei noch angegeben, dass der letzte Reckgrad bei den in der Tabelle dargestellten Versuchsergebnissen nur zufälligerweise mit sinkender Temperatur der vorletzten Glühung steigt. Wie Kontrollversuche ergeben haben, ist die erreichte Würfeltextur nicht auf das Steigen des letzten Reckgrades zurückzuführen. Eine Begründung für den überraschenden Befund, dass selbst nach einem so einschneidenden Vorgang, wie sie die Kaltreckung uni 90-99% Dickenverminderung darstellt, noch die vorhergehende Glühbehandlung von starkem Einfluss ist, kann vorläufig nicht gegeben werden. Vielleicht handelt es sich darum, dass das Korn vor dem starken Kaltrecken eine bestimmte Grösse nicht überschreiten darf ; grössere Unterschiede in der Kornausbildung je nach der Glühtemperatur wurden allerdings nicht gefunden. Auch andere sonstige Gefügeänderungen, wie Ausscheidungen u. dgl. wurden im EMI2.5 ausbildung von Einfluss sein oder es könnten durch dieses Glühen bei tieferen Temperaturen die mikroskopisch kaum nachweisbaren Mengen von Verunreinigungen in einen solchen Zustand oder solche Form gebracht werden, dass sie die Gleit-und Rekristallisationsvorgänge nicht mehr stören. Das Verfahren gemäss der Erfindung hat nach den Versuchen für alle Metalle und Legierungen Gültigkeit. Es gibt erstmalig Aufklärung darüber, weshalb von den verschiedenen Forschern in sehr vielen Fällen trotz anscheinend gleicher Behandlung eine Fasertextur nicht erzielt werden konnte. Für die technische Herbeiführung der Fasertextur ist es ausserdem deshalb noch bedeutungsvoll, weil es den Arbeitsvorgang erleichtert. Je besser durch die hier beschriebene Glühung die Vorbedingungen für die Erzielung der Fasertextur sind, ein um so kleinerer Kaltreekgrad, der bei Steigerung über 90% doch schon Schwierigkeiten bereitet, kann angewendet werden. So wurden bei den Eisen-Nickel- <Desc/Clms Page number 3> Legierungen durch diese Massnahme der niedrigen Erstglühung z. B. sehr gute Rekristallisationstexturen nach Kaltrecken um 80-85% erhalten.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Erzielung einer gut ausgeprägten Würfeltextur bei Eisen-Nickel-Legierungen mit mehr als 30% Nickel durch Kaltreckung um mehr als 80% Dickenverminderung und nachfolgendes Glühen oberhalb der Rekristallisationtemperatur und gegebenenfalls anschliessender zweiter Kaltverformung mit einem Reckgrad zwischen 10 und 70%, dadurch gekennzeichnet, dass der Werkstoff vor der ersten Kaltreckung bei 600-900 C vorzugsweise bei 7000 geglüht wird. EMI3.1
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE157093T | 1936-06-13 |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT157093B true AT157093B (de) | 1939-09-25 |
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ID=29412802
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT157093D AT157093B (de) | 1936-06-13 | 1937-06-12 | Verfahren zur Erzielung einer gut ausgeprägten Würfeltextur bei Eisen-Nickel-Legierungen mit mehr als 30% Nickel. |
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| Country | Link |
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| AT (1) | AT157093B (de) |
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1937
- 1937-06-12 AT AT157093D patent/AT157093B/de active
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