DE753093C - Die Verwendung von magnetischen Eisen-Nickel-Legierungen - Google Patents
Die Verwendung von magnetischen Eisen-Nickel-LegierungenInfo
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- C21—METALLURGY OF IRON
- C21D—MODIFYING THE PHYSICAL STRUCTURE OF FERROUS METALS; GENERAL DEVICES FOR HEAT TREATMENT OF FERROUS OR NON-FERROUS METALS OR ALLOYS; MAKING METAL MALLEABLE, e.g. BY DECARBURISATION OR TEMPERING
- C21D8/00—Modifying the physical properties of ferrous metals or ferrous alloys by deformation combined with, or followed by, heat treatment
- C21D8/12—Modifying the physical properties of ferrous metals or ferrous alloys by deformation combined with, or followed by, heat treatment during manufacturing of articles with special electromagnetic properties
- C21D8/1244—Modifying the physical properties of ferrous metals or ferrous alloys by deformation combined with, or followed by, heat treatment during manufacturing of articles with special electromagnetic properties characterised by the heat treatment
- C21D8/1272—Final recrystallisation annealing
-
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- C21D6/00—Heat treatment of ferrous alloys
- C21D6/001—Heat treatment of ferrous alloys containing Ni
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Description
Es ist bekannt, daß der Verlauf der Magnetisierungskurve eines magnetischen Werkstoffes
in Abhängigkeit von der magnetisierenden Feldstärke und damit die die Technik besonders interessierenden Größen, wie z. B.
Anfangs- und Maximalpermeabilität, in starkem Maße von der Verarbeitungsweise abhängig
sind. Es ist ferner bekannt, daß man durch entsprechende Verarbeitungsweise eine
Textur oder eine regellose Kristallitanordnung im Werkstoff erzeugen kann, deren Zusammenhang
mit den magnetischen Größen zum Teil ebenfalls bekannt ist. Bezüglich der Anfangspermeabilität
ist bekannt, daß Werkstoffe, die bei der Rekristallisationsglühung
regellos kristallisieren, eine höhere Anfangspermeabilität besitzen als solche, die nach
dem Rekristallisieren eine Textur aufweisen.
Weiterhin ist es bekannt, daß beim Erhitzen von Nickel-Eisen-Legierungen mit Rekristallisationstextur
auf höhere Temperaturen, als sie zum Erhalt des Werkstoffes mit Textur erforderlich sind, diese Legierungen
nochmals neue Kristalle bilden, die ein besonders grobes Gefüge des Werkstoffes erzeugen.
Den Vorgang dieser zweiten Rekristallisationbezeichnet
man mit Sammelkristallisation.
Zur Erzeugung einer regellosen Kristallitanordnung im rekristallisierten Werkstoff bei
Legierungen aus Nickel und Eisen mit ge-
gebenenfalls Zusätzen von Chrom, Kupfer, Molybdän, Kobalt, Mangan und Silicium
kann man beispielsweise wie folgt vorgehen:
Man walzt den Werkstoff kalt sehr stark (mindestens 90% Dickenabnahme), unter
Umständen unter Einlegung einer Zwischenglühung, zwischen zwei Kaltverformungsschritten,
rekristallisiert bei etwa 900 bis 11000C, walzt dann noch einmal um rund
10% Dickenabnahme und rekristallisiert dann wieder in demselben Temperaturbereich wie
das erste Mal.
Um Material mit Textur zur erhalten, läßt man das schwache letzte Nachwalzen und anschließende
nochmalige Rekristallisieren fort. Um einen Werkstoff mit grob kristallinem Gefüge durch Sammelkristallisation zu erhalten,
wird der Werkstoff zunächst nach der Verarbeitungsweise für einen Werkstoff mit Textur behandelt. Nur die der Kaltverformung
folgende Rekristallisationsglühung wird, wie schon eingangs erwähnt, bei höheren Temperaturen
durchgeführt, als sie zum Erhalt des Werkstoffes mit Rekristallisationstextur erforderlich ist.
Gegenstand der Erfindung ist nun die Erkenntnis, daß überraschenderweise ein Werkstoff,
der ein grob kristallines Gefüge durch Sammelkristallisation besitzt, eine höhere Anfangspermeabilität
besitzt, als ein gleich zusammengesetzter Werkstoff mit regellosem Gefüge oder Rekristallisationstextur.
Es ist dabei gleichgültig, ob der Werkstoff durch eine erste Rekristallisationsglühung nach
dem starken Kaltwalzen bereits Textur besitzt und nur noch ein zweites Mal bei höherer
Temperatur geglüht wird (selbstverständlich ohne dazwischen schwach nachzuwalzen) oder
ob er unmittelbar nach dem starken Kaltwalzen bei höherer Temperatur rekristallisiert wird.
Für eine Legierung aus 50% Nickel und 50% Eisen muß z. B. bei Temperaturen über 11400 C
rekristallisiert werden, um Grobkristallisation zu erhalten. Der Werkstoff mit Würfeltextur
besaß eine Permeabilität von 800 Gauß/Oersted bei einem Feld von 0,02 Oersted; nach
einer Glühung bei 11500 C, die Grobkristallisation
hervorrief, stieg die Permeabilität auf 22 000 Gauß/Oersted bei 0,02 Oersted. Der
auf regellose Kristallitanordnung verarbeitete Werkstoff derselben Zusammensetzung hatte
12800 Gauß/Oersted bei 0,02 Oersted.
Von dem beschriebenen Arbeitsverfahren zur Erhöhung der Anfangspermeabilität eines
magnetischen Werkstoffes können also zwei Arbeitsschritte, d. h. das schwache Nachwalzen
um etwa ia°/o mit anschließender Glühung eingespart werden, wenn man die
noch übrigbleibende Rekristallisationsglühung, die sich unmittelbar an die starke Kaltverformung
anschließt, bei so hohen Temperaturen ausführt, daß der Werkstoff grobkristallin
wird. Besonders geeignet sind für dieses Verfahren Nickel-Eisen-Legierungen, z. B. aus 35 bis 80% Nickel, insbesondere
40 bis 65% Nickel, gegebenenfalls mit Zusätzen von einem oder mehreren Elementen
Chrom, Kupfer, Molybdän, Kobalt, Mangan und Silicium einzeln oder insgesamt 25%,
Rest Eisen, wobei die Zusätze im allgemeinen mehr als 1 % betragen werden. Mangan und
Silicium können auch in kleineren Mengen, z.B. über 0,1%, vorhanden sein.
Die angegebenen Werte sind mit 50 periodischem Wechselstrom bei 0,4 mm Bandstärke
gemessen.
Claims (1)
- Patentanspruch:Die Verwendung von magnetischen Eisen-Nickel-Legierungen, die in an sich bekannter Weise so stark kalt verformt wurden, daß sie bei dem der Kaltverformung folgenden Glühprozeß fähig waren, eine Rekristallisationstextur anzunehmen, und deren Erhitzung bis auf so hohe Temperaturen gesteigert wurde, daß sie ein grob kristallines Gefüge durch Sammelkristallisation aufweisen, für Gegenstände, die eine hohe Anfangspermeabilität besitzen müssen.Zur Abgrenzung des Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden:Deutsche Patentschriften Nr. 624 427,642 032, 659 134;" französische Patentschrift Nr. 793 225;
österreichische Patentschrift Nr. 147 148; Zeitschrift für Metallkunde, Jahrgang 1935, S. 163, Jahrgang 1936, S. 266/71 und S. 262/65;Meßkiift-Kiißmann: Die ferromagnetischen Legierungen, Verlag Springer, Berlin, 1932, S. 84, Abs. 2;
Wa#>ermann: Texturen metallischer Werktstoffe, Verlag Springer, 1939, S. ι bis 3.© 141 5.51
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH159458D DE753093C (de) | 1939-05-03 | 1939-05-03 | Die Verwendung von magnetischen Eisen-Nickel-Legierungen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH159458D DE753093C (de) | 1939-05-03 | 1939-05-03 | Die Verwendung von magnetischen Eisen-Nickel-Legierungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE753093C true DE753093C (de) | 1951-05-21 |
Family
ID=7183029
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH159458D Expired DE753093C (de) | 1939-05-03 | 1939-05-03 | Die Verwendung von magnetischen Eisen-Nickel-Legierungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE753093C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1259367B (de) * | 1957-06-11 | 1968-01-25 | Forsch Metallische Spezialwerk | Verfahren zur Herstellung eines magnetisierbaren Werkstoffes mit rechteckiger Hystereseschleife und vorzugsweise hoher Anfangspermeabilitaet aus Ni-Fe-Legierungen |
Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR793225A (fr) * | 1934-09-04 | 1936-01-20 | Ig Farbenindustrie Ag | Procédé pour préparer des alliages magnétiques de nickel et de fer |
| DE624427C (de) * | 1927-12-25 | 1936-01-20 | Fried Krupp Akt Ges | Werkstoff fuer Gegenstaende, die hohe Anfangspermeabilitaet erfordern |
| AT147148B (de) * | 1934-01-04 | 1936-10-10 | Krupp Ag | Verfahren zur Verbesserung der magnetischen Eigenschaften, insbesondere der Permeabilität von Eisen-Silizium-Legierungen. |
| DE642032C (de) * | 1929-08-29 | 1937-02-20 | I G Farbenindustrie Akt Ges | Verfahren zur Verbesserung der magnetischen Eigenschaften |
| DE659134C (de) * | 1935-02-28 | 1938-04-26 | Aeg | Verwendung von magnetischen Legierungen, die Nickel und Eisen im Verhaeltnis 30 bis 70% Nickel zu 70 bis 30% Eisen enthalten |
-
1939
- 1939-05-03 DE DEH159458D patent/DE753093C/de not_active Expired
Patent Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE624427C (de) * | 1927-12-25 | 1936-01-20 | Fried Krupp Akt Ges | Werkstoff fuer Gegenstaende, die hohe Anfangspermeabilitaet erfordern |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1259367B (de) * | 1957-06-11 | 1968-01-25 | Forsch Metallische Spezialwerk | Verfahren zur Herstellung eines magnetisierbaren Werkstoffes mit rechteckiger Hystereseschleife und vorzugsweise hoher Anfangspermeabilitaet aus Ni-Fe-Legierungen |
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