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Wärme-und kälteisolierendes Bauelement und Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung desselben.
Die Erfindung bezieht sich auf Bauelemente zum Wärme-und Kälteschutz für Bauwerke aller
Art, wie Häuser, Schiffe u. dgl., und stellt sich die Aufgabe, die Elemente so auszugestalten, dass sie leichter zu handhaben und anzubringen und auch leichter zu befördern sind als dem gleichen Zweck dienende bekannte Isolierelemente.
Bei Verwendung von Metallfolien ergeben sich Schwierigkeiten im Handhaben und Befördern sowie bei der Anbringung. Ein Vorschlag sieht vor, die Folie auf einem Träger anzubringen, um ihr
Festigkeit zu verleihen. Wenn der Träger starr und leicht zwischen Pfosten, Balken oder. andern
Rahmenelementen einzulegen ist, ist er nicht leicht zu befördern. Wenn anderseits die Folie auf Papier aufgezogen ist und sich leicht in Rollenform befördern lässt, so ist ein grosser Arbeitsaufwand erforder- lich, um die Folien richtig zu befestigen und zwischen die Elemente der Tragkonstruktion einzubauen.
Bisher war es üblich, die Folienblätter zu knittern und sie zwischen Elementen des Tragwerkes zu befestigen. Der Nachteil dieser Ausgestaltung liegt darin, dass der Abstand zwischen den Folien und dadurch die Wärmesehutzwirkung nicht einheitlich ist. Ferner besteht nicht genug Sicherheit, dass die Folien überall voneinander getrennt sind. Metallfolie ist so leicht, dünn und leicht zerreissbar, dass die Verlegung in einem Bauwerk beträchtliche Schwierigkeiten bietet.
Das Bauelement gemäss der Erfindung ist so ausgebildet, dass es leicht eingebaut und ohne
Gefahr einer Beschädigung verwendet werden kann. Im wesentlichen besteht die Erfindung darin, dass mindestens eine wärmereflektierende Folie mit Luftzellen an der Folie abgrenzenden Stegen aus schlecht wärmeleitendem Material, z. B. Papier, derart gelenkig verbunden ist, dass die Folien in die Ebene der Stege gefaltet werden kann.
Auf der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des Bauelementes und eine Vorrichtung zur Herstellung desselben dargestellt.
Fig. 1 zeigt ein gefaltetes Isolierelement gemäss der Erfindung, Fig. 2 ein Element nach Fig. 1, teilweise auseinandergezogen, Fig. 3 ein Element nach Fig. 1, völlig auseinandergezogen und zwischen Pfosten oder Tragwerksteilen befestigt, Fig. 4 ein Element nach Fig. 1 quer gefaltet, um beim Versand Raum zu sparen.
Fig. 5 veranschaulicht die Anbringung des Wärme-und Kälteschutzelementes gemäss der Erfindung unter den Brettern eines Fussbodens, Fig. 6 eine Ausführungsform des Elementes, Fig. 7 die Aufsicht einer Vorrichtung zur Herstellung von Bauelementen gemäss der Erfindung, Fig. 8 eine Seitenansicht der in Fig. 7 dargestellten Vorrichtung, Fig. 9 einen Schnitt nach der Linie 9-9 der Fig. 8, Fig. 10 einen Schnitt nach der Linie 10-10 der Fig. 8, Fig. 11 eine Einzelheit in schaubildlicher Darstellung, Fig. 12 einen Schnitt nach der Linie 12-12 der Fig. 8, Fig. 13 eine weitere Ausführungsform des Bauelementes in zusammengelegtem Zustand vor dem Zusammenrollen, Fig. 14 die in Fig. 13 dargestellte Ausführungsform in auseinandergezogenem Zustand.
Fig. 3 zeigt das Wärme-und Kältesehutzelement 12 gemäss der Erfindung zwischen Pfosten 10 und 11 befestigt. Das Element besteht aus einem balgartig gefalteten Träger 13, dessen Falten in Längsrichtung des Elementes verlaufen und Metallfolien 14 und 15, die an dem Träger befestigt sind, in Abstand halten. Der Träger 13 kann aus Papier bestehen von ungefähr 120 g/m2 ; es kann auch eine schwere Metallfolie verwendet werden oder eine Folie, die auf Papier aufgezogen ist, als welches, wenn Feuersicherheit gewünscht wird, ein Asbest-oder anderes feuerfestes Papier geeignet ist. Die
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Schichten 14 und 15 bestehen vorzugsweise aus einer etwa 0'007 mm dicken Aluminiumfolie.
Obgleich Folien aus anderem Metall verwendet werden können, ist Aluminiumfolie vorzuziehen.
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das Blatt auf einer Seite des Trägers um das vorstehende Ende 18 der Unterlage, wie Fig. 3 zeigt, i gefaltet und ein Nagel, Stift oder ein anderes Befestigungsmittel durch das gefaltete Blatt und die
Unterlage getrieben werden, um diese an einem Tragwerksteil zu befestigen. Wie die Figur zeigt, ist die Folie 14 nicht so lang wie die Folie 15. Die Folienschicht 14 endet bei 16 und grenzt an den
Tragwerksteil und die letzte Falte 17 des gefalteten Trägers 13. Das Element ist ausdehnbar und zusammendrückbar, so dass es dem Tragwerk angepasst werden kann.
In der in Fig. 3 gezeigten Stellung ist das Element so weit wie möglich auseinandergezogen, so dass die Folien eine weitere Ausdehnung des balgartig gefalteten Trägers 13 beschränken. Sollten die Tragwerksteile 10 und 11 etwas weiter voneinander entfernt sein als in Fig. 3, so können die Enden 18 des Trägers an einer Stelle nahe bei den Stiften 19 abgebogen werden. Wenn die Tragwerksteile wesentlich enger zusammenstehen, wird das Element teilweise zusammengepresst, wie dies Fig. 2 zeigt. In seitlich völlig zusammengepresstem Zustand sieht das Element, wie aus Fig. 1 ersichtlich, aus. Wenn die Elemente für Brandmauern verwendet werden, soll die Länge den üblichen Abständen zwischen den Quervermauerungen angepasst sein. Für die Verlegung in Fussböden können die Elemente so lang wie die Balken sein.
Um die Elemente bei der Beförderung kürzer zu machen, wird das längsgefaltete Element, wie Fig. 4 zeigt, beliebig oft quer gefaltet, so dass ein festes Paket 21 entsteht.
Wenn das Wärme-und Kälteschutzelement in einem fertigen Fussboden 24 eingebaut werden soll, empfiehlt es sich, günstig verteilte Bodenbretter abzunehmen, die Zwischenräume 22 und 23 freigeben (Fig. 5). Das Element nach Fig. l kann dann gebogen und unter den Boden geschoben werden, wenn es auf die Seite gelegt ist. Sobald das Element in seiner ganzen Länge durchgezogen ist, wird es um 90" gedreht und dann seitlich auseinandergefaltet, bis es den Raum zwischen den Balken 10 und H. des Traggerippes ausfüllt, und kann dann ähnlich wie in Fig. 3 an den Balken befestigt werden.
Die Falten des Trägers verlaufen dann quer zur Richtung der Dielen.
Ein Vorteil dieser Anordnung besteht darin, dass nicht alle Dielen abgenommen werden müssen, sondern mnr so viele als nötig sind, um das Element gemäss Fig. 1 unter dem Boden durchzuziehen.
Fig. 6 zeigt eine Ausführungsform, wonach drei anstatt zwei in Abstand gehaltene Folien- Schichten vorhanden sind. Bei der Ausführung der Erfindung gemäss Fig. 6 ist die innere Folien-
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gefalteten Träger und die innere Folienschicht zusammengefügt worden sind, werden die äusseren Folienlagen- 15 a und 15 b, vorzugsweise mit einem Klebemittel, befestigt.
In den Fig. 7-12 ist eine Vorrichtung zur Herstellung von Bauelementen gemäss Fig. 1-3 dargestellt. Ein Blatt des Trägerstoffes 25 wird zwischen den aus Drähten oder Bändern bestehenden Formwerkzeugen 26 und 2 ? hindurchgeführt. Die Bänder oberhalb des Trägerstoffblattes laufen um radial angeordnete Taumelscheibe 28, 30, die auf den in Abstand voneinander angeordneten Wellen
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stehen enger zusammen als die Wellen, die die Taumelscheibe 28 und 29 tragen, so dass die Formwerkzeuge sieh übergreifen. Der Trägerstoff wird mittels Walzen 44 und 45 durch die Formwerkzeuge gezogen, wie rechts auf den Fig. 7 und 8 sichtbar. Beim Durchgang zwischen den sich übergreifenden Drähten oder Bändern 26 und 27 wird das Papier gefaltet.
Fig. 9 zeigt, wie das Papier zwischen den Taumelseheiben 28 und 29 eintritt, während Fig. 10 den gefalteten Zustand des Papiers zeigt, gerade bevor es zwischen den Taumelscheibe 30 und 31 hervorkommt. Ein Vorteil der Erfindung besteht darin, dass der Trägerstoff wenig oder keine Neigung hat, sich während des Formens zu dehnen oder seitlich zu verschieben. Beim Austritt aus den Taumel-
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Mestigt sind.
Die Formkörper 32 und 33 reichen über die Presswalzen 40 und 41 hinaus. Während der gefaltete Trägerstoff die Formen 32 und 33 passiert, wird durch Klebewalzen 36 und 37, die mit einem Leimspender in Verbindung stehen und sich sowohl drehen als auch auf ihrer Achse hin und her bewegen, ein Klebemittel auf die äusseren Falzkanten des Trägers aufgestrichen. Nach dem Leimaufstrich hat der Trägerstoff ungefähr die Gestalt von Fig. 3 und läuft dann unter den Walzen 40 und 41 durch, welche die Metallfolie oder das sonstige Isoliermaterial 38 und 39 gegen die Falze des gefalteten Trägers drüeken. Wie in Fig. 8 dargestellt, werden die Folienbahnen von Vorratsrollen abgezogen. Aus Fig. 12 kann die Anordnung des Trägers und der Folienlagen 38 und 39 ersehen werden.
Nachdem der Träger und die Folien die Formen 32 und 33 verlassen haben, gehen sie zwischen den umlaufenden Bürsten 42 und 43 hindurch, welche sehr weich sind und die Folien gefaltet in die Falten des Trägers drucken. Die Bürsten sind so weich, dass die Folien nirgends geknickt werden, ausser an den Falten des Trägers ; die Folien werden von den Bürsten so einwärts gepresst, dass sie sieh
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der Lage gemäss Fig. 2 nähern. Während die Walzen 44 und 45 Träger und Folien weiterfördern, werden die gefalteten Folien und der Träger zu der Lage zusammengepresst, wie sie Fig. 1 zeigt. Nachdem das Material 46 diese Walzen verlassen hat, wird es auf die gewünschte Länge, d. h. im allgemeinen entweder auf etwa 1'5 m oder auf etwa 3 m oder länger geschnitten.
Danach können die Abschnitte zu der Form, wie in Fig. 4 veranschaulicht, zum Versand gefaltet werden. Dieses letzte Falten geschieht von Hand oder mit einer hier nicht abgebildeten Maschine.
An Stelle der Formwerkzeuge aus Draht, wie sie bei der Vorrichtung gemäss Fig. 7 und 8 verwendet werden, kann man zum balgartigen Falten auch umlaufende Formwerkzeuge benutzen, die staffelförmig angeordnet sind, so dass die Falten sieh aufeinander folgend bilden. Wollte man versuchen, alle Falten gleichzeitig mittels umlaufender Formen zu bilden, so wäre die Gefahr zu gross, den Träger zu zerbrechen oder einzureissen.
In den Fig. 13 und 14 ist eine andere Ausführungsform des Bauelementes dargestellt, gemäss welcher die Folienschichten. 74 c und 15 c durch den Träger 47 in Abstand gehalten werden, der aus mehreren Teilen besteht und an den Folien durch Klebstoff od. dgl. 48 befestigt ist.
Durch Verschieben der Folien 14 c nach links in bezug auf die Folienlage 15 c kann dieses Bauelement zusammengeklappt werden, wie in Fig. 13 gezeigt und nach dem es zusammengelegt ist, kann
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bevorzugte Art, da die balgihnliehe Unterlage, wenn sie steifer ist, faehwerkähnliche Abstandhalter für die Folien bildet.
Unter den Vorziigen der Erfindung kann noch das geringe Gewicht hervorgehoben werden, wodurch ein wirksames Wärme-und Kälteschutzelement entsteht, welches nur einen kleinen Teil des Raumes beansprucht, der von anderem Isoliermaterial gleicher Wirksamkeit eingenommen wird.
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dass die leicht verletzlichen Folienlagen im mindesten beschädigt werden.
Die in Fig. 13 und 14 dargestellte Ausführungsform kann zwischen Tragwerksteilen verlegt werden, genau wie Fig. 3 zeigt. Die Leichtigkeit, mit der das Bauelement auseinander gefaltet, d. h. aus der zusammengelegten oder transportfertigen in die gebrauchsfertige Form übergeführt werden kann, ist ein weiterer wichtiger Vorzug. Zwischen den Folien ist ein Spalt vorhanden, der durch Atmen der Bildung von Schwitzwasser entgegenwirkt. Durch die Verhinderung der Schwitzwasserbildung wird der Gefahr vorgebeugt, dass sich in Holzgerippe oder Feuerschutzwänden Fäulnis bildet.
In der auf Fig. 3 dargestellten Ausführungsform ist ein etwa in einer Luftzelle sich bildender
Luftstrom von ähnlichen Luftströmen in den benachbarten Zellen streng geschieden und kommt auch mit der gegenüberliegenden Folienlage nicht in Berührung, so dass eine Übertragung der Wärme weniger wahrscheinlich ist als bei den Ausführungsformen gemäss Fig. 13 und 14.
Für beide Ausführungsformen ist der Träger vorteilhaft nicht metallisch zu wählen, obgleich auch eine Metallfolie verwendet werden kann, die stärker ist als die beiden Folienlagen, die von dem
Träger in Abstand gehalten werden.
Gleichartige Konstruktionen aus schwererem Material eignen sich für Feuertüren, Vorhänge u. dgl., wobei jedoch bei der schwereren Ausführung der Träger nicht aus einem Stück zu sein braucht, sondern die Streifen mit Scharnieren oder Angeln beweglich zusammengefügt sein können, ebenso auch die Streifen der äusseren Lagen. Die Folien können, wie abgebildet, an den Träger geklebt oder geheftet werden.
An Stelle der Folienlagen 14 und 15 kann natürlich auch eine auf Papier aufgezogene Folie verwendet werden. Es ist anzunehmen, dass die durch den Gebrauch von drei anstatt zwei Folienlagen erreichte Verbesserung der Isolierwirkung nicht so gross ist, dass sie einen ausgedehnten Gebrauch der Ausführungsform gemäss Fig. 6 rechtfertigen könnte. Eine einfaehere Ausführungsform mit drei Folienlagen würde sieh ergeben, wenn man den Träger 13 nach Fig. 3 auf einer oder beiden Seiten mit Folie bekleidete.
Bauelemente gemäss der Erfindung können zu etwa einem Viertel der für die Verlegung von Knitterfolien nötigen Arbeitskosten verlegt werden. Bei der Verlegung solcher Knitterfolien ist es üblich, Faserstoffstreifen zwischen die Folien und die Köpfe der Stifte oder sonstigen Befestigungen zu legen, damit die Folien nicht zerreissen. Bei der Erfindung erfüllen die Ränder des Faserstoffträgers diesen Schutzzweck.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Wärme-und kälteisolierendes Bauelement, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine wärmereflektierende Folie mit Luftzellen an der Folie abgrenzenden Stegen aus schlecht wärmeleitendem Material, z. B. Papier, derart gelenkig verbunden ist, dass die Folie in die Ebene der Stege gefaltet werden kann.