AT156580B - Vorrichtung und Verfahren zur Herstellung ätzfertiger Kupferniederschläge auf Tiefdruckzylindern. - Google Patents

Vorrichtung und Verfahren zur Herstellung ätzfertiger Kupferniederschläge auf Tiefdruckzylindern.

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AT156580B
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Langbein Pfanhauser Werke Ag
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Description


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  Vorrichtung und Verfahren zur Herstellung ätzfertiger   Kupferniederschläge   auf Tiefdruckzylindern. 



   Es ist in der Galvanotechnik bekannt, bei der Verkupferung von Zylindern oder Rohren Glätt- werkzeuge anzuwenden, welche die bei galvanischen Niederschlägen auftretende Knospenbildung verhindern und eine im wesentlichen ebene Oberfläche des Kupferniederschlages gewährleisten sollen. 



   Auch wird durch die Glättwerkzeuge eine gewisse Verdichtung und Härtung des niedergeschlagenen
Metalls erzielt. Insbesondere ist auch eine Vorrichtung bekanntgeworden, bei welcher eine grössere
Zahl von Walzkörpern im Inneren eines Kastens durch ein entsprechend geformtes Druckorgan gegen die zu behandelnde Oberfläche gedrückt wird. Mit dieser bekannten Vorrichtung ist es nicht möglich, völlig glatte und homogene Oberflächen, wie solche für ätzfertige Tiefdruckzylinder erforderlich sind, herzustellen, da die Glättorgane sich nicht völlig frei auf der zu behandelnden Oberfläche abrollen können, sondern Gleitbewegungen durchführen. Es war bisher unvermeidlich, um die kupferne Oberfläche der Zylinder ätzfertig zu machen, diese stets einem besonderen Polierverfahren zu unterwerfen. 



   Es wurde nun gefunden, dass mit Hilfe von Glättrollen unmittelbar ätzfertige galvanische
Kupferniederschläge auf Tiefdruckzylindern erzeugt werden können, wenn gewisse technische Mittel angewendet und Bedingungen eingehalten werden, die den Gegenstand der Anmeldung bilden. Gemäss der Erfindung wird eine Glättrolle, insbesondere aus Achat, auf dem sich drehenden Zylinder hin und her geführt, die sowohl bezüglich ihrer Auflage auf dem Zylinder als auch in der Richtung ihrer Abrollung auf dem Zylinder frei und selbsttätig einstellbar ist. Hiedurch ist ein freies möglichst reibungsloses Abrollen gewährleistet und jedes Gleiten, Ziehen oder Schieben der Glättrolle auf der Zylinder-   oberfläche   vermieden. Ferner wird die Rolle gemäss der Erfindung während der Elektroplattierung zunehmend belastet.

   Durch diese Behandlung wird ein Kupferniederschlag gewonnen, der nach Herausnahme des Zylinders aus dem Bade nur mit einem Lappen oder Papier trockengerieben zu werden braucht, um sofort ätzfertig zu sein. Jedes Schleifen oder Polieren ist überflüssig, was von besonderem Vorteil bei den Tiefdruckzylindern ist, deren zum Ätzen dienende   Oberflächenschicht   nur so stark ist, dass sie jeweils für eine Ätzung ausreicht und nach beendetem Druck als Kupferhaut abgezogen oder abgedreht wird. 



   Weitere Erfindungsmerkmale der Vorrichtung und des Verfahrens bei Anwendung der Vorrichtung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels. 



   Fig. 1 ist ein senkrechter Schnitt durch ein galvanisches Bad und zeigt in Seitenansicht eine gemäss der Erfindung ausgebildete Vorrichtung in zwei Stellungen. Fig. 2 ist ein Grundriss zu Fig. 1, wobei der die Gewichte tragende Arm abgebrochen ist. Fig. 3 zeigt eine Glättrolle mit ihrem Halter in Aufsicht. Fig. 4 ist eine Seitenansicht und Fig. 5 eine Vorderansicht zu Fig. 3. 



   In der Wanne 1 sind die Anodenhalter 2 mit den Anoden 3 angeordnet, während der zu verkupfernde Zylinder   4   als Kathode teilweise in das Bad eintaucht und in Richtung des Pfeiles (Fig. 1) gedreht wird. Die Gewindewelle 5 wird durch beliebige nicht dargestellte Mittel umsteuerbar angetrieben und läuft abwechselnd links und rechts drehend. Entsprechend wird der mit Gewindemutter 7 auf der Welle 5 gelagerte Schlitten 6 langsam hin und her bewegt. Dabei sind die Drehzahl des Zylinders 4 und der Vorschub auf der Spindel 5 zweckmässig so abzustimmen, dass die seitliche Verschiebung der Glättrolle bei einer Umdrehung des Zylinders nur etwa ein Drittel der Strecke beträgt, längs welcher die Rolle den Zylinder berührt. An dem Arm 8 des Schlittens 6 ist ein Doppellager 9 um den Bolzen 10 drehbar angebracht.

   Am Ende des Armes 8 ist ein Bolzen 11 zur Aufnahme gelochter Gewichtsplatten 12 angeordnet. In dem Doppellager 9 ist eine Spindel 13 drehbar, welche in axialer Richtung verschiebbar 

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 und durch Stellringe 14 feststellbar ist, um die in der Gabel 15 gelagerte Glättrolle 16 stets auf die
Scheitellinie des Zylinders 4 einstellen zu können. Damit die Achse der zum Verstellen dienenden
Spindel 13 möglichst eine Tangente an die Glättrolle 16 bildet, ist die Lagergabel 14 entsprechend gekröpft. Hiedurch wird vermieden, dass ein Kippmoment durch den Vorschub der Spindel entsteht. 



   Der Vorschub des Schlittens 6 bewirkt, dass die Rolle 16 in einer Schraubenlinie auf dem Zylinder abrollt. Wenn die Rollenachse, wie bei den bekannten Vorrichtungen, parallel zur Zylinderachse steht, so ergibt sich ein Winkel zur Steigungslinie, und die Rolle kann nicht ohne zu gleiten abrollen. Durch die gemäss der Erfindung vorgesehene allseitige Beweglichkeit der Rolle stellt diese sich dagegen selbsttätig in die jeweilige Richtung ihrer Abrollung ein, u. zw. auch bei dem Richtungswechsel an den beiden Enden des Zylinders sowie bei Zylindern verschiedenen Umfanges. Grössere Zylinder ergeben   nämlich   bei gleichem Vorschub des Schlittens 6 einen kleineren Steigungswinkel als kleine Zylinder. Damit sich die Rolle 16 auch bei der Umkehr an den Zylinderenden selbsttätig genau einstellen kann, ist die Welle 13 um den Bolzen 10 des Doppellagers 9 schwenkbar.

   Ferner muss die Rolle 16 sich auch bezüglich ihrer Auflage auf den Zylinder selbsttätig einstellen können, damit insbesondere bei der Umkehrung in den Endlagen jedes Gleiten vermieden wird. Durch diese beiden Einstellungsmöglichkeiten wird ein gleitfreies Abrollen gewährleistet. Behinderungen der freien Abrollung durch Gleiten, die sonst eine Vibration der Rolle und eine Hammermusterung im Kupfer erzeugen, können nicht mehr eintreten. 



   Durch ein Rohr 17 und einen Schwamm 18 wird unmittelbar hinter der Rolle 16 Badflüssigkeit aufgebracht, die von der Rolle auf den Zylinder fliesst. Hiedurch wird vermieden, dass hinter der Rolle eine trockene Stelle auf dem Zylinder entsteht, die eine Oxydation und Streifenbildung begünstigen würde. 



   Die Mantelfläche der Rolle 16 fällt von dem etwa 3 cm breiten zylindrischen Mittelteil nach beiden Stirnseiten hin leicht ballig ab, wie aus Fig. 3-5 ersichtlich. Die ortsfesten Steine   19,   die auf beide Enden des Zylinders wirken, dienen dazu, Knospenbildungen an den Kanten des Zylinders zu verhindern und diese Kanten zu glätten. 
 EMI2.1 


Claims (1)

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    10. Verfahren nach den Ansprüchen 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Rolle mit hoher Gewichtsbelastung noch nach Abschaltung des Stromes einige Male über den sich drehenden Zylinder hin und her gehend abgerollt wird.
    11. Verfahren bei Anwendung der Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass nach der Abscheidung des Kupferniederschlages der Strom kurze Zeit in umgekehrter Richtung eingeschaltet wird.
    12. Verfahren bei Anwendung der Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass hinter der Glättrolle Badflüssigkeit auf den zu verkupfernden Zylinder aufgebracht wird.
    13. Verfahren bei Anwendung der Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorschub der Glättrolle in der Richtung der Zylinderachse bei jeder Umdrehung des Zylinders nur etwa einem Drittel der Strecke entspricht, längs welcher die Rolle dem Zylinder aufliegt.
    14. Verfahren bei Anwendung der Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Kanten des Zylinders mit ortsfesten, profilierten Steinen geglättet werden. EMI3.1
AT156580D 1937-02-22 1938-02-17 Vorrichtung und Verfahren zur Herstellung ätzfertiger Kupferniederschläge auf Tiefdruckzylindern. AT156580B (de)

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