AT156285B - Faden aus thermoplastischen unhygroskopischen Kunststoffen und Verfahren zu seiner Herstellung. - Google Patents

Faden aus thermoplastischen unhygroskopischen Kunststoffen und Verfahren zu seiner Herstellung.

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AT156285B
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  Faden aus thermoplastischen unhygroskopisehen Kunststoffen und Verfahren zu seiner Her- stellung. 
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 messungen   durch Ausspritzen aus Pressvorrichtungen   hergestellt werden und die erstarrten Fäden oder Bänder   dann unmittelbar oder nach Zerkleinerung   zu einer Wolle zu Fäden beliebiger Stärke gesponnen, gezwirnt und diese   Fäden   gegebenenfalls wieder zu stärkeren Fäden ebenfalls durch den   Spinn-oder Zwirnprozess vereinigt   werden. Die auf diese Weise hergestellten Fäden können dann durch Flechten oder durch Stricken zu stärkeren geflochtenen oder gestrickten   Schlauchgarnen   oder auch zu Gebrauehsgegenständen, z.

   B.   Vorhängell,   Decken und Wandbekleidungen, wie sie bisher aus Textilfäden hergestellt wurden, verarbeitet werden. An Stelle von den dünnen Fäden können aber auch Bänder ganz geringer   Abmessungen   aus den Kunststoffen hergestellt werden. Solche Bänder   können durch Zusammendrehen   zu einem Faden geformt werden, ähnlich wie dies bei der Herstellung von   Papierkordeln aus Papierbändern bekannt   ist. Zur Herstellung der   Eunststoffwolle   können ungereckte Fäden benutzt werden, die aus gespritzten Fäden durch Zerkleinerung gewonnen werden können. Die Fäden können aber auch vor dem Zerkleinertwerden gereckt sein. 



   Die zum Faden zu verarbeitenden Materialien werden mit Hilfe von den dazu aus der Textilfabrikation bekannten Maschinen hergestellt, wie z. B. Krempeln und Spinnmaschinen, wie Topf-,   Ring-oder Flügelspinnmaselhinen. Auch die Weiterverarbeitung   der einzelnen so gewonnenen Fäden wird mit den dafür bekannten   Mfsehinen durchgeführt.   So kann der Faden z. B. im   Strickprozess   auf   Lang-oder Rundstrickmaschinen zu   den   Gebrauchsgegenständen   oder auch zu einem gestrickten   Schlanehgarn     verarbeitet werden.

   Durch Färbung   der Fäden lassen sich, besonders bei Wandbehängen, Decken u. dgl. sowie bei Besatzselhnüren, Borten, Zierfäden, gute Farbeffekte erreichen, die nicht nur durch die Verselhiedenartigkeit der Farbe, sondern auch durch die verschiedene Richtung des auffallenden Lichtes entstehen. Die Beimischung von Textilfäden hat für das Aussehen des Fadens und für das des Erzeugnisses und für die   Wärmeleitfähigkeit   des Erzeugnisses grosse Bedeutung. 



   Die Fäden können ausser für Textilien auch zur Isolation von elektrischen Kabeln, Leitungen   und Apparaten   dienen, weil die Polymerisationsprodukte sehr gute dielektrische Eigensehaften haben. 



  Der Verwendung der Stoffe zu Isolationszwecken stand bisher auch die Sprödigkeit des homogenen Fadens entgegen. Man hatte deshalb schon zur Herstellung der Fäden Verfahren benutzt, bei welchen beim Spritzvorgang die Erzeugnisse in der Länge und Breite gereckt werden, wodurch der so erzeugte Kunststoffaden eine grössere Biegsamkeit erhielt, als wenn er nicht gereckt ist. Die Biegsamkeit reichte aber nicht aus, wenn Isolationsstoffe von grösseren Abmessungen stark gebogen werden mussten, wie es z. B. bei der Isolierung von schwachen Leitungsdrähte notwendig ist, oder wenn die Isolierstoffe beim Gebrauch des elektrischen Gegenstandes starken Biegungsbeanspruehungen ausgesetzt sind, wie des z. B. bei Telephonselnüren der Fall ist. 



   Insbesondere für elektrotechnische Zwecke können die Fäden auch noch anders aufgebaut sein,   nämlich   so, dass die Fäden nicht kreisrunden, sondern einen andern Querschnitt haben können. Z. B. können es schmale dünne Bänder sein, welche zu einem Umspinnmaterial von beliebigem Querschnitt vereinigt werden können oder welche auch in Bandform zur Isolierung   ähnlich   wie Papierbänder benutzt werden können. Sofern die Bänder breiter sind und eine verhältnismässig geringe Stärke haben, können sie durch   Zusammendrehen,   ähnlich wie bei der Herstellung von Papierkordeln das Papier gedreht wird, zu einem Faden geformt werden, wie es bereits oben für Textilzwecke angegeben ist.

   Die Fäden können aber auch röhrenförmigen Querschnitt haben, was den besonderen Vorteil hat, dass bei dem Aufbau eines Kabels oder einer Leitung von bestimmter Isolationsdicke ein   Minimum   an Isolation aufzuwenden ist. Von solehen   lufteinschliessenden   Fäden können mehrere dünne zu einem   stärkeren   Faden durch Verzwirnen vereinigt werden. Es können aber auch in vielen Fällen solche röhrenförmige Fäden einzeln, z. B. auch als Isolierung eines einzelnen Leiters, verwendet werden. 



   Die Fäden eignen sich aber auch gut als Gewebe für Träger von blanken Kupferleitungen, wie sie bei den sogenannten Bandkabeln benutzt werden. Die Isolationsstoffe können hiebei ausser als Leiterträger auch noch zur Isolierung des einzelnen Kupferleiters innerhalb des Bandkabels verwendet werden, insbesondere dann, wenn die Leiter hochwertig isoliert sind. 



   Die Erfindung bereichert also die Technik durch einen Faden bzw. ein Garn aus Kunststoffen, das den bisher verwendeten Garnen aus den bekannten Faserstoffen, wie Baumwolle, Seide, Kunstseide   usw.,   in der Herstellung und in der Verwendung in seinen mechanischen Eigenschaften wenigstens gleichwertig, in elektrischer Hinsicht und in bezug auf seine unhygroskopischen Eigenschaften aber weit überlegen ist. Die   unhygroskopischen Eigenschaften machen   den aus diesen Fäden hergestellten Stoff zur Herstellung wasserdichter Stoffe geeignet, wobei Kunststoffe, wie Gummistoffe, als Zwischenoder Unterlagen benutzt werden. Sie können z. B. zur Herstellung wasserdichter Mäntel, also Regenmäntel, verwendet werden. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Faden aus thermoplastischen unhygroskopischen Kunststoffen auf der Polyvinylbasis (insbesondere Polystyrol) und verwandten Verbindungen wie Polyvinylderivate bzw. Polyvinylhalogenide, dadurch gekennzeichnet. dass er aus im ungelösten Zustand ausgespritzten feinen und textilteehniseh wie Wolle oder Baumwolle zu einem Strang, gegebenenfalls über einen wollartigen, besonders erzeugten Zwischenzustand vereinigten Einzelfaden besteht. <Desc/Clms Page number 3>
    2. Faden, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass er insbesondere für Textilzwecke mit Fäden andern Materials, z. B. Textil-, Asbestfasern oder Wolle, vermischt ist.
    3. Verwendung des Fadens nach Anspruch 1 in beliebiger Farbe zur Herstellung von Stoffen, die durch Verweben, Verstricken, Verflechten usw. zu Stoffbahnen oder-bändern, Gebrauchsgegen- ständen u. dgl. verarbeitet sind.
    4. Verwendung des Fadens nach Anspruch 1 zur Herstellung wasserdichter Textilstoffe, wobei Kunststoffe wie Gummistoffe als Zwischen-oder Unterlagen benutzt werden.
    5. Verwendung des Fadens nach Anspruch 1 zur Herstellung von Isolierstoffen für elektrische Kabelleitungen und Apparate.
    6. Verfahren zur Herstellung von Faden nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass aus den Polymerisationsprodukten in erwärmtem Zustand gereckte oder ungereckte Faden oder Bänder von geringen Abmessungen hergestellt, diese dann unmittelbar oder nach Zerkleinerung zu einer Wolle mit oder ohne Verwendung von Faden aus anderm Material zu Faden beliebiger Stärke ge- sponnen und gezwirnt werden..
    7. Verfahren zur Verarbeitung von Faden nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Faden durch den Web-, Strick-, Flecht-oder Zwirnprozess zu Stoffbahnen, Bändern, Schläuchen oder Garnen verarbeitet werden.
    8. Verwendung des Fadens nach Anspruch 1 als Gitterträger bei Bandkabeln.
    9. Verwendung des Fadens nach Anspruch 1 als Isolierstoff für in Bandkabeln angeordnete Leiter.
AT156285D 1934-03-05 1935-03-05 Faden aus thermoplastischen unhygroskopischen Kunststoffen und Verfahren zu seiner Herstellung. AT156285B (de)

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