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Mehrpoliger Selbstschalter.
Die Erfindung bezieht sich auf einen mehrpoligen Selbstschalter mit thermischen und elektromagnetischen Auslösern, dessen thermische Auslöser in einem gemeinsamen Gehäuse gekapselt und hiedurch von den ortsfesten und beweglichen Schaltstücken und ihrem Antriebsmechanismus getrennt sind und bei dem das Gehäuse der Auslöser durch thermisch isolierende Querscheidewände in eine Vielzahl von Kammern unterteilt und der thermische Auslöser jedes Schalterpoles von den thermischen Auslösern der übrigen Schalterpole getrennt in einer eigenen Kammer untergebracht ist, während der elektromagnetische Auslöser jedes Schalterpoles annähernd in einer Flucht mit dem thermischen Auslöser des gleichen Schalterpoles angeordnet liegt.
Derartige mehrpolige Selbstschalter sind bekannt und zeichnen sich durch mannigfache Vorteile aus, beispielsweise durch die leichte Auswechselbarkeit der gesamten mit dem Auslösergehäuse vereinigten Auslöseeinrichtung, durch die Möglichkeit, die äusserst empfindlichen thermischen Auslöser unbefugtem Zugriff zu entziehen, durch die Vermeidung einer gegenseitigen Wärmebeeinflussung der thermischen Auslöser der verschiedenen Schalterpole und andere mehr.
Die Erfindung sucht in erster Linie den Aufbau derartiger Schalter zu vereinfachen und hiebei derartige räumliche Verhältnisse zu schaffen, dass es ohne weiteres möglich wird, die Erregerwicklungen der elektromagnetischen Auslöser in an sich bekannter Weise dazu zu benutzen, um magnetische Blasfelder zu erzeugen, durch welche die Flammbögen schneller gelöscht werden, die sich beim Ausschaltvorgang zwischen den beweglichen und den ortsfesten Schaltstücken bilden.
Zu diesem Zweck sind bei dem Schalter gemäss der Erfindung die ortsfesten Schaltstücke der Schalterpole von dem gemeinsamen Gehäuse der thermischen Auslöser getragen und an ihm derart angeordnet, dass je ein ortsfestes Schaltstück annähernd in einer Flucht mit je einem thermischen und elektromagnetischen Auslöser liegt. Der Umstand, dass die ortsfesten Schaltstücke der Schalterpole sich annähernd in einer Flucht mit je einem elektromagnetischen Auslössr befinden und nicht weit von ihm entfernt liegen-sie werden vom Auslösergehäuse getragen-ermöglicht es, ohne Schwierigkeiten die Erregerwicklungen der elektromagnetischen Auslöser dazu zu benutzen, um in an sich bekannter Weise das magnetische Blasfeld zur Löschung der Ausschaltflammbögen zu erzeugen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wiedergegeben. Fig. 1 ist ein Querschnitt eines Pols und Fig. 2 ein Grundriss des Auslösergehäuses.
In beiden Figuren ist der grösseren Einfachheit wegen der Antriebsmechanismus der beweglichen Schaltstücke fortgelassen worden.
Ein Schalter gemäss der Erfindung kann derart ausgeführt werden, dass jedem Schalterpol nur eine Wicklung zugeordnet ist, die drei Funktionen erfüllt, nämlich 1. den thermischen Auslöser des betreffenden Pols zu beheizen, 2. den elektromagnetischen Auslöser des betreffenden Pols zu erregen, und 3. das Blasfeld zur Löschung des Ausschaltflammbogens des betreffenden Pols zu erzeugen. Diese Ausführungsform des erfindungsgemässen Schalters zeichnet sich durch grosse Einfachheit aus, führt jedoch leicht dazu, dass eine unerwünscht hohe Erwärmung der Schaltstücke durch die Wicklung bewirkt wird, die in ihrer unmittelbaren Nähe angeordnet ist und deren Temperatur, wenn sie zur indirekten Beheizung der thermischen Auslöser dienen soll, eine relativ hohe sein muss.
Bei dem in der Zeichnung
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dargestellten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist besonderer Wert darauf gelegt, eine Übertragung der Wärme der Heizkörper zur Aufheizung der thermischen Auslöser auf die in ihrer Nähe befindlichen
Schaltstücke zu vermeiden, und darum ist auf die Anwendung einer Einheitswicklung der oben be- schriebenen Art, die drei Funktionen ausübt, verzichtet worden.
Jedem Schalterpol sind vielmehr zwei Wicklungen zugeordnet, eine, welche die Funktion ausübt, den thermischen Auslöser des be- treffenden Pols indirekt zu beheizen, und eine zweite, welche sowohl die Funktion ausübt, den elektro- magnetischen Auslöser des betreffenden Pols zu erregen, als auch die Funktion, das magnetische
Blasfeld für die Löschung des Ausschaltflammbogens zwischen den Schaltstücken des betreffenden
Pols zu erzeugen. Für den in der Zeichnung dargestellten Schalter ist es von entscheidender Bedeutung, dass zwischen den ortsfesten Schaltstücken der Schalterpole und ihren thermischen Auslösern, ihre elektromagnetischen Auslöser unter Zwischenschaltung einer thermischen Isolierung, zwischen den elektromagnetischen Auslösern und den Heizkörpern der thermischen Auslöser angeordnet sind.
Die
Anordnung der elektromagnetischen Auslöser zwischen den ortsfesten Schaltstücken und den thermischen Auslösern bedeutet eine gute Ausnutzung des verfügbaren Raumes unter möglichst weitgehender räumlicher Trennung zwischen den kühl zu haltenden Schaltstücken und den auf relativ hoher Temperatur befindlichen thermischen Auslösern. Die Zwischenschaltung einer thermischen
Isolierung zwischen die elektromagnetischen Auslöser und die Heizkörper der thermischen Auslöser trägt gleichfalls dazu bei, die Schaltstücke des Schalters vor unerwünschter Erwärmung zu bewahren.
Der Zeichnung gemäss sind die thermischen Auslöser in dem gemeinsamen Gehäuse 1 gekapselt.
Das Gehäuse 1 ist durch Querscheidewände 1 a in eine Vielzahl von thermisch voneinander isolierten Kammern 2, 3,4 unterteilt. Jede dieser Kammern dient zur Aufnahme eines thermischen Auslösers eines Schalterpols. Demnach sind die thermischen Auslöser eines jeden Schalterpols von den thermischen Auslösern der übrigen Schalterpole getrennt in je einer eigenen Kammer untergebracht. In jeder der Kammern 2, 3, 4 befindet sich ein bogenförmig gekrümmter Bimetallstreifen 5,6, 7, der als thermischer Auslöser dient. Die thermischen Auslöser 5, 6, 7 werden durch schraubenförmig oder anderweitig gebogene Heizwiderstände bzw. Heizkörper 8, 9, 10 indirekt beheizt.
Die ortsfesten Schaltstücke 11, 12, 13 der drei Schalterpole sind in einer Flucht mit den ihnen jeweils zugeordneten Auslöserkammern 2, 3, 4 angeordnet, welche die thermischen Auslöser 5,6, 7 enthalten. Zwischen den ortsfesten Schaltstücken 11, 12, 13 eines jeden Schalterpols und den den betreffenden Schalterpolen zugeordneten thermischen Auslösern 5,6, 7 sind die elektromagnetischen Auslöser M, 15, 16 angeordnet, die zur Auslösung beim Auftreten kurzschlussartiger Überlastungen dienen. Zwischen den Heizwicklungen 8, 9, 10 der thermischen Auslöser und den elektromagnetischen Auslösern 14, 15, 16 ist eine thermische Isolierung vorgesehen, um das Wärmegefälle zu erhöhen.
Zwischen den thermischen Auslösern 5,6, 7 und den elektromagnetischen Auslösern 14, 15, 16 ist die drehbare Auslösetraverse 17 angeordnet.
Die Auslösetraverse 17 wird beim Auftreten einer unzulässigen Überlastung entgegen der Kraft der Feder 21 von den thermischen Auslösern 5,6, 7 und den elektromagnetischen Auslösern 14, 15, 16 betätigt. Beim Auftreten einer verhältnismässig geringen Überlastung unzulässiger Dauer legen sich die rechtsliegenden Enden der Bimetallstreifen 5,6, 7 gegen einen einstellbaren Anschlag 22, und die linksliegenden Enden der Bimetallstreifen 5,6, 7 bewegen hiedurch die drehbare Auslösetraverse 17 im Sinne des Uhrzeigers. Daher wird entweder eine Kontakteinrichtung betätigt oder ein mechanisch wirkendes Schalterschloss geöffnet.
Beim Auftreten kurzschlussartiger Überlastungen bewegen sich die Anker 14 a, 15 a, 16 a der elektromagnetischen Auslöser 14, 15, 16 nach aufwärts und treffen hiedurch auf die Unterseite der winkelhebelartig ausgebildeten Auslösetraverse17 auf. Diese ist an ihrer den Bimetallstreifen 5,6, 7 zugekehrten Seite mit plattenförmigen Fortsätzen 17 a versehen, welche zur thermischen Isolierung der elektromagnetischen Auslöser 14, 15, 16 von den thermischen Auslösern 5,6, 7 bzw. deren Heizwieklungen 8, 9, 10 beitragen und auf welche die thermischen Auslöser 5,6, 7 einwirken. Die bogenförmige Ummantelung der Heizwicklungen 8, 9, 10 durch die thermischen Auslöser 5,6, 7 trägt dazu bei, eine unerwünschte Aufheizung der elektromagnetischen Auslöser 14, 15, 16 und der Schaltstücke 11, 12, 13 hintanzuhalten.
Dem gleichen Zweck dient auch der Wandungsteil 1 b des Auslösergehäuses 1. Die Wandung des die thermischen Auslöser kapselnden Gehäuses 1 ist an ihrer Unterseite treppenförmig abgesetzt. In den hiedurch gebildeten Nischen befinden sich die Erregerspulen 14 b,
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sind Bleche 18 vorgesehen, die sich nach vorn bis in den Bereich der ortsfesten Schaltstücke 11, 12, 13 erstrecken. Das Streufeld, das sich zwischen den Blechen 18 ausbildet, dient zur magnetischen Blasung des Schaltflammbogens, der entsteht, wenn sich die beweglichen Schaltstücke 20 von den ortsfesten
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treten kurzsehlussartiger Überlastungen die Anker 14 a anziehen. Jeder der Anker 14 a weist einen durch die Wandung des Gehäuses 1 hindurchgehenden Auslösebolzen 23 auf, der auf den linksliegenden Schenkel der winkelhebelförmigen Auslösetraverse 17 einwirkt.
An der Oberseite des Gehäuses 1 sind für jeden der Schalterpole Anschlussklemmen 19 a, 19 b, 19 c vorgesehen. Unterhalb der genannten Anschlussklemmen trägt das Gehäuse 1 die ortsfesten Schaltstücks 11, 12, 13 der Schalterpole.
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