AT155412B - Vorrichtung mit künstlich gekühlter Hochdruckquecksilberdampfentladungsröhre. - Google Patents

Vorrichtung mit künstlich gekühlter Hochdruckquecksilberdampfentladungsröhre.

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AT155412B
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  Vorrichtung mit künstlich gekühlter   IIochdruckquecksilberdampfentladnngsröhre.   



   Vor kurzem sind künstlich gekühlte Quecksilberdampfentladungsröhren zur   Lichtaussendung   bekanntgeworden, die im Betrieb einen besonders hohen   Quecksilberdampfd1'Uek   und eine grosse spezifische Belastung (Belastung je   Längeneinheit   der   Entladnngsbahn) aufweisen.   Neben einem grossen Wirkungsgrad und einer besonderen Zusammensetzung   des Spektrums   des ausgesandten Lichtes (ein kontinuierlicher Untergrund und ein verhältnismässig grosser Gehalt an roten Strahlen) zeigen diese Röhren die Eigenschaft, dass die   Oberflächenhelligkeit   der   Entladung   besonders gross ist. 



   Zur Kennzeichnung können z. B. die folgenden Abmessungen und kennzeichnenden Grössen einer solchen Entladungsröhre angegeben werden. 



   Eine aus einer kleinen Quarzröhre mit einem Innendurchmesser von 2mm und Aussendurchmesser von 6 nun gebildete, mit zwei durch die Entladung erhitzten und in einer   Entfernung von   10 mm voneinander angeordneten Glühelektroden   versehene Entladungsrohre wurde   mit einem Strom von 1-4 Amp. betrieben und durch strömende Wasser gekühlt. Die Belastung dieser Röhre war 600 Watt und die Spannung der Entladung betrug 500 Volt. Der   Betriebsquecksilberdampfdruck   war annähernd 135 Atm. und die   Oberfläehenhelligkeit   der Entladung betrug annähernd 40. 000 Int. K/cm2. 



   Infolge des hohen   Quecksilberdampfdruekes und   des geringen Innendurchmessers der Entladungsröhre besitzt die Entladung, die   eingeschnürt   ist und nur einen Teil des Querschnittes der Entladungsröhre füllt, in radialer Richtung besonders kleine Abmessungen, so dass eine praktisch drahtförmige Lichtquelle entsteht. Dies ist für gewisse   Anordnungen   besonders vorteilhaft. Es gibt jedoch auch Anwendungen für die   Entladungsröhre,   bei denen es besser wäre, wenn die Entladung einen grösseren Durchmesser besässe, so dass die Breite der scheinbaren Oberfläche der Entladung grösser wäre. 



   Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung mit einer künstlich gekühlten und über eine   Vorschaltimpedanz   aus einer Stromquelle gespeisten Hochdruckqueeksilberdampfentladungsröhre, mittels der unter Beibehaltung einer grossen Oberflächenhelligkeit der Entladung und einer guten Färbung und guten Nutzwirkung des ausgesandten Lichtes eine breitere Entladungsbahn erhalten wird. 



   Gemäss der Erfindung wird durch geeignete Bemessung der Spannung der Stromquelle, der   Vorschaltimpedanz,   der Dimensionen der   Entladungsröhre,   und des Kühlmittelstromes eine spezifische Belastung der Entladungsröhre (Belastung je Längeneinheit der Entladungsbahn) grösser als 400 Watt/cm, eine Stromstärke grösser als 2   Amp.,   ein spezifischer Spannungsverlust   (Spannungs-   gefälle je Längeneinheit der Entladungsbahn) kleiner als 300   Volt/cm   und ein Betriebsquecksilberdampfdruck grösser als 10 Atm. erzielt. 



   Hat man bei den bisher bekannten kÜnstlich gekühlten Entladungsröhren mit ganz hohen Quecksilberdampfdrucken die grosse spezifische Belastung mittels eines relativ grossen   Spannung   verlustes und einer relativ kleinen Stromstärke erhalten (vgl. das vorher gegebene Beispiel, bei dem bei einer spezifischen Belastung von 600 Watt/cm der spezifische   Spannungsverlust 500 V oltj ein   und die Stromstärke 1-4 Amp. beträgt), so erfolgt dies gemäss der Erfindung durch einen relativ kleineren spezifischen Spannungsverlust und eine relativ grössere Stromstärke. Infolge des kleineren spezifischen Spannungsverlustes, durch den ein kleinerer Quecksilberdampfdruck bedingt wird, ist der Durchmesser der Entladungsbahn bei gegebenem Röhrendurchmesser grösser. 

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   Ausserdem kann bei dem vom kleineren spezifischen   Spannungsverlust bedingten kleineren   Quecksilberdampfdruck der Innendurchmesser der Entladungsröhre grösser gewählt werden, was auch eine Verbreiterung der Entladung zur Folge hat. Um nicht zu viel an Wirkungsgrad und an der günstigen Zusammensetzung des Lichtes zu verlieren, wird der   Betriebsquecksilberdampfdruck     verhältnismässig gross (höher als 10 Atm. ) gehalten.   



     Überraschenderweise   ist gefunden worden, dass auch die Färbung des ausgesandten Lichtes sich für viele Anwendungen besser eignet, als wenn die Röhre auf bekannte Weise eine kleine Stromstärke und einen grossen spezifischen Spannungsverlust aufweist, da das Licht gelber ist und sich mehr dem Lichte des für   Projektionszwecke   häufig benutzten Kohlenbogens nähert. 



   Die Färbung des Lichtes kann ausserdem durch die Wahl der Stromstärke beeinflusst werden. 
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  Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise näher erläutert. 



  Die dargestellte Entladungsröhre 1 besteht aus einer kleinen Quarzröhre mit Innendurchmesser 
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 unter Zwischenfügung eines Übergangsglases mit einer zwischen den Ausdehnungszahlen des Quarzes und des Wolframs gelegenen Ausdehnungszahl hindurchgeführt sind. Die einander zugekehrten Enden dieser Wolframdrähte sind in einer Entfernung von 1 em voneinander angeordnet und bilden die Elektrode der Röhre. Beide Enden der Röhre enthalten Quecksilber ; die Elektroden springen nur sehr wenig aus diesem Quecksilber vor. Das Seitenrohr   4,   mittels dessen die Entladungsröhre mit der Vakuumpumpe verbunden gewesen ist, kann in bekannter Weise dazu benutzt werden, das   Mass,     um   das die Elektroden aus dem Quecksilber vorspringen, einzustellen. Neben dem Quecksilber enthält die Röhre noch eine Edelgasfüllung, die z.

   B. aus Argon unter einem Druck (bei Zimmertemperatur) von   40 mn Quecksilbersäule besteht.   



   Die Entladungsröhre 1 ist von einem zylindrischen Glasgefäss 5 umgeben, durch das eine   Kuhl-   flüssigkeit, z. B. Wasser, hindurchgeführt wird. Dieses Kühlgefäss ist mit Seitenrohren 6 und   I zur   Zu-und Ableitung des Kühlmittels ausgestattet und an den Enden durch zwei Stöpsel 8 und 9 verschlossen, durch welche die mit kleinen isolierenden Röhren 10 und 11 umgebenen   Stromzufiihrungs-   drähte 12 und   1. 3 hindurchgehen,   die unter Zwischenschaltung der Drosselspule 14 an das Wechselstromnetz 15 von 220 Volt und 50 Perioden angeschlossen sind. Im Bedarfsfalle kann die Röhre auch über einen Transformator gespeist werden. Die Vorsehaltdrosselspule kann dann mit dem Transformator vereinigt sein und in diesem Falle wird ein Streutransformator benutzt.

   Statt einer Drosselspule kann auch eine andere Vorsehaltimpedanz, z. B. ein Ohmscher Widerstand, verwendet werden. 



   Die Stromstärke einer Entladungsröhre der beschriebenen Bauart wurde auf 7 Amp. eingestellt und die Wärmeabgabefähigkeit sowie die Gestalt der Röhre wurden derart gehalten, dass bei dieser Strombelastung die Spannung zwischen den Elektroden 140 Volt betrug, wobei die von der Entladung verbrauchte Energie 840 Watt war. Bei der erwähnten Brennspannung war der Quecksilberdampfdruck ungefähr 25 Atm. 



   Das ausgesandte Licht hat eine andere   Färbung   als das der bisher bekannten Entladungsröhren mit ganz hohen   Quecksilberdampfdrucken,   da es gelber ist. Ausserdem war die scheinbare Breite der Entladungsbahn grösser. 



   Mit einer andern Entladungsröhre mit Innendurchmesser von   4'5 nun   und   Aussendurehmesser   von 8 mm wurden gute Ergebnisse mit einer Stromstärke von 4 Amp. und einem spezifischen   Spannungs-   verlust von 200 Volt/em erzielt, wobei die Belastung 690   Watt/ein   betrug. 



   Wieder eine andere Entladungsröhre mit einem Innendurchmesser von 2   nun   und Aussendurchmesser von   4mm wurde   mit einem Strom von   2#25   Amp., einem spezifischen Spannungsverlust von 290   Volt/ein   und einer Belastung von 580 Watt/em betrieben. 



   Die Elektroden sind so gross zu gestalten, dass sie die grosse Stromstärke gut vertragen können. 



  Um die Wärme gut von den Elektroden ableiten zu können, empfiehlt es sieh, die   Quecksilbermenge   in den Röhrenenden gering und die Wandstärke an dieser Stelle klein zu halten. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Vorrichtung mit einer künstlich gekühlten, über eine Vorschaltimpedanz aus einer Stromquelle gespeisten Hoehdruckquecksilberdampfröhre, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausmasse der Entladungsröhre und die Grösse der Vorschaltimpedanz mit Rücksicht auf die Grösse der Speisespannung und das Mass der Kühlung der Röhre derart gewählt sind, dass die spezifische Belastung (Belastung je Längeneinheit der Entladungsbahn) grösser als 400 Watt/cm, die Stromstärke grösser als 2 Amp., der spezifische Spannungsverlust (Spannungsgefälle je Längeneinheit der Entladungsbahn) kleiner als 300 Volt/ern und der Betriebsquecksilberdampfdruck grösser als 10 Atm. ist. <Desc/Clms Page number 3> EMI3.1 EMI3.2 EMI3.3 EMI3.4
AT155412D 1936-05-27 1937-05-24 Vorrichtung mit künstlich gekühlter Hochdruckquecksilberdampfentladungsröhre. AT155412B (de)

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