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Österreichische PATENTSCHRIFT N'w 15480. LOUIS HELLFRITZSCH rN BERLIN.
Rückstossleder mit gleitendem Lauf.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Rückstosslader mit gleitendem Lauf, insbesondere auf einen solchen, bei welchem beim Zurückgehen des Laufes die mit geraden Verriegelungswarzen versehene Kammer in der Laufhülse lediglich eine Drehung, aber
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ständige Bewegung der Kammer bezw. das Heraustreten der Warzen durch die Nuten der Laufhtilse und damit die Entriegelung des Verschlusses erst dann beginnt, wenn der t. auf seine hinterste Stellung erreicht hat. Die Erfindung besteht nun im wesentlichen darin, dass
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der richtigen Vorriegolungslago vorfindot.
In der beiliegenden Zeichnung ist die Erfindung veranschaulicht, n. zw. zeigt :
Fig. 1 dieselbe in geschlossenem Zustande, also mit verriegeltem Verschhtss, teilweise im Längsschnitt,
Fig. 2 die Stellung des Verschlusses, nachdem der Lauf in seine hinterste Lage zurückgegangen ist und die Kammer bereits ihre selbständige Rückwärtsbewegung ange- treten hat,
Fig. 3 die Stellung der Teile mit der Kammer in der hintersten Lage, nachdem der Lauf inzwischen wieder etwas vorgegangen ist,
Fig. 4 das Verschtussgehäuse mit dem Mitnehmer von einer anderen Seite gesehen,
Fig. 5 das Verschlussgehäuse mit der Kammer und dem Kammerleitstück im Quer- schnitt nach der Linie A-B der Fig. 2,
Fig. 6 ist ein Querschnitt nach der Linie C-D der Fig. 4,
Fig.
7 zeigt die Kammerführungsschiene in der Rückansicht.
\\'as zunächst die allgemeine, bekannte Anordnung der Teile anbelangt, so ist ein den Lauf c umschliessender die Druckfeder aufnehmender Laufmantel b angeordnet, welcher mit seinem hinteren erweiterten Teile auf die feststehende Verschlusshülse a aufgeschraubt ist und zugleich zur Führung dos Laufes c dient. Der Lauf salbst endigt nach hinten in die Laufhülse d, in welcher sich die die Widerlager für die Kammerwarzen bildenden
Laufwarzen befinden.
Die Kammer k sowohl als die Laufhülso ist mit geraden, d. h. mit solchen Warzen versehen, welche im wesentlichen parallel zur Längsachse der Kammer,
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Kammer führt letztere zunächst eine Drehung aus, durch welche ihre Warzen t, wenn der Lauf in seine hinterste Stellung gelangt ist, von den Lanfwarzen ab vor die zwischen denselben befindlichen Durchgangsnuten d'zou stehen kommen. Hienach beginnt die Kammer sich von dem Lauf zu trennen, indem sie entsprechend der Form ihres auf dem
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Gemäss der Erfindung ist nun die Einrichtung getroffen, dass die zum Zurückfahren der Kammer dienende, mit Knopf q versehene Kammerleitschiene p, welche vermittels eines Schraubenstiftes l in einen kreisförmigen Schlitz der Kammer h eingreift, für gewöhnlich durch eine in einem seitlichen Gehäuse u liegende Feder < ', die vermittels eines
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stellung gehalten wird. Um nun die Tätigkeit des Verschlusses beim Verriegeln zu sichern, ist hiebei noch ein besonderer Mitnehmer y vorgesehen, gegen dessen in das Gehäuse M ragendes hinteres Ende z sich die Feder c 1 stützt und dessen vorderes Ende an den Laufansatz x angelenkt ist.
Aufgabe dieses Mitnehmers y ist es, den Lauf kraftschlüssig mitzunehmen und somit die Feststellung desselben in seiner hintersten Stellung zu ermöglichen, wenn die Kammer sich dem Ende ihrer Bewegungsbahn nähert. Während nämlich beim selbsttätigen Laden infolge der hiebei auf den Lauf stossartig wirkenden grossen Rückstosskraft die Feststellung desselben durch die weiterhin beschriebene Feststellvor-
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Hand ausgeübte gleichmässigere Kraft nicht genügend ist, den Lauf bis in seine hinterste Stellung zu treiben und hiedurch die Feststellung desselben in dieser Lage bei Beginn der selbständigen Bewegung der Kammer zu bewirken ; infolgedessen pflegt beim Einzelladen der Lauf nach Trennung von der Kammer sofort wieder vorzuschnellen, also ohne dass es zu einer Feststellung des Laufes gekommen ist.
Dieser Übelstand wird nun durch die Anordnung des Mitnehmers y ausgeglichen, indem hierbei, wenn die Kammer sich dorn Endo ihrer Bewegungsbahn nähert, durch die zusammengepresste Feder v und durch Vermittlung dieses Mitnehmers der Lauf nachgezogen wird, so, dass die Feststellvorrichtung zur Wirkung gelangt und der Lauf durch diese letztere in seiner hintersten Lage fest- gestellt wird.
Behufs Sicherung der Verriegelung ist, wie vorerwähnt, die Laufsperre angeordnet, durch welche beim selbsttätigen Feuern der Lauf jeweils in seiner zurückgezogenen Lage selbsttätig solange festgehalten wird, bis die Kammer wieder in die Verriegelungslage vorgeschnellt ist. Diese Laufsperre besteht aus dem an der Unterseite der Laufhülse schwingbar aufgehängten Sperrhebel (r, s) und dem Stosshebel (m, n), dessen unterer Arm n beim Rückgang des Laufes gegen die Nase (o) an der Magazinrückwand trifft
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schleunigung des Rückganges der Verschlusskammer nach ihrer Entriegelung vom Lauf dadurch erzielt, dass beim Antreffen dos Armes n gegen den Anschlag o der Hebel tn, n nicht allein den Hebel r, s in die Sperrlage bringt,
sondern auch mit seinem oberen Arm m auf die Schulter der Kammer einen Stoss ausübt, wodurch auch das Ausziehen der Patronenhülse erleichtert wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Rückstosslader mit gleitendem Lauf, dadurch gekennzeichnet, dass, um die genaue Verriegelung des Verschlusses im Falle des Einzelladens zu sichern, ein besonderer Mitnehmer (y) vorgesehen ist, durch den, wenn die Kammer sich dem Ende ihrer Bewegungshahn nähert, der Lauf kraftschlüssig mitgenommen und somit die Feststellung desselben in seiner hintersten Stellung ermöglicht wird, damit die vorschnellende Kammer den Lauf in der richtigen Verriegelungslage vorfindet.