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Kartenspiel.
Gegenstand der Erfindung sind Spielkarten, die für Spiele, welche sich im wesentlichen der Regeln des Bridgespiels bedienen, bestimmt sind.
Es ist bekannt, dass beim Bridge die Zahl der ganz oder relativ uninteressanten Blattverteilungen nicht gering ist. Zu diesen gehören insbesondere die meisten gleichmässigen Verteilungen, speziell diejenigen, welche zum "Passen" aller vier Spieler führen. Bei Verwendung der Spielkarten gemäss der Erfindung sind diese uninteressanten und zeitraubenden Blattverteilungen fast ganz ausgeschlossen. Ausserdem wird bei der Verwendung der erfindungsgemässen Spielkarten die durchschnittliche Anzahl der besonders interessanten Blattverteilungen zwangsläufig ohne Änderungen der bekannten Regeln stark erhöht. Die Spielkarten gemäss der Erfindung erlauben, dass alle wesentlichen Regeln des Bridgespiels beibehalten werden können.
Es sind Spielkarten von verschiedener Zusammensetzung bekannt, z. B. die deutschen und die Pikettkarten mit 32 Blatt, die französischen und Whistkarten mit 52 Blatt, die Taroekkarten mit 54 Blatt. Es ist auch bekannt, einem Kartenpaket ein oder zwei Joker zuzugeben.
Es wurde auch vorgeschlagen, ein deutsches oder Pikettkartenspiel mit sechs Serien herzustellen, wobei jede dieser Serien aus den hohen Kartenwerten vom As bis zum Neuner bestehen. Diese Spielkarten, welche für die Bedürfnisse ganz anderer Kartenspiele, wie z. B. Skat und diesem ähnliche Spiele bestimmt sind, sollen durch eine starke Erhöhung der Anzahl an werthohen Karten ausgleichend wirken.
Demgegenüber gehört das erfindungsgemässe Kartenspiel zu jener Gruppe, die für Spiele bestimmt sind, die sich im wesentlichen der Regeln des Bridgespiels bedienen und in der Spielkartenpakete mit Folgen von je 13 Spielkarten, wie bei den bekannten Spielkartenpaketen mit vier gebräuchlichen Kartenfolgen, verwendet werden. Es enthält erfindungsgemäss neben den vier bekannten Kartenfolgen ("Farben") vom As herunter bis zur Zwei lediglich noch eine fünfte Kartenfolge, wobei diese Kartenfolge aus derselben Anzahl und Wertfolge wie die vier bekannten Kartenfolgen der Bridgeoder Whistkarten (Pique, Coeur, Karo, Treff) besteht.
Die fünfte im Spiel vorgesehene Kartenfolge unterscheidet sich zweckmässig von den bekannten Folgen durch ein sie kennzeichnendes Symbol, welches auf den Karten dieser Folgen in gleicher Weise wie die bekannten Symbole Pique, Coeur, Karo und Treff angeordnet ist.
Bei der Verwendung der erfindungsgemässen Spielkarten können die bisherigen in allen Kulturstaaten weitverbreiteten und eingebürgerten Spielregeln, allenfalls unwesentlich modifiziert, angewendet werden, so dass das Wesen des Bridgespiels praktisch unverändert bleibt, jedoch wie eingangs erwähnt, die uninteressanten Blattverteilungen auf ein geringfügiges Mass eingeschränkt und die interessanten Blattverteilungen in ihrer Anzahl erhöht werden. Nachstehend sei beispielsweise die Anwendung der neuen Spielkarten beim Bridgespiel angedeutet :
1. Die neue fünfte Kartenfolge erhält als Stichwert und für die Lizitation einen Wert zwischen "Pique" und "Ohne".
2. Das Spiel enthält 16 (statt 13) Stiche ; eine Manche erfordert 6 Stiche in den unedlen Farben (statt 5), 5 in den edlen (statt 4), 4 in der neuen Farbe und 3 in"Ohne".
3. Die Lizitation geht von"Eins" (9 Stiche) bis"8" (16 Stiche).,, 6" und,, 7" sind wie bisher Klein- und Grossschlemm,, 8" ist "Überschlemm" (mit einer entsprechend grossen Prämie).
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4. Beim Geben wird die überschüssige letzte Karte offen gedeckt. Sie kommt in den Besitz des Alleinspielers,-welcher sie nach dem ersten Ausspiel der Gegner gegen eine Karte des Strohmanns oder der Hand vertauschen darf.
Das Fünffarbenbridgespiel nimmt mit den in diesen vier ergänzenden Regeln enthaltenen Modifikationen in allem wesentlichen denselben Verlauf wie das bekannte Bridgespiel unter Verwendung der bisher üblichen Karten.
Die Vorteile, welche die Anwendung des erfindungsgemässen Kartenspiels mit fünf "Farben" gegenüber dem alten aufweist, beruhen keineswegs, wie oben schon betont, auf den Regelergänzungen, die zufolge Einführung der fünften Farbe sinngemäss zweckmässig sind. Die Farbverteilung ist ungleichmässiger. Die Folge ist, dass die sogenannten irregulären Verteilungen bei der Austeilung der erfindungsgemässen Spielkarten viel häufiger sind als bei Anwendung der bisher üblichen Spielkarten. Bekanntlich sind aber beim Bridge gerade die irregulären Verteilungen diejenigen, welche zu den interessanten Spielen führen, insbesondere zum angesagten Schlemm. Und dieses stellt die Seele des modernen Bridge dar.
Sowohl statistische Berechnungen, wie zahlreiche praktische Versuche bestätigen, dass bei Anwendung der erfindungsgemässen Spielkarten mit fünf "Farben" ein optimaler Effekt erzielt wird, der durch eine Erhöhung auf sechs "Farben" nicht erreicht werden kann.
Auf der Zeichnung sind zwei aus der fünften Kartenfolge herausgegriffene Karten beispielsweise veranschaulicht. Als unterscheidendes Symbol tragen die Karten der neuen Folge bei diesem Beispiel ein dreieckiges Zeichen. Fig. 1 stellt einen"Fünfer", Fig. 2 eine"Dame"der neuen Farbe dar. An Stelle des bei diesen Beispielen verwendeten Dreiecksymbols kann naturgemäss auch ein anders geformtes oder angeordnetes Symbol bzw. jedwedes geeignete Merkmal zur unterscheidenden Kennzeichnung der zusätzlichen Kartenfolge verwendet werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Kartenspiel mit mehr als vier Kartenfolgen, dadurch gekennzeichnet, dass dem für das Bridgespiel gebräuchlichen, aus einer Anzahl von Folgen von je dreizehn Spielkarten der vier gebrauch- lichen Farben bestehenden Spielkartenpaket, neben diesen vier bekannten Kartenfolgen (Farben) vom As herunter bis zur Zwei, lediglich eine fünfte Kartenfolge beigegeben ist, wobei diese Kartenfolge aus derselben Anzahl und Wertfolge wie die bekannten vier Kartenfolgen der Bridge-oder Whistkarten (Pique, Coeur, Karo, Treff) besteht.