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Mehrteilige Sprungfedermatratze.
Die Erfindung bezieht sich auf eine mehrteilige Sprungfedermatratze nach dem Patente Nr. 150946, bei welcher der die durchgehenden Sprungfedern umfassende Mittelrahmen, z. B. aus Holz, zu einem Tragrahmen verstärkt und die Sprungfedern durch die Belastung auf den Tragrahmen überleitende Tragorgan untereinander in Verbindung gebracht sind. Als Tragorgane sind beispielsweise je durch die Mittelwindung der in Reihen angeordneten Sprungfedern hindurchgezogene und an gegen- überliegenden Holmen des Tragrahmens befestigte Gurten wirksam.
Den Gegenstand der Erfindung bildet nun eine wesentliche Vereinfachung der mehrteiligen Sprungfedermatratze in der Weise, dass die Sprungfedern in Gemeinsamkeit mit dem an den Mittelwindungen der randseitigen Sprungfedern angeschlossenen Tragrahmen und den quer zur Rahmenebene biegungselastiseh ausgebildeten Formhaltungsrahmen durch zweckmässig in der Ebene der letzteren gelegene elastische Trag-und Zugorgane, z. B. Schraubenfedern, zu einem die freitragende Benutzung der Matratze gestattenden, elastisch wirkenden Tragwerk zusammengeschlossen sind.
Auf der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes veranschaulich, u. zw. zeigt Fig. 1 die Matratzenfederung im Längsschnitt und Fig. 2 in Draufsicht.
Die mehrteilige Sprungfedermatratze weist in Reihen angeordnete, durchgehende Sprungfedern a auf, deren oberes und unteres Federende mit den Enden der in den Längs-und Querreihen benachbarten Sprungfedern a in bekannter Weise durch kurze Schraubenfedern b beträchtlicher Spannkraft miteinander verbunden sind. Die oberen als auch die unteren Endwindungen der randseitigen Sprungfedern a sind unter entsprechender Vorspannung der Schraubenfedern b beispielsweise mittels Klammern c je an einem Formhaltungsrahmen d befestigt, welche aber gegen Belastungen in senkrechter Richtung zur Rahmenebene nur einen geringen Biegungswiderstand besitzen und aus einem zumindestens im ausreichenden Ausmasse biegungselastischen Material, z. B. Bandeisen, verfertigt sind.
Damit die Matratze keine durchgehende Unterstützung benötigt, sondern freitragend verwendbar ist, werden die Sprungfedern a weiters in der Höhe ihrer Mittelwindungen von einem starren Tragrahmen e umschlossen, an dem nur die anliegende Mittelwindung jeder äusseren Sprungfeder a etwa durch einen Drahtbügel t angeschlossen ist, wogegen die innenliegenden Sprungfedern a mit dem Tragrahmen e in keiner unmittelbaren Verbindung stehen.
Setzt man nun die lediglich örtlich, u. zw. mit ihrem unteren Formhaltungsrahmen d, z. B. auf einem umfängliehen Unterlagsrahmen oder einzelnen Bettbrettern aufruhende Matratze einer Belastung aus, so wird diese einerseits von den innen gelegenen Sprungfedern a über die als Trag-und Zugorgane wirkenden Schraubenfedern b auf den oberen und unteren Formhaltungsrahmen d, anderseits von den aussenseitigen Sprungfedern a auf den Tragrahmen e übertragen, wobei sich der obere Formhaltungsrahmen d und der Tragrahmen e dem unteren Formhaltungsrahmen d annähern.
Gleichzeitig wird sich der obere und allenfalls auch der untere Formhaltungsrahmen d-wenn letzterer nicht längs seines ganzen Umfanges unterstützt ist-wegen ihres geringen Biegungsmomentes an der Belastungsstelle durchbiegen, weshalb der obere Formhaltungsrahmen d kein lästiges Druckgefühl durch die Polsterung hindurch hervorrufen kann. Die auftretenden Kräfte selbst werden vom Tragrahmen e aufgenommen, welcher aber eine genügende Festigkeit besitzt, um ein Durchhängen der Matratze zu verhindern.
Die Schraubenfedern b erteilen den Sprungfedern a nicht nur Bewegungsfreiheit in deren Längs- sondern auch Querrichtung und erhöhen somit die Elastizität der Matratze, ohne dass sich die
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Sprungfedern a zu stark durchdrücken oder gar seitlich umlegen könnten, zumal ja die oben und unten an jeder Sprungfeder a von vier verschiedenen Richtungen her angreifenden Schraubenfedern b die einzelnen Sprungfedern a stets in ihrer ursprünglichen Lage zu erhalten trachten und eine Änderung dieses Kräftegleichgewichtes nur unter Überwindung ihrer Spannkraft zulassen.
Falls erforderlich, können den Schraubenfedern b noch diagonal gestellte zugefügt werden, wie auch die Mittelwindungen der Sprungfedern a durch Schraubenfedern b verbunden sein könnten.
Schliesslich wäre es auch denkbar, von der Endwindung der einen zur Mittelwindung der andern Sprungfeder a eine Schraubenfeder b laufen zu lassen.