AT152498B - Zündeinrichtung für Stromrichter mit flüssiger Kathode. - Google Patents

Zündeinrichtung für Stromrichter mit flüssiger Kathode.

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    Zündeinrichtung   für Stromrichter mit flüssiger Kathode. 



   Es ist vorgeschlagen worden, zur   Zündung   von Stromrichtern mit flüssiger Kathode. beispielsweise mit Quecksilberkathode, einen die Kathodenoberfläche durchdringenden   Halbleiterstift   zu verwenden, dessen aus dem Kathodenmetall herausragendes Ende zur Einleitung der Zündung an eine hohe Spannung gegenüber der Kathode gelegt wird. Die Erfindung betrifft eine besonders einfache und widerstandsfähige Zündvorrichtung dieser Art, bei der die Stromzuleitung zur Zündelektrode isoliert durch das Kathodenquecksilber   hindurch geführt   ist und durch einen Schirm dafür Sorge getragen ist, dass diese Durchführung vom Kathodenfleck nicht angegriffen werden kann. 



   Die Abbildung zeigt in zum Teil schematischer Darstellung ein Ausführungsbeispiel der Erfindung. Das aus Glas oder einem andern geeigneten Isoliermaterial bestehende   zylindrische Gefäss   ist an beiden Enden durch   Metallliappen 2,'9 geschlossen,   die einen nach innen eingestülpten mittleren Teil besitzen. Sie bestehen aus einem mit der Gefässwand 1   verschmelzbaren   Metall. Wird ein Hartglas (beispielsweise Corningglas   G 71 mit etwa 65% SiO2, 23% BOs, 7% Na2O, 5% ALOg)   verwendet, so eignet sich zum Verschmelzen eine Legierung mit   28%   Nickel, 18% Cobalt und 54% Eisen.

   Die untere Kappe 3 wird durch das flüssige   Kathodenmetall 4 überdeckt.   Die obere Kappe 2 dient der Anode und ist mit dem, vorzugsweise aus Kupfer bestehenden Stromleiter 5 durch   Löten   oder Schweissen verbunden. In   ähnlicher   Weise ist die Zuführung 5'mit der Kappe 3 verbunden. Die Zündelektrode 6 besteht in an sich bekannter Weise aus einem halbleitenden Material und taucht mit ihrer Spitze in das Kathodenmetall 4 ein. Sie ist durch Klemmen, Schrauben oder mit andern Mitteln mit der Metallhülse 7, die sie mantelartig umgibt, fest verbunden. Zur   Stromzuleitung   dient der isoliert durch die untere Kappe hindurchgeführte Stromleiter 9.

   Diese Durchführung besteht aus einem vakuumdicht mit der Kappe 3   verschweissten   Rohr   8,   dessen Innenseite mit dem Glas 11 verschmolzen ist, in das der Stromleiter 9 eingeschmolzen ist. Es bestünde nun die Gefahr, dass der   Kathodenfleek   an dem   Röhrchen   8 ansetzt und dieses zerstört. Es wäre ferner nicht ausgeschlossen, dass der Kathodenfleek auf das Röhrchen 8 übergeht und beispielsweise an der Grenzstelle zwischen dem Glas 11 und dem Metall des Röhrchens 8 längere-Zeit verweilt, so dass die vakuumdichte Verbindung oder das Glas zerstört wird.

   Diese Gefahren werden bei der Anordnung gemäss der Erfindung dadurch vermieden, dass die Stromdurchführung von einem   Sehutzrohr   12 umgeben ist, das vorzugsweise aus einem gegen den Lichtbogen widerstandsfähigen Material besteht. Es eignen sich dazu alle hochschmelzenden Metalle. Besondere Vorteile bietet die Verwendung von Molybdän oder Wolfram als Schutzrohr für die   Stromeinführung,   weil diese Metalle die Eigenschaft haben, vom Quecksilber benetzt zu werden. 



  Dadurch wird erreicht, dass der Kathodenfleck sich an der Grenzlinie zwischen dem Quecksilber und dem Schutzrohr 12 festsetzt. Ein solcher festsitzender Kathodenfleck kann bekanntlich mit bedeutend niedrigerer Stromstärke betrieben werden. Der Lichtbogen reisst also weniger leicht ab. Bei Stromrichten, die mit einer niedrigen Spannung betrieben werden, bietet daher die Anordnung gemäss der Erfindung den zusätzlichen Vorteil, dass der Lichtbogen während eines längeren Teiles der positiven Halbwelle der Anodenwechselspannung aufrechterhalten wird. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Zündvorrichtung für Stromrichter mit flüssiger Kathode, insbesondere Queeksilberkathode, bei der die Stromzuleitung zu dem die Zündung bewirkenden Halbleiterstift isoliert durch das Kathoden- <Desc/Clms Page number 2> metall hindurchgeführt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromzuführung und ihr Durehführungs- isolator von einem aus gegen den Lichtbogen widerstandsfähigen Material bestehenden Schutzrohr umgeben ist, das die Oderfläche des Kathodenmetalles durchdringt.
    2. Zündvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der, vorzugsweise aus Glas bestehende Isolator (11) der Stromzuführung (9) zur Halbleiterelektrode (6) mit einem die Kathodenoberfläche durchdringenden Röhrchen (8) vakuumdicht verbunden ist, das seinerseits vakuumdicht mit dem Boden (3) des Kathodengefässes verbunden ist.
    3. Zündvorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Schutzrohr aus einem von Quecksilber benetzbaren Metall, vorzugsweise aus Molybdän oder Wolfram, hergestellt ist. EMI2.1
AT152498D 1935-08-06 1936-08-04 Zündeinrichtung für Stromrichter mit flüssiger Kathode. AT152498B (de)

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