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Sigllaleinrichtung.
Es sind Signaleinrichtungen bekannt, bei denen für die Zwecke der Signalisation die Netzspannung verändert oder mit Signalfrequenz über-bzw. unterlagert wird, wobei der Signalkreis durch eine besondere Batterie oder durch dasselbe Netz gespeist wird. Solche Anlagen, die für alle möglichen Signalzwecke dienen können, haben besondere Bedeutung für Signalisation bzw. für die Alarmierung einer grossen Anzahl von Personen, z. B. Alarm vor einem zu erwartenden Fliegerangriff, Feuer oder andern Gefahren. Es ist deshalb unbedingt notwendig, dass die Signaleinrichtung wegen ihrer umfangreichen Ausdehnung bzw. grossen Stückanzahl (z. B. in jedem Haus) einerseits sehr einfach, anderseits aber sicher und zuverlässig arbeitet.
Insbesondere sollen Unregelmässigkeiten oder Störungen des Netzes jeglicher Art ohne jeden Einfluss auf die Signaleinrichtung bleiben. Gemäss vorliegender Erfindung wird dies dadurch erreicht, dass die Signalisation derart verzögert erfolgt, dass bei kurzzeitigen Veränderungen der Netzspannung, die z. B. durch lokale Spannungsschwankungen beim Anlauf von Motoren u. dgl. erfolgen, die Signaleinrichtung nicht wirksam wird. Ein weiterer Vorteil wird gemäss der Erfindung dadurch erreicht, dass die Signaleinrichtung derart ausgebildet ist, dass sie nach einer Unterbrechung und dieser folgenden Wiedereinsehaltung der Netzspannung auch vor- übergehend. nicht in Tätigkeit tritt.
Als besonders geeignet hat sich für das Signalrelais die bekannte Schaltung erwiesen, bei der einem Gleichstromrelais ein Kupferoxydgleichrichter parallel geschaltet und den beiden ein entsprechender Widerstand vorgeschaltet ist. Als Verzögerungseinrichtung wurde als sehr vorteilhaft die Verwendung eines Thermorelais gefunden. Die Erfindung soll an Hand der Fig. 1 näher erläutert werden. Die Netzspannung liegt an den Klemmen 1, 2. Das Relais R wird so justiert, dass es im normalen Betrieb über den Widerstand A angezogen bleibt. Wird die Netzspannung über das Mass der betriebsmässig zugelassenen Netzschwankung gesenkt, so fällt das Relais R ab und schliesst seinen Kontakt r 2.
Dadurch wird über den Widerstand B das Thermorelais Th angeheizt, wodurch nach einer bestimmten Zeit der Kontakt Th schliesst und die Signaleinrichtung If unter Strom setzt. Als eine für den gedachten Zweck günstige Zeit, nach der das Thermorelais seinen Kontakt schliesst, hat sich die Zeit von etwa 3-30 Sekunden ergeben. Ein weiteres Merkmal der Erfindung ist darin gelegen, dass die Wiedergabe aufeinanderfolgender Signale dadurch ermöglicht wird, dass der durch die Verzögerungseinrichtung zu schliessende Stromkreis durch das Signalrelais kontrolliert wird. Hiebei ist die Anordnung so getroffen, dass der durch das Thermorelais geschlossene Signalkreis über den Kontakt r 2 geführt wird.
Wollte man z. B. mehrere Signale bzw. eine Signalserie abgeben, so müsste man, wenn der Signalkreis nicht über r 2 geführt wäre, so lange mit dem zweiten Signal warten, bis das Thermorelais soweit auskühlt, dass es seinen Kontakt öffnet. Durch die Anordnung gemäss der Erfindung wird sofort nach der Erhöhung der Spannung das Relais R anziehen und den Signalkreis bei r 2 unterbrechen, so dass gleich anschliessend an den ersten der zweite Signalimpuls abgegeben werden kann. Die Empfindlichkeit der Anordnung kann dadurch gesteigert werden, dass das Signalrelais, z. B. nach dem Abfallen, durch eigene Kontakte r 1 seine Empfindlichkeit vergrössert. Der Kontakt r 1 schliesst einen Widerstand parallel zur Relaiswicklung R, wodurch die Empfindlichkeit des Relais verringert wird, und wird so justiert, dass er erst am Ende der Ankerbewegung schliesst.
Dadurch wird erreicht, dass das Relais mit ganzer Empfindlichkeit anzieht und mit verringerter Empfindlichkeit abfällt und die Differenz der Ansprech-und Abfallstromstärken verringert wird.
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Eine andere Anordnung wird gemäss vorliegender Erfindung dadurch erreicht, dass in die Stromversorgungsleitung eine abgeglichen Brückenanordnung gelegt wird, deren drei Brückenarme aus Ohm'schen, kapazitiven oder induktiven Widerständen und das 4. Glied aus einer Glimmentladungsstrecke gebildet wird und das Signalrelais als Nullinstrument in die Brückendiagonale gelegt wird. Diese
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Glimmentladungsstrecke G, der nötigenfalls ein Schutzwiderstand ss vorgeschaltet werden kann.
Gleicht man die Brücke derart ab, dass die wirksamen Widerstände der Brückenarme sich wie a : & == e : d verhalten, und wählt man die Verhältnisse so, dass bei normaler Betriebsspannung unter Berücksichtigung der zulässigen Netzspannungstoleranz der Brückenarm c eine Spannung erhält, die über der Zündspannung der Glimmentladungsstrecke CT liegt, so wird der Diagonalkreis 3, 4 spannungslos, wodurch das an ihm liegende Signalrelais R aberregt bleibt. Wird nun die Netzspannung so weit gesenkt, dass an den Punkten 1, 3 die Spannung unter die Löschspannung der Glimmentladungsstrecke fällt, dann wird dieselbe erlöschen, wodurch der Widerstand des Brückenzweiges c unendlich und das Brückengleichgewicht gestört wird.
Die an den Punkten 3,4 auftretende Spannung erregt das Relais R, wodurch
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Erhöhung der Spannung zündet wieder die Glimmentladungsstrecke und stellt das Brückengleich- gewicht her, wodurch das Relais R abfällt und durch Führung des Signalkreises über r sofort den Signal- geber W unterbricht. In Fig. 2 ist eine ähnliche Anordnung dargestellt, bei der zwecks Erhöhung der Empfindlichkeit in den Brückenzweig d ein Widerstand mit negativem Temperaturkoeffizienten gelegt wurde. Bei Senkung der Spannung wird der Spannungsabfall zwischen den Punkten 2. 3 grösser, wodurch die Löschspannung zwischen den Punkten 1, 3 früher erreicht wird. Eine andere vorteilhafte Anordnung ist in Fig. 5 dargestellt.
In dieser Brücke werden zwei Glimmendladestrecken verwendet, wodurch beim Verlöschen derselben der Relaisstrom durch keinen Shunt geteilt wird und mithin die Anlage dementsprechend kräftiger und betriebssicherer gebaut werden kann. In Fig. 4 ist eine andere Anordnung gezeigt, bei der für Signalzwecke die bekannte Anordnung einer Glimmentladestrecke in Spannungteilersehaltung verwendet wird. Durch einen Spannungsteiler A, B wird die Netzspannung in zwei Teile zerlegt. Der Zweig A wird derart bemessen, dass im normalen Betriebszustande die Glimmentladungsstrecke, mit der das Signalrelais in Serie geschaltet ist, nicht erlischt. Wird die Spannung nachher gesenkt, so erlischt die Glimmentladungsstrecke und unterbricht das Relais R, das in bereits geschilderter Weise den Signalgeber in Wirksamkeit setzt.
Eine andere Anordnung wäre die Verwendung einer entsprechend dimensionierten Kippdrossel, die bei Unterschreitung der Spannung die geschilderten Massnahmen einleitet. Durch entsprechende Aus-
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der Einrichtung. Es wurde gemäss der Erfindung gefunden, dass, wenn N die Nennspannung,-Tol. die Minustoleranz, +Tol. die Plustoleranz und S die Spannungssenkung in Volt bedeutet, die Justierung der Signaleinrichtung nach folgender Formel erfolgen soll :
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An Hand eines Beispieles soll die Bedeutung der Formel erklärt werden.
Es wurden folgende Annahmen gemacht :
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<tb>
<tb> Netzspannung <SEP> N <SEP> 220 <SEP> Volt
<tb> Minustoleranz <SEP> (5%)-Tol <SEP> 11 <SEP> Volt
<tb> Plustoleranz <SEP> (4%) <SEP> +Tol <SEP> 8-8 <SEP> Volt
<tb> Senkungsspannung <SEP> S..................................... <SEP> 32 <SEP> Volt
<tb>
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Der Ausdruck N + (-Tol.) stellt hiebei die minimale Betriebsspannung dar, bei der die Einrichtung noch nicht in Wirksamkeit treten darf, der Ausdruck N + (+ToI.) hingegen die Maximalbetriebs-
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samkeit treten muss.
Durch Vereinigung der Verwendung einer Signaleinrichtung und eines Empfängers, lässt sich der Signalisationsvorgang derart ausbilden, dass die Signalisationseinrichtung den Empfänger anschaltet.
Da jedoch der Apparat auf eine andere Station als auf den Lokalsender abgestimmt oder überhaupt auf einen andern Wellenbereich geschaltet sein kann, wurde es gemäss der Erfindung für vorteilhaft gefunden, dass die Signaleinrichtung mit der Anschaltung des Empfängers alle jene Schaltmassnahmen trifft, die für den Empfang der Lokalstation notwendig sind.
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Durch die bekannte Massnahme, das konstante magnetische Feld durch den Drehspulenstrom zu modulieren, lässt sich die Empfindlichkeit von Drehspuleninstrumenten in weiten Grenzen steigern.
Eine sehr einfache Anordnung der Signalisationseinrichtung wird erreicht, wenn man hiezu ein Kontaktvoltmeter, dessen Empfindlichkeit im Arbeitsgebiet vergrössert wird, verwendet.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Signaleinriehtung, die an ein Starkstromnetz angeschlossen ist, bei der zwecks Signalgabe die Netzspannung verändert wird und bei der der Signalstromkreis vorzugsweise von demselben Netz gespeist wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Signalgabe verzögert erfolgt, so dass bei kurzdauernden Veränderungen der Netzspannung, die z. B. durch lokale Spannungsschwankungen beim Anlauf von Motoren u. dgl. entstehen, die Signaleinrichtung nicht wirksam wird.
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