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Metall-Spritzpistole.
Die Erfindung betrifft eine Metall-Spritzpistole der Drehkopfbauart, bei welcher der Heizbrenner und die Schmelzkammer für das Vorratsmetall in bezug aufeinander verstellbar sind, um den Heizbrenner auch für sich zum Vorwärmen der Gegenstände, die überzogen oder gefüllt werden sollen, oder zum Wiedererwärmen bereits gespritzter Überzüge oder Füllungen gebrauchen zu können.
Eine solche Metall-Spritzpistole besteht aus einem Handgriff, verbunden mit einer das Schmelzgut enthaltenden Kammer, die mittels eines Brenners od. dgl. erhitzt werden kann und aus der mittels Druckluft oder-gas das geschmolzene Metall in eine Spritzdüse gefördert wird. Gemäss der Erfindung ist diese Pistole mit einer Luftaustrittsöffnung in Gestalt eines symmetrischen, sternförmigen Vieleckes und einer konzentrisch zu dieser angeordneten Düse für das geschmolzene Metall versehen, so dass zwischen diesen beiden Düsen eine Reihe von konzentrisch um die Metallaustrittsdüse herum gleichförmig verteilten Luftöffnungen gebildet wird.
Fig. 1 ist ein teilweise geschnittener Aufriss einer bevorzugten Ausführungsform einer Metallspritzpistole gemäss der Erfindung. Fig. 2 ist eine Stirnansicht der Pistole gemäss Fig. 1. Fig. 2 zeigt in grösserem Massstab eine Einzelheit der Düse der Pistole gemäss Fig. 1.
Bei der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung, wie dargestellt, ist (Fig. 1) 10 ein Düsenkopf aus einem Stück mit einer Schmelzkammmer jfj, der das Vorratsmetall in Stabform zugeführt wird. Auf diesem Düsenkopf sind die Düsen 16 für das geschmolzene Metall und 17 für die Pressluft aufgeschraubt. Der am Handgriff 12 angebrachte Regulierkopf 11 wird durch ein Pressluftrohr 20 mit dem Düsenkopf 10 verbunden. Pressluft wird der Pistole durch einen an den Gewindenippel 25 angeschlossenen (nicht dargestellten) Schlauch zugeführt und durch das vom Drücker 24 gesteuerte Ventil 22 und ein im Regulierkopf 11 angeordnetes Nadelventil 21 in das Pressluftrohr 20 geleitet.
Von hier gelangt sie durch den Kanal 18 in den Düsenkopf 10 und von dort zu der Düse 17 des Metallzerstäubers.
An den Nippel 40, der aus einem Stück mit dem Regulierkopf 11 besteht, wird die Zuleitung
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Dieser Brenner 35 hat die üblichen Lufteinlasslöcher. ?, durch die atmosphärische Luft eintreten und sich mit dem brennbaren Gas mischen kann. Die so gebildete Gasmischung brennt mit einer Stichflamme aus der Mündung des Brennerrohres 35 heraus. Zwecks Zerstreuung der Wärme und Verminderung des Wärmeüberganges auf den Regulierkopf 11 sind Rippen 39 auf dem Brenner 85 und Rippen 20 a auf dem Druckluftrohr 20 vorgesehen.
Das Vorderende des Kopfes 10 ist rechtwinkelig zur Längsachse der Gesamteinriehtung abgeschnitten und trägt einen Ring 65 mit Aussengewinde, auf dem die Luftdüse 17 aufgesehraubt ist.
Diese wird durch den Kanal 18 gespeist, der durch den Ring 65 hindurchgeführt ist (Fig. 1). Die Düse 16 für das geschmolzene Metall erstreckt sich durch den Ring 65 hindurch und ist in den Kopf 10 eingeschraubt. Ihr verjüngtes Ende 16 a von verhältnismässig kleinem Querschnitt ragt durch die Öffnung 17 a der Luftdüse 77 hindurch. Die Düse 17a ist von sternförmiger Vieleeksgestalt und von solcher Grösse, dass das Ende der Düse 16 a für das geschmolzene Metall dicht hineinpasst, wenn die Spritzpistole in Betrieb und die Düse 17 heiss ist. Demgemäss besteht die Austritssöffnung der Düse tasächlich aus einer Mehrzahl von eng aneinandergereihten Luftdurchtritten, von denen jeder im
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wesentlichen Dreiecksform hat.
Alle diese Durchtritte sind kreisförmig um die mittlere Düse verteilt, durch die geschmolzenes Metall vermöge des in der Düse 16 erzeugten Unterdruckes gesaugt wird.
Diese Ausgestaltung der Düse 17, deren Wände einen rohrförmigen Durchgang in der Form eines das Ende 16 a der Düse 16 für das geschmolzene Metall umschriebenen Vielecks bilden, ist eine wesentliche Verbesserung der Spritzpistole, vor allem deshalb, weil diese Bauart unbedingte Gleichachsigkeit des Luftstromes mit dem Strom geschmolzenen Metalles an dem Vereinigungspunkt dieser beiden Ströme unmittelbar vor der Düse gewährleistet.
Bei der Erzeugung von Spritzpistolen dieser Art musste bisher äusserste Sorgfalt aufgewendet werden, um genaue Gleichachsigkeit dieser Düsen zu erzielen, denn diese ist wesentlich, wenn man feinkörnige Spritzüberzüge erzielen will. Es wurde nämlich gefunden, dass ein Abweichen der Achsen dieser Düsen unvermeidlich zu einem Strahl und einem damit erzeugten Überzug führt, dessen Teilchen flockig und ungleichmässig sind. Ungeachtet äusserster Sorgfalt bei der Erzeugung und beim Zusammenbau hat in einer grossen Anzahl von Fällen der ordnungsmässige oder-widrige Gebrauch von tragbaren Metall-Spritzpistolen dieser Art die Verlagerung der einen oder der andern Düse bewirkt und damit deren Wirkungsweise beeinträchtigt.
Durch den Einbau von Düsen von der Bauart und Passung wie beschrieben sind die Erfordernisse genauester Erzeugung und Zusammenbaues sowie sorgfältigster Behandlung im Gebrauch und bei Aufbewahrung in erheblichem Masse beseitigt.
Die sternförmige vieleckige Öffnung in der Düse 17 kann leicht durch Stanzen oder mit der Räumnadel gebildet werden. Es soll ein kleiner Spielraum zwischen den Düsen nach dem Zusammenbau verbleiben, da die innere Düse 16 sich durch die Erwärmung etwas ausdehnt, wenn die Pistole im Gebrauch ist. Das Gewinde des Ringes 65 und der Düse 17 sind genügend verstellbar in bezug aufeinander, um Gleichachsigkeit der Düsen 16 und- in bezug aufeinander nicht zu stören.
Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung wurde seinem hauptsächlichsten Verwendungzweck entsprechend als Metall-Spritzpistole bezeichnet, doch können offensichtlich auch andere geschmolzene Stoffe, wie keramische Stoffe für die Erzeugung glasiger Emailüberzüge als Vorratsgut, damit verarbeitet werden.