AT151945B - Verfahren zur Verarbeitung phosphathaltiger Erze, Schlacken und ähnlicher Stoffe. - Google Patents

Verfahren zur Verarbeitung phosphathaltiger Erze, Schlacken und ähnlicher Stoffe.

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AT151945B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Verarbeitung phosphathaltiger Erze, Schlacken und ähnlicher Stoffe. 



   Bei der Verarbeitung von Erzen, Schlacken und   ähnlichen   Stoffen durch Rösten bzw. oxy- dierendes Schmelzen, anschliessende Auslaugung und Aufarbeitung der Laugen und Auslaugung-   rückstände,   die für die Gewinnung zahlreicher Stoffe aus den Erzen usw. die   übliche   Arbeitsweise darstellt, werden beim Vorliegen phosphathaltiger Ausgangsstoffe Laugen erhalten, die wegen der nicht unerheblichen Löslichkeit der in Frage kommenden Phosphate auch diese zu einem mehr oder weniger grossen Anteil mitenthalten. Man ist daher im allgemeinen genötigt, durch langwierige und kostspielige Trennungsverfahren das Phosphat vor der Weiterverarbeitung der Laugen aus ihnen abzuseheiden. 



   Die vorliegende Erfindung beruht auf dem Gedanken, die in den zu verarbeitenden Rohstoffen enthaltenen Phosphate schon vor der Auslaugung, zweckmässig im Verlaufe des Röstverfahrens, in eine praktisch unlösliche Form Überzuführen und so ihr Auftreten in den Laugen überhaupt zu verhindern, so dass diese ohne weiteres auf die gewünschten   Enderzeugnisse   verarbeitet werden können. 



   Ausgehend von der an sich bekannten Tatsache, dass Phosphorsäure mit Erdalkalioxyden und gewissen Halogenen, insbesondere Fluor, Doppelverbindungen bildet, wurde gefunden, dass diese Verbindungen einer Reihe von   Lösungsmitteln gegenüber   eine wesentlich geringere Löslichkeit besitzen als die aus Erzen, Schlacken und ähnlichen Stoffen bei der bisher üblichen Verarbeitungsweise erhaltenen Schwermetall-bzw. Erdalkaliphosphate üblicher oder abweichender Zusammensetzung. Diese Verringerung der Löslichkeit zeigt sich sowohl bei basischen wie bei sauren phosphorhaltigen Stoffen, u. zw. nicht nur gegenüber Wasser und neutralen Lösungsmitteln, sondern auch gegenüber schwachsauren und alkalischen Lösungen. 



   Erfindungsgemäss werden daher   phosphathaltige     Erze, Schlacken   und ähnliche Stoffe der Röstung bzw. dem Vorschmelzen unter stark oxydierenden Bedingungen und unter Zuschlag von Fluoriden und, soweit erforderlich, auch von Erdalkalioxyden, die mit der vorhandenen Phosphorsäure schwer-   lösliche   Doppelsalze bilden, unterworfen, worauf das Rost-bzw. Schmelzgut der Auslaugung mit neutralen oder schwach basischen oder schwach sauren Mitteln unterworfen wird. Dabei werden Lösungen erhalten, die entweder überhaupt phosphatfrei sind oder doch wesentlich geringere Phosphatmengen als bisher enthalten. 



   Die Beimischung der   Zuschläge gemäss Erfindung zum Ausgangsstoff geschieht   am einfachsten durch Vermahlen, kann aber auch durch Verschmelzen mit ihm erfolgen. Die bei Vornahme einer Röstung erfindungsgemäss anzuwendenden Temperaturen sind nach oben hin dadurch begrenzt, dass eine stärkere Zusammenballung des Röstgutes durch Sinterung vermieden werden soll. Als vorteilhaft haben sich je nach der Natur des zu behandelnden Ausgangsstoffes Temperaturen zwischen etwa   600-10000 erwiesen.   



   Die weitgehende Bildung der Doppelsalze wird dadurch ermöglicht, dass die Röstung unter stark oxydierenden Bedingungen   durchgeführt   wird, sei es durch Anwendung eines erheblichen Luft- überschusses im Röstofen oder durch an sich bekannte   Zuschläge     Sauerstoff abgebender oder-über-   tragender Stoffe, wie Alkalinitrate oder-chlorate.

   Allem Ansehen nach wird hiedurch der an Metalloxyd gebundene Phosphatrest unter Aufoxydation der Metalloxyde in Freiheit gesetzt, das Metall-   phosphat also aufgespalten, wobei dann der Phosphatrest sieh rasch und vollständig mit dem Erdalkalioxyd und dem Fluorid unter Bildung der gewünschten Doppelsalze umsetzt.   

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Beispiele : 
 EMI2.1 
 
 EMI2.2 
 
<tb> 
<tb> 4-25% <SEP> V, <SEP> 0,
<tb> 20-0 <SEP> % <SEP> FeO
<tb> 30-0 <SEP> % <SEP> MnO
<tb> 1-5 <SEP> % <SEP> CaO
<tb> 20-0 <SEP> % <SEP> SiO
<tb> 8-5 <SEP> % <SEP> PA
<tb> Rest <SEP> Altos <SEP> und <SEP> MgO
<tb> 
 wurde unter Zuschlag von 20% Kochsalz der oxydierend-chlorierenden Röstung während zwei Stunden bei 800  C unterworfen.

   Die anschliessende Auslaugung mit einer 5%igen Sodalösung bei   800 C lieferte   eine Lauge, die neben   5"5   g   V2O5/l noch 0#96 g P2O5/l enthielt.   Wurde jedoch die gleiche Schlacke unter Zuschlag von 1% Flussspat und etwa 7% gebranntem Kalk verarbeitet, so wurde unter sonst 
 EMI2.3 
 



  Das Verhältnis   V20s   zu   P20s   wird also durch die Arbeitsweise gemäss Erfindung auf etwa das   17#5fache   verbessert. Während nach dem bisherigen Verfahren die Weiterverarbeitung der Lauge auf technisch reine Vanadinsäure bzw. Vanadinsalze die Einschaltung eines weiteren Arbeitsganges zur Abscheidung des Phosphats erforderte, ist es möglich, unmittelbar aus den erfindungsgemäss erhaltenen Laugen beispielsweise eine Vanadinsäure mit weniger als 0'1% Phosphor zu gewinnen, die zur Herstellung hochwertigen Ferrovanadins oder anderer vanadinhaltiger Erzeugnisse Verwendung finden kann. 



   2. Die Verarbeitung eines Uranerzes mit 2% Uran und 0'6% P2O5 durch zweistündige Röstung bei 850  C ohne Kalk-und Flussspatzusatz und   anschliessende   Auslaugung mit einer   5% igen   Sodalösung bei 80  C ergab Laugen mit einem Gehalt von   0'09 g P2Os/l.   Wurden aber vor der Röstung 
 EMI2.4 
 Vanadiumverbindungen einer Röstung bei etwa 1000  C unter Zusatz von Flussspat zu unterwerfen. Dabei wird jedoch angestrebt, eine Oxydation des Vanadiums zur höchsten Oxydationsstufe (V2O5) zu verhindern. Fernerhin gehen unter den angegebenen Bedingungen etwa im Röstgut vorhandene Phosphate mit den Vanadiumverbindungen bei dem der Röstung folgenden Auslaugung in Lösung.

   Demgegenüber wird beim vorliegenden Verfahren die Röstung unter stark oxydierenden Bedingungen   durchgeführt   und dadurch bewirkt, dass die Phosphate in Verbindung mit dem Fluorid, gegebenenfalls unter Zusatz von Erdalkalioxyd,   schwerlösliche   Verbindungen ergeben.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Verarbeitung phosphathaltiger Erze, Schlacken und ähnlicher Stoffe durch Rösten bzw. oxydierendes Verschmelzen und anschliessende Auslaugung der Metalle, dadurch gekennzeichnet, dass die Röstung bzw. Verschmelzung unter Zuschlag von Fluoriden und gegebenenfalls auch von Erdalkalioxyden, die mit der vorhandenen Phosphorsäure schwerlösliche Salze bilden, unter stark oxydierenden Bedingungen durchgeführt wird.
AT151945D 1935-12-05 1936-09-07 Verfahren zur Verarbeitung phosphathaltiger Erze, Schlacken und ähnlicher Stoffe. AT151945B (de)

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