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Einrichtung zum Warmbefeuchten und Auspressen von Umschlagen, zur Inhalation und zum Auskochen ärztlicher Instrumente.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Warmbefeuchtung und zum Auspressen von Umschlägen, zur Inhalation und zum Auskochen ärztliche Instrumente.
Die Einrichtung besteht erfindungsgemäss aus einem heizbaren Wasserbehälter, einem Einsatz desselben mit durchlochtem Boden und drei verschiedenen, je nach dem augenblicklichen Verwendungs- zweck der Einrichtung einzeln auf den Wasserbehälter aufzusetzenden und diesen abschliessenden
Deckeln. Von diesen trägt der dem Auspressen der Umschläge dienende zwei nebeneinanderliegende
Walzen, die mit ihren Achsen in zwei Trägern des Deckels gelagert sind, wobei eine der Walzen ver- schiebbar und die andere unverschiebbar angeordnet ist. Die verschiebbare Walze wird durch Zug- federn an die unverschiebbare Walze angepresst, welch letztere ihrerseits an dem durch den Bord des
Deckels ragenden Achsenende eine Handkurbel trägt. Der Deckel über dem zwischen den Walzen liegenden Raum besitzt eine Öffnung.
Soll die Einrichtung der Inhalation dienen, so wird ein anderer
Deckel verwendet, der mit einem um die eigene Achse drehbaren Ausströmrohr ausgerüstet ist. Beide Deckel tragen eine Dichtung und besitzen seitliehe Lappen, in welche im Wasserbehälter aussen angeordnete Spannorgane eingreifen, so dass die Deckel dampfdicht auf dem Wasserbehälter aufgepresst werden können. Der dritte Deckel, der während des Auskochen ärztlicher Instrumente Verwendung findet, wird lose auf den Wasserbehälter aufgelegt.
Es sind bereits Einrichtungen bekannt, bei welchen Kasten oder Behälter in den Erhitzer eingeschoben wurden, in denen sich die Umschläge befinden. Wurden diese Kasten nach Erhitzen und Befeuchten der Umschläge ausgehoben, so tropfte das Wasser, das sich durch den Dampf an den Kastenwänden gebildet hat, herunter und verunreinigte den Raum, in welchem sich der Kasten befand und die mit demselben beschäftigen Personen. Werden Umschläge durch eine Art Türe in den Erhitzer eingeschoben, so ist es schwer zu erkennen, bei welchen Umschlagen die Erhitzung am weitesten vorgeschritten ist. Auch wenn die Umschläge auf in einem solchen Erwärmungsbehälter angeordnete Fördereinrichtungen gelegt werden, ist es nicht möglich, diese ohne Befeuchten der Finger bzw.
Verbrennung derselben auszuheben.
Der Gegenstand der vorliegenden Anmeldung ermöglicht es demgegenüber, die Umschläge sehr rasch auszupressen und sie daher bei höherer Temperatur aus dem Kasten zu entfernen, als dies bei von Hand aus ausgewundenen Umschlagen möglich war, während sich das Anfassen der heissen Umschläge mit den Händen erübrigt. Das Auspressen durch die Walzen erfolgt gründlicher als durch Auswinden, was sehr vorteilhaft ist, da die Abkühlung bei gut ausgepressten Umschlagen weniger rasch vor sich geht als bei solchen, die noch viel Wasser enthalten. Auch die Wirkung gut ausgepresster Umschläge auf die Haut ist günstig.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform der Einrichtung dargestellt. Fig. 1 zeigt eine schaubildliche Darstellung der Einrichtung bei Verwendung zum Warmbefeuchten von Umschlagen, Fig. 2 ein Schaubild der Einrichtung bei Verwendung als Inhalationsapparat, Fig. 3 dieselbe Einrichtung, wenn ärztliche Instrumente ausgekocht werden. Die Fig. 4 und 5 zeigen Längsund Querschnitte, welche der Fig. 1 entsprechen, Fig. 6 einen Querschnitt durch den Inhalationsapparat nach Fig. 2, Fig. 7 einen Querschnitt zu Fig. 3 und Fig. 8 eine Einzelheit.
Der heizbare Wasserbehälter 1 besitzt unter seinem Boden elektrische Heizkörper 3, die durch Schienen 4, Schrauben 5 und die sich auf den unteren Boden des Wasserbehälters 1 abstützende Bügel 6
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an den Boden 2 angepresst werden. Die Heizkörper 3 können vermittels der Steckerdosen 7 durch die Leitungen 8, ferner durch Stecker 9 und Leitung 10 an das Stromnetz angeschlossen werden. Der Wasserbehälter 1 ruht auf als Saugnäpfen ausgebildeten Füssen. Er zeigt ferner an zwei seiner Wände die Handgriffe 12 und die Spanner 13, welche aus am Behälter 1 befestigten Trägern M, in an diesen angelenkten Schraubenbolzen 15 und den auf letztere aufschraubbaren Griffen 16 bestehen.
An der Innenseite der Behälterwand 1 sind Schienen 17 befestigt, die zum Abstützen des in den Wasserbehälter 1 einsetzbaren Behälter 18 mit durchlochtem Boden 19 dienen. Der Behälter 18 kann mittels der in Fig. 8 dargestellten Bügel 20, die an den Griffen 21 des Behälters 18 angreifen, in den Behälter 1 eingesetzt bzw. aus diesem herausgenommen werden. Die Griffe 21 bestehen aus aus den Seitenwänden des Behälters teilweise ausgestochenen Lappen.
Soll die Einrichtung dem Warmbefeuchten und Auspressen von Umschlägen dienen, so wird der Deckel 22 (Fig. 1,4 und 5) aufgesetzt. Er trägt zwei nebeneinanderliegende Walzen 25 und 26, deren Achsen 27 in zwei Trägern 28 des Deckels 22 gelagert sind, wobei die Walze 25 verschiebbar, die Walze 26 jedoch fest gelagert ist und wobei die Walze 25 vermittels der Zugfedern 29, welche an der Achse der Walze 25 eingreifen, an die Walze 26 gepresst wird. Das Ende der Achse 27 der letzteren Walze ragt durch die Seitenwand des Deckels 22 und trägt die Handkurbel 30. Der Deckel 22 besitzt ferner eine über den Walzen 25 und 26 liegende Öffnung 31. Zwei Handgriffe 32 dienen dem Abheben des Deckels.
Der Deckel 23 (Fig. 2 und 6),. der Inhalationszwecken dient, ist mit einem Ausströmrohr 33 ausgerüstet. Auch er kann vermittels geeigneter Griffe aufgesetzt oder abgenommen werden.
Die vorstehend beschriebenen Deckel 22 und 23 sind je mit einer Dichtung 35 ausgerüstet. Sie besitzen seitliche Lappen 36, vermittels welcher die Deckel mit Hilfe der Spannorgane 13 auf den Rand des Wasserbehälters 1 gepresst werden. Deckel 24, der einen Griff 37 aufweist, wird auf den Behälter 1 lediglich aufgelegt. Nach Aufsetzen des Deckels 22 können Umschläge in der Einrichtung warm befeuchtet und ausgepresst werden.
Das im Behälter 1 befindliche Wasser wird durch die Heizkörper 3 erhitzt und die Umschläge durch die Öffnung 31 zwischen die beiden Walzen 25 und 26 eingeführt ; vermittels der Handkurbel 30 werden die Walzen gedreht und ziehen den zu erwärmenden bzw. auszupressenden Umschlag so weit in das Innere des Behälters hinein, bis nur noch das obere Ende des Umschlages zwischen den Walzen 25 und 26 liegt und dadurch trocken bleibt, während der übrige Teil des Umschlages in das erhitzte Wasser taucht. Ist der Umschlag genügend mit heissem Wasser gesättigt, so wird er durch Drehen der Handkurbel 30 aus dem Behälter herausbefördert und hiebei durch die Walzen 25 und 26 ausgepresst. Hiebei wird das Wasser zum grössten Teile aus dem Umschlag entfernt ; derselbe bleibt aber warm und sein oberes Ende trocken.
Er kann also an diesem Ende ohne Schwierigkeiten angefasst werden. Die Lagerung der Walzen 25 und 26 in Trägern 28 gestattet die Anpassung der Entfernung der Walzen, die vornehmlich aus Gummi oder Aluminium bestehen und vorteilhaft gerillt oder geändert sind, an die wechselnde Stärke der verschiedenen verwendeten Umschläge.
Wird der Behälter 18 in den Wasserbehälter eingesetzt und mit dem Deckel 23 abgeschlossen (Fig. 2 und 6), so entsteht ein Inhalationsapparat, bei welchem die bei Erzeugung des Inhalationsdampfes verwendeten Kräuter od. dgl. in den Behälter 18 eingefüllt werden. Das im Behälter 1 befindliche Wasser reicht bis zum Behälter 18, so dass die Kräuter ausgelaugt werden. Der Inhalationsdampf wird durch Erhitzen des Wassers mittels der Heizkörper 3 erzeugt und strömt durch das Rohr 33 aus.
Sollen ärztliche Instrumente ausgekocht werden, so legt man diese in den Behälter 18, der in das Wasser des Behälters 1 taucht. Letzterer wird durch Auflegen des Deckels 24 abgeschlossen. Durch Erhitzen des Wassers bis zum Siedepunkt mittels der Heizkörper 3 werden die Instrumente ausgekocht, d. h. von Ansteckungsstoffen befreit.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zum Warmbefeuchten und Auspressen von Umschlägen, zur Inhalation und zum Auskochen ärztlicher Instrumente, dadurch gekennzeichnet, dass in einem mit verstärktem oberen Rand versehenen, heizbaren Wasserbehälter (1) ein Behälter (18) mit durchloehtem Boden (19) derart vom oberen Rand entfernt eingesetzt ist, dass wahlweise ein Deckel, welcher an seiner unteren Seite mit einer Umschläge-Warmbefeuchtungs-und-Auspressvorrichtung versehen ist, oder ein mit einem Inhalationsrohr (33) ausgestatteter Deckel mittels Spannern (16) aufgepresst bzw. ein Deckel (24) zwecks Instrumentenkochens dichtend auf den Behälter (1) aufgesetzt werden kann.