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Doppelwandiges, kegelförmiges Gefäss aus Papier od. dgl.
Gegenstand der Erfindung ist ein doppelwandiges, kegelförmiges, aus einem Stück Papier od. dgl. gewickeltes Gefäss, wie ein solches z. B. in dem österr. Patent Nr. 138099 beschrieben ist. Diese Gefässe sind zur Aufnahme von Milch od. dgl. geeignet und werden im allgemeinen in der Weise geöffnet, dass ein Materialstreifen zwischen zwei Verschwächungslinien herausgerissen wird.
Durch die Erfindung soll die Aufgabe gelöst werden, das Öffnen der Gefässe zu vereinfachen.
Die Erfindung besteht darin, dass das Gefäss an der äusseren Wandung mit einer einzigen Verschwächungs- linie versehen wird, während an der inneren Wandung ein Schnitt vorgesehen ist. Diese Teile sind so angeordnet, dass durch Eindrücken der Seite des Gefässmantels unmittelbar unterhalb der Ver- schwächungslinie diese letztere durchbrochen wird, worauf das obere Ende des Gefässes erfasst und das Durchbrechen durch eine Kippbewegung vollendet werden kann. Man kann dann das obere Ende des Gefässes mit dem daran befindlichen Verschluss oder Deckel entfernen, wobei ein Teil der Aussenfläche der inneren Wandung freigelegt wird und der obere Rand dieses Wandteiles glatt und rein ist infolge der Schnittlinie. Über diesen glatten Rand kann der flüssige Inhalt des Gefässes ausgegossen werden.
Gewünschtenfalls kann der abgetrennte obere Teil mit dem Deckel wieder aufgesetzt werden, um einen Abschluss zu bilden, wenn nicht der ganze Inhalt ausgegossen worden ist.
Auf der Zeichnung zeigt Fig. 1 in Draufsicht ein Werkstück zum Herstellen eines Gefässes gemäss der Erfindung. Fig. 2 zeigt in Seitenansicht das obere Ende des Gefässes, Fig. 3 zeigt das obere Ende des Gefässes im Schnitt, um die Art des Öffnens zu veranschaulichen, Fig. 4 ist eine ähnliche Darstellung des geöffneten Gefässes mit abgenommenem oberen Ende, welches wieder als Deckel verwendet werden soll, Fig. 5 zeigt eine vorzugsweise Ausführungsform der Verschwächungslinie an der äusseren Wand des Gefässes.
Das Werkstück 1 ist mit einer Versehwächungslinie 2 an dem Teile dz versehen, welcher bei dem eingerollten Gefässe die äussere Wandung bilden soll. Die Versehwäehungslinie wird vorzugsweise, wie in Fig. 5 gezeigt ist, durch eine DJ) ppelreihe von ¯Durchlochungen 5 gebildet, die so angeordnet sind, dass die Lochungen der einen Reihe den stehengebliebenen Stegen zwischen den Lochungen der ändern Reihe gegenüberstehen.
Die Versehwächungslinie 2 ist vorzugsweise parallel oder angenähert parallel zu dem oberen Rande des Werkstückes 1 und von dem inneren Ende der Versehwächungslinie 2 erstreckt sich ein Schnitt 3 nach diesem Rande hin und setzt sich dann parallel oder angenähert parallel zu dem Rande bis zur Seitenkante des Teiles B des Werkstückes 1 fort, welcher die innere Wandung des Gefässes bilden soll.
Um das Aufrollen des Werkstückes zu erleichtern, besonders wenn dieses durch eine selbsttätig wirkende Maschine geschieht, wird der Schnitt 3 vorzugsweise an einigen Stellen 4 unterbrochen, so dass das Werkstück zusammengehalten wird und kein schmales loses Ende entsteht, welches aus dem Teile 6 besteht, der von dem Werkstück herabhängen würde und das Aufrollen beeinträchtigen könnte.
Das Werkstück 1 soll so aufgerollt werden, dass ein doppelwandiges kegelförmiges Gefäss entsteht, dessen Ende mit der kleineren Öffnung in Fig. 3 im Schnitt und in Fig. 2 in Ansicht gezeigt ist. In dieses kleine Ende ist bei der Herstellung des Gefässes ein Deckel 7 eingesetzt worden, während das Ende mit der grösseren Öffnung offengelassen worden ist, bis das Gefäss gefüllt ist. Darauf wird auch an diesem Ende ein geeigneter Abschluss eingesetzt. Nunmehr wird das Gefäss umgekehrt, so dass das Ende mit der kleineren Öffnung, an welchem die Mittel zum Öffnen des Gefässes angebracht sind, oben zu liegen kommt.
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Wenn nun das Gefäss geöffnet werden soll, so drückt man an der Seite des Gefässes unmittelbar unterhalb der Verschwächungslinie 2, wodurch das Material der äusseren Wandung längs der Linie 2 abbricht. Wenn dies geschehen ist, wird das obere Ende des Gefässes erfasst, u. zw. an der Stelle 8 (Fig. 3) und durch eine Kippbewegung wird dann das Durchbrechen des Materiales längs der ganzen Linie 2 bewirkt. Bei dieser Bewegung brechen auch die Stege 4 durch, so dass der ganze obere Teil mit dem Verschluss 7 entfernt werden kann.
Beim Einrollen des Werkstückes wird die Vorrichtung zum Aufbringen des Klebstoffes auf das Werkstück so angeordnet, dass der Klebstoff nicht auf den Teil aufgebracht wird, welcher bei eingerolltem Werkstück sich zwischen der Verschwächungslinie 2 und dem Schnitt. 3 befindet. Durch die nachfolgende Behandlung mit Paraffinwachs oder anderm geeigneten Material ergibt sich an dieser Stelle eine genügende Verklebung, bis das Gefäss geöffnet wird. Aber diese verklebte Stelle gibt leicht nach beim Öffnen des Gefässes.
Wenn der abgenommene obere Teil des Gefässes nachher als Deckel verwendet werden soll, dann wird der Schnitt 3 vorzugsweise in solcher Lage an dem Werkstück 1 angebracht, dass er beim Herstellen des Gefässes sich etwas oberhalb der Unterseite des Verschlusses 7 befindet, wie Fig. 4 zeigt. Auf diese Weise entsteht eine kleine und flache Rille 9, wenn der obere Teil entfernt ist, in welche der obere Rand des Gefässes, der durch den Schnitt 3 gebildet wird, eintreten kann, wenn der obere abgenommene Teil nachher als Deckel verwendet werden soll. Es entsteht eine gute Abdichtung, welche noch vervollkommnet werden kann durch einen schmalen Wachs streifen 10 (Fig. 3 und 4), der gewöhnlich beim Auswachsen erhalten wird.
Bevor der abgenommene obere Teil wieder als Deckel verwendet werden soll, wird der Teil des oberen Randes des Werkstückes, der beim Beginn der Öffnungsbewegung eingedrückt worden war, selbstverständlich wieder in seine normÅale Lage ausgestreckt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Doppelwandiges, kegelförmiges, aus einem Stück Papier od. dgl. gewickeltes Gefäss, dadurch gekennzeichnet, dass der die äussere Wicklung bildende Teil JL des Mantels eine Verschwächungs- linie (2) hat, wogegen der die innere Wicklung bildende Teil (B) einen Schnitt trägt, der sieh an die Verschwächungslinie ansehliesst.