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Statisch abgeschirmte Schaltdrähte, Apparatedrähte od. dgl.
Die Erfindung bezieht sich auf Schalt-und Apparatedrähte, wie sie zum Einbau in Schalt- anlagen und in Apparate in möglichst engem Raume Anwendung finden und die gegen äussere Felder (Störfelder) abgeschirmt sein sollen. Von diesen Leitungen wird verlangt, dass sie bei möglichst kleinem Aussendurehmesser - der Durchmesser soll nicht 2-3 ? ? ? übersteigen-weitgehendst hohe Isolations- werte aufweisen, wobei die Isolationswerte möglichst beständig, also von der Luftfeuchtigkeit unab- hängig sein sollen ; ferner wird von den Leitungen verlangt, dass sie trotz der Abschirmung eine möglichst grosse Biegsamkeit aufweisen.
Diese Bedingungen werden nach der Erfindung dadurch erfüllt, dass für die Abschirmung weit- gehendst dünne und schmale Abschirmungsstreifen, bestehend aus sehr dünnen, mit Metallfolie belegten, seidenpapierartigen Papierstreifen und für den Feuehtigkeits-und mechanischen Schutz eine dünne, zusammenhängende, nahtlose Lackhülle gewählt werden. Damit die Laekhülle an den Abschirmung- streifen gut haftet, werden die Abschirmungsstreifen mit der Papierseite nach aussen auf die isolierten
Leitungen aufgebracht.
Die Abschirmung und die Lackhülle bilden einen feuchtigkeitsdichten Schlauch, der infolge der Dünne und Schmalheit der Abschirmungsstreifen-wir verwenden Streifen von der Gesamtstärke von 0-02-0. 03 mm und einer Breite von etwa 3 mm und darunter-sehr biegsam ist und überdies auch keinen wesentlichen Durchmesserzuwachs der isolierten Leitungen bedingt. Da dieser Abschirmungsschlauch an der Innenseite metallisch ist, kann er beim Biegen der Leitungen an der Isolation leicht gleiten, so dass er die Flexibilität der Leitungen praktisch nicht beeinträchtigt.
Es ist schon bekannt, für die Abschirmung von Schaltdrähten, Apparatedrähten od. dgl. Metalldrahtumfleehtungen, Metallfolien oder dünne Metallmäntel zu verwenden. Es ist ferner bekannt, die Adern oder Aderngruppen von Fernsprechkabeln mit metallisierten Papieren oder mit dünnen mit Metallfolien belegten Papierstreifen (s. z. B. D. R. P. Nr. 72714) abzuschirmen. Es ist aber bisher nicht bekanntgeworden, für die Abschirmung weitgehendst dünne, biegsame, feuchtigkeitsdichte Abschirmungsschläuche mit metallischer Innenseite zu verwenden, welche auf die Weise hergestellt werden, dass man über die isolierten Leiter sehr dünne und schmale mit Metallfolien belegte Papierstreifen schraubenlinienförmig wickelt und diese dann mit einer nahtlosen zusammenhängenden Lackhülle umgibt.
Eine vorzugsweise Ausführungsform der erfindungsgemässen abgeschirmten Schaltdrähte, Apparatedrähte od. dgl. ist beispielsweise wie folgt aufgebaut : Über dem Kupferleiter, der als Massiv-, Litzen-oder leonischer Leiter ausgebildet sein kann, ist eine Baumwoll-, Seiden-oder Papierisolation aufgebracht, worüber nach erfolgter Trocknung das metallisierte Papier zur Abschirmung derart umlegt ist, dass die Papierseite nach aussen zu liegen kommt.
Der Abschirmungsstreifen ist hierauf mit einer zusammenhängenden nahtlosen Lackhülle versehen, welche auf dem Papierstreifen des metallisierten Papiers gut haftet, derart, dass ein einheitlicher, dünner, biegsamer und feuchtigkeitsundurchlässiger Abschirmul1gsschlauch mit metallischer Innenseite entsteht.
Diese Ausführungsform der erfindungsgemässen Schaltdrähte, Apparatedrähte od. dgl. kann selbstverständlich im Rahmen der Erfindung verschieden abgeändert werden. So kann an Stelle einer Baumwolle-, Seiden-oder Papierisolation auch eine beliebige andere Isolation, z. B. eine Asbestisolation oder eine aus dünnen Zellulosefilmen oder Zellulosederivatfilmen aufgebaute Isolation Anwendung
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finden. Die verwendete Isolation kann unterhalb der Abschirmung mit einem isolierenden Mittel imprägniert sein. Auch können an Stelle eines metallisierten Papieres deren zwei oder mehrere für die Abschirmung verwendet we den, wobei vorzugsweise bloss das äusserste der metallisierten Papiere mit der Metallseite nach innen aufgebracht wird.
Ferner kann das Grundmaterial für die dünnen Abschirmul1gsstreifen ausgewechselt werden.
So können an Stelle der sehr dünnen seidenpapierartigen Papierstreifen auch dünne Isolierbänder
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Ammoniumverfahren hergestellt und in einer Stärke von 0-01 zen und darunter erzeugt werden, als geeignet erwiesen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
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werden, die mit der metallischen Seite nach innen auf die isolierten Drähte schraubenlinienförmig gewickelt und hierauf mit einer nahtlosen, zusammenhängenden Lackhülle versehen sind, derart, dass über die isolierten Drähte ein dünner, biegsamer, feuchtigkeitsdichter Abschirmungssehlaueh entsteht, der infolge seiner metallischen Innenfläche beim Biegen der isolierten Drähte auf der Drahtisolation leicht gleitet und daher die Biegsamkeit der isolierten Drähte nicht wesentlich beeinträchtigt.
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