AT151084B - Einrichtung zur Verhütung der schädlichen Wirkung des Rückstoßes von Feuerwaffen. - Google Patents

Einrichtung zur Verhütung der schädlichen Wirkung des Rückstoßes von Feuerwaffen.

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AT151084B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Einrichtung zur Verhütung der schädlichen Wirkung des   Rückstosses   von Feuerwaffen. 



   Der Rückstoss von Feuerwaffen wirkt sich so ungünstig auf den Schützen aus, dass schon nach
Abgabe einer verhältnismässig kleinen Zahl von Schüssen die Stelle, an der die Feuerwaffe anliegt, heftig schmerzt, wodurch sehr bald die Zielsicherheit und die Feuerdisziplin leiden. Es wurden daher
Einrichtungen geschaffen, die im wesentlichen eine Polsterung des Schaftendes darstellen, z. B. in Form eines   Kautschukschuhes,   der am Schaftende aufgesetzt wird, und der einen elastischen Boden aus Kautschukschwamm hat. Solche oder ähnliche elastische Stossdämpfungsmittel können bei Jagd- gewehren angewendet werden und entsprechen auch dort ihrem Zweck.

   Für Militärfeuerwaffen sind sie jedoch nicht verwendbar, da der Kolben oft aufgestossen oder auch als Waffe benützt wird, so dass jedes am Kolbenboden angebrachte Stossdämpfungsmittel bald unbrauchbar würde. 



   Es ist auch bereits bekannt, den   Rückstoss   der Feuerwaffe von einem von derselben unabhängigen am Körper des Schützen (z. B. an dessen   Bekleidungs-bzw. Ausrüstungsstüek)   befestigten Rückstoss- dämpfungsmittel aufzunehmen. 



   Die Rückstosswirkung der Feuerwaffe besteht aber bekanntlich nicht allein in einem gerad- linigen Stoss nach hinten, sondern gleichzeitig in einem Heben der Waffe um die Anschlagstelle, das unter der   Bezeichnung Hochschlagen"bekannt   ist. 



   Die Erfindung besteht darin, dass der den   Rückstoss   aufnehmende elastische Körper einen die
Anschlagfläche nach oben und zweckmässig auch seitlich begrenzenden Wulst besitzt, der das Abgleiten des Kolbens nach oben und gegen die Wange verhindert. Eine besondere Ausgestaltung der Einrichtung besteht ferner darin, dass der den   Rückstoss   aufnehmende elastische Körper selbst oder durch elastische
Befestigungsmittel eine elastische Verschiebbarkeit nach Erfordernis besitzt. 



   In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel in Fig. 1 in Vorder- und in Fig. 2 in Seitenansicht dargestellt. Fig. 3 zeigt eine besondere Ausführungsform im Querschnitt in grösserem Massstab. 



   Die Einrichtung nach den Fig. 1 und 2 besteht aus einem Polster 1 aus Kautsehuk od. dgl. elastischem Material, der am oberen Ende einen Wulst 2 hat, der dazu dient, das Abgleiten des Gewehr- kolbens nach oben, insbesondere beim Hochschlagen der Waffe, zu verhindern. 



   Ein seitlicher Wulst 3 schützt die Backe des Schützen gegen seitliches Abgleiten des Kolbens beim Rückstoss. Der Polster 1 ist entweder mit einem elastischen Band, das über die Schulter läuft und unter der Achsel durchgezogen ist, festgehalten, oder wie dargestellt, mit einem elastischen
Kautschukband   4   am Riemenzeug befestigt. Grundsätzlich ist aber die Befestigung in jedem Falle derart, dass der Polster nach oben gehen kann, um die durch Rückstoss und Hochsehlagen der Waffe entstehende resultierende Bewegung durch Nachgeben unschädlich zu machen. 



   In Fig. 3 ist eine andere Ausführungsform der Einrichtung in Seitenansicht in den wesentlichen
Teilen dargestellt. Auf einer mit Gurten 4 befestigten länglichen Platte 5 ist eine breite Blattfeder 6 mit dem unteren Ende befestigt, während deren oberes Ende, entsprechend dem Wulst 2 (Fig. 1 und 2), aufgebogen ist und sich mit der angenieteten Hilfsfeder 7 gegen die Platte 5 stützt. Die Federn 6 und 7 sind so geformt, dass sie, wenn sie durch den Rückstoss flach gedrückt werden, mit dem oberen Ende in die strichpunktiert gezeichnete Stellung nach aufwärtsgleiten und so die resultierende Rückstoss- bewegung aufnehmen. Die Federn sind mit Kautschuk, Leder od. dgl. nach Art einer Polsterung verkleidet. 



   Der elastische Körper 1 kann auch durch einen oder mehrere luftgefüllte   Kautsehukhohlkörper   gebildet werden. Die den Gewehrschaft nach oben und seitwärts sichernden Wulste können durch 

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 ein entsprechendes Absetzen des den elastischen Körper bildenden Materiales erfolgen, derart, dass beim Eindrücken des elastischen Körpers durch den Kolben die Wülste sieh ausbilden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur Verhütung der schädlichen Wirkung des   Rückstosses   von Feuerwaffen mittels eines am Körper des Schützen (z. B. an dessen   Bekleidungs-bzw. Ausrüstungsstüek)   befestigten Rückstossdämpfungsmittels, dadurch gekennzeichnet, dass der den Rückstoss aufnehmende elastische Körper einen die Anschlagfläche nach oben begrenzenden Wulst hat, der das Abgleiten des Kolbens nach oben verhindert. 
 EMI2.1 


Claims (1)

  1. Backe des Schützen vor dem seitlichen Abgleiten des angeschlagenen Kolbens beim Rückstoss schützt.
    3. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der den Rückstoss aufnehmende elastische Körper mit einem elastischen Band an der Schulter des Schützen oder mit einem Kautschukband am Riemenzeug festgelegt ist, so dass dem Dämpfungskörper eine elastische Verschiebbarkeit nach aufwärts möglich ist.
    4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die elastische Nachgiebigkeit des Rückstossdämpfungsmittels durch eine mit dem unteren Ende an eine Platte (5) befestigten, mit dem oberen Ende elastisch und gleitbar auf der Platte gestützten Blattfeder (6) gebildet wird, die so geformt ist, dass sie bei der Deformation durch den Rückstoss mit ihrem oberen Ende nach aufwärts gleitet. EMI2.2
AT151084D 1936-11-04 1936-11-04 Einrichtung zur Verhütung der schädlichen Wirkung des Rückstoßes von Feuerwaffen. AT151084B (de)

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