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Einrichtung zur Vornahme von Scheidenspülungen.
Es sind Irrigatoren für Vaginsapührungen bekannt, die aus einem die Leibeshöhle auseinanderspreizenden hohlen Körper mit durchbrochenen Wänden bestehen, und an dessen in die tiefste Stelle eingeführten Ende eine durch den Hohlraum des Irrigators geführte, diese nicht ausfüllende Rohrleitung (z. B. Schlauch) ansetzt. Beim Gebrauch wird die Rohrleitung an ein erhöht angebrachtes
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spreizten Höhlungswände bespült und zwischen Rohrleitung und Irrigatorkörper abläuft. Die Einrichtung gemäss der Erfindung besteht darin, dass die Rohrleitung statt an das Spülflüssigkeitsgefäss an den Abfluss der Badewanne angeschlossen ist, so dass das Badewasser unmittelbar in die einseitig offene Körperhöhlung eintritt und durch die Rohrleitung abfliesst.
Für subaquale Dannspülungen im Bad ist es allerdings bekannt, das abfliessende Spülwasser in den Abfluss der Badewanne zu leiten, doch wird hiebei kein spreizender Irrigator, noch auch das Badewasser für Spülung verwendet, sondern die Spülflüssigkeit aus einem Druekgefäss zugeführt. Die Einrichtung gemäss der Erfindung bietet in mehrerer Beziehung wesentliche Vorteile, von denen die wichtigsten sind :
Eine mit Hilfe des Erfindungsgegenstandes durchgeführte Warmbadkur und Scheidespülungskur verbürgt einen hohen Erfolg, weil hiebei die Badekuren und die Spülkur gegenseitig ihre Heilkraft fördern.
Die in der Wanne mit dem Badewasser vorgenommene Scheidespülung erhöht nämlich ganz beträchtlich die anfänglich durch das warme Bad gehobene Körpertemperatur in folgender Weise :
Das infolge des grossen Wasserinhaltes der Badewanne stets gleichmässig warme Wasser spült während der ganzen Badezeit unter fortwährender Ein-und Ausströmung unter geringem Druck die Scheide, deren Wände weit gespreizt sind, und erwärmt hiebei die Wände der Scheide und deren Umgebung, wie auch das in den Adern des Beckens zirkulierende Blut, welches sodann ur weiteren Erhöhung der durch das Warmbad erzeugten Körpertemperatur führt.
Neben dieser allgemeinen Temperaturerhöhung entsteht auch eine grössere lokale Aufwärmung der zunächst der Wärmequelle plazierten, nur mit dünner Schleimhaut bedeckten Organe der Genitalien.
Die Zellen dieser Organe werden zu allererst durchwärmt und zufolge des lokalen, adernerweiternden Einflusses der Wärme wird auch die Resorption (durch die Blutzirkulation), dann die bakterien-
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(durch die roten Blutkörperchen und das Blut-Plasma) befördert.
Die allgemeine und lokale Reaktion, ru welch letzterer auch die frühzeitige Reifung des Eies gehört, ist dem Umstande zuzuschreiben, dass dem Becken von aussenher durch das warme Badewasser und von innenher durch das die Scheide ständig durchspülende, sich bewegende warme Wasser eine mächtige Wärmemenge - u. zw. gleichzeitig-zugeführt wird.
Dieser Vorgang bewirkt die hohe Erwärmung des in den grossen Beckenadern zirkulierenden Blutes, welches als ein warmer Strom durch den ganzen Körper fliessend eine heilende höhere Körpertemperatur erzeugt (Fiebertherapie).
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in zwei Ausführungsformen beispielsweise dargestellt. Die Fig. 1 zeigt den Längsschnitt und die Fig. 2 die Stirnansicht der einen Ausführungsform,
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Der Irrigatorkörper Fig. 1 und 2 wird durch an einem trichterförmigen 1iiindungsstÜck 1 ansetzende Rippen 2 gebildet, die in einer Endkuppe. 3 zusammenlaufen, so dass der ganze Irrigatorkörper eine langgestreckte birnenförmige Gestalt aufweist. Die Endkuppe besitzt eine zentrale Bohrung4. Die Rippen 2 sind so ausgeteilt, dass zwischen einem Paar derselben ein grösserer Zwischenraum 5 bleibt, der dazu dient, beim Einführen des Irrigators in die Scheide die Klitoris nicht zu drücken.
Der Abfluss wird durch den Kautsèhukschlauch 6 gebildet, der am Ende, mit dem er in den
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und eine der Rippen 2 eine entsprechende Nase 9. Der Kopf wird so eingeführt, dass die Nut 8 mit der Nase 9 übereinstimmt, und wenn er seine innerste Stellung erreicht hat, durch Drehen des Schlauches verdreht, so dass er durch die Nase gehalten wird. Zum Anschluss an den Abfluss der Badewanne ist auf den Schlauch eine schmiegsame Gummischeibe M aufgesetzt, deren Bohrung etwas kleiner ist als der äussere Schlauchdurchmesser, so dass sie sich zwar am Schlauch verschieben lässt, jedoch am Umfang dichtet. Wird das Sehlauchende in die Abschlussöffnung gesteckt, so drückt der Wasserdruck die Scheibe 10 auf den Öffnungsrand und schliesst dadurch ab.
Bei Badewannenabflüssen, bei denen das Ventil von unten betätigt wird und die, wie Fig. 5 zeigt, mit einer durchbrochenen Kappe überdeckt sind, wird ein entsprechendes kappenförmiges schmiegsames Endstück 11 verwendet, das auf die Kappe aufgesetzt wird.
Um während der Spülung Medikamente anwenden zu können, ohne sie im Badewasser lösen zu müssen, ist erfindungsgemäss eine Siebtasche 12 (Fig. 6) vorgesehen, die so geformt ist, dass sie durch blosses Einstecken in den Triehterteil 1 stegartig in diesem ihren Halt finden. In die Tasche werden die Heilmittel in Tablettenform od. dgl. eingebracht, die sieh durch das einströmende Wasser allmählich lösen. Die Einrichtung verhindert, dass die Medikamente selbst und daher in konzentrierter Lösung mit der Schleimhaut in Berührung kommen.
Die Ausführung nach den Fig. 3 und 4 unterscheidet sich von der beschriebenen im wesentlichen dadurch, dass der Irrigatorkörper der ganzen Länge nach durch einen Axialschnitt geteilt ist.
Der Zusammenhalt der beiden Hälften wird durch einen Gummiring 1. 3 bewirkt, der in einer am Tricht ert eil 1 umlaufend ausgebildeten Nut liegt.
Gegen Verschieben werden die beiden Hälften durch in übereinstimmende Ausnehmungen eingreifende Warzen 14 gesichert. Die Rippen 2 besitzen bei dieser Ausführung an zwei gegenüberliegen-
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Abstände, so dass der Irrigator mit jeder der beiden Hälften nach oben gerichtet eingeführt werden kann.
Die Innenkanten der Rippen laufen gegen die Kuppe zu zusammen und sind gezahnt. Das Ansatzstück 7 für den Schlauch ist ungefähr halbkugelförmig, so dass die äquatoriale Absatzkante in die Zahnungen der Rippen eingreifen und in jeder Stellung festhalten. Durch das Einschieben des mit einem steifen Rohransatz 15 versehenen Kopfes werden die beiden Irrigatorhälften auseinandergespreizt.
Hiedurch werden trotz leichter Einführbarkeit die Scheidenwände weit geöffnet, und dadurch der in die Scheide ragende Teil des Uterus so aufgekrümmt, so dass auch die diesen umgebenden Schleimhautfalten geöffnet und der Behandlung zugänglich gemacht werden.
In der Endkuppe 3 des Irrigatorkörpers ist ein dem halbkugelförmigen Ende des Ansatzstückes angepasster Hohlraum ausgebildet, so dass durch weiteres Einschieben des Ansatzstückes die Spreizwirkung aufhört und der Irrigatorkörper leicht aus der Scheide gezogen werden kann.
Der Irrigator kann auch ausserhalb des Bades wie die bekannten Apparate benutzt werden.
Zu diesem Zweck wird der Schlauch 6 nicht als Abschlussschlauch verwendet, sondern an ein entsprechend hoch gestelltes Standgefäss angeschlossen, so dass das in diesem enthaltene Spülmittel nun den umgekehrten Weg nimmt und aus der Trichteröffnung abfliesst. Die Scheibe 10 wird vorteilhaft bis auf diese Öffnung geschoben und verhindert, eine Art Klappe bildend, ein Verspritzen der Spülflüssigkeit.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur Vornahme von Scheidenspülungen mit Hilfe eines die Wände der Leibeshöhle auseinanderspreizenden Irrigatorkörpers, welcher an den Seitenwänden durchbrochen ist und an seinem hinteren Ende eine weite Öffnung besitzt, durch welche ein Rohr einführbar ist, das an der tiefsten Stelle des Irrigatorkörpers mündet, dadurch gekennzeichnet, dass mr Ermöglichung von sub- aqualen Spülungen unter Benutzung des in der Badewanne befindlichen Wassers das einführbare Rohr (6) unmittelbar mit der Abflussleitung der Badewanne in Verbindung steht.