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Inhalationsapparat.
Vorliegende Erfindung betrifft einen Inhalationsapparat. In der Zeichnung ist dieser Apparat schematisch in Fig. 1 in Vorderansicht, in Fig. 2 in Draufsicht, in Fig. 3 ebenfalls in Vorderansicht, jedoch bei nach der Seite geneigter Haltung des Patienten, dargestellt ; Fig. 4 ist eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt, Fig. 2 a der Schnitt durch ein Gleitstück und eine Schiene, in vergrössertem
Massstab.
Der Apparat besteht aus zwei Hauptteilen : Aus einem Rahmen, ähnlich den gebräuchlichen Narkoserahmen, und aus einer, den Behälter mit der Inhalationsflüssigkeit tragenden Brücke.
Der Rahmen 1 ist aus Leichtmetall, Zelluloid oder sonstigem leichten Material hergestellt. Auf demselben sind zwei Streben oder Träger 2 angebracht, auf welchen zwei kleine, aus beliebigem Material hergestellte Schwellen 3 montiert sind, welche die aus dünnem Flacheisen oder gestanztem Blech hergestellten Schienen 4 tragen. Zwischen den Schienen sind auf den Schwellen kleine senkrechte Achsen 5 angebracht, um welche sich die mit Rillen versehenen Räder 6 in waagrechter Richtung drehen.
Auf jeder Schiene befindet sich ein Gleitstück, von welchen das auf der vorderen Schiene befindliche, im folgenden immer Laufgewicht 7"genannte, einen Ringkloben 8 trägt, auf welchem eine Kugel 9 aufliegt, in welche eine kurze Stange 10 eingeschraubt ist, an der der Flüssigkeitsbehälter 11 hängt, der oben eine kleine Füllöffnung 12 und unten eine Tropfdüse 13 besitzt. Infolge der Kugellagerung, welche übrigens auch in anderer Art ausgeführt sein kann, wird die Stange 10 und damit auch der Behälter 11 stets in senkrechter Lage gehalten.
Der ganze Apparat wird mittels in Lagern 18 befestigten, sich um die Ohren legende Drähte oder dünne Stangen 19, ähnlich wie eine Brille, gegen das Gesicht gedrückt und gehalten.
Auf der zweiten Schiene ist das im folgenden mit "Zuggewicht" benannte Gleitstück14 angebracht, welches unbedingt schwerer sein muss als das Laufgewicht 7 samt dem Behälter. Dieses Zuggewicht 14 wird daher aus schwerem Metall, etwa Blei, herzustellen sein, während das Laufgewicht 7 mit dem Behälter entweder aus Leichtmetall oder dünnstem Blech bestehen muss. Beide Laufgewichte (Gleitstücke) haben Blockform und sind an ihrer unteren Fläche, wie Fig. 2 a zeigt, mit klauenförmigen Ansätzen 21 versehen, welche die Schienen untergreifen und ein Herabfallen der Laufgewichte von den Schienen verhindern. Laufgewicht und Zuggewicht sind durch eine über die Rillen der beiden Räder 6 gelegte Schnur oder Darmsaite 15 verbunden.
An dem Rahmen 1 wird in beliebiger Weise (etwa mittels Druckknöpfen oder mit Doppelrahmen wie bei einer Narkosemaske) ein die Inhalationsflüssigkeit aufsaugender Stoff (hydrophile Gaze od. dgl.) derart befestigt, dass das Oval des Rahmens gänzlich verdeckt wird. Diese Stoffmaske ist, um die Darstellung nicht zu komplizieren, in den Rahmen nicht separat eingezeichnet, sondern sind die Wölbungen der Stoffmaske in den Fig. 2 und 4 durch Eintragung der Konturen 16 angedeutet.
Um den Inhalationsapparat in Tätigkeit treten zu lassen, ist es lediglich notwendig, den Behälter 11 mit der Inhalationsflüssigkeit zu füllen. Durch eine in die Füllöffnung 12 eingeführte Stellschraube 17 kann ein schnelleres oder langsameres Abtropfen reguliert werden. Die Tropfen fallen auf den Stoff der Maske, tränken diesen mit der Flüssigkeit, und der Patient ist genötigt, das aus atmosphärischer Luft und der Tropfflüssigkeit entstehende Gemisch einzuatmen.
Solange sich der Patient in gerader (sitzender oder halbliegender) Lage befindet-wenn der Patient nicht an das Zimmer gefesselt ist, kann der Apparat auch während des Gehens getragen werden-, bedarf dieser Vorgang keiner weiteren Erläuterung ; die beiden Laufgewichte werden dann in der Mitte zwischen beiden Rädern eingestellt (Fig. 1) und der über der Nase befindliche Behälter 11
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lässt die Inhalationsflüssigkeit in die Mitte der Stoffmaske tropfen.
Wenn der Patient, entweder im
Schlaf oder einem durch Ermüdung hervorgerufenen Bedürfnisse folgend, seine Lage ändert, also den Kopf nach rechts oder links neigt (Fig. 3), gleitet das schwerere Zuggewicht gegen das untere Ende der Schiene bis zu dem dort befindlichen Rad hinab, was zur Folge hat, dass das Laufgewicht 7 mit dem Flüssigkeitsbehälter gegen das am andern-oberen-Ende der Schiene befindliche Rad hinaufgezogen wird. Der mit der Stange an der Kugel befestigte Behälter wird auch bei dieser Neigung der Brücke in lotrechter Lage bleiben, wodurch bewirkt wird, dass die Tropfen der Inhalationsflüssigkeit wieder auf die Mitte der Stoffmaske fallen und ein Verspritzen oder Danebenfliessen der Flüsssigkeit - und damit auch eine Unterbrechung der Inhalation-verhindert wird.
Um ein Ausstossen der sich durch das Ausatmen innerhalb der Stoffmaske bildenden schlechten Luft zu ermöglichen, ist am unteren Ende der Maske ein Ventil 20 beliebiger Konstruktion-in den Zeichnungen schematisch angedeutet-vorgesehen.
Die beiden Gleitstücke können natürlich im Bedarfsfalle an jeder beliebigen Stelle der Brücke durch Klammern oder ähnliche Vorrichtungen fixiert werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Inhalationsapparat, welcher aus der Kombination einer Narkosemaske mit einer brücken- artigen Rollfähre besteht, dadurch gekennzeichnet, dass die aus zwei parallel auf Querschwellen lagernden Schienen bestehende Brücke mittels Streben oder Trägern an der Narkosemaske befestigt ist, auf welchen Schienen zwei Laufgewichte verschiebbar angeordnet sind, deren Funktionieren durch über an den Enden der Brücke angebrachte horizontale Rollen oder Räder laufende Zugschnüre bewirkt wird, zum Zwecke, einen an dem einen Laufgewicht angebrachten Tropfbehälter für die Inhalationsflüssigkeit immer über der Mitte der Maske zu halten und hier mit der Inhalationsflüssigkeit zu beschicken.