AT149338B - Verfahren zur Desoxydation von Eisen- und Stahlbädern mit Hilfe saurer eisenoxydularmer Schlacken. - Google Patents
Verfahren zur Desoxydation von Eisen- und Stahlbädern mit Hilfe saurer eisenoxydularmer Schlacken.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Desoxydation von Eisen-und Stahlbädern mit Hilfe saurer eisenoxydularmer Schlacken. EMI1.1 <Desc/Clms Page number 2> Diese Reduktion kann sich in einer ausserordentlich kurzen Zeit mit sehr geringem Energieverbrauch vollziehen. Die Reduktion des MnO tritt erst nachher ein und wird von einer viel stärkeren Reduktion der Kieselsäure begleitet, was zu einem teilweisen Ersatz derselben nötigt, um der Schlacke ihren Anfangsgehalt an Kieselsäure wiederzugeben. In diesem Ersatz kommt eventuell noch jener dazu, der schon durch das Absinken des Gehaltes an Kieselsäure bei der Desoxydation des Stahles als Folge der Ein- führung des Siliziums in den Stahl notwendig wird. Ein teilweiser Ersatz ist meistens bei der Behandlung von Thomasstahl jedesmal oder periodisch aus dem Grunde notwendig, weil eine geringe Menge basischer Schlacke bei der Raffination des Stahles mit dem Metall mitgeführt wird. Es folgt daraus eine Anreicherung der sauren Schlacke an CaO und andern basischen Schlackenbestandteilen, die fortschreitend die Sehlackenzusammensetzung wesentlich ändern würde. Dann ist es nötig, eine saure Schlacke zu verwenden, welche die gleichen basischen Oxyde in solcher Menge enthält, dass der teilweise Ersatz des Gehaltes an Si02 und MnO, den man erzielen will, wenn man im Kreislauf arbeitet, gleichzeitig auch die notwendige Kreislauf menge an CaO und MgO wieder bringt, wobei der Gehalt dieser Oxyde in diesem Kreislauf jeweils bestimmt ist. Dieser Gehalt wird in jedem einzelnen Fall durch die mittlere Anreicherung bestimmt, die eine Folge des Mitreissens der basischen Schlacke ist. Die Verwendung von gemäss der Erfindung zusammengesetzten Schlacken im Kreislauf hat vom wirtschaftlichen Standpunkt aus sehr grosse Vorteile in Vergleich zu andern sauren eisenoxydul- armen Schlacken, die zum gleichen Zweck zur Erzielung der gleichen Stahlsorten mit denselben Gehalten an Mn, 0 und eventuell Si benutzt werden. Die Vorteile sind folgende : 1. Der Verbrauch an Mangan ist geringer. 2. Die Anreicherung der Schlacke an MnO ist gering, wodurch die Kosten herabgesetzt werden, weil die Regeneration von MnO den grössten Teil der Kosten der Regeneration bedingt. 3. Es ist möglich, wenn man die Regeneration durch ein Reduktionsmittel vollzieht, sie in wirtschaftlicher Weise auf FeO zu beschränken, mit welchem billig und rasch zu arbeiten ist und das MnO einfach durch teilweisen Ersatz zu regenerieren, der an sich gering ist zufolge der geringeren Menge von MnO, die in die Schlacke übergeht, da diese selbst einen ziemlich hohen Gehalt an MnO besitzt. 4. Dieser teilweise Ersatz genügt zur Regeneration in dem Fall, als basische Schlacke mitgerissen wird, wenn man aus diesem Grunde die Gehalte der sauren Schlacke an MnO, CaO, MgO usw. ent- sprechend anpasst. Schliesslich ist es möglich, wenn man den Gehalt solcher Schlacken an MnO hoch hält, überhaupt kein Mangan im Überschuss zu verwenden, weil eine Anreicherung der Schlacke an MnO gar nicht eintritt, was sich auf die Gestehungskosten ausserordentlich günstig auswirkt. Es ist sogar möglich, wenn man diese Grenze übersteigt, das Metall an Mn anzureichern, indem man MnO aus der Schlacke durch Eisen teilweise reduziert, in welchem Fall die Regeneration der Schlacke allerdings einen Zusatz von MnO zur Schlacke bedingt. Man kann auch die Desoxydation mit einer Schlacke mit Gehalten an MnO und FeO beginnen, die nicht dem oben angegebenen charakteristischen Verhältnis entsprechen und erst nach einer Anzahl von Desoxydationsvorgängen, bei deren Durchführung sich die Schlacke z. B. an MnO angereichert hat, das Verhältnis MnO zu FeO grösser als 4 erreichen. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Desoxydation von Eisen-und Stahlbädern mit Hilfe saurer eisenoxydularmer Schlacken unter Regenerierung und Wiederverwendung der Schlacken im Kreislauf, dadurch gekennzeichnet, dass in der zur Desoxydation verwendeten Schlacke das Verhältnis von MnO zu FeO höher liegt als 4, wobei der Gehalt an MnO zweckmässig über 5% beträgt, welches Verhältnis bei der periodischen Regeneration der Schlacke wieder hergestellt bzw. aufrechterhalten wird.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man das Verhältnis MnO zu FeO auf einen Wert über 4 steigert, indem man FeO durch Behandlung der Schlacke mit Hilfe eines Reduktionsmittels reduziert und MnO durch Entfernung eines Teiles der Schlacke und Ersetzung dieses Teiles der Schlacke durch frische Stoffe entzieht.3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2 für die Desoxydation von Thomasstahl, dadurch gekennzeichnet, dass man der Schlacke einen derartigen anfänglichen Gehalt an basischen Oxyden gibt, dass beim teilweisen Ersatz der Schlacke zur Wiederherstellung ihres Gehaltes an MnO und Si02 gleichzeitig auch diese basischen Oxyde auf ihren Kreislaufgehalt gebracht werden.4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Schlacke mit einem derart hohen Gehalt an MnO verwendet, dass im Verlauf der Desoxydation keine Anreicherung dieser Schlacke an MnO eintritt.5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in der verwendeten Schlacke der Gehalt an MnO derart hoch ist, dass im Laufe der Desoxydation Mangan in den Stahl eintritt.
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