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Hochfrequenzkabel.
Zur Übertragung von Hochfrequenzenergie, die eine Hochantenne im Feld eines Rundfunk- senders auffängt, verwendet man vorteilhaft ein abgeschirmtes Kabel, um zu verhindern, dass die
Antennenableitung auf dem Weg zum Empfangsgerät Störfrequenzen auffängt, welche durch elektrische
Hausgeräte oder Kleinmotoren in der Nähe des Empfängers ausgestrahlt werden. Versuche haben ergeben, dass auch, wenn der Abschirmmantel eines solchen Kabels geerdet ist, trotzdem noch im
Antennenableitungskabel Störspannungen induziert werden, welche sich der Hochfrequenz der Antenne überlagern und dadurch einen störfreien Empfang unmöglich machen.
Gemäss dem Stammpatent wird der Mangel dadurch behoben, dass der Abschirmmantel des
Leiters eine Hochfrequenz absorbierende, nicht reflektierende, einen Halbleiter enthaltende Schicht aufweist.
Gemäss vorliegender Erfindung wird die Wirksamkeit eines solchen Kabels noch dadurch verbessert, dass das Kabel abwechselnd Abschirmmäntel aus leitendem Material und Mäntel aus halbleitendem Material aufweist, wobei diese Mäntel einander konzentrisch umgeben und die Mäntel aus leitendem Material an einem Punkt galvanisch miteinander verbunden sind, um sie an ein beliebiges, gemeinsames Gleichpotential anlegen, z. B. erden zu können. Dadurch kann erreicht werden, dass infolge der durch den genannten Aufbau eintretenden kapazitiven Spannungsteilung der Betrag der kapazitiv auf den Innenleiter induzierten Störspannung vermindert wird, so dass in praktischen Fällen keine Beeinflussung der zu übertragenden Hochfrequenzsignalspannungen stattfindet.
Das Hochfrequenzkabel ist auf der Zeichnung durch drei Ausführungsbeispiele im Schnitt veranschaulicht.
Bei der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform ist der Kupferleiter 1 zunächst von einer Isolationsschicht 2 umgeben, auf welcher eine Metallschicht 3 aufgetragen ist. Diese Metallschicht ist durch eine Halbleiterschicht 4 vom Metallmantel 5 getrennt, über welchen wiederum eine Halbleiterschicht 6 und dann eine Metaüsehieht 7 aufgebracht ist. Zwecks mechanischen Schutzes dieser letztgenannten Schicht ist ein nichtleitender Schutz 8 aufgebracht, der zweckmässig aus wetterbeständigem Material besteht, z. B. durch Teer oder Wachs getränkter Jute. Die Metallsehichten 3, 5 und 7 sind an einem Ende miteinander verbunden. Der Verbindungspunkt wird an ein beliebiges Gleichpotential gelegt, z. B. geerdet.
Die in den Halbleitermänteln des Zylinderkondensators verbrauchte Energie ist so gross, dass dadurch die gesamte den Kondensator durchsetzende elektrische Energie verbraucht wird. Es kann daher schon vollkommen genügen, nur zwei Abschirmmäntel anzuwenden, um jedes Durchdringen von Hochfrequenz durch die Kabelabschirmung zu verhindern. Ein solches Hochfrequenzkabel ist in Fig. 2 dargestellt. Der Kupferleiter 11 ist von einer Isolationsschicht 12 umgeben, die sich innerhalb des metallischen Abschirmzylinders 13 befindet, auf welchen die Halbleiterschicht 14 aufgetragen ist.
Aussen ist das Kabel durch einen Metallmantel 15, z. B. aus Blei geschützt. Auch hier sind die Abschirmzylinder an einem Punkt miteinander verbunden und geerdet.
Hochfrequente Störwellen pflanzen sich besonders längs Metallgegenständen fort. Ein Hochfrequenzkabel, dessen äusserste Abschirmhülle aus Metall besteht, wird demnach eine Fortleitung von
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auf diesen Abschirmmantel auftreffenden unerwünschten Störschwingungen unterstützen, wodurch die am Ende eines solchen Kabels angeschlossene Empfangsantenne einen Teil dieser längs des Abschirmmantels verlaufenden Störwellen aufnehmen würde.
Diese nachteilige Fortpflanzung von elektrischen Wellen längs der Abschirmung kann gemäss der in Fig. 3 dargestellten Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes in einfacher Weise dadurch unterbunden werden, dass der äussere metallische Abschirmmantel von einer einen Halbleiter enthaltenden Absorptionsschicht 16 umgeben ist.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Hochfrequenzkabel mit einer Abschirmungsvorrichtung nach Patent Nr. 144184, dadurch gekennzeichnet, dass das Kabel abwechselnd Abschirmmäntel aus leitendem Material und solche aus Halbleitermaterial aufweist, wobei diese Mäntel einander konzentrisch umgeben und die Absehirmmäntel aus leitendem Material an einem Punkt galvanisch miteinander verbunden sind, um sie an ein beliebiges gemeinsames Gleichpotential legen zu können.