AT149123B - Antennenleiter. - Google Patents

Antennenleiter.

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AT149123B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Antennenleiter. 



   Die Erfindung betrifft die Wahl eines geeigneten Werkstoffes zur Herstellung von Antennen- leitern. 



   Zum Bau von Antennen verwendet man vorwiegend Litzendraht aus Phosphorbronze. Aus
Gründen der Zugfestigkeit und wegen der Witterungseinflüsse ist das Mindestmass der vom VDE zugelassenen Antennenlitze für Aussenantennen 7.7.   0'25   25 mm. Der auf die Antenne ausgeübte Wind- druck ist bei den genannten Drahtdurchmessern unter Umständen sehr erheblich, so dass er neben dem Eigengewicht des Antennenleiters bei der Festigkeitsrechnung berücksichtigt werden muss und sehr viel'dazu beiträgt, dass derart grosse Leiterdurchmesser gewählt werden müssen. Anderseits bedingt die Wahl eines dicken Antennenleiters die Notwendigkeit, starke Spannkräfte aufzuwenden oder einen erheblichen Durchhang zuzulassen. Wenn man den Antennendraht stark verspannen will, muss man entsprechend kräftige Antennenstützen vorsehen, was den Bau von Antennen verteuert. 



   Anderseits vermindert ein grosser Durchhang der Antenne die wirksame Antennenhöhe um einen erheblichen Betrag, so dass die Masthöhe nicht voll ausgenutzt werden kann. Ausser Litzendrähten ver- wendet man mitunter auch einen glatten Volldraht aus Kupfer oder Bronze, für den man bei den üblichen Antennenlängen auch einen Durchmesser von mehreren Millimetern zu wählen gezwungen ist. Antennendrähte dieser Dicke sind jedoch ziemlich steif und schwer zu handhaben, so dass sie nur in geringem Umfange Verwendung finden. Die Notwendigkeit, Drahtdurchmesser der beschriebenen
Grössenordnung zu verwenden, hängt vorwiegend damit zusammen, dass man es für notwendig hielt, gutleitendes Material zu wählen.

   Von diesem Gesichtspunkt aus gesehen, kommt eben in erster Linie
Kupfer und dessen Legierungen und gegebenenfalls auch noch Aluminium in Frage, also dieselben Werkstoffe, die man zum Bau von Freileitungen für Starkstromübertragung verwendet. 



   Erfindungsgemäss wird als Antennenleiter, insbesondere für Empfangszwecke, ein nicht rostender
Sonderstahldraht (Nirostastahl) verwendet. 



   Es sind verschiedene Sonderstahlsorten bekannt, welche die Eigenschaft besitzen, von Witterungeinflüssen nicht angegriffen zu werden und nicht zu rosten. Die Verwendung von Eisen zum Antennenbau wurde bisher nicht in Betracht gezogen, da man, wie oben bemerkt, der Ansicht war, dass nur Metalle mit bester elektrischer Leitfähigkeit hiefür geeignet wären. Praktische Untersuchungen haben jedoch gezeigt, dass aus Stahldraht hergestellte Antennen für   Empfangszweeke   in elektrischer Hinsicht vollkommen gleichwertig, in mechanischer Hinsicht aber erheblich überlegen sind. Der Vorschlag, einen nicht rostenden Stahldraht als Antennenleiter zu verwenden, entspringt demnach nicht wirtschaftlichen Überlegungen, sondern ist durch die technischen Vorteile begründet. 



   Es wurde bereits darauf hingewiesen, dass die vorgeschriebenen Durchmesser für Antennenleiter aus Bronze mehrere Millimeter betragen und sich daraus eine erhebliche Winddruekbelastung, starke Spannkräfte, stabile Mastkonstruktionen bzw. grosser Durchhang ergeben. Alle diese Nachteile werden vermieden, wenn man sich des Erfindungsvorschlages bedient. Infolge seiner grossen mechanischen Festigkeit kann man einen sehr dünnen Stahldraht zum Bau von langen Aussenantennen verwenden, beispielsweise ist ein Durchmesser von   0-5-0-7 mm   für die üblichen Antennenlängen vollkommen ausreichend. In gleichem Masse wie der Durchmesser verringert sich auch die Winddruckbelastung.

   Für den Fachmann ist es leicht einzusehen, dass auch die Antennenstiitzen leichter gebaut werden können und dass zur Spannung der Antenne mit geringem Durchhang geringere Kräfte 

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 aufzuwenden sind. Im Gegensatz zu den aus Kupfer hergestellten Volldrähten grösseren Durchmessers ist ein dünner Stahldraht biegsam und kann leicht von einer Trommel abgespult werden. Selbstverständlich ist die Herstellung eines glatten Drahtes wesentlich billiger als die einer mehrfach verseilten Antennenlitze. Dies bedeutet zusammen mit der nunmehr ermöglichten Vereinfachung der Antennenstützen eine wesentliche Verbilligung der Antennenanlage. Daher ist der Erfindungsgedanke, insbesondere für den Bau von Rundfunkempfangsantennen von wesentlicher Bedeutung.

   Es wurde bereits oben erwähnt, dass sich aus praktischen Versuchen die völlige elektrische Gleichwertigkeit von Stahldrahtantennen mit Kupfer oder Bronzeantennen ergeben hat. Dieser Zustand bleibt auch bei längerer Benutzung der Antenne erhalten, da der rostfreie Sonderstahl von Witterungseinflüssen nicht erfasst wird und infolgedessen seine blanke Oberfläche beibehält. 



   Die Verwendung von nicht rostendem Sonderstahl für Antennenleiter empfiehlt sich besonders in allen Fällen, wo es darauf ankommt, die Winddruckbelastung zu vermeiden. Beispielsweise wird es bei Flugzeugantennen stets als nachteilig empfunden, dass der   Antennendraht   einen erheblichen aerodynamischen Widerstand verursacht. Bei den derzeitigen Reisegeschwindigkeiten von Luftfahrzeugen verursacht die Antenne ohne weiteres den Verlust von einigen Stundenkilometern Geschwindigkeit. In diesem Falle bietet die Verwendung von dünnen Stahldrahtantennen, insbesondere auch in Form einer Schleifantenne, besondere Vorteile. 



   Während bisher die vorzugsweise für Aussenantennen gültigen Vorzüge der Erfindung behandelt wurden, empfiehlt sich die Verwendung von Stahldraht auch für Innenantennen. Letztere pflegt man in Wohnräume in der Nähe der Decke auszuspannen. Dabei kommt es wesentlich darauf an, dass das Antennensystem möglichst wenig sichtbar ist. Dies kann besonders dadurch erreicht werden, dass man ganz dünnen Stahldraht verwendet, der infolge seines geringen Durchmessers und seiner blanken Oberfläche völlig unauffällig ist. Das elastische Moment spielt übrigens auch bei den Aussenantennen auf Wohnhäusern eine Rolle, da ein Draht von   0. 5 mm Durchmesser   vom Boden aus praktisch unsichtbar ist und das übel bekannte Antennengewirr auf grösseren Wohnhäusern sich nunmehr dem Auge entzieht. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Antennenleiter, insbesondere für Empfangsantennen, dadurch gekennzeichnet, dass er aus einem nicht rostenden Sonderstahldraht besteht.

Claims (1)

  1. 2. Antennenleiter nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Durchmesser von weniger als 1 mm, insbesondere von 0. 5 mm und darunter.
    3. Antennenleiter nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Verwendung als Antenne, insbesondere Sehleifantenne, für Luftfahrzeuge.
AT149123D 1935-06-01 1936-05-28 Antennenleiter. AT149123B (de)

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DE149123X 1935-06-01

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