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Vorrichtung zum Verfolgen eines gegenüber dem Vorrichtungsstand beweglichen Zieles.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Verfolgen eines gegenüber dem Vorrichtungsstand beweglichen Zieles, mit einer einstellbaren Zieleinrichtung, die durch ein mit einem Handrad od. dgl. versehenes Steuergetriebe eingestellt werden kann, das zwei Geschwindigkeitswechselgetriebe aufweist, deren jedes ein mittels eines Motors mit konstanter Geschwindigkeit bewegtes, treibendes Glied und ein durch dieses Glied angetriebenes Glied enthält, das zum Zwecke der Änderung seiner Geschwindigkeit durch eine Einstellvorrichtung gegenüber dem treibenden Glied verstellt werden kann, wobei das getriebene Glied des einen Geschwindigkeitswechselgetriebes mit der Zieleinrichtung gekuppelt ist, so dass diese im Falle einer Bewegung dieses getriebenen Gliedes motorisch nachgestellt wird,
und wobei ferner die Einstellvorrichtung dieses Geschwindigkeitswechselgetriebes sowohl mit jenem Handrad als auch mit dem getriebenen Glied des andern Geschwindigkeitswechselgetriebes gekuppelt ist, so dass sie sowohl durch das Handrad als auch durch dieses getriebene Glied beeinflusst wird.
Bei der Bedienung von Vorrichtungen dieser Art, die z. B. durch Fig. 2 der englischen Patentschrift Nr. 371517 bekannt geworden sind, wird gleichzeitig mit dem Einstellen der Zieleinrichtung von Hand die Einstellvorrichtung jenes ersten Geschwindigkeitswechselgetriebes beeinflusst und dadurch eine motorische Einstellung der Zieleinrichtung veranlasst, deren Geschwindigkeit sich mit zunehmender Verstellung von Hand so ändert, dass der Bedienende allmählich mehr und mehr von der Betätigung des Handantriebs entlastet wird.
Um eine vollständige Entlastung in demjenigen Falle herbeizuführen, in dem die Winkelgeschwindigkeit der Ziellinie dauernd veränderlich ist, ist durch Betätigen der Einstellvorrichtung jenes zweiten Geschwindigkeitswechselgetriebes eine dauernd wirkende, zusätzliche Verstellung der Einstellvorrichtung jenes ersten Geschwindigkeitswechselgetriebes herbeizuführen.
Versuche haben ergeben, dass eine besondere schnelle Entlastung des Bedienenden von dem Handantrieb dadurch ermöglicht wird, dass gemäss der Erfindung die Einstellvorrichtung jenes zweiten Geschwindigkeitswechselgetriebes mit jenem Handrad und das getriebene Glied dieses Geschwindigkeitswechselgetriebes mit der Zieleinrichtung gekuppelt wird. Dabei ergibt sich der Vorteil, dass nur ein einziges Handrad erforderlich ist, so dass die Handhabung der Vorrichtung besonders bequem wird.
Um zu vermeiden, dass bei Beginn der Zielverfolgung die durch den motorischen Antrieb erzeugte Bewegung der Visierlinie zu gross wird, womit ein Hin-und Hersteuern am Handrad verknüpft sein würde, empfiehlt es sich, zwischen die Einstellvorrichtung jedes der beiden Geschwindigkeitswechselgetriebe und das Handrad eine lösbare Kupplung einzuschalten.
Die Zeichnung veranschaulicht schematisch eine Grundrissansicht einer der Erfindung entsprechenden Vorrichtung.
Die Vorrichtung enthält zwei Geschwindigkeitswechselgetriebe, von denen das eine mit einer Reibscheibe 1 und einem längs einer genuteten Welle 2 verschiebbaren Reibrad 3 versehen ist, und das andere eine Reibscheibe 4 und ein längs einer genuteten Welle 5 verschiebbares Reibrad 6 aufweist.
Mit Hilfe von Eegelradgetrieben 7 und 8 werden die Reibscheiben 1 und 4 durch einen Motor 9 mit konstanter Geschwindigkeit angetrieben. Zum Verstellen des Reibrades 3 längs der Welle 2 dient ein Mutterstück 10, das mit einer Gewindespindel 11 in Eingriff steht, während zum Verstellen des Reibrades 6 längs der Welle 5 ein Mutterstück 12 dient, das in eine Gewindespindel 13 eingreift, Zum
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Antrieb der Gewindespindel. 11 ist ein Differentialgetriebe 14 vorgesehen, von dessen Rädern ein Kronrad 15 auf einer Welle 16 sitzt, die mittels eines Kegelradgetriebes 17 mit der Welle 5 gekuppelt ist und das andere Kronrad 18 auf einer Welle 19 sitzt, die mittels eines Kegelradgetriebes 20, einer Welle 21 und einer lösbaren Kupplung 22 mit einer Welle 2.
3 gekuppelt ist, auf der ein Handrad 24 befestigt ist. Ein Kegelrad 25, innerhalb dessen Zahnkranz die beiden Planetenräder 26 und 27 des Differentialgetriebes 14 gelagert sind, überträgt die Drehung dieser Planetenräder um die Achse der Wellen 16 und 19 auf ein mit der Gewindespindel 11 fest verbundenes Kegelrad 28. Die Gewindespindel 13 ist mittels eines Kegelradgetriebes 29, einer Welle. 30, eines Kegelradgetriebes 31, einer Welle 32, einer lösbaren Kupplung 33, einer Welle 34, eines Kegelradgetriebes 35, einer Welle 36 und eines Kegelradgetriebes 37 mit der Welle 83 gekuppelt. 35 bezeichnet ein Zielfernrohr, zu dessen Antrieb ein Differentialgetriebe 39 vorgesehen ist.
Das eine Kronrad 40 dieses Differentialgetriebes sitzt auf einer Welle 41, die mittels eines Kegelradgetriebes 42, einer Welle 43, die sich entgegengesetzt zur Welle 41 dreht, eines Kegelradgetriebes 44, einer Welle 45 und eines Kegelradgetriebes 46 mit der Welle 5 gekuppelt ist, während das andere Kronrad 47 auf einer Welle 48 sitzt, die durch ein Differentialgetriebe 49 angetrieben wird. Ein Stirnrad 50 trägt die beiden Planetenräder 51 und 52 des Differentialgetriebes 39 und überträgt ihre Drehung um die Achsen der Wellen 41 und 48 auf das Stirnrad 58 einer Welle 54, die mittels eines Kegelradgetriebes 55 mit dem Zielfernrohr 35 gekuppelt ist. Von dem Differentialgetriebe 49 sitzt das eine Kronrad 56 auf einer Welle 57, die mittels eines Kegelradgetriebes 58 mit der Welle 2 gekuppelt ist.
Das andere Kronrad 59 sitzt auf einer Welle 60, die mittels eines Kegelradgetriebes 61 mit der Welle 2 : ; gekuppelt ist. Ein Kegelrad 62 überträgt die Drehung der beiden Planetenräder 63 und 64 des Differentialgetriebes 49 um die Achsen der Wellen 57 und 60 auf ein Kegelrad 65, das auf der Welle 48 befestigt ist.
Um die Vorrichtung zur Verfolgung eines Zieles gebrauchsfertig zu machen, ist dafür zu sorgen, dass jedes der beiden Reibräder 3 und 6 in der Mitte der zugehörenden Reibscheibe 1 und 4 steht. Zu dem Zwecke ist das Handrad 24 zu drehen, nachdem jeweils die eine oder die andere der beiden Kupplungen 22 und 33 gelöst ist. Sodann ist der Motor 9 anzulassen. Soll ein Ziel verfolgt werden, so ist bei gelösten Kupplungen 22 und 33 das Handrad 84 das mittels der Glieder 47-55 und 59-65 auf das Fernrohr 38 wirkt, zu drehen, bis das Bild des Zieles im Fernrohr sich mit der Zielmarke des Fernrohrs deckt. Darauf ist die Kupplung 22 einzurücken und das Handrad 24 weiter so zu betätigen, dass Zielbild und Zielmarke in Deckung bleiben.
Das Einrücken der Kupplung 22 hat zur Folge, dass die Welle 23 durch die Glieder 18-28 auf die Gewindespindel 11 einwirkt und das Reibrad 3 aus der Mitte der Reibscheibe 1 verstellt, wodurch die Welle 2 durch den Motor 9 einen Antrieb erfährt, u. zw. mit einer Winkelgeschwindigkeit, die von dem jeweiligen Abstand des Reibrades.'3 von der Mitte der Reibscheibe 1 abhängt und die mit der Dauer der Verdrehung des Handrades 24 zunimmt.
Da die Welle 2 durch die Glieder 47-58 und 62----65 mit dem Fernrohr 38 gekuppelt ist, so erhält das Fernrohr ausser dem Handantrieb einen motorischen Antrieb, der grösser und grösser wird, und falls die Bewegung der Visierlinie konstante Winkelgeschwindigkeit hat, schliesslich so gross wird, dass eine weitere Betätigung
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änderlich, was der Beobachter am Fernrohr 38 daraus ersieht, dass kein Ruhezustand des Handrades 24 zustande kommt, so schaltet er noch die Kupplung 33 ein.
Dadurch erfährt beim Drehen am Handrad 24 auch die Gewindespindel 13 des Reibradgetriebes 4,6 eine Verdrehung, die sich so auswirkt, dass die Welle 5 einen Antrieb durch den Motor 9 erhält und einerseits infolge der Kupplung der Welle 5 mit dem Fernrohr 38 durch die Glieder 39-46 und 50-55, das Fernrohr einen zusätzlichen motorischen Antrieb erfährt, und anderseits, infolge der Kupplung der Welle 5 mit der Gewindespindel 22 durch die Glieder 15-17 und 25-28, die Gewindespindel 22 zusätzlich verdreht wird und dadurch die Winkelgeschwindigkeit der Welle 2 vergrössert wird. Ist die Beschleunigung der Visierlinie nach dem Ziel konstant, so kommt nach kurzer Zeit ein Ruhezustand des Handrades 24 zustande.
Ist weder die Winkelgeschwindigkeitnoch die Beschleunigung der Visierlinie nach dem Ziel konstant, so ist ein rein motorischer Antrieb des Fernrohres 38 überhaupt nicht zu erzielen und es ist eine dauernde Betätigung des Handrades 24 erforderlich.
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