AT14893B - Verfahren zur Decken von Zucker in Zentrifugen. - Google Patents

Verfahren zur Decken von Zucker in Zentrifugen.

Info

Publication number
AT14893B
AT14893B AT14893DA AT14893B AT 14893 B AT14893 B AT 14893B AT 14893D A AT14893D A AT 14893DA AT 14893 B AT14893 B AT 14893B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
steam
sugar
centrifuges
temperature
centrifuge
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Gustav Deutsch
Original Assignee
Gustav Deutsch
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Gustav Deutsch filed Critical Gustav Deutsch
Application granted granted Critical
Publication of AT14893B publication Critical patent/AT14893B/de

Links

Landscapes

  • Confectionery (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Österreichische PATENTSCHRIFT   Nr.   14893. 



   GUSTAVDEUTSCHINWIEN. Verfahren zum Decken von Zucker in Zentrifugen. 



   Das Decken m Zentrifugen bezweckt, mit Hilfe von Wasser, von Zuckerlösung oder von Dampf den an den Zuckerkrystallen anhaftenden Syrup so zu entfernen, dass möglichst viel weisser Zucker in der Zentrifuge bleibt. Die Dampfdeckmethode, welche wegen erzielbarer   Dünnflüssigkeit   des erwärmten Syrups eine rasche   Schleuderarbeit gewährleistet,   ist vielfach in Verwendung, da sie gegenüber den anderen   Deckmethoden   mehrere Vorteile, besonders den des trockenen Ausbringens des geschleuderten Zuckers, ergibt. Ist aber der Dampf mit Kondenswasser gemischt, so löst dieses heisse Wasser viele   Zuelierkrystal1e,   was die Menge des in der Zentrifuge verbleibenden weissen Zuckers naturgemäss vermindert. 



  Man trachtet daher, die Wasserteilchen aus dem Dampfe vor Einführung in die Zentrifugen zu entfernen, wozu entweder Wasserabscheider dienen sollen, oder vorhergegangene Überhitzung des Dampfes. Die Wasserabscheider wirken sehr unvollkommen ; bei der Dampf-   üborhitzung hingegen   ist eine richtige Temperatur schwer einzuhalten, die einerseits nicht zu hoch sein darf, um den Zucker nicht zu karamelisieren, anderseits nicht so gering sein darf, dass sich auf dem Wege vom Überhitzer zu den Zentrifugen wieder Kondenswasser bildet.

   Nachdem die Aufstellung eines   Überhitzers   im Zentrifugenlokal meist schon aus   assekuranztechnischen   Gründen Schwierigkeiten bietet, ist gewöhnlich eine grössere Entfernung zwischen   Überhitzer   und Zentrifugen vorhanden : bedenkt man, dass dadurch die zum trockenen Anlangen des Dampfes nötige   Überhitzungstempcratur   bei Anwendung einer   gewöhnlichen periodisch beschickten Feuerung   nur schwer konstant gehalten werden kann, dass die Zahl der momentan arbeitenden Zentrifugen aber auch noch stetig wechselt, so 
 EMI1.1 
 brannt werden sollten, als wenn nur wenige Zentrifugen in Tätigkeit sind, (verschiedene Dampfmengen) welche Schwierigkeit sich mit der Ungleichheit der Feuertemperatur (verschiedene   Verbrennungsstadien) kombiniert.

   Die   Anwendung von durch Feuer überhitztem   Dampfe   zu   Deckzwecken. theoretisch einwandsfrei,   wenn in entsprechenden Grenzen durchgeführt, ist nach obigem aus praktischen Gründen nicht zum vollen Effekt führend befunden worden. 



   Nun kann auch eine Überhitzung in geringem Grade durchgeführt werden, wenn trockener Dampf eine kräftige plötzliche Druckverminderung erleidet. Dampf von z. B. 6 Atm. 



  Überdruck (Sättigungstemperatur 164  C), welcher auf 1   Atm.   Überdruck (Sättigungstemperatur 11   !)   (   !"&num;.) reduziert wird, erzeugt durch   die freiwerdende   Übertemperatur eine     Überhitzung. Je trockener der zu reduzierende   Dampf, desto fühlbarer wird   di Über-     hitzung.   Durch die Reduktion von 6 auf 11/4 Atm. wird die überhitzung schwächer, auf    Atm. stärker. Es   ist somit eine Regulierung auf die günstigste, durch Versuche fest-   zustellende Dampftemporatur möglich. Der Zucker soll   nicht karamelisieren, womit eine obere Temperaturgronze gegeben ist, die sich aber auf die im Momente des Auftreffens des Dampfes auf die Zuckermasse vorhandene Dampftemperatur bezieht.

   Die regulierbare Reduktion kann aber nur   ausserhalb   der Zentrifuge vorgenommen und kontrolliert werden, und wird durch die   Loitungsrohrf. durch das Mischen   des Dampfes mit in die Zentrifuge dringender Luft etc. ein Temperaturabfall eintreten. Derselbe darf nun nicht so weit gehen, dass der Dampf zum Teil kondensiert, ehe er auf den Zucker trifft, womit die untere Grenze der Dampftemperatur gegeben ist. Am raschesten und am vorteilhaftesten wird gedeckt durch.   Aufbringen von absolut trockenem,   aber noch nicht überhitzten Dampf. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 


AT14893D 1902-09-09 1902-09-09 Verfahren zur Decken von Zucker in Zentrifugen. AT14893B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT14893T 1902-09-09

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT14893B true AT14893B (de) 1904-01-25

Family

ID=3514983

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT14893D AT14893B (de) 1902-09-09 1902-09-09 Verfahren zur Decken von Zucker in Zentrifugen.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT14893B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT14893B (de) Verfahren zur Decken von Zucker in Zentrifugen.
DE1045994B (de) Verfahren zur Aufarbeitung von bei der Phosphorproduktion anfallendem Phosphorschlamm
DE3731720A1 (de) Verfahren zum trocknen von feststoffen
DE2757783C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung flüssiger Abfälle
DE451973C (de) Verfahren zum Eindampfen von fluechtige Bestandteile abgebenden Fluessigkeiten
DE345804C (de) Verfahren zum Eindampfen von Fluessigkeit
DE724341C (de) Zwanglauf-Roehrendampferzeuger
DE1029661B (de) Verfahren zur Nutzbarmachung von pentosanreicher Zellstoffablauge
AT407537B (de) Verfahren und anlage zur energierückgewinnung aus abdampfung
AT389466B (de) Verfahren und anlage zur thermischen behandlung von guetern mit feststoffanteil
DE752640C (de) Verfahren zur Herstellung konzentrierter Loesungen von Ammonnitrat aus verduennter Salpetersaeure und Ammoniak
AT67751B (de) Verfahren zur Schnelltrocknung von Holz oder von anderen Materialien.
DE2130244A1 (de) Einrichtung zum Trocknen und UEberhitzen von Zwischendruckdampf durch Hochdruckdampf
DE2506971A1 (de) Verfahren zur konzentrierung hochviskoser zellstoffablaugen
DE941419C (de) Roh- und Seewasser-Destillieranlage mit Bruedenverdichtung
DE162836C (de)
AT39336B (de) Verfahren zur direkten vollständigen Ausscheidung der Teerdämpfe aus Schwelgasen.
AT43696B (de) Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen von Holz oder dergl.
DE574995C (de) Mehrstufige Verdampferanlage
DE593398C (de) Kombinierte Hoch- und Mitteldruck-Heisswasser-Dampfheizungsanlage
AT79764B (de) Verfahren zur Verhinderung der Staubverschwelung sVerfahren zur Verhinderung der Staubverschwelung sowie zur Erhöhung der Heizflächenwirkung, insbesonowie zur Erhöhung der Heizflächenwirkung, insbesondere bei Luftwärmeöfen. dere bei Luftwärmeöfen.
DE2506970C3 (de) Verfahren zur Überführung hochviskoser Zellstoffablaugen in einen pumpfähigen Zustand
AT142895B (de) Verfahren zur Konzentrieren von Kautschukmilch durch Eindampfen im Vakuum.
DE345257C (de) Verfahren zum Eindampfen von Sole
AT157420B (de) Verfahren zum Kochen oder zu anderer physikalischer oder chemischer Behandlung von Hackspänen oder sonstigem organischem Faserstoff in geschlossenen Behältern.