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Einrichtung zum knotenlosen Verschnüren von Paketen, Brief-oder Aktenbündetn, insbesondere für postalische Zwecke.
Es haben sich die nachfolgend beschriebenen Ausbildungen der Erfindung gemäss dem österr.
Patente Nr. 133365 als wesentlicher Fortschritt zur vollkommenen Erreichung des Erfindungszweekes ergeben. Wie sich bereits aus der Beschreibung des österr. Patentes Nr. 133365 ergibt, wurde die lichte Weite des Querschnittes der Klemmrille 6 so bemessen, dass die erstmalige Einführung der Schnur 3 ohne schädigende oder behindernde Reibung bzw. Klemmung des Schnurkörpers erfolgen kann.
Ein Kennzeichen vorliegender Erfindung liegt darin, dass zur weiteren Erleichterung des Schnur- vorganges, welcher aus Fig. 1 der Beschreibung des österr. Patentes Nr. 133365 und Fig. 1 vorliegender Beschreibung bzw. Zeichnung zu entnehmen ist, sowie zur Schonung der Verschlussschnur folgende Anordnung getroffen wurde. Zur rascheren und erleichterten Einführung der Schnur : 3 in die Rille 6 ist zunächst erforderlich, dass die Klemmrille über ihren ganzen Umfang frei zugänglich ist und bei der Schnureinführung keine andern Teile der Platte 1, Haltefinger oder sonstiges dabei hindernd im Wege stehen.
Erfindungsgemäss wird dieser Vorteil dadurch erreicht, dass die Ränder l'der Platte 1 um die Klemmrille 6 nach abwärts gebogen werden (Fig. 2-4), wodurch gleichzeitig mehrere Vorteile erzielt werden.
Zunächst gelangt dadurch die Klemmrille 6 auf den höchsten Punkt der Platte 1, ist dadurch
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zu verschnürenden Bündel einfacher als die Anpressung einer ebenen Verschlussplatte durch die Ausnehmung 4 hindurch. Bei vollkommen ebenen Platten 1 hat sich herausgestellt, dass sich nach längerem Gebrauch durch den Pressdruck des Schnürvorganges auf nachgiebiger Unterlage die Plattenränder nach aufwärts biegen und dadurch die Einführung des Schnurkörpers in die sodann tieferliegende Rille 6 erschwert oder unmöglich gemacht wird. Durch die beschriebene Ausbildung wird aber eine Deformation der Plattenränder nach oben dauernd verhindert, wobei sieh auch eine vorteilhafte Versteifung der Platte 1 ergibt.
Durch diese Ausgestaltung der Einrichtung wird eine Höherstellung des rückwärtigen Teiles der ebenen Grundplatte 1, welcher die Klemmscheibe 5 trägt, erzielt, wodurch unter anderem das "Blindbinden"an der für die Einführung der Schnur ungünstiger liegenden Stelle ganz wesentlich erleichtert wird. Der praktische Verkehr erfordert nämlich vielfach ein Binden ohne Sicht auf den Verschluss, wobei gleichzeitig nur ein Minimum an dazu verfügbarer Zeit vorhanden ist. Unter diesen Voraussetzungen hat sich die Ausgestaltung der Einrichtung als äusserst notwendiger und wertvoller Fortschritt erwiesen.
Ein weiterer Vorteil der partiellen Abbiegung des Grundplattenrandes besteht, wie erwähnt, auch darin, dass gegengerichteten Deformationsbestrebungen des verwendeten Materials an dieser Stelle mit dauerndem Erfolg vorgebeugt ist.
Ein weiteres Kennzeichen der Erfindung liegt in der besonderen Ausbildung des Nietkopfes zur verwendeten Beilagscheibe.
Die für die Klemmung erforderliche Elastizität der Klemmscheibe 5 muss ein genau bestimmtes Mass beibehalten, da bei zu grosser Nachgiebigkeit die Klemmwirkung vermindert wird und dadurch die Verschlusssicherheit leidet oder direkt aufgehoben wird ; bei zu harter Scheibe dagegen sowohl die Einführung der Schnur erschwert als auch die Beanspruchung des Sehnurgewebes ausserordentlich vergrössert wird.
Zu diesem Zwecke wurde im dargestellten Ausführungsbeispiel der Durchmesser
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des Nietkopfes ss auf der Klemmscheibe 5 um ein geringes Mass grösser als jener der Beilagscheibe 7 gewählt, so dass eine bestimmt begrenzte Bewegungsfreiheit für die elastischen Deformationen der Klemmscheibe 5 bei der Einführung des Schnurkörpers 3 erzielt wurde. Der erzielte Vorteil ist schon deshalb ein so wesentlicher, weil bekanntlich Verschlüsse aus Metall für den Postverkehr, erheblicher Nachteile halber, vermieden werden müssen. Als einzig mögliches Material kommt daher nur Vulkanfiber in Betracht.
Wird nun, wie sieh ergeben hat, ein Nietkopf von kleinerem Durchmesser als die Beilagscheibe verwendet, so ergibt sich eine zu schwache Klemmwirkung bzw. eine zu grosse Federung, ferner aber, insbesondere innerhalb kurzer Zeit eine sehirmartige Aufstülpung der Klemmseheibe nach aufwärts, wodurch der Verschluss völlig wirkungslos wird. Anderseits würde aber eine Versteifung beispielsweise über mehrfache Lagen von Fiber wieder eine zu starke Klemmwirkung ergeben, welche gleicherweise auf den Bindevorgang hindernd wie auch die Schnur zerstörend einwirken würde. Es hat sich daher ergeben, dass das Mittelmass zwischen genügender Elastizität, rascher Einführungs- möglichkeit der Schnur und genügender Klemmwirkung durch jene beschriebenen Einrichtungen erreicht werden kann.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zum knotenlosen Verschnüren von Paketen, Brief-oder Aktenbündeln nach
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des Schnurkörpers zu erleichtern.