AT148333B - Verfahren zum Betriebe von Brennkraftmaschinen mittels Schwerölen. - Google Patents
Verfahren zum Betriebe von Brennkraftmaschinen mittels Schwerölen.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zum Betriebe von Brennkraftmaschinen mittels Schwersten. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betrieb von Brennkraftmaschinen, insbesondere Automobilmotoren, mittels Schwerölen, die unter Zusatz von Wasserdampf und unter Einwirkung von Katalysatoren in brennbare Gase umgewandelt werden, und besteht in der Verwendung von in kolloidalem Zustand befindlichen Katalysatoren. Es ist bereits vorgeschlagen worden, für den Betrieb von Automobilmotoren Schweröl zu verwenden, die durch Zersetzungsdestillation unter Druck und unter hoher Temperatur in Ölgase umgewandelt werden, und diese Gase unter gleichzeitiger Zuführung von Wasserstoff zu hydrieren und in bezug auf ihren Energieinhalt bedeutend zu erhöhen. Es ist ferner bekannt, diese Prozesse durch gleichzeitige Einwirkung katalytischer Stoffe zu beschleunigen und hinsichtlich der Ausbeute zu steigern. Den Gegenstand der Erfindung bildet nun ein Verfahren, das auf der Erkenntnis beruht, dass die Zersetzung und Hydrierung von Schwerölen mit gleichem Erfolg, jedoch ohne Anwendung von Überdruck oder hoher Temperatur erzielbar ist, wenn man die als Katalysatoren wirkenden Stoffe in kolloidalem Zustand verwendet. Es genügt in diesem Fall, das den Katalysator enthaltende Gemisch von Öl und Wasserdampf auf eine Temperatur von nicht mehr als z. B. 200 C zu erhitzen. Eine solche Temperatur besitzen z. B. die Abgase der Brennkraftmaschinen, wenn sie in den Auspuff gelangen. Die Zersetzung und Hydrierung des erfindungsgemässen Gemisches erfolgt daher bereits, wenn man es z. B. durch einen von den Abgasen des Motors umspülten und erhitzten Raum leitet, und es ist somit für die Durchführung des Prozesses eine besondere Wärmequelle nicht erforderlich. Die zur Herbeiführung der Zersetzung und Hydrierung des Öls nötige Menge an katalytisch wirkendem Stoff ist ausserordentlich gering. Für seine Zuführung zum Gemisch bieten sich zwei Wege, man kann ihn entweder mit dem Öl oder mit dem Wasser, welches in Dampf überzuführen ist, dem Raum zuführen, in welchem die Zersetzung stattfindet. Im ersten Fall kann man den Katalysator entweder der Gesamtmasse des Öls in der erforderlichen geringen Menge unmittelbar oder unter Vermittlung einer ihn enthaltenden Dispersionsflüssigkeit zuführen, als welche insbesondere Äther, Alkohol, Methan, Steinöl od. dgl. in Betracht kommen. Das Öl und die den in kolloidalem Zustand befindlichen Katalysator enthaltende Dispersionsflüssigkeit können dabei von vornherein miteinander gemischt sein, oder es kann letztere während des Motorbetriebes dem Öl intermittierend, z. B. tropfenweise, zugeführt werden. Die zweite Möglichkeit für die Zuführung des Katalysators besteht darin, dass man ihn unter Wasser durch oszillatorische elektrische Entladungen in extrem kleine Teilchen zerstäubt, das Wasser verdampft und den den Katalysator in kleinster Menge enthaltenden Dampf entweder unmittelbar für sich und getrennt vom zersetzten Öl dem Zylinder der Brennkraftmaschine zuführt oder indem man ihn bereits im Vergasungsraum mit den Gasen des zersetzten Öls mischt. Im ersten Fall erfolgt die Hydrierung der Ölgase im Zylinder, im andern Fall bereits ganz oder zum überwiegenden Teil im Vergasungsraum. Um den Katalysator in den kolloidalen Zustand überzuführen, kann man ihn auch der Wirkung des elektrischen Lichtbogens aussetzen. Hiebei erfolgt durch die Verdampfung eine so weitgehende Unterteilung, dass, wenn man die verdampfte Masse in ein Lösungsmittel leitet, diese mit letzterem eine echte kolloidale Lösung bildet. Als Katalysatoren für das erfindungsgemässe Verfahren eignen sich insbesondere Aluminiumchlorid, Aluminiumoxyd, Nickeloxyde, Palladium. Platin, Kupfer, Eisen u. dgl.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zum Betriebe von Brennkraftmaschinen, insbesondere Automobilmotoren, mittels Sehwerölen, welche unter Zusatz von Wasserdampf und unter Einwirkung von Katalysatoren in brennbare Gase umgewandelt werden, gekennzeichnet durch die Verwendung von in kolloidalem Zustand befindlichen Katalysatoren.2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man den in kolloidalem Zustand befindlichen katalytisch wirkenden Stoff in der erforderlichen geringen Menge unmittelbar mit dem Brennstoff mischt.3. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass man ein den katalytisch wirkenden Stoff enthaltendes Dispersionsmittel, wie Äther, Alkohol, Methan, Steinöl u. dgl., mit dem Brennstoff mischt.4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass man das den Katalysator enthaltende Dispersionsmittel dem Brennstoff beim Betrieb intermittierend, z. B. tropfenweise, zusetzt.5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zersetzung und Hydrierung des Brennstoff-Wasserdampf-Gemisches unter Einwirkung verhältnismässig geringer Temperatur, z. B. derjenigen der Abgase der Brennkraftmaschine, erfolgt.6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Katalysator dem zu verdampfenden Wasser zugesetzt wird.7. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass man den Katalysator mit dem Wasserdampf direkt dem Motorzylinder zuführt.8. Verfahren nach den Ansprüchen 1, 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Katalysator in Wasser vor dessen Verdampfung durch oszillatorische elektrische Entladungen in extrem kleine Teilchen zerstäubt wird.9. Verfahren nach den Ansprüchen l, 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Überführung des dem Wasser zuzusetzenden Katalysators in die Form kolloidaler Verteilung durch Einwirkung des elektrischen Lichtbogens auf den Katalysator bewirkt wird.10. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 9, gekennzeichnet durch als Katalysatoren dienende Stoffe, wie Aluminiumehlorid, Aluminiumoxyd, Nickeloxyde, Palladium, Platin, Kupfer, Eisen u. dgl.
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