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Selbsttätiger Zeitschalter.
Die Erfindung betrifft ein selbsttätiges Schaltwerk, welches in Verbindung mit einer normalen Uhr, z. B. Weckeruhr, für die selbsttätige Ein- und Ausschaltung des Lichtstroms, des Radioapparates, aller elektrischen Geräte, wie z. B. Heizkissen, Bestrahlungsapparate, Relaisanordnungen usw., verwendet werden kann, vorzugsweise ohne dass das Uhr-oder Läutewerk gestört oder geändert werden muss. In dem Schweizer Patent Nr. 114176 und im österr. Patent Nr. 136931 sind besondere Schaltuhren, u. zw. mit 24stündigem Zifferblatt, beschrieben, in deren teils isoliertem Gehäuse das Sehaltwerk untergebracht ist und bei welchen der Zeiger dieser Uhren mit Federdruck über verstellbare Kontaktringe gleitet.
Bei der Schaltuhr nach dem Schweizer Patent Nr. 114176 sind für jede Ein-und einmalige Ausschaltung mindestens zwei zueinander verstellbare Ringe verschiedenen Durchmessers erforderlich, auf deren spiralenförmig verlaufenden Rändern der Kontaktbügel abwechselnd schleift. Bei der Schaltuhr nach'dem österr. Patent Nr. 136931 ist der Stundenzeiger mit einer Kontaktfeder versehen, die über flache mit Ausschnitten versehene verstellbare Scheiben gleitet, wobei ausserdem eine dritte Scheibe zum Abdecken des zwischen den Enden der beiden Ausschnitte der beiden andern Scheiben verbleibenden Ausschnittes vorgesehen ist.
Beim Erfindungsgegenstand erfolgt die Ein-und Ausschaltung durch mit zwei Kontaktfedern zusammenwirkende, vorzugsweise auswechselbare Zeitsegmentscheiben, deren Ränder entsprechend den vorzunehmenden Ein- und Ausschaltungen, Nasen und Aussparungen aufweisen. Der Erfindungsgegenstand, der in der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt ist, besteht aus einem aus Isoliermaterial bestehenden Gehäuse A (Fig. 2). Darin ist eine mit drei Stiften a, b, c versehene runde Messingplatte D drehbar gelagert, auf dieser liegt die aus Isoliermaterial bestehende mit Ausnehmungen versehene Antriebsscheibe E (Fig. 1 und 2) des Maltesergetriebes E, F, durch welche die Stifte a, b, c hindurchragen.
An das Antriebsglied F des Maltesertriebes ist vorzugsweise eine biegsame, 60 mm lange Welle B (Fig. 2) gelötet, an deren Ende das Anschlussstüek H mittels einer kleinen Schraube (Fig. 3) verstellbar befestigt ist. Der Antrieb erfolgt vorzugsweise von der rückwärtigen Zeigerachse der Uhr, auf welche das Anschlussstück H nach Entfernung der Zeigerrichtschraube gedrückt wird. Bei jeder Zeigerumdrehung, d. h. in jeder Stunde, wird die Antriebsscheibe E durch den Beförderungsstift d um eine Ausnehmung weiter gedreht.
Die Schaltungen werden von den Zeitsegmentscheiben M, G (Fig. 1 und 2), welche vorzugsweise unverrückbar z. B. mit Ösen oder Nieten verbunden sind, der Kontaktfeder 0 (Fig. 1 und 2), welche am Gehäuse A befestigt ist, und der Druckfeder U (Fig. 3), welche am Deckel befestigt ist, ausgeführt. Die Zeitsegmentscheibe G besteht aus Isoliermaterial, die Zeitsegmentscheibe M aus Messing, die Ränder sind entsprechend den vorzunehmenden Ein-und Aussehaltungen mit Nasen und Aussparungen versehen (Fig. 1). Mit den Zeitsegmentscheiben, welche auf der Scheibe E liegen (Fig. 1 und 2) und durch deren isolierten Teil G die Stifte a, b, c zwecks Mitnahme gehen, ist auch das Zifferblatt befestigt, welches durch ein Fenster S des Gehäusedeckels die Zeit anzeigt.
Durch die Kupplung des Zeitschalters mit der rück- wärtigen Zeigerachse der Uhr wird der Gang derselben in keiner Weise gehindert, wie Versuche auch an elektrisch betriebenen Uhren gezeigt haben. Durch die biegsame Welle ist der Anschluss an alle Grössen respektive Höhen der üblichen Weckeruhren möglich, ebenso ist es möglich, im angeschlossenen Zustand Läutewerk und Uhrwerk aufzuziehen und die Zeiger zu stellen.
Der Umschalter R (Fig. 3 und 4) ist am Gehäusevorderteil angebracht. Der Umschalter hat drei
Stellungen. In Stellung 1 sind Zeitschalter und Verbraucher ausgeschaltet ; in Stellung 2 ist der selbst-
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tätige Zeitschalter entsprechend den verwendeten Zeitsegmenten im Betrieb. Die Segmente sind durch Öffnen des Gehäuses und Abheben von den Stiften a, b, c auswechselbar ; in Stellung 3 kann der Verbraucher von Hand aus geschaltet werden, der Zeitschalter ist in diesem Falle kurzgeschlossen.
Bei einer beispielsweise den Sendezeiten von Radio Wien entsprechenden eingelegten Segmentscheibe schaltet der Zeitschalter um 7 Uhr früh den Weckruf ein, um 8 Uhr aus, um 12 Uhr mittags ein, um 14 Uhr aus, um 16 Uhr ein, um 18 Uhr aus, um 20 Uhr abends ein und um 23 Uhr nachts aus und gleichzeitig auch die gegebenenfalls angeschlossene elektrische Nachtlampe, so dass der Besitzer eines solchen Zeitschalters trotz Einschlafens keinen Stromverlust erleidet, da der Zeitschalter selbst keinen Strom verbraucht, kann er bei jeder Stromart verwendet werden. Mit dem z.
B. für die Sendezeiten Wien eingelegten Zeitsegment ist es ausserdem möglich, eine bestimmte Sendung bis auf acht Stunden im voraus einzustellen, indem man die Schraube f vom Anschlussstück H lockert, die Welle B im Sinne des Uhrzeigers dreht und die letzte Ausschaltzeit 23 Uhr laut Zeitschalter auf die Uhrstunde einstellt. acht Stunden nach welcher die Einschaltung erfolgen soll. Ebenso kann jede gewünschte Zeit auf die Minute genau eingestellt werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Selbsttätiger Zeitschalter mit einer Ansehlussvorrichtung an das rückwärtige Ende der Zeigerachse von gewöhnlichen Weckeruhren, dadurch gekennzeichnet, dass die Ein-und Ausschaltung durch zwei mit zwei Kontaktfedern (0 und U) zusammenwirkende, vorzugsweise auswechselbare Zeitsegmentscheiben (M, G) bewirkt wird, deren Ränder entsprechend den vorzunehmenden Ein-und Ausschaltungen Nasen und Aussparungen aufweisen.