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Österreichische PATENTSCHRIFT ? 14746.
JOSEF ANTON GFALL m INNSBRUCK.
Instrument zum Kopieren von Zeichnungen, Bildern und Modellen.
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Dieses Instrument besteht aus einem Stab, tacher Schiene ( ? o. dgl. Fig. 1, welchen man in der Mitte einer Lang-oder auch Schmalseito eines Reissbrettes, oder auf sonst einer festen Unterlage aufschraubt, so dass man diesen Stab über die ganze Unterlage im Halbkreis drehen kann. Auf dem Stab werden zwei Gradeinteilungen gemacht.
Die eine Einteilung, welche nahe am Gelenke des Stabes sich befindet, bekommt kleine, jedoch durchaus gleich grosse Teile und jene, welche von dieser Einteilung etwas entfernt steht. bekommt grössere aber ebenfalls genau gleichgrosse Teile.
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und trage das dort Gesehene bei der Stelle der gleichen Gradnummer mit freier Hand auf das Kopienmaterial über.
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man durch Andrücken desselben an das zu kopierende Relief auch in die vertieft gelegenenStellendesselbengelangenkann.
Hei dieser Vorrichtung ist aber noch zu bemerken, dass beide Gradeinteilungen (für
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Dieses Kopierverfahren lässt sich verschiedenartig ausführen, ohne eine wesentliche Änderung zu erleiden. Man ordne beispielsweise zwei gleich grosse ineinandergreifende Zahnräder auf einer Unterlage a (Fig. 3) an. Auf eines derselben befestige man das Original c samt Unterlage, auf das andere das Kopienmaterial b. Der Befestigungspnnkt (Drehungspuukt) des Stabes d liegt jedoch ausserhalb der Verbindungslinie der beiden
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vorstehende Spitzen", weiche so angeordnet sind, dass sie bei einer Drehung des Stabes d durch den Mittelpnnkt der Zahnräder gehen.
Es werden bei dieser Drehung des Stabes cl jene Teile des Bildes kopiert werden können, die auf diesem Kreisbogen liegen ; dreht man nun die Zahnräder weiter, so beschreiben die Spitzen e, e, einen anderen neuen Kreisbogen,
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der zuerst beschriebenen Vorrichtung, nur mit dem Unterschied, dass hier infolge der entgegengesetzten Drehungsrichtung der Zahnräder alle Darstellungen verkehrt erscheinen.
Wird jedoch zwischen die beiden Zahnräder ein drittes eingeschoben (Fig. 4y, dann erscheint das kopierte Bild auf dem Zahnrad b nicht mehr verkehrt ; die Räder drehen sich
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drehen, dass immer die gleiche Gradnummer des Umfanges am Stab d anliegt. Bei der in Fig. 8 und 9 dargestellten Ausführungsform, wo keine Kroisdrehung stattfindet, ist a ein Gestelle, gleich einer Malerstaffelei, b ist das Brett für die Kopie, d ist der Gradierstab hier eine leichte Schiene, welche in Grade eingeteilt ist. Diese Gradierschieno wird mittels Schnurtrieb h, h auf- und abbewegt.
Das Brett b die Unterlage für dio Kopie, hat links und rechts genau die gleiche Gradeinteilung wie die Gradierschiono. Das Kopieren mit
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man vom Original irgend etwas zu kopieren wünscht und besieht sich den Höhengrad des zu kopierenden Punktes, stellt die Gradierschiene bei dem Kopierinstrument auf den gleichen Höhengrad, sucht den gleichen Breitegrad wie bei dem Original, und trägt hier das auf dem Original Gesehene auf die Kopie über.
Eine andere Ausführungsform ist folgende: Man ordne in ein Gestelle (Fig. 10) eine Walze a für die. Kopie von beliebiger Dimension an, ober derselben eine zweite für das Original c. Der Antrieb der Walzen erfolgt entweder durch Zahnräder (Fig. 10) oder durch Schnurtrieb (Fig. 11). An das Gestelle werden für die obere und untere Walze in geringer Entfernung von denselben Gradierstäbe angebracht. Das Kopieren geschieht, indem man
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PATENT-ANSPRÜCHE : l. Instrument zum Kopieren von ZeichnungenundBUdetH, bestehend aus einem, um eine Achse drehbaren, mit Stiften versehenen Stab, gekennzeichnet durch die Anordnung zweier, ineinandergreifender gleichgrosser Zahnräder, wobei der Drehungspunkt des Stabes auf der Verbindungslinie der Mittelpunkte der beiden Zahnräder liegt, und die Stifte bei der Drehung des Stabes durch die Mittelpunkte der Zahnräder gehen, und wobei auf das eine Zahnrad das Original aufgelegt ist und das zweite Zahnrad zur Auflage für die Kopie dient.