AT147347B - Verfahren und Einrichtung zum Gleichhalten von erzwungenen Schwingungsausschlägen. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zum Gleichhalten von erzwungenen Schwingungsausschlägen.

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AT147347B
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Adolf Dr Ing Slattenschek
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  • Investigating Strength Of Materials By Application Of Mechanical Stress (AREA)

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  Verfahren und Einrichtung zum   Gleiehhalten   von erzwungenen   Schwingungsausschlägen.   



   Bei jedem   Sehwingungsgebilde,   das erzwungene Schwingungen ausführt, kann sieh   der Schwingungs-   ausschlag   ändern, wenn sich   die Erregerfrequenz oder die Dämpfung des Gebildes ändert oder wenn das die Leistung übertragende Mittel Veränderungen mitmacht. Als Beispiele für solche Fälle seien angeführt, Arbeit leistende Schwinger (z. B.   Wuchtförderer),   Schwingungen von Maschinenteilen (z. B. Drehschwingungen von Kurbelwellen bei Verbrennungskraftmaschinen), in erster Linie aber   Dauerprüfmaschinen   mit wechselnder Belastung, an welchem Beispiel auch die Erfindung nachstehend erläutert ist. 



   Von allen   Dauerprüfmaschinen   muss verlangt werden, dass eine einmal eingestellte Beanspruchung während der ganzen Versuchsdauer gleich gross bleibt. Dies gelingt ohneweiteres nur bei jenen Bauarten, bei welchen die Beanspruchung des Probestabes durch   Gewiehtsbelastung erzeugt   wird, wie z. B. bei der   Dauerbiegemaschine   von Schenck. Bei allen andern Bauarten muss man sich damit begnügen, die Formänderungsgrösse des Probestabes (seine Dehnung, Durchbiegung oder Verdrehung) gleich gross zu halten (z. B. bei der Verdrehungsprüfmaschine von Schenck). Ändert sich während des Versuches z. B. der Elastizitätsmodul des Probestabwerkstoffes, so ändert sich damit auch die Beanspruchung des Probestabes, u. zw. gerade wegen der gleich gross gehaltenen Formänderung.

   Man muss daher bei solchen Einrichtungen den Versuch ständig   überwachen   und bei Änderung der Beanspruchung von Hand aus die Grösse der Formänderung nachstellen. Die Grösse der beanspruchenden Kraft wird mit einem Kraftmesser ermittelt, dessen Belastung über den   Prüfstab   eingeleitet wird, der also die Gegenkraft 
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 der beanspruchenden Kraft während der ganzen Versuchsdauer dadurch selbsttätig gleich gross zu halten,

   das dem der schwingende Körper oder ein mit ihren unmittelbar oder mittelbar verbundenen Teil bei jeder Schwingung entweder Stromstösse und Stromunterbrechungen oder das Aufladen und Entladen eines Kondensators in einem die Grösse des   Schwingungsansehlages   entsprechenden Zeitdauer hervorruft und von einem solchen Werte   abweichende Stromstösse   oder Ladungen des Kondensators zur Ein- 
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Die Zeichnung veranschaulicht   Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes im Schema   und Einzelheiten im Querschnitt. 



   Vom Kraftmesser der   Prüfmaschine   wird dem schwingenden   Körper   S eine schwingende Bewegung (Fig. 1) oder eine hin-und hergehende Bewegung (Fig. 2) aufgezwungen, deren Ausschläge stets ver-   hältnisgleich   zu den   Ausschlägen   des Kraftmessers bleiben müssen. Das federnde Ende F des Teiles S berührt einstellbare Kontakte K und schliesst dadurch einen Stromkreis. Die Dauer des Stromschlusses ist gleich der Berührungsdauer zwischen den Teilen K und F. Bleibt die Entfernung zwischen den Kontakten K unverändert, so ist die   Berührungsdauer   nur von der Grösse des Ausschlages des Teiles   S   abhängig. Bei grösserem Ausschlag von   S   wird das Ende F mehr durchgebogen und die Berührungsdauer ist daher grösser und umgekehrt.

   Ein in den Stromkreis eingebautes, entsprechend träg wirkendes Strommessgerät J zeigt bei einer bestimmten Berührungsdauer zwischen F und K einen Ausschlag, der je nach der Bauart des Gerätes einer mittleren Stromstärke   i   entspricht. Ändert sich nun infolge einer Ausschlagänderung von   S die Berührungsdauer zwischen F und K,   so ändert sich auch der Ausschlag des Zeigers des Gerätes J. Diese Abweichung der Zeigerstellung von der Normalstellung wird zur Einleitung des Regelvorganges für den   Schwingungsausschlag   verwendet. 

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   In Fig. 3 ist als Beispiel für eine vollständige Regeleinrichtung nach dem Verfahren gemäss der Erfindung eine Einrichtung für wechselnde Zug-Druck-Beanspruchung eines Probestabes P mittels eines Kurbeltriebes dargestellt. Vom Kurbeltrieb   Ku   wird einem Hebel   a1   eine schwingende Bewegung erteilt, die über ein Zwischenstück B auf einen Hebel   ? 3 übertragen wird,   der mittels einer bei A angelenkten Stange   0   auf den Probestab P einwirkt. Das   Zwischenstück   B kann durch einen Elektromotor E mittels einer Schraubenspindel   8p   verschoben und damit in an sich bekannter Weise das Übersetzungsverhältnis zwischen Hebeln   a1, a', \   geändert werden.

   Der Probestab ist an einer Feder BF (Kraftmesser) im Punkt D mittels eines Teiles C1 befestigt. Die Kraft, mit welcher der Probestab bei einem bestimmten Kurbel-   halbmesser. B und   einer bestimmten Stellung des Zwischenstückes B beansprucht wird, kann aus dem Ausschlag der Feder BF ermittelt werden. Solange dieser Ausschlag unverändert bleibt, ist auch die den Probestab beanspruchende Kraft unverändert und das federnde Ende F der Feder   BF berührt   die Kontakte K während einer bestimmten, stets gleichbleibenden Zeit. Der Zeiger Z des Strommessgerätes J nimmt eine bestimmte gleichfalls unveränderliche Stellung ein.

   Die Schaltkontakte 81 und   S,   eines den Motor E beeinflussenden Stromkreises werden so eingestellt, dass sie von einem mit dem Zeiger Z verbundenen Schaltzeiger   Z   nicht berührt werden, solange die gleiche Kraft auf den Probestab wirkt. Ändert 
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 den Hebeln   a1   und a2 und damit der Weg des Punktes A geändert und der Ausschlag des Kraftmessers BF auf den ursprünglichen Wert zurückgebracht. 



   An Stelle des Gerätes J kann auch ein beliebig anderes, z. B. ein Fallbügelregler verwendet werden. 



  Das   Messwerk   des Gerätes kann statt unmittelbar in dem Stromkreis der Kontakte Kin einem getrennten Stromkreis eingebaut sein, der seine Energie von dem Kontaktstromkreis auf beliebige Art, z. B. mittels eines Thermoumformers erhält. Bildet man das Gerät als Schreibgerät aus, so können die Beanspruchungs- änderungen aufgezeichnet werden. 



   Durch die Einstellbarkeit der Schaltkontakte   81 und 8a   ist auch eine zeitweilige Veränderung der 
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 Wege   zurücklegen,   ohne dass   Zi   die Kontakte berührt. Der Ausschlag des Kraftmessers BF verändert sich damit so lange, bis   81   oder   8a   berührt werden. Es ist hiebei lediglich notwendig, die Relais Ri und Ra mit Haltekontaktenauszurüsten, die das eine Relais so lange geschlossen halten, bis das andere in Tätigkeit tritt. 



   Gemäss Fig. 4 ist der schwingende Teil S nach Fig. 1 und 2 ohne federndes Ende ausgebildet, dagegen der Kontakt K federnd, wobei S stromführend ist. Gemäss Fig. 5 ist   8   nicht stromführend und der Kontakt K an einer Feder F1 befestigt.   DrÜckt 8 gegen K,   so wird die Feder   F1 durchgebogen   und über eine zweite Feder Feder Stromkreis geschlossen. Zum Schutz der Kontakte K1 ist zweckmässig die Feder   Fz   von einer dritten Feder   Fg   unterstützt, so dass bei grösseren Wegen des Kontaktes K die Federkräfte nicht nur über   K1,   sondern auch, u. zw. zum grössten Teil, auf   Fg   übertragen werden. Es kann zweckmässig sein, in den Endlagen des schwingenden Teiles S einen Strömkreis zu unterbrechen, statt zu schliessen.

   Gemäss Fig. 6 ist der Kontakt K durch eine Durchbrechung der Feder   F1   frei durchgeführt   und mit derFeder Ffest verbunden. Der Kontakt Klist für gewöhnlich geschlossen und wird nur so lange   geöffnet, als S den Kontakt K verdrängt.   8   ist auch hier nicht stromführend. Gemäss Fig. 7 schleift   8   
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 verschieden lang. 



   Man kann ferner mit Hilfe der beschriebenen Einrichtungen auch hydraulische Druckschwankungen so regeln, dass ihre Schwingungsweite gleich bleibt. Hiezugenügtes, die hydraulischyen Dru8ckschwankungen in mechanische Schwingungen umzuwandeln, Gemäss Fig. 8 ist das Gefäss G durch eine Membran M in zwei Kammern getrennt, die unter Druck gesetzt werden ; in der einen Kammer bleibt der Druck gleich gross (z. B. p), in der andern wirken die veränderlichen Drücke   (z. B. p A p).   Die Membran M bewegt sich bei Druckschwankungen in der zweiten Kammer und berührt in den Endlagen die Kontakte K. Die Berührungsdauer ist von den   Membranausschlägen,   also von den Druckschwankungen A p abhängig. 



  Diese Einrichtung hat den Vorteil, dass die Membran M nur mit der Druckschwankung A p, nicht aber mit dem absoluten veränderlichen Druck p   +     A : ; beansprucht   wird. 



   Die Änderung der   Schwingungsausschläge   kann auch dazu benutzt werden, einen elektrischen Kondensator verschieden stark aufzuladen und die Grösse der Ladung zu messen und zur Regelung des Ausschlages zu verwenden. Gemäss Fig. 9 ist die Kontaktfeder F zwischen zwei Federn F1 und   F   angeordnet, derart, dass der schwingende Teil S in seinen Endlagen die Feder F von F1 abhebt und mit Fa zur Berührung bringt. Dadurch wird der Kondensator 0 an die Batterie B angeschlossen und aufgeladen. Die Ladung des Kondensators ist umso grösser, je länger F und   F   sich berühren. Schwingt S zurück, so legt sich F wieder gegen Ft und schliesst dadurch die beiden Kondensatorplatten über das Messgerät J kurz.

   Bei gleichen   Schwingungsausschlägen   von S zeigt J einen bestimmten Ausschlag, der geändert wird, wenn sich der Ausschlag von 8 ändert. Fig. 10 zeigt die Anordnung, wenn Sin beiden Endlagen der Schwingung den Kondensator   Oan   die Batterie   anschliesst   und, Fig. 11 die zugehörige Kontaktausführung. 

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   Bei einem zu Schwingungen erregten Maschinen-oder Bauteil ändert sich mit dem Schwingungausschlag auch die Beanspruchung, die, zur sicheren Vermeidung eines Bruches, eine gewisse   Grösse   nicht   überschreiten   darf. Das Verfahren gemäss der Erfindung kann auch zur Sicherung solcher Teile gegen längere Überbeanspruchung verwendet werden, u. zw. derart, dass jede Überschreitung des grössten zugelassenen Schwingungsausschlages entweder eine selbsttätige Regelung im Sinne einer Verkleinerung des Sehwingungsausschlages einleitet oder aber durch ein Zeichen auf die unzulässig hohe Schwingungbeanspruchungaufmerksammacht. 



   PATENT-ANSPRÜCHE   :  
1. Verfahren zum Gleichhalten von erzwungenen mechanischen   Schwingungsausschlägen,   insbesondere bei Dauerprüfmaschinen, mit wechselnder Beanspruchung des Probestabes, dadurch gekennzeichnet, dass der schwingende Körper oder ein. mit ihm unmittelbar oder mittelbar verbundener Teil bei jeder Schwingung entweder   Stromstösse   und   Stromunterbrechungen   oder das Aufladen und Entladen eines Kondensators in einer der Grösse des Schwingungsausschlages entsprechenden Zeitdauer hervorruft und von einem solchem Werte abweichende Stromstösse oder Ladungen des Kondensators zur Einleitung der Regelung des Ausschlages des schwingenden Körpers auf einem Sollwert verwendet werden.

Claims (1)

  1. 2. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der schwingende Teil (8) in einen mit der Einrichtung zur Regelung des Ausschlages des schwingenden Körpers verbundenen Stromkreis geschaltet ist und mit einem in seiner Sehwingungsbahn gelegenen zum Stromkreis gehörenden Kontakt (oder zwei solchen Kontakten) in zeitweise Berührung kommt, wobei entweder der Teil (8) oder der Kontakt federnd oder federbelastet ist, so dass die Berührung auch bei Änderungen der Grösse des Ausschlag stattfindet.
    3. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der schwingende Teil (8) zeitweise in Berührung mit einem in seiner Schwingungsbahn gelegenen Anschlag kommt, der an der einen Feder eines in einen mit der Einrichtung zur Regelung des Ausschlages des schwingenden Körpers verbundenen Stromkreis geschaltenen Kontaktfederpaares (F1 > F2) angeordnet ist, und dadurch zeitweise eine gegenseitige Berührung der beiden Federn und damit das Schliessen des Stromkreises herbeiführt.
    4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine der Federn (Fi. F gegen eine dritte Feder Fg zum Schutz der Kontakte (K1) bei grösseren Federschwingungen abgestützt ist.
    5. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der schwingende Teil (S) eine in seiner Schwingungsbahn gelegene Kontaktfeder (F) eines mit der Einrichtung zur Regelung des Ausschlages des schwingenden Körpers verbundenen Stromkreises zeitweilig vorübergehend verstellt, die dadurch ausser Berührung mit einer von zwei zu ihren beiden Seiten angeordneten Kontaktfedern (F1 F2) dagegen in Berührung mit der andern Feder gebracht wird.
    6. Einrichtung nach Anspruch 2 oder 3 für wechselnde Druck-Zugbeanspruchung eines Probestabes, dadurch gekennzeichnet, dass der Probestab (P) an einem Ende mit einer Feder (BF) verbunden ist, die bei Änderungen ihres Ausschlags über Kontakte (i, Schaltrelais (R1 bzw. RR) betätigt, die einen Motor (E) in der einen oder der andern Richtung drehen, wodurch das zwischen der Verbindungsstelle (. 4) des andern Probestabendes und dem Druckweehselantrieb (Ku) eingeschaltete Gleit- stück (B) derart verschob : n wird, dass der Ausschlag wieder seinen Sollwert erreicht.
    7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 6 zum Gleichhalten von hydraulischen Druckschwankungen, gekennzeichnet durch einen federnden Teil, z. B. eine Membran (M), welcher die Druckschwankungen in mechanische Schwingungen umwandelt und derart angeordnet ist, dass er nur durch die Abweichungen des hydraulischen Druckes von einem Sollwert beansprucht wird.
AT147347D 1934-03-19 1934-03-19 Verfahren und Einrichtung zum Gleichhalten von erzwungenen Schwingungsausschlägen. AT147347B (de)

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