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Vorrichtung zur Erzielung der mechanischen Zeilenübereinstimmung verschieden breit linierter
Formulare für deren fortlaufende Beschriftung im Durchschreibeverfahren.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur fortlaufenden Beschriftung von listenförmigen Bändern mit Durchschrift unter Einhaltung eines verschieden grossen Zeilenabstandes auf den Bändern. Bekanntlich müssen für die Zwecke der Lohnauszahlung an die Arbeiter und Angestellten von einem bestimmten Zeitpunkt an in ausserordentlich kurzer Zeit die Lohnsummen errechnet, die Lohnlisten zusammengestellt und die Lohnteilsummen auf die einzelnen Arbeitnehmer aufgeteilt werden bzw. zur Verteilung gelangen. Bisher mussten nach Zusammenstellung der Lohnlisten die Teillohnsummen in der Regel einzeln von Hand aus auf das Lohnkontoblatt und die Oberseite der Lohntüte im Durchsehreibverfahren übertragen werden, was einen erheblichen Arbeitsaufwand erforderte. Genau die gleichen Verhältnisse liegen vor, wenn z. B.
Adressen mehrfach zu schreiben und auf einer Evidenzliste festzuhalten sind oder z. B. der Fakturenausgang mit den Detailsummen auf Listen an Stelle des Fakturenausgangsbuches festgehalten werden muss usw. Für eine Vereinfachung dieser Massnahmen ist vor allem hinderlich, dass die dabei verwendeten Formulare in der Regel einen voneinander verschiedenen Zeilenabstand aufweisen. Die Lohnliste und das Einzellohnkontoblatt jedes Arbeitnehmers weisen z. B. einen engen Zeilenabstand auf, während der Zeilenabstand von z. B. mit ihren Langseiten aneinander gereihten Lohntüten ein Vielfaches des Zeilenabstandes der Lohnliste beträgt.
Die beiden geschilderten Nachteile waren bisher einer Vereinfachung z. B. des Lohnverrechnungssystems hinderlich.
Durch die erfindungsgemässe Vorrichtung wird diesem Mangel dadurch abgeholfen, dass durch entsprechende Fortschaltmittel das die Durchschrift aufnehmende Beschriftungsband im Gleich-oder Gegenlauf zum erstgenannten Band, jedoch diesem gegenüber mit grösseren Fortschaltschritten, zwecks zeilenrichtiger Übereinanderlagerung beider Bänder bei jeder Beschriftung bewegt wird, wobei das Verhältnis der Zeilenabstände der laufenden Bänder die Grundlage für das Übersetzungsverhältnis der Zahnradantriebe für die Bandbewegungen bildet. Ist z.
B. der Zeilenabstand des einen Bandes 1 cm, der des andern 5 cm, so ist die zur Zeilenübereinstimmung notwendige Schaltschrittgeschwindigkeit des Bandes mit 5 cm Zeilenabstand bei Gleichlauf der Bänder die sechsfache, bei Gegenlauf der Bänder die vierfache als die des Bandes mit 1 cm Zeilenabstand, welche Geschwindigkeiten dadurch erreicht werden, dass sich die Durchmesser der Antriebszahnräder (Transportscheiben) bei Gleichläufigkeit im gegebenen Beispiel wie 1 : 6, bei Gegenläufigkeit wie 1 : 4 verhalten. Die Erfindung kann daher in weiterer Ausgestaltung überall dort Anwendung finden, wo im Durchschreibeverfahren laufende Bänder, die verschieden breit liniert sind, zu beschriften sind.
In der Regel wird der Fall so liegen, dass das Formular mit grossem Zeilenabstand dazu bestimmt ist, in Einzelabschnitte zerlegt zu werden, die dann z. B. als Kartothekblätter oder als Postkuvert, Lohntöten, Fakturen usw. zu dienen haben. In diesem Falle wird man dieses Band in geeigneten Abständen perforieren, so dass seine Zerlegung in Kartothekblätter, Lohntüten usw. ohne weiteres erfolgen kann.
Die Vorrichtung ermöglicht ferner, dass mit einfachen Mitteln für jeden Aufzeichnungsfall die zeilenrichtige Einstellung der Aufzeichnungsträger entweder im Gleichlauf oder im Gegenlauf der letzteren einstellbar ist. Bei der Ausführungsform dieses Gerätes als Handgerät sind die Aufzeichnungsträger über Leitrollen auf der Oberseite einer tafelförmigen Schreibunterlage geführt, u. zw. in einem solchen Abstand (Sicherheitsabstand) voneinander, dass beim Weiterleiten dieser Bänder keine Reibungen mit dem zwischenliegenden Farbpapier eintreten, was ein Verschmutzen zur Folge haben könnte. Das Verschmutzen durch Handauflage, wie es z.
B. beim bisherigen Lohnverrechnungsverfahren eintrat, fällt
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hier weg, da das Farbpapier (Blaupauspapier) ein schmaler Streifen ist, der immer an derselben Stelle verwendet wird, während die Hand in einer Zone aufliegt, wo kein Pauspapier ist. Weiter bietet die Anordnung die Möglichkeit, die Beschriftung mit der Schreibmaschine vorzunehmen, was bei den bisherigen Lohnverrechnungsapparaten nicht möglich war, insbesondere weil die Lohntüten so schmal sind, dass ein Einspannen in die Schreibmaschine gar nicht möglich war.
Bei Verwendung der erfindungsgemässen Vorrichtung an einer Schreibmaschine (insbesondere addierender Schreibmaschinen) wird einfach-die Walze drucklos gemacht, u. zw. in der üblichen Weise, so dass sich die einzelnen Bänder, die durch einen Mechanismus zeilenrichtig einstellbar sind, gegeneinander frei verschieben können, und dann wird der Apparat normal in Tätigkeit gesetzt.
Die Zeichnung zeigt mehrere Ausführungsbeispiele von zur Durchführung des Verfahrens dienlichen Geräten. Fig. 1 zeigt schematisch ein Handgerät für gleichläufige Bewegung der Bänder in einer Seitenansicht, während Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie a-b der Fig. 1 darstellt. Fig. 3 zeigt schematisch ein Gerät für gegenläufige Bewegung der bandförmigen Beschriftungsträger. Fig. 4 zeigt eine Einrichtung für gegenläufige Bänder in Anwendung auf eine Schreibmaschine.
Zwischen den Wandteilen 1 eines Gehäuses mit der Schreibplatte 2 sind Walzen 3, 4, 5 gelagert, wobei die Walze 3 als Abwickelwalze für die zu einem Band 6 vereinigten Lohntüten, die Walze 4 als Abwickelwalze für die Lohnliste 7 und die Walze 5 als Aufwickelwalze für das Lohntütenband 6 dient.
Die Lohnliste wird auf der Walze 8 aufgewickelt, die z. B. auf Ständern 9 gelagert ist, wobei diese Lohnliste wie das Lohntütenband am Rande perforiert ist. Die beiden Bänder 6 und 7 laufen über Leitrollen 10 und 11, die zum Zwecke eines Abstandes zwischen den beiden Bändern verschieden hoch an der Schreib-
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und die Welle 19 ein Kegelrad 22 mit kleinem Durchmesser. Diese Kegelräder 21 und 22 kämmen mit Kegelrädern 23 und 24 auf einer Achse 25, die bei 26 an der Platte 2 gelagert ist.
Die Wellen 18 und 19, von denen die erstere durch eine am Rand geriffelte Scheibe 28 verdreht werden kann, sind durch die genannten Kegelräder zwangsläufig auf Drehung so gekuppelt, dass einer Verdrehung der Achse 18 und damit der gezahnten Scheiben 16, 16 eine mehrfach so grosse Umdrehung der Achse 19 mit den gezahnten Scheiben 17, 17 entspricht. Es kann also z. B. das Lohntütenband um ein Mehrfaches der Zeilenbreite des Lohnlistenbandes bei jeder Betätigung der Scheibe 28 verdreht werden. Die Kegelzahnräder 21 und 22 sind bezüglich ihrer Durchmesser so bemessen, dass die zeilenrichtige Einstellung der beiden Bänder im Bereiche der Beschriftungsstelle möglich ist.
Die Achsen 18 und 19 weisen gerillte Scheiben 30 und 31 für je einen Schnurtrieb 32 und 33 auf, der auch über entsprechend gerillte Scheiben 34 und 35 der Walzen 5 und 8 geführt ist, die sich damit zwangsläufig in Abhängigkeit von den Umdrehungsgrössen der Kegelzahnräder 21 und 22 bewegen.
Im Bereiche der Schreibstelle sind für die einzelnen, in einem Vorgang zu beschriftenden Bänder mehrere übereinanderliegende Farbbänder vorgesehen, die quer über die Schreibplatte 2 gezogen werden können. Die Bänder sind nach Art des Kopierpapiers ausgeführt und an den Langseiten mit Schutzstreifen gegen Beschädigen und zur Erhöhung ihrer Zugfestigkeit versehen. Jedes Band ist auf jeder Seite über je eine Spule gewickelt, wobei die eine Spule als Abwickel-, die andere als Aufwickelspule dient. Die Spulen sind achsparallel nebeneinander in einem Rahmen gelagert. Jeder Rahmen kann am Gehäuse des Schreibgerätes schwenkbar gelagert sein.
Die beiden Rahmen oder Halter können in die Höhe geklappt werden, so dass die aufeinanderliegenden Farbbänder oder-streifen auseinandergespreizt werden, um das Einziehen der zu beschriftenden Papierbänder zu erleichtern. Die Aufwickelspulen für die Kopierpapierbänder, die quer zu den zu beschriftenden Papierbändern laufen, können durch einen geeigneten Mechanismus mit dem Abwickelmechanismus der letzteren zwangsläufig zwecks gleichmässiger Abspulung verbunden sein.
Fig. 3 zeigt eine geänderte Ausführungsform des Schreibgerätes gemäss den Fig. 1 und 2 zu dem Zweck, die zu beschriftenden Papierbänder im Gegenlauf durch das Gerät ziehen zu können und dabei die absolute Bewegung beider Bänder zu reduzieren.
Gemäss der Zeichnung (Fig. 3) sind zwischen den Wandteilen 1, 1 des die Schreibplatte 2 aufweisenden Gehäuses die Walzen 3, 4, 5 gelagert, die die gleiche Funktion haben wie im ersten Ausführungsbeispiel. Das Lohntütenband 6 läuft von der Walze 3 über eine Leitwalze 10 und über die gezahnten Scheiben 40 sowie eine weitere Leitwalze 41 zur Aufwickelwalze 5. Diese Walze 5 weist eine Schnur-
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angetrieben, die ihren Antrieb durch ein Zahnrad 46 erhält, das mit dem auf der Welle 48 aufgekeilten Zahnrad 47 kämmt, wobei der Durchmesser des Zahnrades 47 gleich ist dem Durchmesser der Transportscheiben 40 und der Durchmesser des auf der Achse 45 aufgekeilten Zahnrades gleich ist dem Durchmesser der kleinen Transportscheiben 54, wodurch die Aufwickelwalze für das Lohntütenband in der Schaltsehrittgesehwindigkeit dieses Bandes angetrieben wird.
Die Welle 48 wird durch ein ausserhalb des Kastens angeordnetes geriffeltes Handrad (Drehknopf), in der Zeichnung nicht dargestellt, angetrieben.
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Auf der Welle 48 ist ausser den gezahnten Scheiben 40 noch ein gerilltes kleines Rad 49 aufgekeilt, das mittels eines gekreuzten Schnurtriebes 50 mit dem gerillten Rad 51 der Aufwickelwalze 8 auf Drehung verbunden ist, wobei die Durchmesser der Räder 49 und 51 gleich sind dem Durchmesser der Scheiben 54, d. h. die Aufwickelwalze 8 wird in der Schaltschrittgeschwindigkeit des Lohnlistenbandes 7 angetrieben.
Das Lohnlistenband 7 wird von der Walze 4, abgewickelt, über die Walze 14 und die Schreibstelle, die wieder mit einem Pfeil p bezeichnet ist, gezogen, gelangt über eine Leitrolle oder Leitwalze 58 auf die gezahnten Scheiben 54, die auf der Achse 48 aufgekeilt sind, und wird hierauf über eine Leitwalze 55 der Aufwickelwalze 8 zugeführt. Die auf Grund des Verhältnisses der Zeilenabstände verschiedenen
Durchmesser der gezahnten Räder 40 und 54, wobei die Zahnabstände auf beiden gleich sind, bedingen eine solche Relativbewegung der beiden Bänder 6 und 7, dass deren richtige Zeilenübereinstimmung an der Beschriftungsstelle, die stets am Orte bleibt, erzielt wird.
Die Anordnung der Fàrbpapierbänder ist die gleiche wie im ersten Ausführungsbeispiel.
Fig. 4 zeigt die Anwendung des gegenläufigen Bandsystems auf eine Schreibmaschine (allenfalls mit Horizontal- und Vertikalzählwerk).
Mit 60 ist die Schreibwalze bezeichnet, die im Schlitten 61 der Schreibmaschine in bekannter Weise gelagert ist. Der Schlitten 61 weist rückwärts einen Träger 62 auf, in welchem die Abwickelwalze 63 für das Lohnlistenband 6 sowie seine Aufwickelwalze 66, d ; e Abjyrckelwalze 64 für das Lohntütenband 7 und dessen Aufwickelwalze e gelagert sind, während in einer entsprechenden Fortsetzung des Trägers 62 die Welle 75 gelagert ist. Ein Schnurtrieb 67 verbindet das Rillenrad 68 der Walze 65 mit dem Rillenrad 69 der Walze'. 66. Ein gekreuzter Schnurtrieb 70 verbindet die gerillte Scheibe 71 der Walze 66 mit einem gerillten Rad 72 der Welle 75, die beiderseits gezahnte Scheiben 74 aufweist, über welche das etwas schmälere Lohnlistenband 6 läuft. Auf der Welle 75 sind auch die gezahnten Scheiben 76 befestigt.
Die Welle 75 ist in einem entsprechenden seitlichen Auslager des Trägers 62 gelagert und wird durch je einen an ihrem linken und rechten Ende angebrachten Drehknopf bewegt.
Der Durchmesser des Rillenrades 69 auf der Walze 66 verhält sich zum Durchmesser des Rillenrades 68 auf Walze 65 so wie der Durchmesser der Transportscheiben 76 zum Durchmesser der Transportscheiben 75, d. h., die Aufwickelwalze 65 wird in der Schaltschrittgesehwindigkeit des Lohntütenbandes 7 bewegt, während der Durchmesser der gerillten Scheibe 72 gleich dem Durchmesser der gerillten Scheibe 71 auf Walze 66 ist, wodurch die Walze 66 in der Schaltschrittgeschwindigkeit des Lohntütenbandes 6 bewegt wird.
Die Bänder 6 und 7 laufen im Gegensinn über die Schreibwalze 60. Um eine zu starke Abbremsung der horizontal geführten Farbpapierbänder an der Schreibstelle zu verhindern, können über und unter derselben im Rahmen des Schlittens gelagerte Leitwalzen S mit sehr kleinem Durchmesser angebracht werden, die einen. Sicherheitsabstand zwischen den Bändern zur reibungslosen Durchführung der Farbpapierbänder schaffen.
Ausserdem ist am Schlitten eine Umlenkwalze 79 vorgesehen. Die Klemmwalze 77 muss während des Arbeitens im Sinne des Pfeiles pl von der Schreibwalze in bekannter Weise abgehoben werden. An der Schreibstelle, die durch einen Typenhebel 80 und seine Führung 80 a, welch letztere im Sinne des Pfeiles ps samt der Führung für das Farbband 81 heruntergeklappt werden kann, schematisch angedeutet ist, sind zwischen den einzelnen zu beschriftenden Bändern 6 und 7 sowie zwischen diesem und dem Lohnkontoblatt L des Arbeitnehmers, das durch bei Buchhaltungsmaschinen bekannte Mittel in die Schreibstelle eingezogen wird, mehrere parallel zur Achse der Sehreibwalze 60 geführte und verschiebbare Papier- farbbänder vorgesehen, deren Fortschaltung in bekannter Weise durch die Sehlittenbewegung bewerkstelligt wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Erzielung der mechanischen Zeilenübereinstimmung verschieden breit linierter Formulare für deren fortlaufende Beschriftung im Durchsehreibeverfahren, dadurch gekennzeichnet, dass durch entsprechende Fortschaltmittel das die Durchschrift aufnehmende Beschriftungsband im Gleich-oder Gegenlauf zum erstgenannten Band, jedoch diesem gegenüber mit grösseren Fortschalt- ! chritten, zwecks zeilenrichtiger Übereinanderlagerung beider Bänder bei jeder Beschriftung bewegt wird, wobei das Verhältnis der Zeilenabstände der laufenden Bänder die Grundlage für das Übersetzungsverhältnis der Zahnradantriebe für die Bandbewegungen bildet.