AT145982B - Transportables elektrisches Hörschärfemeßgerät. - Google Patents

Transportables elektrisches Hörschärfemeßgerät.

Info

Publication number
AT145982B
AT145982B AT145982DA AT145982B AT 145982 B AT145982 B AT 145982B AT 145982D A AT145982D A AT 145982DA AT 145982 B AT145982 B AT 145982B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
curves
hearing
portable electric
threshold
intensity
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Karl Ing Spielmann
Fritz Dr Grossmann
Original Assignee
Karl Ing Spielmann
Fritz Dr Grossmann
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Karl Ing Spielmann, Fritz Dr Grossmann filed Critical Karl Ing Spielmann
Application granted granted Critical
Publication of AT145982B publication Critical patent/AT145982B/de

Links

Landscapes

  • Measurement Of The Respiration, Hearing Ability, Form, And Blood Characteristics Of Living Organisms (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Transportables elektrisches   Hcrschärfemessgerät.   



   Elektrische Hörprüfgeräte dienen bekanntlich dazu, mit Hilfe von elektrisch erzeugten reinen Tönen von definierter Frequenz und Intensität die Empfindlichkeit (Reizschwelle) von Gehörorganen zu messen. Jedes   Hörschärfemessgerät   muss folgende Bedingungen erfüllen : 1. Obertonfreiheit des Prüftones, dessen Frequenz von etwa 30   Hz   bis 10.000   Hz   regelbar sein muss. 2. Die jeweils eingestellte   Intensität muss in einem üblichen Mass (z. B. Dynjcm2, Phon, Dezibel usw. ) angebbar sein. 3. Der Apparat   muss klein und leicht transportabel sein. Diese Bedingungen sind bisher noch von keinem Apparat gleichzeitig erfüllt worden. 



   Um der ersten Bedingung zu genügen, lässt man die Tonerzeugung nach dem Prinzip der Überlagerung erfolgen. Bekanntlich erhält man bei der Überlagerung zweier hochfrequenter Schwingungen einen weitgehend obertonfreien Schwebungston. Alle bisher bekannten auf diesem Prinzip beruhenden Hörschärfemesser haben jedoch den Fehler, der dritten Bedingung nicht zu entsprechen. Die leichte Transportierbarkeit wird durch die Verwendung von   Netzanschlussgeräten   bzw. grossen Akkumulatorbatterien unmöglich gemacht. Vorliegendes Hörschärfemessgerät, das auf dem Prinzip der Überlagerung beruht, umgeht diesen Fehler durch Verwendung von Trockenbatterien als Spannungsquellen für Heizung und Anode der Röhren.

   Der heutige Stand der Radiotechnik hat es möglich gemacht, durch Wahl von energiesparenden Röhren mit wenigen parallelgeschalteten Taschenlampenbatterien für die Heizung viele Stunden zu prüfen. 



   Es war bisher unmöglich, Apparate, die auf der dem Prinzip Überlagerung beruhen, zu bauen, die gleichzeitig der zweiten und dritten Bedingung genügen, u. zw. deshalb, weil die nötige sorgfältig Entzerrung des akustischen Frequenzganges der Apparatur Siebglieder bedingt, welche den Apparat ausserordentlich komplizieren und das Gewicht beträchtlich erhöhen. Es ist nicht von Bedeutung, die elektrische Schallquelle mit einer für alle Frequenzen konstanten Wechselspannung zu beaufschlagen, wie dies z. B. von Marvel (österr. Patentschrift Nr. 140658) gefordert wurde. Alle bisher bekannten elektrischen Schallquellen haben nämlich die Eigenschaft, dass die abgestrahlte akustische Energie (in absoluten Einheiten gemessen) in einem sehr komplizierten, keineswegs aber linearen Verhältnis (in dem für die Hörprüfung wesentlichen Bereich) zur elektrischen Energie steht.

   Bei den handelsüblichen   Schallsendern   ist der Fehler so gross, dass man, wie schon erwähnt, nur nach exaktester Entzerrung des Frequenzganges zur Durchführung der so subtilen Schwellenprüfung schreiten kann. 



   Von grösster Bedeutung für die Hörprüfung ist es, Lautstärkeangaben in einem Masssystem zu machen, das international verstanden wird und reproduzierbar ist. Die Aufgabe der Hörschwellenprüfung besteht darin, die Schwellenkurve in ein Diagramm einzutragen, dessen Abszisse einen Frequenzmassstab trägt und dessen Ordinate den Schalldruck in absoluten Einheiten (oder in einem Mass, das durch eindeutige Transformation hervorgegangen ist) darstellt. Die Lösung dieser Aufgabe ist bisher noch keinem Hör-   schwellenmessgerät   in einwandfreier Weise gelungen. Die Intensitätsfestlegung wurde nämlich bei den besten bisher bekannten Audiometern auf folgende Weise durchgeführt. Die von der Apparatur erzeugten Töne werden einem Spannungsteiler zugeführt, dessen Widerstand in eine Reihe von (meist) logarithmischen Stufen unterteilt ist.

   Dieses Potentiometer gestattet es, die an den Kopfhörer oder Lautsprecher anzulegende Wechselspannung (Tonfrequenz) den Stufen entsprechend zu variieren. Es ist heute üblich, bei Hörschwellenmessgeräten, die auf dem Prinzip der Überlagerung beruhen, den Widerstand in 45 Stufen zu teilen ; Stufe Nr. 1 schliesst den Kopfhörer oder Lautsprecher kurz, Stufe Nr. 45 bedeutet maximale Intensität. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Die Hörprüfung erfolgt nun in folgender Weise. Nach Einstellung der Frequenz wird der Dämpfungswiderstand auf Stufe Nr. 45 eingestellt. Hierauf dämpft man die Intensität durch Einstellung kleinerer Stufenzahlen so lange, bis die Reizschwelle erreicht ist. Nun erfolgt eine Eintragung in einem durchscheinenden Diagrammpapiere, dessen Abzsisse einen logarithmischen   Frequenzmassstab   trägt und dessen Ordinate der Stufenzahl entsprechend in 45 gleiche Teile geteilt ist, von 45 nach 1 aufsteigend. Das Messergebnis für eine Frequenz wird hier als Punkt markiert. Wenn man schliesslich alle auf diese Art aufgenommenen Punkte verbindet, erhält man eine der Hörschwelle entsprechende Kurve.

   Diese Kurve, welche von einer Reihe von Autoren als Resultat der Hörprüfung dargestellt wird, hat für die exakte Auswertung der Schwellenmessung überhaupt keinen unmittelbaren Wert. Auch der Vergleich zweier auf obgenannte Art (allenfalls mit der gleichen Apparatur) aufgenommener Kurven hat für die exakte Hörprüfung keinerlei Bedeutung. Selbst wenn jede Stufe des Intensitätsdämpfungsgliedes mit einer für alle Frequenzen konstanten, bestimmten Lautstärkeangabe versehen wird, ist es nicht möglich, die 
 EMI2.1 
 massstab trägt und dessen Ordinate den Schalldruck in absoluten Einheiten darstellt, da, wie oben erwähnt, der akustische Frequenzgang nicht berücksichtigt wurde. Der auftretende Fehler ist auch beim besten bisher bekannten Audiometer sehr gross (B.   Langenbeek,   Zeitschrift für H. N. 0., Bd. 36, S. 418, 1934). 



   Vorliegende Erfindung betrifft nun ein   Hörschwellenmessgerät,   welches mit Hilfe einer graphischen Entzerrung den akustischen Frequenzgang berücksichtigt und daher einwandfreie Intensitätsangaben macht.   Das. bekannte, Vielfach   verwendete Diagramm, dessen Abszisse den Frequenzen entspricht und dessen Ordinate eine beliebige Teilung (hier also 45 Teile) trägt, ist der Ausgangspunkt vorliegender Erfindung. Diese besteht darin, die Apparatur mit einer zu ihr gehörigen Kurvenschar auszustatten, mit deren Hilfe es möglich ist, die im Diagramm aufgenommenen Kurven so zu deuten, dass ihre Lagen in einem   Frequenz-Lautstärkediagramm   unmittelbar angegeben werden können. Diese Kurvenschar besteht aus einer Reihe von einander nicht schneidenden Kurven, welche z. B. auf Karton aufgezeichnet sind.

   Die Kurven liegen in einem Koordinatensystem nach dem Diagramme und sind Kurven gleicher   Lautstärke (z. B. des absoluten Masssystems, des physiologischen Masssystems usw. ) für den vorliegenden   Apparat. Die Kurvenschar wird mit vorliegendem Hörschärfemessgerät gewonnen und durch Vergleich mit einem in einem entsprechenden Masssystem geeichten Schallsender mit den Angaben über die Lautstärke versehen. Die Kurven kann man sich auch durch   Schwellenprüfung   an hypothetische Personen im Diagramme mit vorliegender Apparatur aufgenommen denken, deren   Reizschwellenintensitäten   für jeden Ton z. B. gerade 10   Dynjem2 (Phon,   Dezibel), 5 Dyn/cm2, 1   Dynjcm2   usw. betragen.

   Diese Kurven, aus welchen die Kurvenschar besteht, entsprechen also einer Darstellung des Frequenzganges der Apparatur im Diagramme. 



   Beiliegende Figur zeigt die Lage dieser Kurvenschar im Diagramme, in welches auch die Schwellenkurve k einer Versuchsperson eingetragen wurde. Die Auffindung des Hörprüfungsergebnisses und zugleich die graphische Entzerrung des Frequenzganges geschieht erfindungsgemäss auf folgende Weise : Durch Übereinanderlegen einer mit dem Hörschärfemessgerät gewonnenen Hörschwellenkurve keiner Versuchsperson, aufgetragen auf einem durchscheinenden Diagrammpapiere und im gleichen Koordinatensystem dargestellt wie die auf Karton gezeichnete Kurvenschar, auf die die Lautstärken angebende Kurvenschar werden durch die Schnittpunkt s der Untersuchungskurve k mit den Schallstärkekurven die jeweiligen Intensitätswerte für den Untersuchten in der gewählten Masseinheit gefunden.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : EMI2.2 die Verwendung einer die Lautstärke in Phon od. dgl. angebenden Kurvenschar, mit deren Hilfe es möglich ist, die Intensität von Punkten einer auf einem durchscheinenden Diagrammpapier mit der Apparatur aufgenommenen, im selben Koordinatensystem wie die Lautstärkekurven dargestellten Hörschwellenkurve in einem üblichen Intensitätsmasse unmittelbar anzugeben.
AT145982D 1935-05-11 1935-05-11 Transportables elektrisches Hörschärfemeßgerät. AT145982B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT145982T 1935-05-11

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT145982B true AT145982B (de) 1936-05-25

Family

ID=3643859

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT145982D AT145982B (de) 1935-05-11 1935-05-11 Transportables elektrisches Hörschärfemeßgerät.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT145982B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3112829A1 (de) Verfahren zur ortung von rohrschaeden und geraet zur durchfuehrung des verfahrens
AT145982B (de) Transportables elektrisches Hörschärfemeßgerät.
Stevens et al. On the nature of aural harmonics
DE69430268T2 (de) Verfahren und vorrichtung zur messung von röntgenstrahlen
DE505375C (de) Vorrichtung zum Untersuchen von Fernhoerern
DE2223492B2 (de) Verfahren und eine anordnung zur bestimmung des frequenzgangs
DE60033974T2 (de) Instrument und Verfahren zur reflexologischen Messung sowie Standardisierung und Klassifizierung einer neuen Messeinheit
DE2711792C3 (de) Einrichtung zum Messen der Schallstärke einer Schallquelle und des Schall dämpfungsfaktors eines Materials und Anwendungsverfahren
DE19636277A1 (de) Vorrichtung zur Detektion elektromagnetischer Wechselfelder
Black et al. A Quantitative Study of the Cochlear Response.
AT125404B (de) Gerät zur Erzeugung einer Standardsprache für Hörprüfung und Hörübung.
DE625530C (de) Verfahren zum Messen der Schalldaemmung von Waenden o. dgl.
DE658773C (de) Verfahren zur Messung der bei Ausgleichsvorgaengen, insbesondere bei elektroakustischen Ausgleichsvorgaengen auftretenden Energie- bzw. Leistungsdifferenzen
DE700769C (de) steuerorgans oder zur Kontrolle der selbsttaetigen Verstaerkungsregelung in Tonaufzeichnungsgeraeten
AT139067B (de) Verfahren zum Messen der Schallisolation von Wänden, Türen, Fenstern, Decken u. dgl.
DE445415C (de) Akustische Vergleichsvorrichtung
AT152969B (de) Verfahren und Gerät zur Feststellung der räumlichen Grenzen von äußerlich unzugänglichen menschlichen und tierischen Organen, Körperteilen, in diesen eingeschlossenen Fremdkörpern u. dgl. und/oder der stofflichen Beschaffenheit derselben.
CH255459A (de) Vorrichtung zur elektrischen Messung des Wassergehaltes von Materialien, insbesondere von Holz.
DE707816C (de) Verfahren zum Eichen von Mikrofonen, insbesondere Kondensatormikrofonen, mit nachgeschalteten Verstaerkern
DE911297C (de) Vorrichtung zur UEberpruefung der Gleichheit zweier Frequenzen
DE909969C (de) Anordnung mit Schwebungssummer
DE494517C (de) Schaltungsanordnung zur Pruefung von Fernsprechstationen, Mikrophonen, Telephonen u.dgl.
DE2116971A1 (de) Verfahren zum Bilden von Rauschsignalen und Vorrichtungen zum Ausüben des Verfahrens
DE861405C (de) Schaltungsanordnung fuer ein Aussteuerungsmessgeraet zur UEberwachung elektrischer Schwingungen
DE510098C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Messung der Nebensprechdaempfung eines Leitungssystems