AT145724B - Arbeitsverfahren für Brennkraftmaschinen und Einrichtungen hiezu. - Google Patents

Arbeitsverfahren für Brennkraftmaschinen und Einrichtungen hiezu.

Info

Publication number
AT145724B
AT145724B AT145724DA AT145724B AT 145724 B AT145724 B AT 145724B AT 145724D A AT145724D A AT 145724DA AT 145724 B AT145724 B AT 145724B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
cylinder
working
air
combustion gases
exhaust
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Desider Dipl Ing Mauthner
Original Assignee
Desider Dipl Ing Mauthner
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Desider Dipl Ing Mauthner filed Critical Desider Dipl Ing Mauthner
Application granted granted Critical
Publication of AT145724B publication Critical patent/AT145724B/de

Links

Landscapes

  • Cylinder Crankcases Of Internal Combustion Engines (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Arbeitsverfahren für   Brennkraftmaschinen und Einrichtungen hiezu.   



   Bei Brennkraftmaschinen geht die Verbrennung im Arbeitszylinder am wirtschaftlichsten vor sich, wenn es ausser der vollkommenen Verbrennung ermöglicht wird, die durch die Wasserkühlung sowie Verbrennungsgase verursachten Wärmeverluste auf das Minimum zu reduzieren. 



   Es ist bekannt, dass bei Brennkraftmaschinen der grössere Teil der der Maschine zugeführten Wärmeenergie mit dem Kühlwasser, den Auspuffgasen, durch Wärmeausstrahlung usw. verlorengeht. 



  Wenn es daher gelingt, die Wärmeverluste durch das Kühlwasser auf das Minimum zu reduzieren und den möglichst grösseren Teil der mit den Auspuffgasen abziehenden Wärmeenergie zu verwerten, so wird eine Brennkraftmaschine gewonnen, die wirtschaftlicher arbeitet als die bisherigen. 



   Die Herabsetzung des durch das Kühlwasser verursachten Wärmeverlustes wird gemäss vorliegender Erfindung dadurch erreicht, dass man am Anfang des Kompressionshubes durch das Anlassventil in tangentialer Richtung in den Zylinder unter Überdruck befindliche Luft einführt, welche als die Wärme schlecht leitendes Mittel zwischen den brennenden Gasen und der Zylinderwand isolierend wirkt, wodurch in das Kühlwasser weniger Wärme gelangen kann. 



   Die Ausnutzung bzw. Verwertung der in den Auspuffgasen befindlichen Wärmeenergie erfolgt wieder erfindungsgemäss in der Weise, dass während des Auspuffhubes ebenfalls durch das Anlassventil mit der in tangentialer Richtung einströmenden, an der   Zylinderinnenwandung   streichenden und eine kreisende Bewegung ausführenden Druckluft auch Wasser eingestäubt und das aus der durch die Wärme des Zylinders erhitzten   Ausspülluft   und Wasserdampf bestehende Gemisch, welches in einer besonderen Rohrleitung durch die heissen Auspuffgase überhitzt wird, auf verschiedene Weise verwertet wird. Bei einer mit derartiger innerer Kühlung arbeitenden   Brennkraftmaschine   kann die äussere Kühlung des Zylindermantel vermindert, eventuell ganz aufgehoben werden. 



   Auf der Zeichnung ist in Fig. 1 beispielsweise eine Viertaktmaschine mit stehender Anordnung im Längsschnitt dargestellt. Der Arbeitszylinder ist mit   1,   der Kolben mit 2, der Zylinderkopf mit 3 und das Anlassventil mit 4 bezeichnet. Die Betätigung des Anlassventils 4 erfolgt durch eine auf der 
 EMI1.1 
 dem   Anlassventil 4   ist durch eine Rohrleitung 10 mit einem Druckluftbehälter 11 verbunden. 



   Zur Herstellung der erforderlichen Druckluftmenge dient eine durch die Viertaktmaschine oder sonstwie angetriebene, in der Zeichnung nicht veranschaulichte Turbo-oder Kolbenpumpe. 



   Das Entfernen der Verbrennungsgase sowie des   Spülluft-Wasserdampfgemisches   aus dem Zylinder erfolgt in zwei Stufen und durch zwei verschiedene Auspuffleitungen. 



   Der erste und wesentlich grössere Teil der Verbrennungsgase gelangt am Ende des Expansionshubes zufolge des im Arbeitszylinder herrschenden Druckes durch die im unteren Teil des Zylinders befindlichen   Schlitze 12 und Rohrleitungen 13 und 14   ins Freie. Der im Arbeitszylinder rückbleibende geringere Teil der Verbrennungsgase, dessen Druck und Temperatur niedriger ist, wird nach Öffnen des gesteuerten Auspuffventils 15   hinausgestossen.   Dieser Teil der Verbrennungsgase mischt   sich   aber vor seinem Abzug 
 EMI1.2 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 werden. Eine besondere günstige   Verwendungsmöglichkeit   für dieses Luft-Wasserdampf-Gemisch ist insbesondere bei Sauggasgeneratoren gegeben. 



   Wenn man das Auspuffrohr 16 in einer Rohrleitung 14 anordnet, kann das im Auspuffrohr 16 abziehende Luft- Wasserdampf-Gemisch durch die in der Rohrleitung 14 strömenden heissen Verbrennungsgase überhitzt werden, was die vorteilhafte Ausbeutung der Wärmeenergie der heissen Verbrennunggase bedeutet. 



   Der Querschnitt der Ausströmungsschlitze 12 nimmt nach aussen allmählich ab (Fig. 2), um am Ende des Saughubes das Zurückströmen der Verbrennungsgase in den Zylinder oder das Hinausströmen der angesaugten frischen Luft oder des Gasgemisches nach Tunlichkeit auf das Minimum zu reduzieren. 



   Zur Einführung der Luft in den Arbeitszylinder ist eine Vorrichtung vorgesehen, deren beispielsweise Ausführungsform in Fig. 3 in lotrechten Schnitt und in Fig. 4 in Draufsicht veranschaulicht ist. Unter dem Anlassventil 4 schliesst sich eine an der einen Seite offene Kammer 17 dicht an die Innenwandung des Zylinders 1 an und bildet einen geschlossenen Raum, der mit dem Zylinderraum lediglich durch den seitlichen Ausschnitt 18 sowie durch die Bohrung 19 kommuniziert. Beim Öffnen des Anlassventils 4 gelangt die Luft in die Kammer   17,   woraus sie durch die Bohrung   19   und den Ausschnitt 18 in den Arbeitszylinder tritt. Hiebei erhält die einströmende Luft eine kreisende Bewegung, was ein wirksames Bestreichen der Innenwandung des Zylinders zur Folge hat.

   Die kreisende Luft treibt das Gasgemisch gegen die Zylindermitte und bildet gleichzeitig zwischen dem Gasgemisch und Zylinderwandung eine Isolierschicht. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Arbeitsverfahren für Brennkraftmaschinen, dadurch gekennzeichnet, dass dem durch den Arbeits- 
 EMI2.1 
 einer besonderen Luftpumpe erzeugte Druckluft derart zugeführt wird, dass die in den Zylinder eintretende Druckluft an der Innenwandung streichen eine kreisende Bewegung ausführt und somit an der Innenwandung zwischen dieser und dem brennenden Gasgemisch eine Isolierschicht bildet, so dass die bei der Verbrennung entstandene Temperatur günstig beeinflusst und die Zylinderwandung gleichzeitig gegen 
 EMI2.2 


Claims (1)

  1. 2. Arbeitsverfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks Erzielung einer wirksamen inneren Kühlung mit der am Ende des Auspuffhubes durch das Anlassventil mittels einer besonderen Luftpumpe eingepressten Druckluft Wasser in den Arbeitszylinder derart eingeführt wird, dass das Gemisch aus Luft und zerstäubtem Wasser an der Innenwand streichen kreist, wodurch die heissen inneren Teile wirksam gekühlt werden und die äussere Kühlung des Zylindermantel vermindert oder gänzlich vermieden werden kann.
    3. Einrichtung zur Durchführung des Arbeitsverfahrens nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass zum Entfernen der Verbrennungsgase im unteren Teil des Arbeitszylinders nach aussen allmählich verjüngende Schlitze ausgebildet sind, durch welche die Verbrennungsgase in die Auspuffleitung (13, 14) und sodann ins Freie gelangen, während zum Wegführen der im Arbeitszylinder rückbleibenden, unter geringerem Druck und Temperatur befindlichen, einesteils durch den Arbeitskolben, andernteils durch die in den Arbeitszylinder gepresste Spülluft durch das gesteuerte Auspuffventil hinausgetriebenen Verbrennungsgase eine besondere vom Auspuffventil ausgehende Rohrleitung (16) angeordnet und letztere durch die Auspuffrohrleitung (14) für die Verbrennungsgase der ersten Phase umgeben ist.
    4. Einrichtung zur Durchführung des Arbeitsverfahrens nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass zur Einführung der Spülluft unterhalb des Anlassventils (4) eine geschlossene Kammer (17) angeordnet ist, in deren Seitenwand in der Nähe der Zylinderwandung ein entsprechend geformter Schlitz oder mehrere solche ausgebildet sind, durch welche die in das Zylinderinnere tretende Luft gezwungen wird, entlang der Zylinderwandung zu kreisen.
AT145724D 1934-05-02 1935-01-19 Arbeitsverfahren für Brennkraftmaschinen und Einrichtungen hiezu. AT145724B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
HU145724X 1934-05-02

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT145724B true AT145724B (de) 1936-05-11

Family

ID=10977556

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT145724D AT145724B (de) 1934-05-02 1935-01-19 Arbeitsverfahren für Brennkraftmaschinen und Einrichtungen hiezu.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT145724B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP2002089B1 (de) Kolbendampfmaschine mit interner flash-verdampfung des arbeitsmediums
DE1401947A1 (de) Verbrennungsmotor mit Brennstoffeinspritzung
DE1451901A1 (de) Verfahren und Vorrichtung bei Waermekraftmaschinen mit hin- und hergehendem Arbeitszyklus,insbesondere bei Gleichdruckbrennkraftmaschinen
DE3935367C2 (de)
DE496589C (de) Arbeitsverfahren fuer Brennkraftmaschinen
AT145724B (de) Arbeitsverfahren für Brennkraftmaschinen und Einrichtungen hiezu.
AT138943B (de) Verfahren zur Rückgweinnung der Verlustenergie von Brennkraftmaschinen.
DE374591C (de) Kolben mit im Hohlraum des Kolbenkoerpers angeordneter luftleerer Kammer
DE687107C (de) Viertaktbrennkraftmaschine mit Spuelung und Ausnuetzung des Spuelmittels und der Abgase
AT114306B (de) Verfahren und Einrichtung zur Erhitzung des flüssigen Brennstoffes bei schnell-laufenden Brennkraftmaschinen.
DE932639C (de) Zweitaktbrennkraftmaschine
AT155554B (de) Zweitaktbrennkraftmaschine, insbesondere Dieselmaschine, mit Schlitzspülung.
DE493629C (de) Druckluftverbrennungskraftmaschine
DE480239C (de) Motoranordnung, bestehend aus einer Brennkraftmaschine in Verbindung mit einer Turbine
DE656335C (de) Sicherheitsventil fuer Dieselmotoren mit luftloser Einspritzung
AT111123B (de) Verfahren zum Betriebe von Viertakt-Brennkraftmaschinen.
DE723951C (de) Arbeitsverfahren fuer Kolbenkraftmaschinen
AT47801B (de) Zweitaktverbrennungskraftmaschine.
DE332227C (de) Vereinigte Viertaktexplosionskraft- und Dampfmaschine
DE715237C (de) Druckgaserzeuger, bestehend aus Brennkraftmaschinen und von diesen angetriebenen Luftverdichtern
DE584408C (de) Dieselmaschine mit Verwertung der Abgas-, und Zylinderwaerme durch Einstaeubung von hocherhitztem Druckwasser in den Arbeitszylinder
DE723689C (de) Verfahren und Einrichtung zur Erzeugung von Kaelte
AT108304B (de) Arbeitsverfahren für Verbrennungskraftmaschinen und nach diesem Verfahren arbeitende Maschine.
DE585407C (de) Doppelt wirkende Zweitaktbrennkraftmaschine
DE705628C (de) Im Viertakt arbeitende Brennkraftkolbenmaschinenanlage mit Einspritzung von Wasser