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Österreichische PATENTSCHRIFT Nr. 14561.
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Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Feuerungsanlage, die insbesondere dazu geeignet sein soll, Kohle in Staubform sowie auch Kohlenlösche und Abfallprodukte, die bisher zur Beschickung von Rosten nicht verwendet werden konnten, zu vollkommener Verbrennung zu bringen und besteht in der Anordnung hohler Rostliörper, durch welche Luft unter einem gewissen Drucke hindurchgepresst wird, wobei der auf den Rostkörpcrn liegende Brennstoff zur vollkommenen Verbrennung gelangen kann.
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körpern K bestehenden Rost in Vorderansicht, Fig. 2 eine Draufsicht ;
Fig. 3 stellt die perspektivische Ansicht und Fig. 4 einen Schnitt durch einen Rostkörper, Fig. Ï einen Schnitt durch eine Ausfuhrungsform der Rostplatte dar.
Die einzelnen nebeneinander liegenden Rostkörper sind hohl ; deren Vorderwand ist je mit einem Rohrstutzen R versehen. Mittels Stegen 8 stehen die Rostkörper auf einem Rostträger T auf, welch letzterer allen Rostkörpern gemeinsam ist. Die einzelnen hohlen Rostkörper K sind nun mit einer Anzahl von Platten P abgeschlossen, welche, wie aus Fig. 4 ersichtlich, schwalbenschwanzförmig in den an seinem oberen Rande verstärkten Rostkurper eingeschoben sind, so zwar, dass eine Platte sich nahe an die nächste anlegt, aber doch eine so breite Fuge zwischen je zwei Platten bleibt, dass für die eventuelle Ausdehnung der Platten ein genügender Spielraum besteht. Die Platten P sind mit vielen feinen, sich nach abwärts konisch erweiternden Bohrungen b versehen (Fig. 4).
Die Oberfläche der durchlochten Platten P bildet die wirksame Rastfläche, welche auch dadurch vergrössert werden könnte, dal3 man, wie in Fig, 5 angedeutet, die Oherflche der Platten wellenförmig gestaltet. Zu dem Roste fahrt nun von einer sonst beliebigen Windleitung ein Hauptrohr A (Fig. 2), welches gepresste Luft in die einzelnen hohlen Rostkörper durch die Verbindungsrohre r zuführt; jeder Rostkörper hat mittels seines rohrstutzens R ein besonderesLuftzuführungsrohr.
Auf dem so gebildeten Rost wird bei Beginn der Feuerung zuerst guter Brennstoff (Stückkohle oder koks) in Brand gesetzt und das Feuer dadurch unterhalten, dass Luft in die einzelnen hohlen Rostkörper eingepresst wird, weiche Luft durch die Bohrungen der
Platten P zu dem Brennstoff gelangt.
Ist das Feuer lebhaft genug geworden, so beschickt
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muss von jetzt ah die Windzuführung so geregelt werden, dass die durch die Bohrungen der Rostplatten zuströmende Luft eine solche Pressung hat, dass der über der Rostfläche befindliche Brennstoff einerseits nicht fortgeblasen wird : anderseits muss aber die Pressung der zutretenden Luft so stark sein, dass der sich in feiner Verteilung befindliche Brenn- stoff nicht unmittelbar auf der Rostfläche anfliegt, sondern in geringer Entfernung ober- halb der Rostfläche frei in der Luft schwebt. Dadurch, dass der Brennstoff oberhalb der Rostnäche frei in der Luft schwebt und durch den Wind durcheinander gewirbelt wird, wird zweierlei erzielt : 1.
Kann der fein verteilte Brennstoff nicht die Bohrung der Rostplatten verstopfen und die Luft behält ungehindert Zutritt.
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