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Mehrschichtiges Polsterkissen.
Zum Verpacken leicht zerbrechlicher und druckempfindlicher Gegenstände pflegt man Polster- kissen zu verwenden, die in mannigfaltigen Ausführungsformen auf dem Markt sind. Der Hauptbestandteil der bekannten Polsterkissen ist ausnahmslos entweder Wellpappe oder Zellstoffwatte. Sowohl Wellpappe als auch Zellstoffwatte sind indessen nicht ein für alle Zwecke geeignetes Packmaterial. Wellpappe jeder Art hat den grossen Nachteil, dass man sie nur parallel zu den Wellen biegen kann, während bei jeder anderweitigen Bewegung zwangsläufig eine Knickung der Wellen eintritt, die eine Polstelwirkung aus- schliesst. Zellstoffwatte als Polstereinlage besitzt keine Federwirkung, so dass der zusammengedrückte
Zellstoff sich nicht wieder lockert, was eine wirksame Polsterung ebenfalls unmöglich macht.
Ausserdem ist Zellstoffwatte ein sehr kostspieliger Verpackungsstoff.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein mehrschichtiges Polsterkissen, welches die geschilderten Nachteile von Wellpappe und Zellstoffwatte nicht besitzt. sondern in jeder Lage seine volle
Feder-und Polsterwirkung ausübt und dabei billig, einfach und schnell herzustellen ist. Zu diesem Zweck wird erfindungsgemäss ein Polsterkissen vorgeschlagen, welches aus mehreren teils glatten, teils hoch- geprägten Schichten besteht, die abwechselnd übereinander angeordnet und durch punktweise Gummierung nach bestimmtem Muster mit nachfolgender Prägung vereinigt sind. Für die hochgeprägten Zwischen- lagen benutzt man zweckmässig Kugel-oder Waffelpapier, während die glatten Deckschichten je nach
Geschmack und Anwendung aus Papier, Zellstoff oder auch aus Textilien hergestellt sein können.
Unter
Umständen empfiehlt sich eine Verstärkung der Deckschichten durch eine besondere Lage festen Papiers.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand an einem Ausführungsbeispiel schematisch dargestellt.
Wie die Zeichnung erkennen lässt, besteht das Polsterkissen beispielsweise aus einer oberen glatten
Deckschicht 1, einer hochgeprägten Zwischenschicht 2, einer glatten Zwischenschicht 3, einer weiteren hochgeprägten Zwischenschicht 4 und einer unteren glatten Deckschicht 5. Je nach Art des zu ver-
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und hochgeprägter Schichten derart aufeinander, dass sie stets miteinander abwechseln. Die Vereinigung aller Schichten erfolgt durch punktweise Formgummierung mit nachfolgender Prägung an den form- gummierten Stellen 6.
An den Prägestellen 6 werden gleichzeitig die Hochprägungen der hochgeprägten
Zwischenschichten 2 und 4 eingeebnet, wodurch genügende Haftflächen für die Verleimung entstehen.
Man kommt dabei mit einem einzigen Arbeitsgang aus, indem die verschiedenen Schichten 1, 2, 3, 4 und 5 von der Rolle her auf ein Prägewerk zugeleitet werden und auf dem Weg dahin Leimwerk für die glatten
Schichten passieren. Wesentlich ist dabei, dass die Gummierung an den gleichen Punkten erfolgt, die später beim Durchlaufen des Prägewerks von den Prägestellen getroffen werden.
Die Schichten 2 und 4 bestehen aus Kugelpapier, welches im Gegensatz zu Wellpapier nicht ein- knicken kann und hinreichende Luftzwischenräume für die eigentliche Polsterung zwischen den glatten Schichten 1 und 3 bzw. 3 und 5 schafft. Für die glatten Zwischenschichten 3 genügt ein billiges Papier, während die Deckschichten 1 und 5 je nach Verwendungszweck und Geschmack mit einem besseren
Papier ausgestattet werden, welches gegebenenfalls farbig ist und bedruckt werden kann. Für besonders prächtige Packungen eignen sich auch Textilien, Kunstseide od. dgl. mehr.
Haben die zu verpackenden Gegenstände polierte Oberflächen oder sind sie irgendwie besonders empfindlich, so bietet es Vorteile, die Deckschichten aus einer dünnen Lage Zellstoffwatte herzustellen, wodurch äusserst weiche Kissen entstehen, die auch schön anzusehen sind. Die Nachteile der bekannten
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Zellstoffeinlagen werden dabei vermieden, weil die hochgeprägten Schichten 2 und 4 mit den glatten Schichten 3 Lufträume bilden, so dass die Kissen nach jeder Druckanwendung in die ursprüngliche Lage zurückkehren, um von neuem ihre guten druckabwehrenden Eigenschaften zu gewährleisten. Dazu
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stellungskosten zugute kommt.
Da die Polsterkissen nach allen Seiten und Richtungen dank der punkt- weisen Vereinigung der verschiedenen Schichten biegsam sind, ohne ihre Polsterwirkung zu verändern, lassen sich auch grössere Gegenstände gut damit verpacken. In solchen Fällen verstärkt man eine oder beide Deckschichten 1 und 5 mit einer Lage festen Papiers.
'-'-PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Mehrschichtiges Polsterkissen, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere glatte und hoehgeprägte Schichten abwechselnd übereinander angeordnet und durch punktweise Gummierung nach bestimmtem Muster mit nachfolgender Prägung vereinigt sind.