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Automatische Einstellvorrichtung für Radioempfänger.
Es sind bereits Anordnungen für Einstellskalen von Rimdfunkempfängern bekannt, bei denen das Wiederauffinden einer bestimmten Sendestelle dadurch erleichtert wird, dass eine mit der Einstellskala verbundene lichtundurchlässige Scheibe an gewünschter Stelle durchstochen und rückseitig künstlich beleuchtet wird, so dass beim Vorbeigang der Lochung vor der im übrigen abgedeckten Lichtquelle ein durch die Öffnung tretender Lichtstrahl das Wiedererreichen der Einstellung ankündigt.
Für ein rasches und genaues Aufsuchen einer bestimmten Station sind aber diese Anordnungen wenig geeignet, da sie keine übersichtliche, geschweige denn eine alphabetisch geordnete Stationsliste besitzen und das nahe Aneinanderliegen der verschiedenen Löcher wenig Platz für eine deutlich lesbare Beschriftung lässt. so dass irgendein nennenswerter Vorteil gegenüber den üblichen Einstellskalen von Rundfunkempfängern nicht besteht. Auch befindet sieh zwischen der Lichtquelle und dem Auge des Beobachters jeweils nur eine Öffnung in der Bahn des anzeigenden Lichtstrahles, was natürlich die Einstellgenauigkeit beeinträchtigt.
Etwas vollkommener als die eben erwähnten Anordnungen ist eine andere bekannte automatische Einstellvorrichtung für Radioempfänger, bei welcher ein in seiner Bewegung vom Einstellmeehanismus abhängiger Schirm an einem geographischen Stationsplan derart vorbeibewegt wird, dass einander entsprechend Öffnungen im Schirm und im Plan zur Deckung gebracht werden, wobei diese Koinzidenz mittels eines die Öffnungen durchsetzenden Lichtstrahles angezeigt wird. Aber auch diese Einrichtung weist verschiedene Mängel auf. Vor allem gestattet sie nicht die Verwendung einer beliebig geordneten Liste der Sendestationen, insbesondere einer alphabetisch geordneten Liste ; eine solche Liste ist aber schon deshalb erwünscht, weil die Rundfunkprogramme die Sendestationen in alphabetischer Reihenfolge aufzählen.
Ein anderer Nachteil dieser bekannten Vorrichtung ist das grosse Blickfeld, welches beim Aufsuchen einer bestimmten Station ständig übersehen werden muss. Ferner muss bei jeder Einstellung die ganze Landkarte mit ihrem Rahmen, also ein ziemlich schwerer Gegenstand, verschoben werden, wodurch leicht eine frühzeitige Abnutzung des Einstellmechanismus und damit eine Herabsetzung der Einstellgenauigkeit eintritt. Auch die Methode der Lichtanzeige ist bei dieser bekannten Einrichtung noch verbesserungsfähig, da der Lichtstrahl auf seinem Weg von der Lichtquelle zum Auge nur zwei Öffnungen passiert, also in seiner Bahn weniger genau festgelegt ist als bei einer Konstruktion, bei der er durch drei hintereinander angeordnete Öffnungen tritt.
Die Erfindung betrifft eine Verbesserung der vorgenannten Vorrichtungen, welche deren Nachteile beseitigt. Sie ergibt insbesondere den Vorteil, dass eine beliebig, vorzugsweise alphabetisch geordnete Stationsliste verwendet werden kann und dass das bei der Einstellung auf eine gewünschte Station zu beobachtende Feld auf einen kleinen Raum beschränkt wird. Dies wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass auch die Liste der Sendestationen beweglich angeordnet ist, u. zw. hinter zwei ortsfesten Anzeigefenstern in solcher Weise, dass stets zugleich in einem dieser Fenster ein Stationsname der Liste und im andern Fenster die diesem Namen zugeordnete, mit einer Schirmöffnung zur Deckung zu bringende Öffnung der Liste erscheint.
Bei der bevorzugten Ausführungsform der neuen Vorrichtung tritt der Lichtstrahl bei einer Anzeige durch drei koinzidierende Öffnungen, wodurch die Einstellgenauigkeit gegenüber den bekannten Vorrichtungen erhöht wird.
Statt eines Liehtsignals kann auch ein beliebiges anderes Sehauzeichen oder Anzeigeorgan verwendet werden. Diese Möglichkeit bildet einen weiteren Vorteil der Erfindung. Im folgenden soll aber als beispielsweise Ausführungsform der Erfindung eine Einrichtung mit Lichtsignalen beschrieben werden.
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Bei dieser Ausführungsform (Fig. 1) läuft ein Band oder eine Rolle R aus Papier oder aus einem andern halbdurchsichtigen, biegsamen Material über zwei Trommeln Ti,? i und wird mittels der Federn R2, R2 gespannt gehalten. Ausserdem sind zur Führung des Bandes Führungen G, G vorgesehen. Das Papierband trägt eine alphabetisch geordnete Liste der Sendestationen, also z. B. aufeinanderfolgend die Aufschriften : Berlin, Bermudas, Bern usw. Diese Aufschriften sind in einem gewissen Abstand d voneinander angeordnet, beispielsweise in einem Abstand von 6 mm (Fig. 2).
Das halbdurchsiehtige Papierband R besitzt an mehreren Stellen Löcher, u. zw. so, dass jedem Stationsnamen ein Loch T zugeordnet ist, z. B. dem'Namen"Berlin"das Loch TB, dem Namen "Bermuds"das Loch TB'usw. Wählt man zur Darstellung das in Fig. 2 angedeutete rechtwinkelige Koordinatensystem mit den Abszissen x und den Ordinaten y, so ist die Anordnung der Löcher so zu treffen, dass der Abstand a zwischen der Achse der Stationsaufschrift und der Achse des zugeordneten Loches T bzw.
der zugehörige Ordinatenunterschied konstant und gleich einem ganzen Vielfachen N von d zu- zugleich des halben Wertes von d ist, also
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Zugleich ist a auch der Abstand zwischen den in der vorderen Gehäusewand des Gerätes angeordneten FensternundF, so dass das Loch, das einer Station zugeordnet ist, deren Aufschrift von der Bedienungsperson im Fenster Fi eingestellt worden ist, im Fenster F2 erscheint.
Ist nun die abzuhörende Sendestation ausgewählt, handelt es sich darum, das Empfangsgerät auf diesen Sender einzuregeln. Zur Einstellung der Wellenlänge des Empfängers stehen ein oder mehrere variable Kondensatoren zur Verfügung, die mittels des Knopfes JBi gesteuert werden, wobei die Betätigung direkt oder mittels eines (nicht dargestellten) Reduktionsgetriebes erfolgen kann. Auf der Kondensatoraehse ist auch ein Ritzel P aufgekeilt, welches in eine Zahnstange C eingreift, die einen mit einem Schlitz versehenen Schirm M trägt.
Dieser Schirm M bewegt sieh daher in horizontaler Richtung, vorzugsweise hinter dem Band R und sehr nahe an ihm. Es könnte aber auch eine kreisförmige Bewegung des Schirmes vorgesehen werden, die unmittelbar der Drehbewegung des Kondensators folgt.
Hinter dem Schirm'M befindet sich eine Lichtquelle, die ihr Licht von rückwärts nach vorne sendet und so angeordnet ist, dass sie nur den Raum in der Umgebung des Fensters Fs beleuchtet. Ausserdem kann die Vorderfläche des Fensters F2 mit einem Streifen aus durchscheinendem, lumineszierendem Material versehen werden, um die Intensität des bei Einregelung des Gerätes auf den Sender aufleuchtenden Lichtscheines zu erhöhen.
Die Abszisse x (Fig. 2) jedes Loches T wird auf Grund folgender Erwägung gewählt : Bei richtiger Bemessung der Spulen und Abstimmkondensatoren entspricht jeder Rotorstellung des Kondensators bzw. jeder Stellung der Zahnstange bzw. jeder Lage des Schlitzes # eine bestimmte Wellenlänge. Wird nun das Empfangsgerät beispielsweise auf den Berliner Sender eingeregelt und erscheint im Fenster FI die Aufschrift"Berlin", so ordnet man das Loch T so an, dass es mit dem Schlitz oc zusammenfällt. Auf diese Weise lässt sich die Abszisse x jedes Loches T bestimmen. Die Gesamtheit der Locher auf dem Schirm M kann auch durch einen grossen Schlitz ersetzt werden, der gewissermassen eine Vereinigung aller Löcher bildet (s.
Fig. 1) :
Ist die Einrichtung in der hier beschriebenen Weise geeicht worden, so kann sie folgendermassen gehandhabt werden : Man lässt im Fenster Fi den gesuchten Stationsnamen erscheinen und erblickt dabei im Fenster Fi dutch das halbdurchsichtige Material des Bandes R verschwommen und schwach die Spur des Spaltes : c. Hierauf bewegt man durch Betätigung des Knopfes jBi diese Spur in der Richtung des Loches T. Sobald der Spalt sich über dem Loch befindet, tritt ein starker Lichtstrahl durch den mit dem Loch T koinzidierenden Spalt m und dies zeigt an, dass das Empfangsgerät auf die Wellenlänge der gewünschten Sendestation eingestellt ist.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Automatische Einstellvorriehtung für Radioempfänger, bei welcher an einer Stationsliste (Stationsplan) ein in seiner Bewegung vom Einstellmechanismus abhängiger Schirm derart vorbeibewegt wird, dass einander entsprechende Öffnungen im Schirm und in der Liste zur Deckung gebracht werden, wobei diese Koinzidenz mittels eines die Öffnungen durchsetzenden Lichtstrahles angezeigt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Liste (R) hinter zwei ortsfesten Anzeigefenstern (FI, F2) beweglich angeordnet ist, u. zw.
so, dass stets zugleich in einem dieser Fenster (FI) ein Stationsnamen der Liste und im andern Fenster (F die diesem Namen zugeordnete mit einer Schirmöffnung (8) zur Deckung zu bringende Öffnung (T) - d'er Liste erscheint.
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