AT144008B - Kontaktgewebe aus Metalldrähten. - Google Patents

Kontaktgewebe aus Metalldrähten.

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AT144008B
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Siebert Ges Mit Beschraenkter
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    Kontaktgewebe aus Metalldtähten.   



   Gegenstand der Erfindung sind   Kontaktgewebe   aus   Metalldrähten für   die   Durchführung   chemischer
Reaktionen, insbesondere solcher in der Gas-oder Dampfphase, z. B. der Oxydation von Ammoniak. 



   Es ist bereits bekannt, für die genannten Zwecke Kontakte in Form von Netzen zu verwenden, bei denen die   Metallfäden   in sogenannter einfacher Kreuzgewebebindung, sogenannter Tuch-oder Lein- wandbindung, miteinander verwebt sind. Im allgemeinen verwendet man dabei zur Erzielung   möglichst   grosser Oberflächen Drähte von sehr hohem Feinheitsgrad, z. B. Platindrähte von etwa   0'04-0'06     mm.  
Durchmesser. Die Berührungsstellen der Schussfäden mit sämtlichen Kettfäden und der Kettfäden mit sämtlichen Schussfäden stellen gleichzeitig Bindungen dar.

   Abgesehen von dem grossen   Oberfläehenanteil,   welcher durch die grosse Zahl der Bindungsstellen der Kontaktwirkung entzogen ist, ist an zahlreichen
Stellen durch die   Überlagerung   der Fäden eine Berührung mit dem Gasstrom ausgeschlossen. Ausser diesem Nachteil haben diese Netze noch den Mangel, dass die mechanische Beanspruchbarkeit derartiger Gewebe infolge der zahlreichen Umkehrstellen der Fäden pro   Flächeneinheit   sehr gering ist. Jeder   Schussfaden   legt sich in seinem Verlauf quer durch die Kette abwechselnd einmal über und hierauf unter einen Kettenfaden.

   Diese hohe Beanspruchung des Einzelfaden auf Biegung führt zu einem vorzeitigen Verschleiss der Netze und bringt es mit sieh, dass gewisse   Fadenstärken   als Mindestmass betrachtet werden müssen, wenn nicht eine allzu geringe Lebensdauer in Kauf genommen werden soll. 



   Es ist auch bereits vorgeschlagen worden, andere Verwebungsarten, z. B. die Köperbindung, u. zw. sowohl als Kreuzgewebe als auch als köperähnliches Tressengewebe zu verwenden, weil hier die Beanspruchung des Fadens infolge der Verringerung der Knickstellen eine wesentlich geringere ist. Die mechanische Widerstandsfähigkeit dieser Gewebearten gegenüber den schicht gewebten Gebilden ist eine erheblich grössere. Ausserdem wird ein erheblich geringerer Anteil der aktiven Oberfläche der Kontaktwirkung entzogen.

   Als besonders vorteilhaft hat man dabei   die Möglichkeit   angesehen, ohne   Geìahrdung   der mechanischen Festigkeit feinere Fadenstärken als sie bei Leinenbindung in   Rücksicht   auf die mechanische Beanspruchung des Einzelfadens verwendbar sind, anwenden zu können, da hier der Einzelfaden durch eine verringerte Zahl von Knickpunkte pro   Flächeneinheit   weniger beansprucht wird. 



  Man hat aus diesem Grund bisher bei Verwendung derartiger Netze zur Vergrösserung der   Oberfläche   und Erhöhung der katalytischen Wirksamkeit wesentlich feinere Fadenstärken als bei Leinenbildung verwendet und grössere, aber feste   Kontaktflächen   aus dünnsten Drähten hergestellt, wobei die Drähte wesentlich näher aneinandergelegt und somit auf der   Flächeneinheit   grössere Mengen von Kontaktmaterial zusammengedrängt wurden. 



   Es wurde nun gefunden, dass man die mechanische Widerstandsfähigkeit dieser Netze noch wesentlich steigern kann, wenn man einseitig den Schussfaden verstärkt, was bei den   üblichen     Ereuzgeweben   in Leinenbindung ohne Gefährdung des Netzverbandes nicht möglich ist, und so zu Geweben kommen kann, deren wirksame Oberfläche pro   Flächeneinheit   sogar noch vergrössert ist. 



   Zweckmässig verwendet man   ungleichseitige Köperbindung,   da sich insbesondere bei Anwendung der einfachen Leinenbindung deutlich gezeigt hat, dass die Knickstellen Strömungswirbel hervorrufen, die sich dem Gasstrom   entgegenwerfen   und dadurch die   Strömungsgeschwindigkeit   verringern, d.   It.   die an den Netzdrähten auftretenden mechanischen Kräftewirkungen erhöhen und bei hohen Verlusten an Kontaktmaterial, z. B. Platin, zu vorzeitigem Verschleiss führen. 



   Die an sich zur Ermöglichung eines hohen Durchsatzes   wünschenswerte   Steigerung der Strö- 
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 gesetzten Knickstellen.   Ungleichseitige     Köper-oder Tressengewebe,   beispielsweise mit einer   Bindung 5 : 1,   d. h. solche, bei denen auf sechs Kettfäden eine Knickstelle im Schussfaden kommt, und wobei die glatte Seite dem Gasstrom zugekehrt ist, setzen daher dem strömenden Gas den geringsten Widerstand entgegen und zeigen damit eine wesentlich höhere Lebensdauer. 



   Die Erhöhung der Drahtstärken für die   Schussfäden,   zweckmässig unter Verminderung der Drahtstärke der Kettfäden, gestattet bei gleichbleibender   Masehenzahl   Gewebe bereitzustellen, deren Gewicht dem gewöhnlichen Kreuzgewebe gleichbleibt und deren spezifische Oberfläche bedeutend vergrössert ist, ohne wesentliche Vergrösserung des Widerstandes in Kauf nehmen zu müssen, wodurch z. B. die Platinverluste unter den bisher üblichen Verlusten gehalten werden können. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Kontaktgewebe ans   Metalldrähten nach   Art der Köperbindung, zur   Durchführung   von Gasreaktionen, insbesondere der Oxydation von Ammoniak u. dgl., dadurch gekennzeichnet, dass die Schussfäden gegenüber den Kettfäden höhere Drahtstärke aufweisen. 
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