AT143789B - Einrichtung in Gleich- und Wechselrichteranlagen mit gittergesteuerten Edelgas- oder Metalldampfentladungsgefäßen. - Google Patents

Einrichtung in Gleich- und Wechselrichteranlagen mit gittergesteuerten Edelgas- oder Metalldampfentladungsgefäßen.

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AT143789B
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Juergen Von Dr Issendorff
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Siemens Ag
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  Einrichtung in Gleich- und Wechselrichteranlagen mit gittergesteuerten Edelgas- oder Metalldampf-   entiadungsgefässen.   



   Die Erfindung betrifft eine Einrichtung in   Gleich-und Weehselriehteranlagen   mit Edelgas-oder   Metalldampfentladungsgefässen,   die zur Leistungsregelung mit Steuerelektroden versehen und an einoder mehrphasige Weehselstromnetze über   Transformatoren in Einphasen-Einweg-, Einphasen-Doppelweg-   oder mehrphasiger Schaltung angeschlossen sind. 



   Gittergesteuerte Edelgas- oder Metalldampfgleichrichter gestatten eine praktisch verlustlose Regelung der gleichgerichteten Spannung, wenn der Zündzeitpunkt der positiven Anodenspannungshalbwelle mit Hilfe der Gitter verzögert wird. Sie verursachen phasenverschobene Ströme im speisenden Wechselstromnetz, so dass der Leistungsfaktor   um   so kleiner wird, je mehr sich die geregelte Spannung dem Nullpunkt nähert. Wie gross die verbrauchte Blindleistung ist, geht aus der in der Zeichnung dargestellten Fig. 1 hervor, in der als Abszisse die Gleichspannung   EU1   in Prozenten ihres Höchstwertes und als Ordinate die Wirk-und Blindleistungen   y : c   und Nb bei konstanter Gleichstromabgabe ebenfalls in Prozenten ihres   Höchstwertes   aufgetragen sind.

   Die sehr beträchtliche Blindleistung muss in manchen Fällen von besonderen Blindstromerzeugern, z. B. Kondensatoren, aufgebracht werden. 



   Durch die vorliegende Erfindung wird dieser Nachteil praktisch beseitigt, wenn die neutralen   Punkte oder Sternpunkte der Transformatorwicklung (Saugdrossel od. dgl. ) an besondere Sternpunkt-   anoden angeschlossen sind. Die Sternpunktanoden sind vorteilhaft im Gleichrichter selbst anzuordnen, weil sie sich in der Stromführung mit den andern Anoden abwechseln. In bereits vorhandenen Anlagen würde ein Umbau der   Gleichriehtergefässe   Unkosten verursachen. In diesem Falle kann man die Sternpunktanoden auch in parallel zum Gleichrichter arbeitenden Entladungsröhren unterbringen. 



   Die Wirkungsweise der neuen Anlage wird in der Zeichnung näher erläutert. In Fig. 2 stellen die Kurven 1 und 2 die vom Transformator gelieferten Spannungen zu den Hauptanoden eines Einphasen (Zweiweg) gleiehriehters, bezogen. auf den Sternpunkt (Mittelpunkt) der Transformatorwicklung. dar (vgl. auch Fig. 3). Durch Anlegen positiver Spannungen an die Gitter mögen die Hauptanoden in den Zeitpunkten   Zl und Z2   gezündet werden. Vom Punkt Z1 ab führt die Anode 1 den Gleichstrom, den man durch Induktivitäten im   Gleichstromkreis   einigermassen geglättet, zumindest als stetig fliessend, annehmen kann. Die Anode behält den Strom bis zum   Löschpunkt   Lader mit dem   Zilndpunkt   Z2 zeitlich übereinstimmt.

   Es sind hier zwei Spannungsbereiche zu unterscheiden : Ein senkrecht schraffiertes Gebiet treibender Spannung und ein waagrecht schraffiertes Gebiet bremsender Spannung. Die nutzbare Gleichrichterspannung ist proportional der Differenz beider Flächen. Die im Negativen liegende Fläche bedeutet zurückfliessende Leistung von erheblichem Betrag und ist im Falle der Abgabe geregelter Gleichstromleistung an sich ganz nutzlos, ja als Blindleistung sogar recht nachteilig. 



   Die erfindungsgemäss eingeführte Sternpunktanode, etwa in der Schaltung der Fig. 3, wird nun immer dann in Tätigkeit treten können, wenn ihre auf die Kathode bezogene Spannung positiver wird 
 EMI1.1 
 übernimmt die Sternpunktanode den gesamten Strom, welcher sonst infolge der Speieherwirkung des Glättungsmittels (Induktivität) trotz negativer Transformatorspannung bis zum Zeitpunkt Z2 weiterhin über Anode 1 fliessen würde. Die Anode 1 erlischt daher bereits im Zeitpunkt ZOo Die Zündung der 

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 folgenden Anode 2 wird dadurch in keiner Weise beeinträchtigt, sie übernimmt im Zündzeitpunkt   Z   ohne weiteres den Strom, so dass die Sternpunktanode im   Lösehpunkt   Lo stromlos wird.

   Die Strom- übergänge erfordern natürlich eine gewisse Zeit (Kommutierungszeit), die wegen ihrer Kleinheit vernachlässigt werden kann. Der Vorteil dieser Wirkungsweise liegt darin, dass die Energierückgabe vermieden wird und die Blindleistung infolgedessen erheblich herabgesetzt wird. In Fig. 1 ist die resultierende Blindleistung bei Betrieb mit Sternpunktanode als   Kurve Nb 0 eingezeichnet.   Die Blindleistung wird also im Mittel auf den halben Betrag herabgesetzt, wenn ein   Einphasengleiehriehter   mit Sternpunktanode ausgeführt wird. In Mehrphasensehaltungen ist der Vorteil nicht ganz so gross, kann aber trotzdem noch entscheidend ins Gewicht fallen, wenn die Regelung vorwiegend im Gebiet sehr kleiner Gleichstromspannung erforderlich ist, wie z. B. beim Anfahren von Gleichstrommotoren. 



   Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in Fig. 3 und Fig. 4 dargestellt. Fig. 3 zeigt einen zweiarmigen gesteuerten   Glasgleichrichter   3. Die an den   sekundären   Sternpunkt des Transformators 7   anzu-     schliessende   Sternpunktanode 4 ist in ein gas-oder dampfgefülltes Glühkathodenrohr. 5 verlegt. Wenn dieses, wie in der Figur angedeutet, ebenfalls ein Steuergitter 6 besitzt, so ist das Gitter entweder dauernd oder mindestens zur Zeit   Zo   (Fig. 2) an positive Zündspannung zu legen. Fig. 4 veranschaulicht einen   Seehsphasengleichrichter S   mit einer Saugdrossel 9. Hier sind die beiden dreiphasigen Sternpunkte 10 und 11 an je eine zusätzlich angebrachte Anode 1   und 75 angeschlossen.   



   Auch im Falle der Energierückgabe durch den Gleichrichter in das Wechselstromnetz oder allgemein bei der Umformung von Gleichstrom in Wechselstrom lässt sich eine Blindstromersparnis mit den Sternpunktanoden erzielen. Hier ist der Blindstromverbrauch um so höher, je kleiner die zugeführte Gleichspannung im Vergleich zu der Eigenspannung des Gleichrichters ist. Die Energierückgabe ist   gekenn-   zeichnet durch verspätetes Zünden der Anodenspannungen, so dass die im Negativen liegende waagrecht 
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 wird dann zur Vermeidung der Blindleistung die positive Fläche ganz klein zu machen trachten, indem die Zündung der Hauptanode kurz vor dem   Nulldurehgang   der Spannung vorgenommen wird.

   Die gezündete Anode brennt dann so lange, bis ihr der Strom durch die zu einem gewünschten Zeitpunkt gezündete Sternpunktanode abgenommen wird, die ihn ihrerseits wieder an die folgende Hauptanode abgibt, wobei der Zeitraum, innerhalb dessen die Zündung der Sternpunktanode erfolgt, von dem Verhältnis der Gleich- zur Wechselspannung und von dem gewünschten Belastungsstromwert abhängt. 



  Hier wird also die Sternpunktanode nicht im Zeitpunkt Zo, sondern in einem späteren Zeitpunkt gezündet. Dadurch kann die im Negativen liegende Fläche beliebig gross werden, während die positive Fläche dauernd klein bleibt, so dass die   Leistungsrückgabe   mit einem Mindestmass an   Blindverbraueh   gesteuert werden kann. 



   Die Wirkungsweise der Anordnung gemäss der Erfindung im Falle des Wechselriehterbetriebes ist in Fig. 5 erläutert. In dieser Figur stellen die Kurven 1 und   : :   wiederum die Anodenspannungen dar. 
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 sichtigen, dass als   Mass   für die Energiespeicherung der Induktivität im Gleichstromkreis einerseits die oberhalb und anderseits die unterhalb der gestrichelten Linie t, die den Mittelwert der ausgesteuerten Gleichspannung darstellt, liegende   Fläche   gilt, wobei diese Fläche von der stark ausgezogenen Linie und der Linie t begrenzt wird. 



   Ist die Gleichstromspannung entweder bei Leistungsabgabe oder bei Leistungsrückgabe bereits sehr von Null verschieden, so wird die Teilnahme der Sternpunktanoden an der   Stromführung   naturgemäss geringer werden. Bei mehrphasigen Gleichrichtern wird die Teilnahme unter   Umständen   ganz 
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 richter. Dann ist der Sternpunkt desselben dauernd negativ gegenüber der Kathode und könnte unter Umständen auch Rückzündungsströme   führen.   Daher ist es zweckmässig, die ausser Betrieb   kommenden   Sternpunktanoden, soweit sie mit Steuergittern versehen sind, selbsttätig durch dauernde negative Gitterspannungen zu sperren. Die Festlegung bzw.

   Veränderung   de, r Phasenla. ell   der Zündzeitpunkte kann in üblicher Weise durch Phasenänderung einer Gitterwechselspannung oder durch Bürstenbewegung eines Kontaktapparates oder andere entsprechend wirkende Steuerverfahren erfolgen. 



   Ein weiterer Vorteil der beschriebenen Einrichtung liegt darin, dass die Welligkeit der niederen 
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 drossel im Gleichstromkreis wesentlich kleiner ausgelegt werden kann und dass etwa gespeiste Gleichstrommotoren besser kommutieren und weniger Kupferverluste aufweisen. Ausserdem werden durch die Sternpunktanoden auch die Kupferverluste des Gleichrichtertransformators erheblich geringer, weil deren   Sekundärwicklungen   zeitweise   überhaupt   keinen Strom zu führen brauchen. 



   Die beschriebene Erfindung wird am besten dort Anwendung finden, wo sehr kleine Teilspannungen der Gleichrichterspannung geregelt werden müssen, also beim Anlassen   motorischer   Antriebe, insbesondere 

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 da, wo grosse Anlassströme abzugeben sind und Einphasenspeisung vorliegt, z. B. bei Gleichrichterlokomotiven. Hier wird die Gewichtsersparnis an Blindstromkondensatoren und Glättungsdrosseln besonders vorteilhaft sein. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :   l. Einrichtung in Gleich-und Wechselrichteranlagen   mit Edelgas-oder Metalldampfentladungsgefässen, die   über Transformatoren   aus Wechselstromnetzen beliebiger Phasenzahl gespeist und zur Leistungsregelung mit Steuerelektroden versehen sind und zu deren Gleichstromkreis zur Erzielung eines annähernd stetigen Stromflusses Energiespeicher als Glättungsmittel vorhanden sind, dadurch gekennzeichnet, dass die neutralen Punkte oder Sternpunkte der Transformatorenwicklungen (Saugdrosseln u.   dgl.)   an besondere Anoden (Sternpunktanoden) angeschlossen und die zugehörigen Kathoden mit den Kathoden der Hauptentladungsgefässe verbunden sind. 
 EMI3.1 
 entladungsgefäss selbst angeordnet sind.

Claims (1)

  1. 3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass den Sternpunktanoden Steuergitter zugeordnet sind.
    4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Ziindzeit der Sternpunktanoden einstellbar ist.
    5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass zum Regeln der Energierüekgabe in das Wechselstromnetz bei Gleichrichterbetrieb die Zündung der Sternpunktanoden jeweils dann erfolgt, wenn die Phasenspannung der stromführenden Hauptanoden bereits negativ geworden ist.
    ss. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Sternpunktanoden zur Vermeidung von Rückzündungen oder ähnlichen Störungen des rmformerbetriebes mittels ihrer Steuergitter selbsttätig sperrbar sind. EMI3.2
AT143789D 1932-01-26 1933-01-12 Einrichtung in Gleich- und Wechselrichteranlagen mit gittergesteuerten Edelgas- oder Metalldampfentladungsgefäßen. AT143789B (de)

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AT143789D AT143789B (de) 1932-01-26 1933-01-12 Einrichtung in Gleich- und Wechselrichteranlagen mit gittergesteuerten Edelgas- oder Metalldampfentladungsgefäßen.

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