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Niederschlagsmesser.
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Niederschlagsmesser, welcher es nicht nur gestattet, die innerhalb eines grösseren Zeitraumes (halber oder ganzer Tag usw. ) gefallene Gesamtmenge der atmo- sphärischen Niederschläge zu erfassen, sondern überdies den zeitlichen Verlauf der Niederschlagserscheinungen genau festzustellen. Dies wird dadurch erreicht, dass das durch den Auffangtrichter in den Messer gelangende Niedersehlagswasser (Nebel, Regen, Eis) zur Bildung stets annähernd gleichgrosser Tropfen veranlasst wird, welche, sobald sie ihre volle Grösse erreicht haben, einzeln herabfallen und jedesmal durch den dabei ausgeübten Stoss eine mit einem elektrischen Stromunterbrecher verbundene Auffangplatte niederdrücken, wodurch ein Kontakt hergestellt und der Schreibstift einer Schreibvorrichtung bekannter Art betätigt wird.
Zum Zwecke der Regenmeldung hat man sieh bereits des Schliessens eines elektrischen Kontaktes bedient, der durch aus einem Auffangtrichter herabfallende Tropfen des Niederschlagswassers betätigt wurde. Es hat sich dabei aber nur darum gehandelt, die Tatsache des beginnenden Regens in einen mehr oder weniger entferten Innenraum durch ein elektrisches Klingelzeichen od. dgl. zu melden, wobei weder die grösse des gebildeten Tropfens, noch die Aufeinanderfolge der Tropfen eine Rolle spielten. Ein Verzeichnen der Regenmenge hat dabei nicht stattgefunden.
Da die erfindungsgemässe Vorrichtung bereits sehr geringe Niederschlagsmengen zu verzeichnen gestattet, genügt der übliche offene Auffangtrichter nicht, um eine zuverlässige Erfassung der Niedersehläge zu sichern und es musste daher eine Anordnung geschaffen werden, welche ein seitliches Verwehen der Niederschläge verhindert.
In dem erfindungsgemässenRegenmesser gelangen die Niederschläge zunächst zu einem Auffangkorper, welcher aus einer Reihe lotrecht gestellter und radial gegeneinander angeordneter Flächen besteht, welcher Auffangkörper auf den Auffangtrichter abnehmbar aufgesetzt ist und es ermöglicht, trotz der durch die Luftbewegungen hervorgerufenen verschiedenen Einfallsrichtungen des Niederschlages ihm immer die gleiche Auffangfläche entgegenzustellen und den Niederschlag in den Auffangtrichter und von dort in ein Sammelgefäss zu leiten.
Aus dem Auffangtrichter gelangt das Niederschlagswasser in einen im Boden angeordneten, als Düsenröhrehen ausgebildeten Tropfenbildner, durch welchen stets gleich grosse Tropfen gebildet werden, welche beim Herabfallen einen schwingenden elektrischen Stromunterbrecher betätigen, wobei der hiedurch jeweils geschlossene elektrische Strom durch ein elektromagnetisches Steuerwerk auf eine von einem Uhrwerk betriebene Schreibstreifentrommel mit Zeitangabe einwirkt, auf der dann die Zahl der durchfallenden Tropfen angegeben wird. Es kann das Flächenmass der Auffangflächen z. B. derart bemessen sein, dass hundert solcher Tropfen 1 mm Niederschlag entsprechen.
Das Auffanggerät ist weiters noch mit einer elektrischen Widerstandsheizvorrichtung versehen, um auch
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kommt.
Eine beispielsweise Ausführungsform des Gegenstandes gemäss der Erfindung ist in den Fig. l und 2 der Zeichnung dargestellt. Fig. 1 zeigt das Auffanggerät in einem Längsschnitt und Fig. 2 eine Draufsicht auf den Auffangkörper.
Über dem auf einem Sammelgefäss b angebrachten Auffangtrichter a ist der aus lotrecht und radial
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bei den verschiedenen Richtungen des Niederschlages stets gleich grosse Auffangflächen dem Nieder- schlage entgegengesetzt. Im Boden des Trichters a ist ein Düsenröhrchen o mit einer zylindrischen oder auch nach abwärts erweiterten Durchflussöffnung angeordnet, so dass es als Bildner für stets gleiche
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magnetischen Steuerwerk, und dieses mit einer von einem Uhrwerk betriebenen Schreibstreifentrommel in Verbindung, so dass durch die von den herabfallenden Tropfen hervorgerufenen Stromstoss die in einer bestimmten Zeitdauer herabgefallenen Wassertropfen verzeichnet werden.
Aus der Zahl der von den Tropfen erteilten und verzeichneten Stromstoss kann ein Schluss auf die Niederschlagsmenge oder Niederschlagshöhe gezogen werden. Um auch feste Niederschläge (z. B. Schnee) zum Auftauen zu bringen, ist noch eine mittels Kontaktstiften fan eine Leitung angeschlossene elektrische Widerstandsheizvorriehtung d vorgesehen, deren Drähte in einem isolierenden Werkstoff c eingebettet sind, welcher den Einsatz e, t mit der Abflussöffnung r des Sammelgefässes umgibt. Der Boden t trägt auf isolierenden Stücken m den Quecksilberbehälter n und den Stromunterbrecher lu, lu,.
Der beschriebene Messer bietet folgende Vorteile : 1. Da die Aufeinanderfolge der Tropfen unmittelbar von der jeweiligen Niederschlagsmenge abhängt, lässt sich aus dem Schreibstreifen nicht nur die Gesamtmenge des Niedersehlages entnehmen, sondern auch dessen genau zeitliche Verteilung. 2. Da das Wasser nach den Betätigungen des Stromunterbrechers in das untere abgeschlossene Gefäss abfliesst und sich dort sammelt, kann es in bekannter Weise gemessen werden, wodurch eine Überprüfung der Angaben des Streifens hinsichtlich der Gesamtmenge des Niederschlages möglich wird. 3. Da das Schreibgerät elektrisch betätigt wird, können Auffanggerät und Messgerät an verschiedenen Orten aufgestellt werden, z. B. ersteres auf dem Dache, letzteres in einem Zimmer. 4. Die tägliche Messung des Niedersehlagswassers entfällt.
Es genügt gelegentlich der Auswechslung des Sehreibstreifens das gesammelte Wasser
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dies würde dies aus dem abnormen Verlauf der Kurve noch nachträglich erkennbar sein.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Niederschlagsmesser, dadurch gekennzeichnet, dass der Auffangtrichter (a) mit einer Einrichtung (o) versehen ist, die aus dem Niederschlagswasser gleich grosse Tropfen bildet, welche einzeln eine Sehreibvorrichtung betätigen.
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