AT143330B - Verfahren zur Herstellung eines Puzzolanzementes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Puzzolanzementes.

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AT143330B
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cement
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Hubert Dr Wagner
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  Verfahren zur   Herstellung eines Puzzotanzementes.   



   Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung eines Puzzolanzementes, der im
Wesen aus Portlandzement oder einem andern hochkalkigen, bei hoher Temperatur gebrannten hydrau- lischen Bindemittel und gebrannten Ton besteht. 



   Es wurde gefunden, dass das bei   verhältnismässig   niedrigen Temperaturen erfolgende Brennen des Tones durch die Wärme bewirkt werden kann, die der bei hohen Temperaturen erbrannte Zement- klinker enthält. Die im fertig   gebrannten noch glühenden Klinker enthaltene   Wärme reicht aus, eine hinreichende Menge Ton in geeigneter Weise zu brennen. 



   Die Klinkerwärme ist bisher schon grundsätzlich ausgenutzt worden, aber nur für andere Zwecke, nämlich hauptsächlich für   Vorwärmung   der Verbrennungsluft oder für Trockenverfahren. 



   Es ist auch bekannt, dass Tone durch Brennen bei bestimmten verhältnismässig niedrigen Temperaturen den Höchstwert der hydraulischen Wirksamkeit erreichen. Es war aber in der Zementindustrie mit normalen Ofenanlage bisher nur   möglich,   Ton bei den erforderlichen niedrigen Temperaturen unter solchen Umständen zu brennen, welche die Kontinuität des Fabrikationsbetriebes und die gute Be-   schaffenheit des Erzeugnisses in Frage stellen. Jedenfalls waren bisher immer zwei gesonderte Fabrikations-   gänge notwendig, um einen   Puzzolanzement   der gekennzeichneten Art zu erhalten, nämlich das Brennen des Zementes und das Brennen des Tones. 



   Das neue Verfahren ermöglicht das Brennen von Ton in technisch einwandfreier und für die Durchführung im ununterbrochenen Grossbetrieb, insbesondere Drehrohrofenbetrieb, geeigneter Weise sowie die Zusammenlegung zweier bisher gesonderter Fabrikationsgänge in einen einzigen Fabrikationsgang, indem der rohe Ton dem glühenden, den Ofen verlassenden Klinker zugesetzt und durch die im Klinker enthaltene Wärme gebrannt wird. 



   Im allgemeinen ist es zweckmässig, den Ton durch Trocknen von seiner Grubenfeuehtigkeit zu befreien und dann zu zerkleinern. Der so vorbereitete rohe Ton wird beispielsweise dem heissen Klinker am Brennerende eines Drehofens zugeführt, wo ihn der glühende Klinker verlässt und in die Kühltrommel fällt. Die Kühltrommel wird so ausgebildet oder durch eine geeignete Vorrichtung ersetzt, dass die Wärme gehalten wird und das Gemenge von Klinker und Ton so lange in der Wärme verbleibt, bis der Ton durch die Klinkerwärme in richtigem Ausmass gebrannt ist. Das Gemenge von Klinker und gebranntem Ton wird dann in üblicher Weise fein vermahlen. 



   Je nach der Art und Menge des zugesetzten Tones kann der rohe Ton auch in feuchtem Zustand oder an einer solchen Stelle dem glühenden Klinker zugesetzt werden, an welcher der aus dem Ofen austretende oder ausgetretene Klinker eine höhere bzw. tiefere Temperatur aufweist, also auch vor oder nach Verlassen des Ofens. 



   Je grösser die Menge des zu brennenden Tones im Verhältnis zur Menge des Klinkers und je höher die für die Umwandlung in ein Puzzolan günstigste Brenntemperatur für den jeweils verwendeten Ton ist, eine um so höhere Temperatur muss der Klinker beim Zusatz des rohen Tones aufweisen. 



   Auch die Wärme solchen Klinkers, der in   ändern   Öfen als Drehrohröfen erzeugt ist, kann nach der Erfindung ausgenutzt werden. Zur   Durchführung   des   erfindungsgemässen   Verfahrens ist nur erforderlich, dass der Klinker, durch dessen Wärme der Ton gebrannt werden soll, in genügend heissem glühendem Zustand zur   Verfügung steht. Unter Umständen   ist daher z. B. auch   S ha htofenklinker verwendbar,   

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 der meist in grossen   Stücken   aus dem Ofen tritt und daher vor dem Zusetzen des Tones zweckmässigerweise zerkleinert wird. 



   Das eigentliche Brennen des Tones erfolgt immer in einer   Wärmeaustauschvorrichtung,   die im vorliegenden Fall, in dem das Wärme abgebende und das Wärme aufnehmende Gut, Klinker und Ton, in unmittelbarem Kontakt miteinander stehen können und nicht mehr voneinander getrennt zu werden brauchen, besonders einfach sein kann. Beispielsweise kann eine mit einem beständigen und wärmeisolierenden Futter ausgestattete Drehtrommel, die mit einer zweckmässig veränderlichen Stauvorrichtung versehen ist, mit Vorteil verwendet werden. 



   Wenn es erwünscht ist, ein hydraulisches Bindemittel zu erhalten, das besonders plastischen und giessfähigen Mörtel bzw. Beton ergibt, wird dem Gemenge aus Klinker und gebranntem Ton vor dem Vermahlen noch hydratisierter Kalk zugesetzt. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung eines Puzzolanzementes, im Wesen aus Portlandzement oder einem andern hoehkalkigen, bei hoher Temperatur gebrannten hydraulischen Bindemittel und gebranntem Ton, dadurch gekennzeichnet, dass das bei verhältnismässig niedrigen Temperaturen erfolgende Brennen des Tones durch die Wärme bewirkt wird, die der bei hohen Temperaturen erbrannte Zementklinker enthält, worauf Klinker und gebrannter Ton zusammen fein zermahlen werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der rohe, erforderlichenfalls getrocknete und zerkleinerte Ton dem glühenden Klinker kurz vor, beim oder nach Verlassen des Ofens zugesetzt wird.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass dem erhaltenen Erzeugnis vor dem Vermahlen hydratisierter Kalk zugesetzt wird.
AT143330D 1933-10-23 1934-10-19 Verfahren zur Herstellung eines Puzzolanzementes. AT143330B (de)

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