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Schneidvorrichtung, insbesondere Rasiergerät.
Es sind Schneidvorrichtungen, insbesondere zum Rasieren, Haarschneiden u. dgl. bekannt, bei denen ein Messer mit gerader Schneide parallel zur Schneidkante geradlinig schnell hin und her bewegt wird, um so die Schneidwirkung zu verbessern und das Schneiden zu erleichtern. Zum Antrieb der Sehneid- klinge dient hiebei gewöhnlich eine drehende Antriebsmaschine, deren Drehbewegung durch Kurbel, Exzenter oder ähnliche Vorrichtungen in die hin und her gehende Schwingbewegung des Sehneidmessers
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strommagneten zum Antrieb des Sehneidmessers zu benutzen.
Die bekannten Vorrichtungen dieser Art haben jedoch den Nachteil, dass einerseits zwischen dem Anker und dem Schneidmesser eine aus Hebeln u. dgl. bestehende kraftverzehrende Zwisehenübersetzung vorgesehen und anderseits kein Eisenrücksehluss für den Magnetfluss vorhanden ist. Solche Vorrichtungen sind daher praktisch nicht brauchbar.
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Gemäss der Erfindung ist die Schneidvorrichtung in der Weise ausgebildet, dass der die Schneidklinge unmittelbar antreibende und elektromagnetisch in Schwingungen versetzte Schwinganker mit dem Magnetkern aus einem Stück von etwa hufeisenförmiger Gestalt und derart elastischem Material besteht, dass bei Speisung der auf dem einen Schenkel des Ankers sitzenden Spule mit Wechselstrom oder unterbrochenem Gleichstrom der die Schneidklinge tragende Schenkel in hin und her gehende Schwingbewegung gerät.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer gemäss der Erfindung ausgebildeten Vorrichtung, u. zw. ein Rasiergerät im Längsschnitt, dargestellt. 1 ist der hohl ausgebildete Handgriff des Rasiergerätes. Auf das obere Ende dieses Handgriffes ist der Haltekopf 2 aufgeschoben, auf dem ein Querstück j sitzt, in dem die Rasierklinge 4 in ihrer Längsrichtung in üblicher Weise schwingbar gelagert und durch ein angeklemmtes Querstück 6 geführt und gegen Herunterfallen gesichert ist.
Im Innern des hohlen Griffes 1 ist nun ein aus mehreren Eisenbleche bestehender hufeisenförmiger Anker 6 angeordnet, dessen linker Schenkel mit einer Spule 7 besetzt ist, welche durch die Leitung 8 an eine Stromquelle angeschlossen werden kann, die Wechselstrom, vorteilhaft von niederer Spannung, oder unterbrochenen Gleichstrom liefert. Der Anker 6 ist an der unteren Biegungsstelle durch eine Schraube 9 an einer im Handgriff 1 angebrachten Querplatte 10 und mit dem oberen Ende seines linken Schenkels durch die Schraube 11 an dem Handgriff 1 befestigt. Auf das obere Ende des rechten Schenkels ist eine Spitze 12 aufgesetzt,
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einfachen und billigen Mitteln das Hin-und Herschwingen der Rasierklinge.
Vorteilhaft ist dabei noch eine Vorrichtung vorgesehen, mit der man die Spaltbreite zwischen den beiden freien Schenkelenden des Ankers 6 verschieden einstellen kann, um dadurch die Stärke und Weite der Schwingungen regeln zu können. Zu diesem Zweck kann beispielsweise die Schraube 1. 3 vorgesehen sein.
Es ist ferner vorteilhaft, das Gehäuse eines solchen Gerätes ganz aus einem isolierenden Stoff,
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das Gerät eindringen sollte, doch keinerlei Kurzschluss stattfinden kann. Schliesslich ist noch vorteilhaft der aus dünnen Blechen bestehende Eisenanker mit einer dünnen Schicht eines Stoffes zu überziehen, der das Eisen vor den Angriffen von Feuchtigkeit sicher schützt. Ein derartiger Antrieb lässt sich auch für Sehneidgeräte anderer Art, z. B. für Haarsehneidemaschinen, Aufschnitt-, Gemüse-, Brotschneide- maschinen, desgleichen zum Schneiden von Furnieren oder dünnen Platten aus andern Stoffen, zum Abscheren von Fäden usw. benutzen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Schneidvorrichtung, insbesondere Rasiergerät, deren Schneidklinge unmittelbar von einem schwingbar ausgebildeten und elektromagnetisch in Schwingungen versetzten Anker angetrieben ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwinganker mit dem Magnetkern aus einem Stück von etwa hufeisenförmiger Gestalt und aus derart elastischem Material besteht, dass bei Speisung der auf dem einen Schenkel des Ankers sitzenden Spule mit Wechselstrom oder unterbrochenem Gleichstrom der die Schneid-
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