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Federnd gelagerte Fahrradnabe mit Bremse.
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Vervollkommnung der durch Patent Nr. 137053 geschützen exzentrisch gelagerten Radnabe mit Bremse für Fahrräder und ähnliche Fahrzeuge, bei der die Radnabe auf einem um die Radaehse pendelnden exzentrischen Lagerkörper von einer in diesem Lagerkörper angeordneten Feder getragen wird. Bei dieser Pendelnabe sind die nicht umlaufenden Teile der Bremse auf dem Lagerkörper fest angebracht und mit einem Ansehlag versehen, mittels dessen sie beim Bremsen undrehbar festgestellt werden.
Hiebei wird die Tragfeder stark gespannt, so dass sie beim Lösen der Bremse die Nabe in ihre Ruhelage und bisweilen darüber hinaus zurückschnellt, wobei Bruch
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Pufferfeder beseitigt, die mit ihrem einen Ende an dem Lagerkörper und mit ihrem andern Ende an einem undrehbaren Teil des Rahmens angreift. Ferner greift je ein Ende der Tragfeder und der Gegenfeder nur in der Belastungsrichtung an einem Widerlager des abzufedernden Teils bzw. des Rahmens an.
In der Zeichnung ist die Pendelnabe gemäss der Erfindung in einer Ausführungsform beispielsweise dargestellt.
Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt durch die federnde Nabe mit Bremse ; Fig. 2 veranschaulicht eine
Endansicht der Nabe und der Bremse ; Fig. 3 stellt einen Querschnitt durch den Lagerkörper dar und zeigt die beiden Federn in ihrer Stellung zum Lagerkörper.
Die Pendelnabe mit Bremse besteht aus einem auf der Radachse 5 exzentrisch gelagerten Lagerkörper 6 und der auf ihm drehbaren Nabenhiilse 8, die das Gehäuse 9 einer Innenbremse trägt. In einer mittleren Aussparung des Lagerkörpers ist um die Achse 5 eine kräftige Torsionsfeder 10 als Tragfeder gelegt, die mit ihrem einen Ende an einem auf der Achse nicht drehbaren Ringkörper 11 und mit ihrem andern Ende an einem Widerlager des Lagerkörpers 6 beim Pendeln und Bremsen angreift (Fig. 3), wobei aber in einem Schlitz 6 a diesem Ende ein gewisses Spiel gegeben ist, so dass die Feder in der andern Richtung, d. h. beim Zurüeksehnellen des Rades nicht im Sinne des Aufwickelns beansprucht wird.
In der dargestellten Lage nimmt die Feder die Belastung des Fahrrades und die Stösse auf, indem die Achse 5 im Sinne der Fahrtrichtung nach vorn auf-und niederpendelt. Die Achse 5 wird in der Rahmengabel 27 fest angebracht und durch einen Arm 28 undrehbar gesichert.
Die im Gehäuse 9 eingebaute Bremse besteht beispielsweise aus zwei um einen Widerlagerzapfen 15 schwingbaren Backen. M, die durch Federn 16 in der Ruhelage ausser Berührung mit dem Gehäuse gehalten werden. Der Widerlagerzapfen ist auf einer auf dem Lagerkörper 6 befestigten Scheibe 24 angeordnet. Die Spreizung der Bremse wird mittels eines Nockens- 17 bewerkstelligt, dessen Drehzapfen 18 in einem hülsenförmigen auf der Aussenseite der Scheibe 24 befestigten Träger 25 eines Puffers 23 aus Gummi od. dgl. gelagert ist und einen Hebel 19 trägt, an dem ein Bowdenkabel 22 angreift.
Im unbelasteten Zustande des Fahrrades nimmt der Gummipuffer 28 ungefähr die in Fig. 2 dargestellte Lage ein. Bei der Belastung geht die Achse in der Fahrtrichtung nach vorn herab. Von Unregelmässigkeiten des Weges entstehende Stösse werden durch die Feder 10 unter Pendeln der Nabe aufgenommen. Wenn die Bremse angestellt wird, nimmt das weiterlaufende Vorderrad die gesamte Bremse und den mit dieser verbundenen Lagerkörper 6 in derselben Richtung mit, bis der Anschlag 2. 3 an dem Gabelschenkel 2 ? zur Anlage kommt. Bei dieser Drehung des Lagerkörpers 6 um die Radachse 5
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wird die Feder. M gespannt.
Beim Lösen der Bremse wird der Lagerkörper bisweilen durch die Feder 10 so weit zurückgeschnellt, dass sie in bedeutendemmasse aufgewickelt wird und durch die dabei entstehende Beanspruchung in entgegengesetzter Richtung brechen kann.
Um diese Gefahr zu vermeiden, ist gemäss der Erfindung eine Hilfsfeder 30 eingeschaltet, die diesen Rückstoss auffängt. Sie ist mit ihrem inneren Ende mit dem Bremsenträger 24 durch eine Abbiegung 31 in Eingriff, während ihr äusseres Ende mittels einer nach aussen gerichteten Abbiegung ? die Kante des Arms 28 übergreift (Fig. 2). Sie wird also gespannt, wenn sich der Lagerkörper in dem der Bewegung des Uhrzeigers in Fig. 2 entgegengesetzten Sinne dreht. In einem diese Feder einschliessenden Gehäuse 33 ist ein Umfangsschlitz 34 vorgesehen, in dem sich die Abbiegung 32 bewegen kann.
Bei dem
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der Bewegung des Lagerkörpers gefolgt war und sich von dem Arm 28 entfernt hatte, zuerst so weit rückwärts, bis er an dem Arm 28 wieder zur Anlage kommt, worauf die Feder 30 gespannt wird und sie nunmehr die weitere Rückkehrbewegung des exzentrischen Lagerkörpers hemmt. Da schliesslich das radial gerichtet Ende der Feder 10 in dem Schlitz 6 a des Lagerkörpers 6 sich frei bewegen kann und nach vollständiger Entspannung der Feder 10 sich von seinem Widerlager abhebt, wird der Rückschlag schnell aufgefangen und die Pendelnabe in ihre wirksame federnde Stellung zurückgebracht. Die Feder 10 kann also nicht durch das Zurückschnellen und eine in entgegengesetzter Richtung wirkende Belastung übermässig aufgewickelt werden.
Infolgedessen sind die beiden Federn 10 und 30 wegen der Beanspruchung nur in einer Richtung und der Entlastung durch die Anwendung des Spiels in den Endlagen der Gefahr des Bruches selbst bei hoher Belastung des Fahrrades nicht ausgesetzt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Federnd gelagerte Fahrradnabe mit Bremse nach Patent Nr. 137053, bei der die Nabenhülse auf einem um die Radachse pendelnden exzentrischen Lagerkörper umläuft und die nicht umlaufenden Teile der Bremse auf dem Lagerkörper fest angeordnet sind, gekennzeichnet durch eine der im Lagerkörper angeordneten Tragfeder entgegenwirkende Feder zum Hemmen des nach Lösen der Bremse eintretenden Zurückschnellens der Nabe.