AT142740B - Elektromagnetisch angetriebener Kompressor. - Google Patents

Elektromagnetisch angetriebener Kompressor.

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AT142740B
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Georg Szekely
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Georg Szekely
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Elektromagnetisch angetriebener Kompressor. 



   Die Erfindung verbessert jene Gattung elektromagnetisch angetriebener Kompressoren, bei welcher das federnd gelagerte Verdichterorgan von dem schwingenden Anker eines Wechselstromelektro- magneten angetrieben wird und das gesamte Schwingungssystem genau oder angenähert auf Resonanz mit dem die Schwingungen des Systems erregenden und aufrechterhaltenden magnetischen Wechselfeld abgestimmt ist. Um vor allem die Federung den schwingenden Systems frequenzbestimmend zu machen, empfiehlt es sich, die Masse der schwingenden Systemteile möglichst klein zu wählen, derart, dass gie die Eigenfrequenz des Schwingsystems nur unerheblich beeinflussen. 



   Die Erfindung geht von dem Bestreben aus, den Kompressor dahin zu vervollkommnen, dass sein
Verdichterorgan möglichst harmonische Schwingungen ausfÜhrt. Auf Grund der Erkenntnis, dass die Krümmung der Kompressionslinie des Arbeitsmediums bei den bisher bekanntgewordenen Kompressoren das Zustandekommen harmonischer Schwingungen verhindert hat, schlägt die Erfindung vor, den verzerrenden Einfluss der Kompression dadurch zumindest teilweise zu kompensieren, dass, abweichend von der bisherigen Gepflogenheit, eine Federung des schwingenden Systems verwendet wird, die eine nichtlineare Kraft-Weg-Charakteristik besitzt. 



   Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel des   erfindungsgemässen Kompresoraggregats, u.   zw. 



  Fig. 1 eine Schnittansicht, Fig. 2 den zugehörigen Grundriss und Fig. 3 einen Kreuzriss, teilweise im Schnitt. 



  Die Fig. 4 und 5 zeigen die abgeänderte Ausbildung gewisser Einzelteile des Aggregats. 



   Im   Ausführungsbeispiel   der Zeichnung ist 1 der den Kompressor antreibende Elektromagnet, dessen Wicklung 2 vom Netzwechselstrom durchflossen wird und dadurch auf den Anker J eine ihrer   Intensität nach periodisch sich   ändernde Anziehungskraft ausübt. Der Elektromagnet 1 besitzt einen möglichst geschlossenen Eisenkreis, um bei geringstem Gewicht und Raumbedarf eine möglichst grosse elektromagnetische Leistung zur Verfügung zu stellen. Aus diesem Grunde ist auch die Zahl und Grösse der den Eisenkreis unterbrechenden Luftspalte 4,4',   4" auf ein :   Mindestmass   beschränkt,   wozu auch die zur Schwingungsrichtung des Ankers   3   schräge Lage der Luftspalte 4'und 4"beiträgt. 



   Im Anker 3 ist das untere Ende der gabelförmigen, aus plattenförmigem Material zusammengesetzten Kolbenstange 5 befestigt, welche an ihrem oberen Ende die gewölbte Unterplatte 6 des Kolbens trägt. Mit dieser Platte 6 ist der aus Gummi hergestellte Kolbenkörper 7 durch den einvulkanisierten Ring 8 und die Klauen 9 verbunden. Der Randteil 7 a des Kolbenkörpers 7 besitzt eine geringe Dicke, so dass er membranartig wirkt, und ist zusammen mit den übrigen Teilen des Kompressors in einem Ring 10 eingespannt, der von den Streben 11 des Kompressorgestells getragen wird. Die bisher beschriebenen Teile des schwingenden Systems, nämlich der Anker 3, der Kolben 7 und die Kolbenstange 5, sollen, um die Trägheitswiderstände möglichst herabzusetzen, so leicht wie möglich sein, was auch bei ihrei Formgebung zu berücksichtigen ist. 



   Die Unterplatte 6 des Kompressorkolbens ist durch einen Gummiklotz   13,   der auf dem die Streben 11 verbindenden Querhaupt 12 aufgesetzt ist, gegen den ruhenden Teil der Maschine abgefedert. Dieser Gummiklotz 13 ist ein federnder, blockartiger Körper aus elastischem Material, der durch geeignete Formgebung auf die gewünschte Frequenz abgestimmt werden kann und eine nichtlineare Charakteristik besitzt, deren Verlauf gleichfalls durch richtige Formgebung beeinflusst werden kann. Statt des 
 EMI1.1 
 Systems verwendet werden, wie dies Fig. 4 andeutet. Bei der Ausbildung der Federung des schwingenden   Kolbens ist auch darauf zu achten, dass die Feder, die ja gleichfalls zum schwingenden Gesamtsystem gehört, ein möglichst geringes Gewicht besitzt.

   Um im Laufe des Betriebes stattfindende Veränderungen   

 <Desc/Clms Page number 2> 

 der   Vorspannung   der   Federung 13 bzw. 13   a und damit Veränderungen ihrer Eigenfrequenz oder Charakteristik zu beseitigen oder auch um eine genaue Justierung der Federvorspannung zu ermöglichen, ist das   Querhaupt     M mittels Schrauben. M   auf den Streben 11 verstellbar. Unerwünschte Lagenände- 
 EMI2.1 
 



   Der Kompressorkolben 7 schliesst mit dem ihm gegenüberliegenden, gleichfalls im Ring 10 eingespannten   Kompressordeekel 16   den Arbeitsraum 17 des Kompressors ein, in welchem das Ansaugen, Komprimieren und   Fortdrucken   des Arbeitsmediums stattfindet. Im Deckel 16 sind das Saug-und das Druckventil des Kompressors angeordnet, so dass der schwingende Kolben keine Ventilbestandteile enthält, die seine Masse vergrössern. Die Verwendung eines selbsttätig arbeitenden Saugventils verlangt aber, dass dessen bewegliche Teile so ausgeführt werden, dass sie dem schnellen   Arbeitsrhythmus   des erfindungsgemässen Kompressors folgen können.

   Es empfiehlt sich daher, die Saugventilklappe   - und   das gleiche gilt auch für die   Druekventilklappe-möglichst leicht im Gewicht auszubilden   und ihr eine solche Form zu geben, dass sie sich mit der Frequenz der Kolbensehwingung oder mit einer noch höheren Frequenz öffnen und schliessen kann. Im Ausführungsbeispiel der Zeichnung wird dies durch 
 EMI2.2 
 durch eine die erforderliche Vorspannung der Klappe sichernde Schraube 20 festgehalten. Das Druckventil 21 ist als ringförmige Membran ausgebildet, die Öffnungen 22 besitzt, welche gegenüber entsprechenden Öffnungen 23 des Deckels 16 versetzt angeordnet sind. 



   Wie die Zeichnung zeigt, ist der   Kompressordeckel16   so geformt, dass er bei eingesetzter Saugventilklappe M eine Abschlusswand des Arbeitsraumes 17 bildet, an die sich der Kolben in seiner   höchsten   Stellung satt anlegen kann, so dass der schädliche Raum, falls der Hub des Kolbens genügend gross ist, auf ein Minimum verringert wird. Es kann bei einer solchen Ausbildung des Arbeitsraumes durch entsprechend Abstimmung der Eigenfrequenz des schwingenden Systems auf die Frequenz der magnetischen Kraft und durch richtige Bemessung der hubbegrenzenden Gegenkräfte ein Hubraum des Verdichterorgans eingestellt werden, der den Arbeitsraum des Kompressors fast zur Gänze ausfüllt. 



   Oberhalb des Deckels   16   befinden sich der Saugraum 27 mit dem Saugstutzen 24 und der Druck- 
 EMI2.3 
 bzw. am Ring 10 befestigt und können durch Lösen der Schrauben 30 mitsamt dem Deckel 16 leicht abgehoben werden, so dass es keine Schwierigkeit bereitet, zu den Ventilen des Kompressors zu gelangen, um eine Reparatur oder Auswechslung vorzunehmen.   Zweckmässigerweise   wird die Haube 29 aus einem Material, wie z. B. Aluminium, Zink oder Bleiblech, hergestellt, welches das   Geräusch   der aus dem Druckventil gegen die Haube ausgestossenen Luft dämpft. Aus ähnlichen Gründen stehen der Elektromagnet 1 und die Streben 11 auf Füssen 31 und 32, die aus einem   geräuseh-und   stossdämpfenden Material bestehen. 



  Die auf einen verhältnismässig kleinen Arbeitsraum entfallende erhebliche Leistung des Kompressors kann trotz des günstigen Wirkungsgrades die Abgabe einer beträchtlichen   Verlustwärme   an den Kom-   pressordeckel 76 bewirken.   Erweist sich die in Fig. 1 dargestellte Konstruktion zur Abführung dieser Wärme als ungenügend, so kann eine bessere Kühlung des Deckels 16 schon dadurch erreicht werden, dass gemäss Fig. 5 der   Einspannring 10   als nach aussen Wärme abgebender Körper grösser dimensioniert und mit dem Deckel durch Verschraubung fest verbunden wird. Reicht auch die erhöhte Wärmekapazität des Ringes noch nicht aus, so kann dessen Oberfläche durch Löcher, Rippen od. dgl. künstlieh vergrössert werden oder man kann eine künstliche Kühlung des Deckels 16 durch Luft, Wasser od. dgl. vorsehen. 



   Das niehtlineare Verhalten der Kolbenfederung verbessert nicht nur den Charakter der Schwin-   gungen,   sondern trägt auch dazu bei, dass im allgemeinen die Grösse des Kompressorhubes von der   Grösse   der Arbeitsleistung des Kompressors wenig beeinflusst wird, da die eingestellte Resonanz in den verschiedenen Betriebszuständen des Kompressors gewahrt bleibt. 



   In der Zeichnung ist die tiefste Lage des schwingenden Systems (Kolben und Anker) eingezeichnet. 



  Im normalen Betrieb sind die Verhältnisse so getroffen, dass diese tiefste Lage nicht unterschritten wird und dass anderseits der Kolben in der höchsten Lage nicht mit nennenswerter Geschwindigkeit gegen den   Kompressordeckel stosst.   Tritt aber unter aussergewöhnlichen Betriebsbedingungen einmal der Fall ein, dass die vorbeschriebene maximale Schwingungsamplitude überschritten wird, so verhindert das Anschlagen der unteren   Ankerfläche   33 an die ihr   gegenÜberliegende Fläche 34   des   Elektromagnetkernes   bzw. das Anschlagen des Kolbenkörpers 7 an den Deckel 16 ein unzulässig   grosses     Ausschwingen   des Kolbens.

   Diese obere und untere Begrenzung des Kompressorhubes dient aber nur Sicherheitszwecken und nicht der Erzeugung einer erhöhten Schwingungsfrequenz. 



   Wie jede Kompressorbauart kann das erfindungsgemässe Aggregat auch als   Vakuumpumpe   ver- 
 EMI2.4 
 menge von 10. 000 l pro Stunde und darüber zu erzeugen vermag. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Elektromagnetisch angetriebener Kompressor (Vakuumpumpe), dessen gefedertes Sehwing- EMI2.5 <Desc/Clms Page number 3> magnetischen Wechselfeld abgestimmt ist, gekennzeichnet durch eine Systemfederung mit nichtlinearer Kraft-Weg-Charakteristik, vorzugsweise mit einer Charakteristik, welche den Einfluss der Krümmung der Kompressionslinie des Arbeitsmediums auf die Schwingung zumindest annähernd kompensiert.
    2. Kompressor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Trag-oder Stützfedern des schwingenden Systems als kegelförmige Federn ausgebildet sind.
    3. Kompressor nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass das schwingende System durch einen Klotz aus elastischem Material, beispielsweise Gummi, gefedert ist.
    4. Kompressor nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch eine Vorrichtung zur Vor-oder Nachjustierung der Spannung der Federung, gegebenenfalls auch zur Veränderung ihrer Arbeitscharakteristik.
    5. Kompressor nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Masse der schwingenden Systemteile derart klein gewählt ist, dass sie, verglichen mit dem Einfluss der Systemfederung, nur unerheblich die Eigenfrequenz des Schwingungssystems beeinflusst.
    6. Kompressor nach irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das nach einer nichtlinearen Kraft-Weg-Charakteristik gefederte Verdichterorgan in an sich bekannter Weise als Kolbenmembran ausgebildet ist.
    7. Kompressor nach irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Arbeitsraum des Mediums derart ausgebildet und bemessen, die Eigenfrequenz des schwingenden Systems in bezug auf die Frequenz der magnetischen Kraft derart abgestimmt und die hubbegrenzenden Gegenkräfte derart gewählt sind, dass der Hubraum des Verdichterorgans (Kolbens, Membran) den grössten Teil des Arbeitsraumes bildet und nur einen verhältnismässig kleinen schädlichen Raum übrig lässt.
    8. Kompressor nach irgendeinem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das-vorzugsweise im Deckel des Arbeitsraumes angeordnete-Saugventil derart ausgebildet ist, dass seine natürliche Arbeitsfrequenz gleich oder höher als die Schwingungsfrequenz des Verdichterorgans ist.
    9. Kompressor nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Klappe des Saugventils als in der Mitte linsenförmig verdickter und daselbst eingespannter Körper aus nachgiebigem Material ausgebildet ist, der mit seinem freien Randteil die Ventilöffnung (en) bedeckt.
    10. Kompressor nach irgendeinem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der den Deckel des Kompressorarbeitsraumes umgebende Gehäuseteil als Kühlkörper ausgebildet ist derart, dass er die Ableitung und Abgabe der vom Deckel aufgenommenen Verlustwä1' e erleichtert
AT142740D 1934-02-26 1934-02-26 Elektromagnetisch angetriebener Kompressor. AT142740B (de)

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