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Sicherheitstürverselhluss.
Die Erfindung stellt eine Verbesserung des im Patente Nr. 135395 beschriebenen Sicherheit- türverschlusses für Aufzugssehaehttüren dar. Die Verbesserung der Ausführung liegtimwesentlichen in der
Zwischenschaltung von Übertragungsgliedern zwischen der eigentlichen Verriegelung innerhalb des Tür- verschlusses und dem die Entriegelung bewirkenden Rollenhebel. Beim Sicherheitstürverschluss nach
Patent Nr. 135395 wirkt der Rollenhebel direkt auf einen Bolzen der Verriegelungsorgane. Durch das
Auflaufen dieses Rollenhebels auf eine Auslöseschiene wird die Entriegelung in dort beschriebener Art vorgenommen.
Dieser Sicherheitstürversehluss hat die Nachteile, dass die Möglichkeit der Inbetriebsetzung einer Aufzugsanlage auch dann gegeben ist, wenn die Verriegelung nicht sicher zum Eingreifen gekommen ist. Ein weiterer Nachteil ist es, dass bei der Durchfahrt eines Fahrstuhles durch eine Haltestelle der Sicherheitstürverschluss an der Aufzugsschaehttür durch das Auflaufen des Rollenhebels auf die Auslöseschiene an der Kabine entriegelt wird und somit die Möglichkeit gegeben ist, in diesem Moment das
Schloss zu öffnen und den Aufzug damit stillzusetzen.
Bei vorliegender Erfindung werden die genannten Nachteile aufgehoben, indem zwischen dem eigentlichen Verriegelungsgestänge und dem Rollenhebel Zwischenglieder eingeschaltet werden. Diese werden bei Beginn einer Fahrt durch einen im Maschinenraum oder im Schacht angebrachten kleineren Elektromotor oder Elektromagnet so verdreht, dass der Rollenhebel in eine derartige Lage kommt, dass eine vorbeifahrende Kabine keine Entriegelungswirkung mehr ausüben kann. Durch die Verdrehung dieser Zwischenglieder wird weiterhin auch das zwangsweise Einrücken der Verriegelung selbst bewirkt.
Im Zuge der Betätigungsvorrichtung für das Verdrehen der Zwischenglieder der Sicherheitstürverschlüsse in allen Stockwerken ist ein Sehliesskontakt derart angeordnet, dass derselbe nur bei erfolgter exakter Verriegelung sämtlicher Sicherheitstürverschlüsse in Schliessstellung gebracht wird. Ist nun aus irgendeinem Grund die Verriegelung eines der Sicherheitstürverschlüsse am Eingreifen verhindert, so bleibt das ganze Übertragungssystem hängen und der genannte Kontakt kann nicht schliessen.
Beim Anfahren des Aufzuges ist dieser Kontakt durch einen Kontakt der Anlassapparatur überbrückt, welcher Überbrückungs- kontakt so eingestellt ist, dass er bei einer Entfernung von 25 cm des Fahrstuhles von einem Stockwerksflur geöffnet wird und dann der vorerwähnte Schliesskontakt geschlossen sein muss, um die Weiterfahrt des Fahrstuhles zu ermöglichen. Wurde der Schliesskontakt am Schliessen gehindert, wird die Steuerung stromlos und der Aufzug stillgesetzt. Ein Betrieb einer Aufzugsanlage ist also nur dann möglich, wenn die Verriegelung sämtlicher Sicherheitstürverschlüsse exakt eingegriffen hat.
Die Fig. 1, 2 und 3 zeigen die Verriegelung in den drei charakteristischen Stellungen, u. zw. zeigt Fig. 1 die offene Stellung der Verriegelung beim Halt des Fahrstuhles hinter der zur Verriegelung gehörenden Schachttür, Fig. 2 die Sperrstellung der Verriegelung bei Fahrt des Aufzuges, u. zw. im Moment des Passierens einer Haltestelle durch den Fahrstuhl, Fig. 3 die Sperrstellung bei Halt des Aufzuges und abwesendem Fahrstuhl bzw. Auslöseschiene.
Die Verriegelung besteht aus dem im Patent Nr. 135395 beschriebenen Sperrschieber 1, der die Schlitze 2 und 3 enthält, einem Hebel 4, einer Zugfeder 5 und einem am Sperriegel 6 befindlichen Bolzen 7.
Die Verriegelung geschieht in der dort beschriebenen Weise dadurch, dass der Bolzen 7 am Sperriegel 6 in eine Lage gekommen sein muss, dass sich der Bolzen 7 über jenem Teil des Schlitzes 3 befinden muss,
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dessen Schlitzteil senkrecht zur Bewegungsrichtung des Sperriegels 6 liegt. Während beim Patent Nr. 135395 durch die Wirkung der Feder 5 über dem Hebel 4 der Sperrschieber 2 hochgezogen wurde und damit den Sperriegel 6 samt Bolzen 7 an jeglicher Bewegung gehindert hat, wird dieses Hochziehen des Sperrschiebers 2 jetzt zwangsläufig wie folgt bewirkt :
Auf dem Bolzen 8, der mit dem Hebel 4 starr verbunden ist, sitzt ausserhalb des Kontaktsehlosses 9 mit dem Bolzen 8 gleichfalls starr verbunden ein Hebel 10. Der Hebel 10 trägt einen Drehpunkt 11.
An diesem Drehpunkt 11 gelagert ist der Rollenhebel 12, welcher einen länglichen Schlitz 1. 3 besitzt.
Zwischen dem Hebel 10 und dem Rollenhebel befindet sich ein Winkelhebel 14, welcher am Bolzen 8 lose drehbar gelagert ist. Der Winkelhebel 14 trägt an seinem kürzeren Schenkel einen Bolzen 15, welcher in den Schlitz 13 des Rollenhebels 12 eingreift. Der längere Schenkel des Winkelhebels 14 trägt einen Bolzen 16, welcher durch geeignete Verbindungsglieder mit einem durch den ganzen Aufzugssehacht gehenden Stahlband oder Seil 17 drehbar verbunden ist. Fig. 2 zeigt nun, wie erwähnt, die verriegelte Stellung. Bei Inbetriebsetzung des Aufzuges wurde durch Verdrehung des Rotors eines kleinen Motors 18 das Stahlband 17 hochgezogen.
Dadurch wurde der Winkelhebel 14 über den Bolzen 16 in seine obere Stellung gebracht und weiterhin der Hebel 10 über den Bolzen 15, Schlitz. 3, Rollenhebel 12, Bolzen 11 in die der Verriegelungsstellung entsprechende Lage gebracht. Durch die Verdrehung dieses Hebels 10 in die bezeichnete Lage wurde über dem Bolzen 8 und dem Hebel 4 der Sperrschieber 2 hochgezogen und damit der Sperriegel 6 samt Bolzen 7 festgestellt. Hätte sich nun der Bolzen 7 mit dem zur Bewegungrichtung des Sperriegels 6 senkrecht stehenden Teil des Schlitzes 3 nicht gedeckt, hätte die Aufwärtsbewegung des Sperrschiebers nicht stattfinden können und der ganze Vorgang, wie er durch das Hochziehen des Stahlbandes 17 hätte erfolgen sollen, wäre gehemmt gewesen.
Das Stahlband hätte so nicht hochgezogen werden können und damit der Kontakt 19 mittels des mit dem Stahlband 17 verbundenen Auslegers 20 nicht in Schliessstellung gebracht werden können. Wie aus der Figur ersichtlich ist, ist die Lage des Rollenhebels 12 eine derartige, dass eine vorbeifahrende Auslöseschiene 21 ohne jede Wirkung auf denselben bleibt.
Bei Beendigung einer Fahrt wird der Motor 18 stromlos und das Stahlband wird durch ein Gewicht 22 heruntergezogen, wodurch der Winkelhebel 14 in seine untere Stellung gelangt. Fig. 1 zeigt nun,
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den Hebel 10 mitgenommen hat. Die Verdrehung, die Hebel 10 erfahren hat, wird über den Bolzen 8, Hebel 4 auf den Sperrschieber 2 übertragen, welcher nach abwärts in seine untere Lage gebracht wird.
Dabei ist, wie im Patent Nr. 135395 beschrieben, nun der Bolzen 7 am Sperriegel 6 in den in der Bewegungsrichtung des Sperriegels 6 liegendem Schlitzteil 3 zu liegen gekommen, so dass der Sperriegel 6 im Entriegelungssinne verschoben werden kann.
Bei Beendigung einer Fahrt, bei der das Stahlband abgefallen ist, hat nun dieser Vorgang bei allen jenen Sicherheitstürverschlüssen, hinter denen kein Fahrstuhl steht, die in Fig. 3 bezeichnete Wirkung gehabt, dass die Verdrehung des Winkelhebels 14 in seine untere Lage über den Bolzen 15, den Rollenhebel12 verdreht hat, wobei der Bolzen 11 am Hebel 10 der Drehpunkt war. Der Hebel 10 selbst ist in seiner linken Endlange stehengeblieben, womit auch die Verriegelung im Kontaktschlosse 9 aufrechterhalten geblieben ist.
Diese zusätzlichen Einrichtungen stellen eine wesentliche Verbesserung des im Patent Nr. 135395 beschriebenen Sicherheitstürverschlusses dar und erhöhen die Sicherheit des Aufzugsbetriebes in hervorragender Weise.