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Verfahren zum Vorführern farbiger kinemategraphischer Bilder.
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transportierenden kinematographischen Projektionsvorrichtungen bekanntlich dreimal grösser als die der Bildphasen. Projiziert man eine Bildphase dreimal, so wird bei 15 Phasenwechseln schon eine vollständige Beseitigung des Flimmerns erreicht. Ausserdem vollzieht sich der Phasenwechsel im Verhältnis zum Bildstillstand in kürzerer Zeit. Das Verhältnis ändert sich von l : i auf mindestens 1 : 12. Ausserdem hat sich gezeigt, dass sich die aus der Dreifarbenkinematographie
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zu erfüllen ist.
Die Erfindung vermeidet die Nachteile der bekannten Verfahren und schlägt vor, die Teilbilder einer Phase einzeln aus dem Strahlengang zu rücken, aber die aus mehreren Teilbildern bestehende Bildphase solange als geschlossene Phase zu projizieren, bis die nächste Teilbildgruppe zur Projektion bereitsteht. Dies wird erfindungsgemäss durch wandernde Bild- fensterausschnitte erreicht. Im übrigen sind wandernde Bildfensterausschnitte bei projektionsvorrichtungen mit optischen Ausgleich der Bildwanderung bekannt. Diese Merkmale sind nur den Bedingungen der Erfindung entsprechend angepasst. Bei absatzweiser Projektionsvorführung wandern die Bildfensterabdeckungen ebenfalls absatzweise, während sie bei kontinuierlicher Vorführung spiralig wandern.
Es ergibt sich also nach der Erfindung die Forderung, jede Teilbildgruppe während der Projektion mindestens um eine Bildhöhe weiter zu verfolgen, als Teilbilder vorhanden sind. Es wird erfindungsgemäss jede nur einmal auf dem Film vorhandene Bildgruppe ein und derselben Bewegungsphase mehrmals als geschlossene Gruppe projiziert.
Dieses neue Verfahren hat den Vorteil, den Gesetzen des ruokweisen Bildtransportes besser entsprechen zu helfen, als dies bei den bekannten grossen Schwarz-Weissprojektoren möglich ist. Man erhält durch die Erfindung weiterhin zum ersten Mal eine der Theorie der additiven Farbensynthese und den kinematographischen Gesetzen entsprechende Vorführung. Zur Ausführung des neuen Verfahrens können Projektoren verwendet werden, bei denen die Bildbegrenzung im Bildfenster durch wandernde Bildfensterausschnitte, welche die Teilbilder mindestens um eine Bildhöhe weiterbegleiten. als Teilbilder vorhanden sind, erfolgt oder Vorrichtungen, bei denen ein wanderndes Objektiv die Bildphasen über mehrere Bildfenster verfolgt.
Es lassen sich sowohl Projektoren mit absatzweisen oder kontinuierlichen Bildtransport verwenden. Des besseren Verständnisses halber soll in den nachstehend zu beschreibenden Ausführungsbeispielen von während der Projektion stillstehenden Einrichtungen ausgegangen werden. Die Konstruktion der Apparate wird umso einfacher, je kleiner die den Film im Bildfenster zu begleitende Fläche ist. In dem ersten dargestellten Ausführungsbeispiel soll daher zunächst einmal eine von der Theorie der additiven Farhensynthese abweichende Pro-
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objektiv wiedergegeben. Es zeigen Fig. 1 den Verlauf der Projektionsphase bei Anwendung von vier Objektiven, Fig. 2 dasselbe mit fünf Objektiven, Fig. 3 den Vorgang für die Stereound Zweifarbenprojektion.
Da. wie das Kinemakolorverfahren zeigte, sich die blaue Teilfarbe oder das blaue Teilbild als Ergänzungsfarbe verwenden lässt, erhält man bei der additiven Dreifarbenprojektion unter Anwendung des Verfahrens nach der Erfindung bereits bei der Verwendung von vier Bildfensterausschnitten eine nahezu vollständige Farbenprojektion ohne störende Farbränder.
Verwendet man erfindungsgemäss nur ein Objektiv mehr. als Teilbilder vorhanden sind. und gestaltet die Abblendung so. dass nach je zwei Projektionen von vollen Teilbildergruppen stets bei der dritten Projektion, also nur einmal mit zwei Phasen gleichen Bildern einer Gruppe das blaue Teilbild einer benachbarten Gruppe anderer Bewegungsphase zur Wirkung kommt. so werden die bei jeder dritten Projektion auftretenden von dem zur nächsten Bewegungsphase gehörenden Blaubild herrührenden blauen Säume nicht störend in Erscheinung treten.
Es ergibt sich bei der Projektion der in Fig. 1 der Zeichnung dargestellte Vorgang.
Bei allen Darstellungen ist 1 das Filmband bzw. der Bildträger, auf dem die Bilder a,
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streifens. In Fig. 1 werden bei der mit I bezeichneten Darstellung zuerst die Teilbilder a1, a2, a3 der Bewegungsphase a mit dem im vorliegenden Beispiel als ortsfest angenommenen Projektionsobjektiv o1, o2, o3 durch die erste Öffnung des Verschlusses abgebildet.
Wird das Bildhand- um eine Bildhöhe weitergeschaltet, so entsteht dieselbe Phase
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Phase und einmal eine aus zwei verschiedenen Bildphasen gebildete Bildgruppe projiziert. Da bei dieser Anordnung immer nur eine Farbe zur Wechselwirkung kommt, werden farbige Säume besonders bei Verwendung der blauen Farbe dem Auge nicht in Erscheinung treten.
Verwendet man bei ruhenden Objektiven 3 bei der additiven Zwei-oder Dreifarbenprojektion eine um eines kleinere Anzahl von Objektiven als die doppelte Anzahl von Teilbildern jeder Gruppe, so lassen sich stets nur Bildgruppen gleicher Phase projizieren.
Man erhält stets die volle Deckung aller Teilbilder und insbesondere auch in den Teilen, die bewegte Gegenstände wiedergeben. Dieser Vorgang ist in Fig. 2 dargestellt. Fig. 2a zeigt wieder die Vorderansicht des verwendeten Bildbandes 1 mit den verschiedenen Teilbildern.
Es werden hier zuerst beispielsweise die Teilbilder al, a. der Bildphase a mit dem im Beispiel ortsfest angenommenen Projektionsobjektiven o1, o, 03 durch die erste Öffnung der Abdeckung 21 abgebildet (Stellung I). Bei Weiterschaltung des Bandes 11 um eine Bildhöhe und Mitbewegung der Abdeckung 2' entstehen die Teilbilder ein Feld tiefer, u. zw. unter Vermittlung der Objektive o2, o3, o4 (Stellung II). Bei einer nochmaligen Weiterschaltung von Bildband 11 und Abdeckung 2'um eine Bildhöhe, wird das Bild durch die Projektionsobjektive o3, 04, 05 projiziert (Stellung III). Alle übrigen Teilbilder und Objektive 31 werden durch die Bildfeldbegrenzung 2 abgedeckt.
Bei der darauffolgenden Rückschaltung des Bildfensters 2' um zwei Teilbilderhöhen werden die drei Teilbilder , , der nächsten Be-
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neuem, wobei der Verschluss 21 während der nächsten Filmtransporte die Bewegungsphase b freigibt.
Bei der additiven Zweifarbenprojektion sowie bei der Stereo-Projektion werden zur Durchführung des Verfahrens nur zwei Teilbilder gebraucht. Diese beiden gleichzeitig aufgenommenen Teilbilder werden gemäss der Erfindung ebenfalls einmalig in Phasendruck auf den Filmstreifen hintereinander kopiert. Man hat hier schon vorgeschlagen, bei der StereoProjektion die auf dem Filmstreifen hintereinanderfolgenden Teilbilder einzeln hintereinander zu projizieren. Dadurch wird aber die Geschlossenheit der einzelnen Phasen zerstört. Durch die geschlossene Vorführung der Phase, wie dies bei der Erfindung erfolgt. wird aber bei der Stereo-Projektion der stereoskopische Effekt erhöht.
Es ist dabei gleichgültig, ob man die einzelnen Teilbilder nach dem anaglyphen oder einem anderen Verfahren dem Auge sichtbar
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Objektive ol, o2 projiziert (Stellung h Ist das Bildband 1" mit der Abdeckung 2" um eine Bildhöhe weitergerückt. so stellt die Bildphase a mit ihren Teilbildern a1, a2 vor den Objektiven 02, o''' (Stellung 77). Nach der zweiten Weiterschaltung des Bildbandes 1" und entsprechenden Rückschaltung der Abdeckung 2" werden die Teilbilder b1, b2 der Bildphase b durch die Projektionsobjektive o1, o2 projiziert, wie dies die Stellung III in Fig. 3 erkennen lässt.
Die obigen Beispiele zeigen, dass sich das neue Verfahren für alle farbigen wie auch für stereoskopische Verfahren anwenden lässt. ganz gleichgültig. ob die Projektion in Apparaten mit absatzweiser oder optisch ausgeglichener Bildwanderung erfolgt.