AT140574B - Verfahren zur Erzeugung von Kohlenwassergas. - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung von Kohlenwassergas.

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  Verfahren zur   Erzeugung vom KoMcnwassergas.   



   Bei Generatoren mit   periodischem   Betrieb und   zusammenhängender Brennstoffsäule,   wo für den Entgasungsvorgang jeweils in dünner Schicht frischer Brennstoff auf den entgasten glühenden Brenn- stoff aufgebracht wurde und wobei die Heissblasegase zwischen dem entgasten Brennstoff, dem Koks und dem frischen Brennstoff,   nämlich   der Kohle, abgezogen werden, war eine vollkommene Entgasung von Brennstoffen jeder Art, insbesondere von   baekenden und blähenden Kohlen nicht möglich.   



   Wenn man bisher Kohle restlos zu   Kohlenwassergas   vergasen wollte, war man, um nur einiger- massen befriedigende Ergebnisse zu erhalten. auf Verwendung   von gIeiehmäL1ig stÜekiger Kohle   ange- wiesen, die ausserdem nicht backen und blähen durfte. Auch wenn die aufgetragene Schicht frischen
Brennstoffes dünn gehalten wurde, war das Ergebnis unzulänglich, weil infolge Kanalbildung in dieser
Schicht die Kohle, besonders wenn sie baekende und bläliende Eigenschaften hatte, schlecht entgast wurde und infolgedessen beim Heissblasen wertvolle Kohlenwasserstoffe von den Heissblasegasen fort- getragen wurden und für den   Gaseprozess unausgenutzt verloren gingen.   



   Alle diese Nachteile werden gemäss der Erfindung dadurch beseitigt, dass die aufgebrachte dünne
Brennstoffschicht während des Betriebes dauernd aufgelockert und eingeebnet wird, beispielsweise mittels eines rotierenden Rechens. Dadurch wird es möglich, die Kohle vollkommen zu entgasen, ehe sie mit den Heissblasegasen in Berührung kommt, und es kann selbst backende und blähende Kohle mit Vorteil für die Erzeugung von Kohlenwassergas verwendet werden. 



   Durch die Einebnung und Auflockerung mittels rotierender Rechen wird den aufsteigenden, den frischen Brennstoff durchdringenden Gasen ein überall gleicher Widerstand entgegengesetzt, wodurch der Entgasungsvorgang begünstigt und wodurch verhindert wird, dass einzelne Partien des frischen Brennstoffes bevorzugt von den heissen Gasen durchströmt werden und andere, grösseren Widerstand bietende Partien von den durchströmenden   Gasen unberührt   bleiben und weniger oder überhaupt nicht entgast werden. 



   Durch das Auflockern werden auch die kleinsten Kanäle in der Schicht des frischen Brennstoffes zerstört, die sich besonders leicht bei backenden Kohlen bilden. Besonders dieser letztere Vorgang, das Zerstören auch der kleinsten Kanäle, bedingt erst eine restlose Gewinnung der Kohlenwasserstoffe, da den aus der Säule des entgasten Brennstoffes   aufsteigenden   Gasen immer neue Oberflächen in der   dünnen   Schicht der frischen Kohle geboten werden, an welche sie die Wärme zur Destillation des frischen Brennstoffes abgeben. Die vollkommene Entgasung der gesamten Menge des frischen Brennstoffes erfolgt also, ehe dieser in die Zone der entgasten Kohle gelangt.

   Es können demnach auch   beim Heissblasen   keine Kohlenwasserstoffe unausgenutzt für den Gasprozess   fortgetragen v.'erden und verlorengehen.   



   Um die für die   Durchführung   des Verfahrens bedingte dünne Schicht des Brennstoffes stets einzuhalten, wird der Generator entsprechend dem Abbrand automatisch mit Kohle beschickt. Zweckmässig erfolgt das automatische Beschicken des frischen Brennstoffes nur zur Zeit des Heissblasens, während für die Dauer der Gasperiode keine Beschickung erfolgt, damit man   möglichst   staubfreies Gas bekommt. 



   Es wurde beobachtet, dass in der Mitte der Brennstoffsäule der Widerstand gegen den Durchgang des aufsteigenden Wassergases grösser ist als am Umfang des Generators. Um das in der Brennstoffsäule aufsteigende heisse Wassergas mehr zur Mitte hin zu   drängen und auf   diese Weise der Mitte mehr   Entgasungswärme zuzufuhren,   soll nach einer weiteren   Ausführung des Verfahrens gemäss   der Erfindung der Widerstand in der Mitte der Brennstoffsäule gering gehalten werden. Es kann dies durch eine solche 

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 Ausbildung der Auflockerungsvorrichtung erreicht werden, dass sie den frischen Brennstoff von der Mitte zum Rand ansteigend hindrängt. 



   Wie mehrfach erwähnt, wird der frische Brennstoff in verhältnismässig dünner Schicht aufgelagert, wobei die   Berührungsfläche   mit dem glühenden entgasten Brennstoff so gross wie möglich gewählt wird. 



  Die Anwendung der dünnen Schicht hat den Zweck, dass infolge der Erwärmung der Kohle durch den glühenden Koks und das aufsteigende heisse Wassergas die Entgasungsstadien, besonders der Erwärmungszustand, möglichst schnell durchlaufen werden. Bei der dünnen Schicht hat auch die Erweichungszone eine entsprechend geringe Dicke, weshalb das Erweichungsstadium um so schneller durchlaufen wird. 



   Um eine weitere   Verkürzung   des kritischen   Erweiehungszustandes   der Kohle und damit auch eine Förderung der Auflockerung und Einebnung der Entgasungsschichten zu erreichen, wird gemäss der vorliegenden Erfindung zur   Entgasung zusätzliche   Wärme durch hocherhitzte gasförmige Wärmeträger von hoher spezifischer Wärme, beispielsweise Wasserdampf oder Gas, dem Generator zugeführt. 



  Zu diesem Zweck führt man vorteilhaft zu Beginn der Gaseperiode den Wärmeträger in die Trennungzone zwischen der entgasten Schicht und dem frischen Brennstoff ein und lässt den Wärmeträger den frischen Brennstoff   durchstreichen. Es ist auch möglich,   bei Verwendung von Wasserdampf nach Unter-   brechung   der Zuführung in die   Trennzone   den Dampf von unten durch den entgasten Brennstoff zum Zwecke der Wassergaserzeugung   einzuführen.   Ebensogut ist es möglich, beide Massnahmen gleichzeitig vorzunehmen, wodurch nebeneinander die Entgasung des frischen Brennstoffes durch den erhitzten Wärmeträger und durch das aufsteigende heisse Wassergas erfolgt. 



   Man kann auch mit dem   hochüberhitzten     Wärmeträger   (Dampf oder Gas) gleichzeitig Teer, Teeröle oder ähnliche Kohlenwasserstoffe in den Generator einführen. Diese werden zum Teil in dem Generator   gekrackt   und in   heizkräftige   Gase umgesetzt, die sich dem Gase aus der Gaseperiode beimischen. 



  Der noch unzersetzt bleibende Anteil geht gemeinsam mit den aus der Kohle ausgetriebene Teeren in den Carburator und wird hier in der üblichen Weise in permanente Gase umgesetzt. 



   Die Beimengung der Kohlenwasserstoffe erfolgt an geeigneter Stelle, beispielsweise vor dem Wärmespeicher, im   Wärmespeicher selbst   oder im Generator. 



   Zur Erhitzung   des Wärmeträgers wird   in bekannter Weise die Wärme der Heissblasegase in einer hinter dem Generator geschalteten Verbrennungskammer nutzbar gemacht. Die Heissblasegase werden zunächst durch eine Kammer mit Gitterwerk geleitet und verbrannt und teilen ihre Wärme dem Gitterwerk mit. Der nach erfolgter Verbrennung für die Entgasung des frischen Brennstoffes bestimmte Dampf bzw. der gasförmige Wärmeträger wird dann durch das hocherhitzte Gitterwerk geleitet und durch geeignete Öffnungen des Generators, beispielsweise durch die Austrittsöffnungen für die Heissblasegase dem Generator zugeführt. 



   Ein Ausführungsbeispiel des Generators zur Durchführung des Verfahrens ist in der beiliegenden Zeichnung dargestellt. 



   Im allgemeinen entspricht der Generator im Aufbau den bisher   gebräuchlichen   Generatoren zur restlosen Vergasung von Kohle und unterscheidet sieh von diesen durch einen verhältnismässig niedrigen   Sehwelsehaeht   von grossem Durchmesser und eine im Schacht   1   angebrachte Auflockerungseinrichtung 2, beispielsweise eines zweiarmigen oder mehrarmigen Rechens, die gleichzeitig auch die Funktion übernimmt, den Brennstoff einzuebnen. Der Antrieb der Auflockerungseinrichtung erfolgt durch eine auf dem   Füllturm. 3 angebrachte Antriebsvorrichtung   4. Die Zufuhr des Brennstoffs erfolgt automatisch durch das Einfüllrohr 5 mit Regeleinrichtung 6, die dafür sorgt, dass der Brennstoff gleichmässig aufgegeben wird.

   Die Luft zum Heissblasen der   Kokssäule'1   tritt von unten in das Rohr 8 ein, wobei die entstehenden Heissblasegase unterhalb der dünnen Schicht   9   des frischen Brennstoffs durch die Schlitze 10 und das Rohr 11 entweichen. In der Gaseperiode wird der Dampf zum Vergasen des Kokses im Schacht 7 durch das Rohr 8 eingeführt, wobei das Abzugsrohr 11 durch einen Schieber verschlossen wird. Das im Schacht ? entstehende Wassergas, gemischt mit unzersetztem Wasserdampf, steigt hoch und durchzieht die durch den Rechen 2 aufgelockerte dünne Schicht 9 des frischen Brennstoffes. Das heisse Wassergas-Dampfgemiseh gibt seine Wärme an den frischen Brennstoff ab, wobei dieser neben der Einwirkung der   Strahlungswärme   der Oberfläche der Kokssäule 7 auch durch das aufsteigende Gemisch entgast wird.

   Durch den Stutzen   12   wird das sich bildende Kohlenwassergas abgeleitet. Vermittels des Rohres 13 wird in der Gaseperiode ein hocherhitzte Wärmeträger auf dem Wege über die Schlitze 10 der Trennzone zwischen dem frischen und dem entgasten Brennstoff zugeführt. 



   PATENT-ANSPRUCHE :
1. Verfahren zur Erzeugung von   Kohlenwassergas,   insbesondere aus   backender   und blähender Kohle in periodischem Generatorbetrieb, wobei für den Entgasungsvorgang eine dünne Brennstoffschicht auf den entgasten glühenden Brennstoff aufgebracht wird, dadurch gekennzeichnet, dass die aufgebrachte dünne   Brennstoffschicht   während des Betriebes dauernd aufgelockert und eingeebnet wird, beispielsweise mittels eines rotierenden Rechens.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die aufgebrachte dünne Brennstoffschicht bei der Auflockerung von der Mitte des Generators nach seinem Umfang hin gedrängt wird. <Desc/Clms Page number 3>
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Wirkung der Auflockerung und Einebnung der Brennstoffschicht behufs Verkürzung des Erweichungszustandes durch Zuführung zusätzlicher Wärme mittels eines in die Trennzone zwischen der entgasten Schicht und dem frischen Brennstoff eingeführten hocherhitzte gasförmigen Wärmeträgers verbessert oder gefördert wird. EMI3.1
AT140574D 1932-04-30 1932-04-30 Verfahren zur Erzeugung von Kohlenwassergas. AT140574B (de)

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