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Selbsttätiger Regler für Heizungen od. dgl.
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nachzugiessen, während sich zugleich ein kräftiger Dampfstrom nach den als Kondensator wirksamen Wandteilen durch das Steigrohr ausbildet. Durch diese Massnahme wird der Kreislauf so gefördert, dass an allen Wandungsteilen des Systems erhebliche Temperatursteigerungen, bis zu wenigen Graden unter die Temperatur des Heizmittels, erreicht werden. Die dabei entstehenden Drücke reichen selbst für sehr erhebliche Verstelleistung aus und bringen den Vorteil mit, dass kleine und genügend widerstandsfähige Arbeitsmembranen für die zu verstellenden-Regelorgane benutzt werden können.
In der Zeichnung ist eine derartige Regeleinrichtung im Schema dargestellt.
Ziffer 1 bedeutet eine Dampfheizung für Abteilwagen, in welche der Dampf durch das Heizventil 2 eingeleitet wird. Die Ventilspindel wird von einer Membrane 3 gesteuert, die sich unterhalb der Kammer 4 des Ventilgehäuses befindet. In der Kammer 4 herrscht etwa die Temperatur des Heizdampfes.
Der Wärmefühler ist als Rohr 6 durch die Abteile-des Wagens hindurch verlegt, z. B. waagrecht in Höhe von zirka 2 m über dem Boden. Seine Füllung besteht in einer bei Raumtemperatur verdampfenden Flüssigkeit : Mittels der Leitung 10 ist an den Fühler eine Kammer 11 mit einer federbelasteten Membrane 12 angeschlossen. Letztere steuert ein leichtbewegliches, kleines Hilfsventil M und führt geringe Hübe aus. Sie kann daher z. B. als Flachmembrane ausgeführt und mit Abstützflächen 14, 15 versehen werden, die jegliche Überanspruchung verhindern.
Das Hilfsventil 13 liegt in einer von zwei Rohrleitungen 17, 18, die ein höher liegendes Sammelgefäss 19 mit einem tiefer in der Nähe der heissen Rohrleitung liegenden Verdampfungsbehälter 20 verbinden. An dieses in sich geschlossene System I7-20 ist durch Leitung 21 die Membrankammer 4 angeschlossen. Damit das Hilfsventil M leicht bewegt werden kann, geschieht die Durchführung der Membranebewegung am besten durch einen Federungskörper 23, wobei dieser so angeordnet werden kann, dass in ihm vorhandener Druck nicht auf die Membrane 12 zurückwirkt, indem die Bewegung seiner Bodenplatte 25 senkrecht zu seiner Achsrichtung erfolgt. In ihm vorhandener Über-oder Unterdruck wird durch das Lager 26 des Winkelhebels 27 aufgenommen, der das Ventil.
M bewegt. Der Körper 23 kann ziemlich kräftige Wandung erhalten, da er gegen Biegungsbeanspruchung'auch dann noch leicht genug nachgibt.
Das System 1'1-20 wird mit einer geringen Menge "Arbeitsflüssigkeit" gefüllt, die bei Temperaturen, welche der des Heizmittels nahekommen, unter Druck, z. B. 2 at abs, verdampft, während sie bei Raumtemperatur unter geringem Druck, z. B. 0'5 at abs, steht. Beispielsweise eignet sich
Azeton.
Die Wirkungsweise ist folgende :
Sobald die Heizung im Gange ist, befindet sich die flüssige Azetonmenge im kalt liegenden Gefäss j.
Der Druck im System 17'-20 ist niedrig (der Azetondampf in Kammer 4 ist überhitzt), und das Heizventil 2 steht unter dem Druck der Feder 24 offen. Sobald in einem der zu beheizenden Räume eine bestimmte Grenztemperatur überschritten wird, übersteigt der Druck in der Membrankammer 11 den
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gleichgültig.)
Sobald das flüssige Azeton im Rohre 17 herabläuft und in den heissen Verdampferbehälter 20 gelangt, steigt im System 17-20 der Druck und zugleich die Wandungstemperatur erheblich. Das Heizventil schliesst infolgedessen.
Das Azeton verdampft dabei ständig in den Sammelbehälter 19 hinein, fliesst jedoch durch das Ventil M so lange wieder herab, bis dasselbe unter dem Einfluss der abnehmenden
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Man hat durch die Ausnutzung der Dampfwärme mit dieser Einrichtung den Vorteil grosser Verstellkraft erreicht, ohne im Sommer unerwünscht hohe Drucke in Kauf nehmen zu müssen. Ferner
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ohne die Empfindlichkeit zu schwächen, und für die Steuer membrane 12 eine Flachmembrane, die auch bei schwacher Blechstärke zuverlässig dicht ist und die man (im Gegensatz zu Federungskörpern) durch Abfangen der auf der ganzen Fläche vor Überlastung leicht schützen kann.
Der Gegenstand der Erfindung ist nicht an das Vorhandensein eines mit Verdampfungsflüssigkeit gefüllten Wärmefühlers gebunden. Das Rohrsystem 1'1-20 mit dem Hilfsventil13 bietet infolge des geringen Bedarfs an Verstellkraft auch dann noch Vorteile, wenn im Fühler z. B. eine nicht verdampfende
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büchse besonders einfach.
Eine Ergänzung vorbeschriebener Regeleinrichtung kann bei Dampfheizung erfindungsgemäss dahin getroffen werden, dass mit dem Zwecke, die zuströmende Dampfmenge stets, insbesondere beim Anheizen, in solchen Grenzen zu halten, dass kein unverbrauchter Dampf die Heizung verlässt, ein besonderer Behälter 30 an das System J7-20 angeschlossen wird. Dieser Behälter 30 wird in die Nähe des
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Dampfrohres verlegt, aus welchem der Dampf die Heizung verlässt bzw. ein Dampfluftgemisch in das Rohrsystem zurückkehrt. Es tritt dann folgende Wirkung ein :
Das Gefäss 19 bleibt bis zum Überlaufen gefüllt, wenn das Hilfsventil 13 schliesst.
Ebenso das Gefäss 30, dessen Temperatur normalerweise zwischen 50 und 600 liegt. Das System 17-20 befindet sich ständig unter einem Druck etwas unterhalb des 50-60 entsprechenden Sättigungsdruckes, z. B. bei Azeton zirka 1 at abs. Sobald sich das Hilfsventil öffnet oder sobald der Behälter 30 infolge von Dampfübersehuss der Heizung eine höhere Temperatur erhält, stellt sich ein höherer Druck im
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wird, um der Aussentemperatur einen Einfluss auf die Drosselung zu sichern. Denn es ist zweckmässig, an sehr kalten Tagen einen gewissen Dampfüberschuss zuzulassen, um jegliches Einfrieren von Rohren zu verhindern.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Selbsttätiger Regler für Heizungen od. dgl., bei welchem eine Flüssigkeit durch ein von einem temperaturempfindlichen Geber (6) gesteuertes Hilfsventil (13) aus einem Sammelbehälter (19) durch eine Leitung (17) in ein vom Heizmittel erwärmtes Verdampfergefäss (20) gelangt, dort verdampft und seinen Druck auf die Arbeitsmembrane (3) des Regelorgans (2) überträgt, gekennzeichnet durch eine besondere Steigleitung (18), durch die der Flüssigkeitsdampf in den Sammelbehälter (19) zurückgelangt.