AT139660B - Verfahren zum Blankglühen von Bandeisen, Draht od. dgl. unter Luftabschluß. - Google Patents

Verfahren zum Blankglühen von Bandeisen, Draht od. dgl. unter Luftabschluß.

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AT139660B
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Austria
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air
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bright annealing
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annealing
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Inventor
Fritz Ing Roehle
Original Assignee
Siemens Schuckertwerke Wien
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  Verfahren zum Blankglühen von Bandeisen, Draht od. dgl. unter Luftabschluss. 



   Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Blankglühen von Bandeisen, Eisendraht od. dgl. unter   Luftabschluss   mit oder ohne Anwendung von Schutzgas. Die Oberfläche des Glühgutes ist nach dem Glühvorgang oft durch Russ oder andere kohlenstoffhaltige Beläge verunreinigt, die bisher nicht vermieden werden konnten. Hiedurch wird eine Nachreinigung notwendig oder es müssen die verunreinigten Kanten oder Enden des Glühgutes abgeschnitten und als Abfall behandelt werden ; beide Massnahmen verteuern den Betrieb. Ausserdem wurde gefunden, dass das Glühgut unter Umständen durch   c1ie   Berührung mit dem in den   Oberfläehenbelägen   enthaltenen freien Kohlenstoff in der Hitze seine   Eigenschaften unerwünscht   verändert. Diese Nachteile beseitigt die Erfindung. 



   Die kohlenstoffhaltigen   Oberflächenbeläge   entstehen, wie erkannt wurde, durch die Zersetzung von gewissen Fetten, Ölen u.   dgl.,   die bei dem vorangehenden Walzen oder Ziehen des Bandeisens oder Drahtes benutzt werden und dessen   Oberfläche   mit einer mehr oder weniger dünnen Schichte überziehen. 



  Man nahm bisher an, dass bei allen Glühverfahren, die den Luftzutritt ausschliessen, geringe Mengen von Öl oder Fett nicht stören. Man verliess sich darauf, dass dieses Fett sich nicht zersetzen würde und   - eine   Dämpfe entweder durch Spülung mit Schutzgas oder durch Entlüftungsventile entfernt werden könnten. Man begnügte sieh daher bei   blankzuglühendem   Material der erwähnten Art bisher mit einer mechanischen Vorreinigung, wie Durchziehen durch Putztücher. Dadurch wird aber nur ein Teil der   Verunreinigtingen   entfernt und gerade die als unschädlich angesehenen Reste   des Fettbelages beeinträch-   tigen das Verfahrensprodukt.

   Ihre kohlenstoffreichen Zersetzungsprodukte und insbesondere der gebildete Russ verunreinigen nicht nur die   Glühgutoberfläche,   sondern stören selbst die Materialeigenschaften des Glühgutes. 



   Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis. dass vor dem Blankglühen von Bandeisen, Draht od. dgl. unter   Luftabschluss   alle Fettbeläge der an sich blanken Oberfläche des Glühgutes nicht nur weitgehend, sondern restlos entfernt werden müssen. Erst dann erhält man wirklich reines Glühgut von der gewünschten Beschaffenheit. 



   Eine vollkommene Reinigung der   Oberlläche   des zu glühenden Gutes kann durch mechanisch abstreifende oder reibende Körper allein nicht erreicht werden, ohne dass die Oberfläche angegriffen wird. 



  Nur eine chemische Behandlung entfernt den Fettbelag des zu glühenden Materials in genügendem Ausmasse. Eine praktisch vollständige Entfernung der Verunreinigungen ist als unbedingt notwendig erkannt worden, denn schon geringe Fettreste und daran haftende andere, z. B. metallische Teilchen stören das   Glühergebnis,   d. h. die Erreichung der angestrebten vollkommen blanken Oberfläche, insbesondere an den äusseren Lagen von Drahtbündeln, Bandringen u. dgl. 



   Das zu glühende Material wird z. B. chemisch entfettet durch Eintauchen in entsprechende chemisch wirkende Mittel, durch Durchziehen durch chemisch wirkende, auch elektrochemische Bäder oder durch Einwirkenlassen von chemisch wirkenden Gasen. Verbleibende Reste der bereits chemisch veränderten Verunreinigungen können dann durch Abspülen oder durch mechanische Verfahren leicht restlos beseitigt werden. 



   Es ist auch möglich, einer mechanisch wirkenden Putzeinrichtung ein chemisch wirkendes Mittel 
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   Am wirksamsten ist eine Verbindung von mechanischer und chemischer Reinigung. Beispielsweise reinigt man   zunächst   das zu glühende Material rein mechanisch von dem grössten Teil der Verunreinigungen, wobei auch schon chemisch wirkende Mittel (z. B. gebrannter Kalk) mitverwendet werden können. Sodann bringt man es in einen Behälter, der chemisch wirkende Flüssigkeiten oder Gase enthält, oder zieht es durch solche Mittel hindurch. Sodann können   Spüleinrichtungen   zum Entfernen der Reste der Reinigungsmittel, Abstreifer oder rotierende Bürsten, Walzen u. dgl., benutzt werden und gegebenenfalls kann dann auch noch eine Trockenvorriehtung (Durchziehen durch trocknende Materialien, heisse Luft, Trockenofen) angeordnet sein. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Blankglühen von Bandeisen, Draht od. dgl. unter   Luftabschluss,   dadurch gekennzeichnet, dass das zu glühende Material praktisch vollständig, vorzugsweise auf chemischem Wege entfettet in den Blankglühofen eingeführt wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das unter Luftabschluss blankzu- glühende Bandeisen od. dgl. unmittelbar nach dem Walzen bevor es aufgerollt wird durch mechanische und chemische Reinigungsvorgänge oder allein auf chemischem Wege entfettet wird.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das unter Luftabschluss blankzuglühende Bandeisen od. dgl. vor dem Glühen nacheinander eine chemische Entfettungsanlage, eine Spülvorrichtung zum Entfernen des verwendeten chemischen Entfettungsmittels, eine mechanische Reinigungsvorrichtung und gegebenenfalls eine Trockenvorrichtung durchläuft.
AT139660D 1931-09-15 1931-09-15 Verfahren zum Blankglühen von Bandeisen, Draht od. dgl. unter Luftabschluß. AT139660B (de)

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