AT139645B - Verfahren zur Herstellung von galvanisch plattierten, glatten Eisenblechen und anderen Walzprodukten. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von galvanisch plattierten, glatten Eisenblechen und anderen Walzprodukten.

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AT139645B
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  Verfahren zur Herstellung von galvanisch plattierten, glatten Eisenblechen und anderenWalzprodukten. 



   Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, die Haftfestigkeit glatter galvanischer Niederschläge auf Eisenbleche und andern Walzprodukten derart zu erhöhen, dass auch bei mechanischen Bearbeitungen, die mit einem scharfen Biegen oder Ziehen verbunden sind, ein Ablösen des Überzuges nicht stattfindet. Im wesentlichen besteht das Verfahren gemäss der Erfindung darin, dass die Oberfläche der Bleche od. dgl. vor dem Auftragen eines Überzuges, vorzugsweise Kupfer, nach dem Kontaktverfahren aufgerauht und das Blech od. dgl. nach Verstärkung des Überzuges durch elektrolytische Abscheidung des gleichen oder eines andern Metalls, wie z. B. Chrom oder Kadmium, kalt gewalzt und nachher geglüht wird. 



   Es ist bekannt, dass die Haftfestigkeit galvanischer Niederschläge durch Aufrauhen der Grundlage erhöht werden kann, und man hat daher Waren, die keine glatte Oberfläche aufweisen müssen, vor dem Aufbringen des galvanischen Niederschlages z. B. mit Hilfe eines Sandstrahlgebläses aufgerauht. Waren, deren Oberfläche glatt sein musste, sind aber zumindest vor dem Aufbringen des letzten galvanischen Überzuges geglättet worden. So ist in der britischen Patentschrift Nr. 282748 ein Verfahren zum Vernickeln von Stahlwaren durch aufeinanderfolgendes Niederschlagen von Kupfer und Nickel beschrieben, gemäss welchem die rauh belassene Oberfläche des Bleches mit Kupfer galvanisch überzogen und der Kupferüberzug vor dem Niederschlagen des Nickels geglättet wird.

   Die Haftfestigkeit des Nickelüberzuges auf der polierten Kupfergrundlage ist hier so gering, dass der Nickelniederschlag abspringt, sobald die Grundlage jenen Beanspruchungen unterworfen wird, die bei der Verformung von Blechen durch Biegen und Ziehen auftreten. 



   Wenn im Sinne der Erfindung ein Eisenblech zunächst nach dem Kontaktverfahren mit Kupfer und hernach durch elektrolytische Abscheidung mit dem gleichen oder einem andern Metall überzogen wird, so steht auch für den zweiten Überzug eine rauhe Grundlage zur Verfügung. Das mit den Niederschlägen versehene Blech wird sodann kalt gewalzt. Beim Walzen wird sowohl das Material der Grundlage als auch das des Überzuges zum Fliessen gebracht und eine überaus innige Verbindung von Grundlage und Überzug sowie   der Überzugsschichten   untereinander herbeigeführt. 



   Das Verfahren gemäss der Erfindung wird im folgenden an dem Beispiel der Herstellung eines Kupferüberzuges auf gewalztem Eisenblech beschrieben. 



   Gewalzte Eisenbleche werden mittels eines Sandstrahlgebläses, zweckmässig unter Verwendung eines Gemisches von Glas-, Stahl-und Quarzsand, derart abgeblasen, dass die Oberfläche eine   ähnliche   Rauheit wie eine Schmirgelscheibe aufweist. Hierauf werden die rauhgeblasenen Bleche mittels eines trockenen Luftstromes vom Staub befreit und unmittelbar danach, um jede Oxydation der blossgelegten   rein metallischen Oberfläche zu verhindern, mittels eines Spritzapparates (Zerstäubers od. dgl. ) mit   einer für die Kontaktverkupferung geeigneten Flüssigkeit (z. B. schwach angesäuerte Kupfersulfatlösung) bespritzt. Beim Auftreffen des Elektrolyten scheidet sich im Augenblick der Berührung mit dem blossgelegten Metall ein dünner, ganz gleichmässiger Kupferhauch ab.

   Das Aufspritzen der Flüssigkeit hat den Vorteil, dass diese in alle durch das Abblasen entstandene Vertiefungen eindringt und dabei die Luft von der Oberfläche vollkommen entfernt ; taucht man die Bleche in ein Bad, statt die Flüssigkeit aufzuspritzen, so. bildet sich der Überzug nicht so vollkommen, weil während des Tauchen die an der Platte anhaftenden   Luftbläschen   von der Flüssigkeit nicht vollkommen verdrängt werden. Durch das Aufspritzen des Elektrolyten gelingt es hingegen, die Metallunterlage durch den nach dem Kontaktverfahren aufgebrachten Überzug vollständig dicht abzudecken und vor jeder weiteren Reaktion zu   schützen.   Die so vor Einwirkung des Sauerstoffes der Luft oder andern Einflüssen geschützten Eisen. 

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 bleche werden nun weiterbehandelt. Man kann z.

   B. den Kupferüberzug in der Weise verstärken, dass man auf den ersten Kupferhauch eine weitere Kupferschicht aus einem Elektrolyten unter Anwendung äusserer Stromquellen niederschlägt. Man kann aber auch auf den ersten Kupferhauch Schichten von andern Metallen, z. B. von Kadmium, Chrom oder sonstigen   rostschützenden   Metallen, aufbringen. Man kann   die Überzüge auch   aus mehreren Metallschichten gleicher oder verschiedener Art zusammensetzen. 



  Die mit dem   Metallüberzug versehenen Bleche   werden nun noch einer mechanischen Überarbeitung unterworfen, indem man sie durch ein Kaltwalzwerk schickt, wobei die Bleche zwei-bis dreimal unter Druck überwalzt werden. Diese Behandlung hat zur Folge, dass beim Niederwalzen und Glattwalzen der Metallüberzug gewissermassen mit der rauhen Oberfläche vernietet wird. Es entsteht also eine mechanisch mit der rauhen Oberfläche der Unterlage verbundene Metalloberfläche, die nunmehr die Eigenschaft besitzt, selbst bei schärfstem Abbiegen und Ziehen sich nicht von der Unterlage abzulösen. 



   Die mechanische Nachbearbeitung der mit dem Metallüberzug versehenen Bleche hat den weiteren Vorteil, dass man während der elektrolytischen Abscheidung der verstärkenden Niederschläge mittels äusserer Stromquellen nicht wie bisher sorgsam die Abscheidung eines Niederschlages in pulveriger Form vermeiden muss. Vielmehr werden auch pulverige Niederschläge durch den nachfolgenden Walzprozess verdichtet und dabei oberflächlich geglättet, so dass selbst bei   Metallniederschlägen,   die sonst als ungeeignet angesehen würden, durch die mechanische Nachbehandlung glänzende Oberflächen erhalten werden. 



   Die aus dem Walzwerk kommenden Bleche besitzen aber wie alle kaltgewalzten Bleche eine gewisse Härte. Um diese zu beheben, werden die Bleche in Paketen unter Luftabschluss bei einer Temperatur von zirka 850 bis   900    (d. h. unter dem Schmelzpunkt der Metallauflage) durch 10-12 Stunden geglüht, wodurch das kaltgewalzte Material weich und ziehfähig wird. Auf diese Weise werden mit einem haltbaren   Metallüberzug   versehene Bleche gewonnen, die so wie andere geglühte Eisenbleche ziehfähig und leicht verarbeitungsfähig sind. Die nach dem angegebenen Verfahren behandelten Bleche sind, insbesondere wenn man als letzten Überzug Kadmium oder Chrom wählt, vollständig rostsicher. Die   Oberfläehenschichte   kann auch jeder beliebigen weiteren Behandlung unterworfen werden. Z.

   B. kann man den   Metallüberzug   durch Behandlung mit Schwefelalkalien   oberflächlich   in Sulfide   überführen.  

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von galvanisch plattierten, glatten Eisenbleche und andern Walzprodukten, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche der Bleche od. dgl. vor dem Auftragen eines Überzuges nach dem Kontaktverfahren, vorzugsweise eines Kupferüberzuges, aufgerauht und das Blech od. dgl. nach Verstärkung des- Überzuges durch elektrolytische Abscheidung des gleichen oder eines andern Metalls, wie z. B. Chrom oder Kadmium, kalt gewalzt und nachher geglüht wird.
AT139645D 1933-01-18 1933-01-18 Verfahren zur Herstellung von galvanisch plattierten, glatten Eisenblechen und anderen Walzprodukten. AT139645B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0087132A1 (de) * 1982-02-20 1983-08-31 DODUCO KG. Dr. Eugen Dürrwächter Verfahren zur Herstellung von mit Edelmetall beschichteten Bändern als Halbzeug für elektrische Kontakte

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0087132A1 (de) * 1982-02-20 1983-08-31 DODUCO KG. Dr. Eugen Dürrwächter Verfahren zur Herstellung von mit Edelmetall beschichteten Bändern als Halbzeug für elektrische Kontakte

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