AT139307B - Mehrmotorenantrieb für Arbeitsmaschinen. - Google Patents

Mehrmotorenantrieb für Arbeitsmaschinen.

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AT139307B
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Austria
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Inventor
Gerhart Dipl Ing Klatte
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Aeg Union Elek Wien
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Mehrmotorenantrieb für Arbeitsmaschinen. 



   Bei Mehrmotorenantrieben von Arbeitsmaschinen, insbesondere Papiermaschinen mit Gleichlaufregelung, ist die Forderung gestellt, das gegenseitige Geschwindigkeitsverhältnis zwischen allen Gruppen''der Maschine einzustellen und dieses Verhältnis aufrechtzuerhalten. Zur Lösung dieser Aufgabe sind verschiedene Ausführungen bekanntgeworden, die auf dem Vergleich einer Ist-mit einer Soll- 
 EMI1.1 
 Differentialgetriebe werden einerseits von der Drehzahl des betreffenden Teilmotors und anderseits von einer Leitgeschwindigkeit oder Leitfrequenz beeinflusst. Bei dem Auftreten einer Differenz zwischen der Geschwindigkeit eines Teilmotors und der   Leitgesehwindigkeit   oder Leitfrequenz wird der Ausschlag des betreffenden Differentialgetriebes zur Ausregelung der Störung benutzt.

   Alle bisher bekannten Einrichtungen dieser Art haben den Nachteil, dass ihre praktische Ausführung sehr umfangreich wird und viel Raum in Anspruch nimmt. Um eine leichtere Unterbringung der Einzelelemente zu erzielen, hat man Steuerungen vorgeschlagen, bei denen die Felder der Motoren über gittergesteuerte Entladungsgefässe von einer Wechselstromquelle erregt werden. Die Strommenge, welche durch jedes Feld fliesst, wird durch eine Gittersteuerung des dem betreffenden Felde zugeordneten Entladungsgefässes erzielt. Zu diesem Zwecke wird an das Gitter eine von einem Unterbrecher gesteuerte pulsierende Gleichspannung gelegt, wobei dieser Unterbreeher synchron mit der Ist-Geschwindigkeit des betreffenden Teilantriebes läuft. Diese Anordnung arbeitet nur so lange zufriedenstellend, als ein stationärer Zustand herrscht. 



  Sowie aber die Ist-Geschwindigkeit des Motors beispielsweise durch eine Lastverringerung vergrössert wird, kommen die Frequenz für die Speisespannung der Felder (Anodenspannung) und die durch den Unterbrecher bewirkte Frequenz (Gitterspannung) vollkommen ausser Takt. Die Frequenzen dieser beiden Spannungen werden verschieden gross und ein sofortiges Eingreifen der Regelung ist nicht möglich ; es entsteht vielmehr zwischen den beiden Spannungen verschiedener Frequenz eine Schwebung, welche in mehr oder weniger langer Zeit eine Einwirkung auf das zu steuernde Feld ausübt. Die Regelwirkung ist also nicht eindeutig. 



   Nach der Erfindung werden diese Nachteile dadurch vermieden, dass, wie an sich bekannt, die Gitterspannung der gleichen Wechselspannungsquelle entnommen wird wie die Anodenspannung und in ihrer Phasenlage dieser gegenüber veränderbar ist. Die Phase der Gitterspannung wird in Abhängigkeit vom Drehzahlunterschied zwischen dem zugehörigen Teilantrieb und einem Leitantrieb selbsttätig ver- ändert. 



   In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Die Teilmotoren M sind an das Netz P N mit in weiten Grenzen regelbarer Spannung angeschlossen, an dem auch der Leitmotor F liegt. Die Felder E der Motoren werden über je zwei gittergesteuerte Entladungsgefässe V, welche vorzugsweise als Gasentladungsgefässe ausgebildet sind, und über je einen Anodentransformator   A   erregt. Auf der Welle des Leitmotors F sind Kegelscheiben K angeordnet, von denen jede auf eine entsprechend Kegelscheibe treibt, die mit dem äusseren, drehbar gelagerten Teil eines Drehkondensators D verbunden ist. Der innere Teil des Drehkondensators wird von einem kleinen Synchronmotor S angetrieben, der mit einer der Drehzahl des zugehörigen Teilmotors entsprechenden Frequenz gespeist wird. 



  Die Drehzahl der verschiedenen Synchronmotoren   S   entspricht daher in diesem Falle der Ist-Drehzahl, 

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 Bei einer   Drehzahländerung   der Teilmotoren wird sich auch in gleichem Masse die Frequenz des an den Schleifringen der Teilmotoren abgenommenen Dreh-oder Einphasenstromes und damit die Drehzahl des inneren Teiles des Kondensators ändern. Mit G sind die Gittertransformatoren des Röhrenkreises bezeichnet, deren   Primärwicklungen   an   das'Wechselstromnetz jB, angeschlossen   sind. Tritt nun eine Abweichung der Drehzahl eines Teilmotors von der des Leitmotors auf, so wird der eine Teil des Drehkondensators gegenüber dem andern vor-oder nacheilen und somit die Kapazität des Drehkondensators ändern.

   Dies bewirkt eine Änderung der Phasenlage der Gitterspannung gegenüber der Anodenspannung, wodurch, wie bekannt, der Anodenstrom des Gasentladungsventils geregelt wird. Durch die Änderung des Anodenstromes wird das Feld des in seiner Drehzahl abgewichenen Teilmotors beeinflusst, so dass dieser seine vorher innegehabte Drehzahl wieder annimmt. 



   Selbstverständlich kann an Stelle der Feldregelung der Teilmotoren die Spannungsregelung der Teilmotoren treten. Ist dem Teilmotor ein   Zusatgenerator   zugeordnet, so wird dessen Feld über das gittergesteuerte Entladungsgefäss erregt. Man kann aber auch das gemeinsame Regelaggregat weglassen und jedem Teilmotor einen besonderen Leonardgenerator zuordnen. Dieser besitzt dann für die Regelung eine besondere Wicklung, welche über gittergesteuerte   Entladungsgefässe   erregt und in der bereits beschriebenen Weise geregelt wird.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Mehrmotorenantrieb für Arbeitsmaschinen, insbesondere Papiermaschinen, bei welchem die Motoren in relativem Gleichlauf gehalten werden sollen und die Felder der Teilmotoren oder der ihnen 'zugeordneten Regelgeneratoren über gittergesteuerte Entladungsgefässe von einer Wechselstromquelle erregt sind, der, wie an sich bekannt, auch die inihrer Phasenlage zur Anodenspannung veränderbare Gitterspannung entnommen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Phase der Gitterspannung in Abhängigkeit von dem Drehzahlunterschied zwischen dem zugehörigen Teilantrieb und einem Leitantrieb selbsttätig verändert wird, 2.
    Mehrmotorenantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die im Gitterkreis des Gasentladungsventils (V) liegende Kapazität als Drehkondensator (D) ausgebildet ist, dessen beide Hälften drehbar gelagert sind, wobei die eine Hälfte des Drehkondensators von der Leitgesehwindigkeit, die andere Hälfte von der Teilmotorgeschwindigkeit beeinflusst wird.
    3. Mehrmotorenantrieb nach den Ansprüchen 1. und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilmotorgesehwindigkeit oder Leitgeschwindigkeit auf die entsprechende Hälfte des Drehkondensators unmittelbar mechanisch oder in an sich bekannter Weise elektrisch fernübertragen wird (Motor 8).
    4. Mehrmotorenantrieb nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehkon- densator in die Kegelscheibe eingebaut ist, wobei die Kegelscheibe mit der einen Hälfte des Drehkondensators mechanisch, jedoch elektrisch isoliert, verbunden ist. EMI2.1
AT139307D 1931-07-09 1932-07-07 Mehrmotorenantrieb für Arbeitsmaschinen. AT139307B (de)

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